Die Sonne lockt mit ersten warmen Strahlen ins Freie. Also Radschuhe geschnürt, rauf aufs Rad und los geht die Tour. Frische Luft, frischer Duft, Fahrtwind um die Nase, was will man mehr? Schuhe mit Membran stehen zwar allgemein hoch im Kurs, aber nicht jede Kundin und jeder Kunde mag diese Modelle tragen und ihre Funktion hat deutliche, technische Grenzen.
Die Herausforderung: Tourentauglichkeit und Multifunktionalität
Ein zentraler Aspekt ist für uns die Tourentauglichkeit der Schuhe. Damit geht eine gewisse Multifunktionalität einher. Sie müssen ein Spektrum abdecken, das vom bequemen, kraftsparenden Kurbeln über kurze Gehpassagen bis hin zum möglichen Stadtausflug mitsamt Café- und sogar Museumsbesuch reicht. Die Schwierigkeit besteht also darin, gleichzeitig steif auf dem Pedal zu sein und beim Laufen gut abrollen zu können, dämpfender Gehkomfort eingeschlossen.
In jeder Situation muss sich der Schuh gut dem Fuß anpassen, wenn eine optimale Fixierung auf dem Rad auch noch wichtiger ist. Um effektives Pedalieren zu ermöglichen, bieten alle Testpaare die Option Shimano SPD-Pedaladapter (Cleats) zu montieren. Sie sind die am weitesten verbreiteten und sorgen, wie andere Systeme auch, für direkten Kraftschluss und ermöglichen dadurch einen runden Tritt mit Druck- und Zugphasen.
Anatomisch und ergonomisch richtig montiert bieten sie, anders als zum Beispiel auf einem Flatpedal mit Pins, durch die Bewegungsfreiheiten einen optimalen Kraftfluss im rotierenden Bein. Nicht jeder mag es eingeklickt zu fahren. Einer der Hauptgründe ist die Angst bei einem Unfall oder beim Anhalten nicht rechtzeitig oder sicher aus dem Pedal zu kommen. Trotzdem ist es hilfreich zu wissen, dass unsere Testschuhe grundsätzlich eben auch ohne Pedaladapter oder Klickpedal fahrbar sind.
Allerdings sind durch die nötigen Öffnungen in der Sohle die meisten der Testschuhe untenrum nicht geschlossen und dicht oder die notwendige Gewindeplatte klackert lose unter dem Fuß. Die optimale Lösung sind passend eingeschraubte Sohleneinsätze, wie sie hier Scott, Rose und Sidi bieten. Erst mit der geschlossenen Sohle sind die Schuhe wirklich unabhängig vom Pedaltyp einsetzbar und bieten sehr gute Voraussetzungen zum Radfahren und Laufen.
Passform und Anpassbarkeit
Damit man auch gern lange Touren unternimmt, muss der Schuh super sitzen. Abgesehen vom passenden Leisten ist individuelle Anpassbarkeit unabdingbar. Um den Schuh richtig an den Fuß anzupassen, gibt es in unserem Testfeld verschiedene Lösungen: Klassische Schuhbänder, Klettverschlüsse, Ratschen und Drehverschlüsse.
Schuhbänder
Schuhbänder haben den Vorteil, dass man, wenn die Schnürung gut umgesetzt ist, den Schuh sehr fein anpassen kann. Es kommt darauf an, dass die Bänder einerseits gut durchlaufen, um nicht ewig fummeln zu müssen, bis der Sitz passt. Andererseits dürfen sie auch nicht gleich wieder zurückrutschen. Am besten gelöst ist das hier bei Mavic und Vaude. Sind die Senkel zu dünn, schneiden sie beim Schnüren ein. Damit die Schleife nicht in die Kette gerät, wird sie fixiert. Per Klettlasche ist es effektiver.
Klettverschlüsse
Mit Klettverschlüssen öffnet und schließt man die Schuhe ritsch-ratsch-schnell. Wichtig ist, dass sie anatomisch sinnvoll platziert sind, um druckfreie Anpassung zu ermöglichen. Specialized macht das hier vorbildlich. Ihr Nachteil ist die Schmutzanfälligkeit und je nach Qualität die Abnutzung. Kletts werden auch gerne mit Ratschen kombiniert wie hier bei Giro.
Ratschen
Sie sind unempfindlich, erzeugen starken Halt und sind superschnell zu verschließen, beim Öffnen aber manchmal etwas sperrig.
