Das Hinterrad ausbauen klingt schwieriger, als es wirklich ist. Mit ein bisschen Geduld und dem richtigen Werkzeug bekommen Sie das locker hin. Hier eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Fahrrad vorbereiten
Stellen Sie Ihr Fahrrad so auf, dass es sicher steht. Ein Fahrradständer oder das Umdrehen des Fahrrads (mit dem Lenker und Sattel auf dem Boden) sind gute Optionen. Achten Sie darauf, dass es stabil steht und nicht umkippt.
2. Gang wechseln
Schalten Sie den Antrieb auf den kleinsten Gang (das kleinste Ritzel). Das erleichtert Ihnen den Ausbau, weil die Kette weniger unter Spannung steht.
3. Bremsen lösen
Bei Felgenbremsen müssen Sie die Bremse öffnen, damit das Rad durchpasst. Scheibenbremsen können in der Regel so bleiben, wie sie sind.
4. Schnellspanner öffnen oder Schrauben lösen
Hat Ihr Fahrrad einen Schnellspanner, öffnen Sie ihn und ziehen Sie das Rad vorsichtig heraus. Bei Achsmuttern benötigen Sie einen passenden Schraubenschlüssel, um die Muttern zu lösen. Von den Fahrradherstellern wird meist ein 15er-Gabelschlüssel verwendet.
5. Kette abnehmen
Hängen Sie die Kette vorsichtig vom Ritzel ab. Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht an den Zähnen des Ritzels verletzen oder die Kette verdrehen.
6. Hinterrad herausziehen
Ziehen Sie das Hinterrad nach unten oder nach hinten aus dem Rahmen. Halten Sie dabei die Kette zur Seite, damit sie nicht im Weg ist.
Et voilà - das Hinterrad ist ab!
Die Fahrradnabe: Ein wichtiges Detail
Die Fahrradnabe ist eines der wichtigsten Teile am Fahrrad. Bei einer Fehlfunktion läuft das Hinterrad nicht rund oder blockiert sogar. Die Fahrradnabe sitzt in der Mitte des Laufrads. Sie besteht grundsätzlich aus drei Bestandteilen: Hauptteil ist das Nabengehäuse, in dem sich die Achse und das Kugellager befinden. Wenn sich das Rad bewegt, drehen sich die Nabenlager um die Achse. Diese ist fest im sogenannten Ausfallende verankert. Zusammengefasst ist die Fahrradnabe für die Stabilität des Laufrads verantwortlich.
Zudem stellt die Nabe eine Verbindung zwischen dem Rad und dem Rahmen her und sorgt dadurch für den Antrieb. Eine Vorderradnabe lässt sich ganz einfach mit einer Nabenbremse oder einem Nabendynamo aufrüsten. Am Hinterrad befindet sich meist eine Rücktrittbremse. Die Hinterradnabe sticht jedoch mit weiteren Funktionen hervor. Sie ist nicht nur wesentlich breiter als die Fahrradnabe am Vorderrad, sondern kann auch ein Zahnkranzpaket aufnehmen. In diesem Fall wird eine Kettenschaltungsnabe als Hinterachse eingebaut.
Schraubkranznabe vs. Kassettennabe
Es gibt davon zwei Varianten: die Schraubkranznabe oder die Kassettennabe. Auf den ersten Blick sehen beide Formen für den Laien sehr ähnlich aus. Wer genauer hinschaut, erkennt jedoch den Unterschied. Entweder ist ein Schraubkranzgewinde oder der Freilaufkörper für den Zahnkranz der Kassette verbaut. Doch nicht nur äußerlich unterscheiden sich Schraubkranznabe und Kassettennabe voneinander. Die erste Variante ist mittlerweile schon ein bisschen aus der Mode gekommen. Bei der Kassettennabe sitzt das Lager der Antriebsachse näher am Ausfallende, weil die Nabe fest am aufgeschraubten Freilaufkörper angebracht ist. Im Gegensatz dazu ist die Schraubkranznabe ein fester Bestandteil des Nabenkörpers. Das Nabenlager wird dadurch nach außen verschoben.
Wartung und Pflege der Fahrradnabe
Regen, schlammiger Untergrund oder Streusalz im Winter setzen Ihrem Drahtesel ordentlich zu. Die regelmäßige Wartung ist wichtig, damit einzelne Komponenten am Fahrrad oder Ersatzteile nicht gleich wieder verschleißen. Äußere Einflüsse wie das Wetter greifen naturgemäß das Material an und können daher sogar zu Brüchen führen. Unterschätzen Sie also keinesfalls dieses Unfallrisiko. Der zweite Grund für die Pflege des Fahrrads ist die langfristige volle Funktionalität. Verschleiß kann diese nach und nach einschränken. Die Fahrradnabe zählt zu den sensiblen Komponenten am Rad und benötigt deshalb viel Pflege. Leider wird sie oft bei der Durchsicht vergessen, weil ein Ausbau oder Wechsel der Nabe etwas mühsam ist. Nasses Wetter begünstigt die Rostbildung im Nabenlager. Das führt zu einem schweren Lauf des Rades oder im schlimmsten Fall zu einer Hinterrad Blockierung. Es ist daher empfehlenswert, durch einen Fachmonteur rechtzeitig die Fahrradnabe wechseln zu lassen oder selbst die Nabe auszutauschen.