Drehverschlüsse (Boa-Verschluss)
Alternativ bietet sich ein Drehverschluss an, mit dem ein sehr dünnes, aber kräftiges Stahlseil gestrafft wird - ein sogenannter Boa-Verschluss, benannt nach dem Marktführer. Es kommt im Test in verschiedenen Ausführungen und Entwicklungsstufen vor. Meistens funktioniert der Mechanismus perfekt und der Schuh lässt sich superschnell sehr fein justieren.
Bewertung der Testschuhe
Entsprechend dem weiter vorne genannten Anforderungsprofil bewerten wir die Eigenschaften beim Radfahren und beim Laufen. Dazu kommen Gewicht, Ausstattung und Bedienung. Das Bewertungsschema umfasst fünf Punkte, die von fünf bis null für die Noten 1 bis 6 stehen. Aus den sechs veschiedenen Wertungen errechnen wir eine Gesamtnote.
Da Radfahren den größten Teil in der Nutzung ausmacht, geht die Kraftübertragung über die Sohle zu 30 Prozent in die Endnote ein und die Fußfixierung im Schuh zu 20 Prozent. Beide zusammen stehen für effektive Kraftübertragung. Die Eignung zum Laufen ergibt sich aus den dämpfenden Eigenschaften des Schuhs, dem Abrollverhalten, aber auch daraus, ob man das Cleat spürt oder hört beim Auftreten. Der Gehkomfort zählt zu 20 Prozent.
Außerdem bewerten wir die Bedienung. Hierzu gehört, wie gut sich ein Schuh jederzeit an den Fuß anpassen lässt, inklusive Nachjustierung, wie problemlos sich die Cleats anbringen lassen und ob das Einklicken im Pedal sauber funktioniert. In der Note schlägt sich das zu 10 Prozent nieder. Als rotierende Masse ist das Schuhgewicht von Bedeutung. Der Wert macht am Ende 10 Prozent aus. Für die Ausstattung zahlen sich robuste Materialien oder Reflektoren aus.
Wichtiger aber ist die Multifunktionalität. Eine fehlende Sohlenplatte führt daher zu einer einfachen Abwertung. Jeder unserer ganz unterschiedlichen Testschuhe ist tatsächlich ein echter Tourenschuh - nur teils mit einem eigenen Schwerpunkt. Aber weder Preis noch Aussehen sind am Ende eindeutige Kriterien und halten Überraschungen parat.
Das Fahrrad als günstige Alternative
Doch mit Inflationsraten von bis zu zehn Prozent können und wollen es sich immer mehr Menschen nicht mehr leisten, Geld zu verschwenden. Ein ressourcenschonender, sparsamer Lebensstil steht derzeit praktisch und ethisch hoch im Kurs. Und damit sind wir folgerichtig beim Fahrrad angelangt: Was schont Umwelt und Geldbeutel besser, als seine Wege mit dem Muskel-Zweirad statt mit tonnenschweren, energiefressenden Transportvehikeln wie Auto, S-Bahn oder Bus zurückzulegen?
Wann immer möglich Rad zu fahren mag aktuell eine der nachhaltigsten Handlungs-Optionen sein. Ganze Wirtschaftszweige leiden derzeit unter der Kauf-Zurückhaltung der Kundschaft, die Wirtschaftsseiten der Tageszeitungen raunen vom Niedergang einzelner Branchen. Die Fahrradbranche wirkt dagegen vergleichsweise stabil: Die große Nachfragewelle mag verebbt sein, doch die Versorgungslage hat sich nach dem Durcheinander der Pandemiejahre wieder gebessert.
In diesen Wochen rollen neue Modelle in die Shops. Wer mit dem Gedanken an ein neues Fahrrad spielt, sollte sich jetzt umsehen. Für alltägliche Wege, sprich Kurz- und Mittelstrecken auf überwiegend asphaltierten Straßen und befestigten Wegen bei niedriger bis mittlerer Nutzungsintensität, sind die Anforderungen überschaubar: Ein halbwegs robuster, stabiler Rahmen mit entspannter Sitzposition, eine Schaltung mit angemessener Übersetzung und Bandbreite, funktionale Bremsen, betriebssichere Beleuchtung, unempfindliche, vielseitige Reifen, Gepäckträger, Parkstütze, dazu ein Paar Schutzbleche - fertig ist ein Alltags-Gefährt im noch dreistelligen Preisbereich. Ist es nach einigen Jahren verschlissen oder wird gestohlen, ist zudem nicht viel Geld verloren.
Die Amortisation eines 1000-Euro-Rads auf fünf Jahre (bei intensivem Gebrauch) macht 200 Euro im Jahr aus, also 55 Cent täglich. Dazu kämen noch Reparatur- und Wartungskosten. Die lassen sich jedoch durch engagierte Eigenleistung bei Reparatur, Pflege und Wartung gut in Zaum halten.
Apropos Pflege: Nach aller Erfahrung unterschieden sich günstige Räder von hochwertigen nicht so sehr in der Funktion im Neuzustand wie in ihrer Haltbarkeit. Oberflächen sind korrosionsanfälliger, Lager schlechter gedichtet, Züge weniger leichtgängig ... Auch Günstiges hat eben seinen Preis, und der wird eben weniger in Euro, sondern vermehrt in Funktion und Haltbarkeit gezahlt.
Wo gibt es günstige Räder?
Der Fahrradhandel durchläuft einen Konzentrationsprozess hin zu größeren Einheiten: Verbrauchermärkte auf der grünen Wiese, die sich dort niederlassen, wo Fläche wenig kostet, aber zunehmend auch Onlinehandel und -Direktvertrieb, die die Margen für Groß- und Einzelhändler einsparen - das sind die Plattformen, auf denen aktuell günstige Räder stattfinden. Meist sind die Anbieter Vollsortimenter, die alle Radtypen in größtmöglicher Vielzahl und Bandbreite mitsamt Zubehör, Ersatzteilen und Bekleidung im Angebot haben.
In Onlinekanälen findet persönliche Beratung oft gar nicht statt, oder wenn, dann in abgemagerter, digitaler Form per Onlinechat oder FAQ-Seite. Das reduziert den Zeit- und Personalaufwand und macht den Verkauf günstiger Räder in hoher Stückzahl wieder interessant. Wer als Anbieter dann noch auf Eigenmarken zugreifen kann, steigert seinen Gewinn. Das Optimum auf Herstellerseite wäre die komplette Kontrolle über alle Schritte, von der Produktentwicklung über die Herstellung bis zum Verkauf.
Denn dann fällt neben der Handelsspanne auch die Herstellermarge ins eigene Töpfchen. Die Auswahl unserer Testkandidaten verlief nicht ganz störungsfrei: Relevante Akteure wie FahrradXXL oder Fahrrad.de konnten oder wollten keine Testräder liefern, andere Marken waren schlicht ausverkauft.
Die wichtigsten Kriterien für eine gute Entscheidung beim Trekkingbike-Kauf
Wenn ihr beim Händler Trekkingbikes miteinander vergleicht, solltet ihr bei der Auswahl auf die folgenden Kriterien besonders achten, damit ihr viel Spaß mit eurem Rad habt:
- Griffe: Bei der Wahl der Griffe solltet ihr auf Flügelgriffe achten: Sind die nicht montiert, fragt am besten, was die Nachrüstung kostet. Die sind wichtig für Ruhephasen der Hände vor allem bei langen Touren.
- Gangauswahl: Während bei Mountain- und Gravelbikes die Tendenz eindeutig zu weniger Ritzeln geht, sollten Trekkingbikes eher über eine große Gangauswahl verfügen. Das zahlt sich spätestens dann aus, wenn ihr mit viele Gepäck auf Mehrtagestouren geht.
- Nabendynamo: Unbedingt empfehlenswert ist die Ausstattung mit einem Naben-Dynamo. Nabendynamos sind wartungsfreie, stets zuverlässige Energiequellen für die Beleuchtung. Die Nachrüstung ist sehr teuer, bis zu 200 Euro kostet ein Laufrad mit Nabendynamo.
- Bremsen: Ganz vereinzelt werden bei Bikes dieser Gattung noch Cantilever-Bremsen verbaut. Wer die noch kennt, weiß umso mehr die positiven Eigenschaften von Qualitäts-Scheibenbremsen zu schätzen, vor allem bei Feuchtigkeit und mit Beladung.
- Felgen- und Reifendicke: Felgen- und Reifendicke sind entscheidend für den richtigen Mix aus Speed, Grip und Belastbarkeit. Achtet darauf, dass die (28er)-Bereifung im Mittelfeld liegt, was die Profilbreite angeht - 35 bis 45 Millimeter sind für Trekkingbikes ideal.
- Ständer: Ein robuster Ständer sollte bei keinem Trekkingbike fehlen. Tipp: Probiert unbedingt aus, ob der montierte Ständer das Bike auch dann noch sicher hält, wenn 20 Kilo Gepäck aufgeladen sind.
- Sattelstütze: Ob für die Tour oder die Stadt: Neben einem bequemen Sattel lohnt es sich auch, über eine Parallelogramm-Sattelstütze nachzudenken. Dieses Komfort-Feature ist zwar in der Stadt zu vernachlässigen, aber auf ausgedehnten Touren ein Segen.
- Federgabel: Bei der Wahl der Federgabel solltest du auf einen Federweg von 60 bis 80 Millimetern achten. Mehr ist für Trekkingbikes nicht notwendig, aber der Wert sollte auch nicht unter 60 Millimeter liegen, weil das sonst auf Kosten des Fahrkomforts geht.
- Bordbeleuchtung: An einer Bordbeleuchtung kommst du beim Qualitäts-Trekkingbike nicht vorbei.
Alternativen zum Neukauf
Wenn das Budget begrenzt ist, gibt es Alternativen zum Kauf eines neuen Fahrrads:
- Gebrauchte Fahrräder: Ein gebrauchtes Fahrrad kann eine gute Option sein, um Geld zu sparen. Achten Sie auf den Zustand des Rahmens, der Bremsen und der Schaltung.
- Fahrradverleih: Wenn Sie nur gelegentlich ein Fahrrad benötigen, kann ein Fahrradverleih eine kostengünstige Alternative sein.
ADAC Test von preiswerten E-Bikes
Der ADAC hat zehn preiswerte E-Bikes mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h getestet. Überprüft wurden Tiefeinsteiger-Pedelecs unter 2000 Euro auf Fahreigenschaften, Antrieb, Handhabung, Sicherheit sowie Schadstoffe.
Im Gesamtergebnis des Tests sind nur zwei von zehn Pedelecs gut, fünf befriedigend, eines ist ausreichend, aber es gibt auch zwei mangelhafte Modelle.
Testergebnisse im Detail:
| Hersteller/Modell | Preis in Euro | ADAC Urteil |
|---|---|---|
| Deruiz E-Bike Quartz,28 Zoll Trekking Elektrofahrrad | 1399 | 2,5 |
| Fischer E-Bike Cita 2.2i | 1949 | 2,5 |
| Lidl/Crivit Urban E-Bike Y.21 | 1599 | 2,8 |
| Decathlon Elops 900E | 1299 | 3,0 |
| Prophete Geniesser City E-Bike 28" | 1600 | 3,0 |
| Zündapp Z502 E Bike 28 Zoll Elektrofahrrad | 1799 | 3,0 |
| F.lli Schiano E-Moon 28 Zoll E-bike Pedelec | 899 | 3,2 |
| Heybike EC 1-ST | 1195 | (inkl. |
Die Grafik zeigt die Reichweite des Akkus in Kilometern nach der auf dem Prüfstand getesteten Norm R200 vom ZIV und die Ladedauer in Minuten.
Generell ist damit das Fahren in der Gruppe schwieriger und das Anfahren am Berg aufgrund des verzögerten Anspringen des Motors mühsamer. Meist sind diese Motoren auch durch lautes Summen hörbar. Gefährlich ist es, wenn der Nachlauf des Antriebes sehr lange anhält und nicht durch eine Betätigung der Bremsen unterbrochen wird.
Bei den Modellen von Heybike und Mokwheel war das der Fall. Das Pedelec EC 1-ST von Heybike erhielt in der Kategorie Antriebssystem und Motor nur die Note 4,3. Gesamtergebnis: "ausreichend".
Tipps für den Kauf eines günstigen Fahrrads
Wer nur wenig Geld für ein neues Fahrrad ausgeben kann, sollte Folgendes beachten:
- Kaufen Sie Markenware beim Fachhändler!
- Wichtig sind auch Themen wie Service, Ersatzteilversorgung, Langlebigkeit und damit Nachhaltigkeit.
- Deshalb: lieber ein paar Euro mehr ausgeben, dafür aber auf pannensichere Reifen, eine wartungsarme Nabenschaltung und vielleicht hydraulische Scheibenbremsen setzen.
- Besonders wichtig: Eigeninitiative durch regelmäßige, engmaschige Pflege des Bikes - besonders im „schmuddeligen“ Winter.
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