Grundsätzlich gilt beim Basteln und Schrauben am Fahrrad immer folgende Regel: Sicherheit geht vor! Falsche Ersatzteile, unpassende Werkzeuge oder der fehlerhafte Umgang damit erhöhen das Unfallrisiko.
Anleitung zum Wechseln der Fahrradnabe
Nachfolgend geben wir Ihnen eine schrittweise Anleitung mit an die Hand, damit Sie eigenständig Ihre Fahrradnabe wechseln können.
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Überprüfung: Zuerst überprüfen Sie die Nabe und den Leichtlauf des Rads. Hat die Nabe einen Spielraum, läuft schwer oder blockiert sie sogar, müssen Sie die Fahrradachse wechseln. Dafür bauen Sie erst einmal das Hinterrad aus und das Zahnkranzpaket ab. Hier nutzen Sie Spezialwerkzeug. Mit der Kettenpeitsche halten Sie das Ritzelpaket fest, damit es sich nicht mehr dreht. Ein Zahnkranzabnehmer und ein Gabelschlüssel sind nötig, um den Verschlussring gegen den Uhrzeigersinn zu lösen. Mit der Kettenpeitsche drücken Sie gleichzeitig in die entgegengesetzte Richtung. Das Zahnkranzpaket legen Sie für einige Zeit in ein Lösungsmittelbad und befreien es so von Verkrustungen.
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Bremsscheibe lösen: Im zweiten Schritt lösen Sie die Bremsscheibe mit einem 25er Torx-Schlüssel. Fahrradnaben von Shimano haben oft ein sogenanntes Centerlock. Das ist ein Verschlussring, der Nabe und Bremsscheibe miteinander verbindet. Zum Öffnen am Hinterrad nehmen Sie am besten ein Kassetten-Werkzeug. Für eine Vorderachse mit Centerlock-System eignet sich dagegen ein Tretlagerschlüssel.
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Freilauf ausbauen: Im dritten Schritt bauen Sie den Freilauf aus. Auch hierfür greifen Sie auf den 25er Torx-Schlüssel oder einen Inbusschlüssel zurück. Gehen Sie bei der Demontage sehr behutsam vor, denn je nach System können Teile herausfallen. Auch der Freilauf sollte nicht auf dem Boden aufschlagen.
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Nabenachse entfernen: Anschließend nehmen Sie die Nabenachse heraus. Dabei kommt es darauf an, welche Art von Fahrradachse an Ihrem Rad verbaut ist.
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Nabengehäuse reinigen: Haben Sie bis hierhin alle Einzelteile ausgebaut, reinigen Sie das Nabengehäuse mit einem Lappen. Zum Schutz vor erneuten Wettereinflüssen schmieren Sie es mit einem speziellen Fett ein.
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Nabengehäuse austauschen: Bei einem Wechsel der Fahrradachse tauschen Sie auch das Nabengehäuse aus. Das klappt bei den meisten Fahrradnaben mit einem Meißel. Diesen setzen Sie von innen auf den Nabenkörper und schlagen vorsichtig mit einem kleinen Hammer dagegen. Meist fällt das Gehäuse schon nach wenigen Schlägen aus der Fahrradachse. Die neue Fahrradnabe können Sie nun direkt wieder einsetzen.
Wenn Sie sich zutrauen, allein die Fahrradnabe zu tauschen, beachten Sie vor dem Neukauf ein paar Dinge. Erkundigen Sie sich zuerst über die Einbaubreite. Sie unterscheidet sich davon, ob die Nabe am Vorderrad oder Hinterrad sitzt. Auch Ihre Gangschaltung spielt eine Rolle. Die Fahrradnabe ist ebenso abhängig vom Fahrradtyp. Ein Downhill Mountainbike hat beispielsweise breitere Fahrradachsen als ein Rennrad. Das erkennen Sie auch an der Reifenbreite.
Laufräder ausbauen und wechseln
In diesem Abschnitt zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Laufräder ein- und wieder einbauen können. Wenn Sie sich dabei unsicher fühlen, empfehlen wir, diese Arbeiten bei einem unserer Fachhändler durchführen zu lassen. Wenn Sie die Laufräder selbst aus- und wieder einbauen möchten, ist es wichtig, dass Sie bei Bikes mit Scheibenbremsen den Bremshebel während des Ausbaus nicht betätigen. Die Bremsbeläge könnten sich sonst schließen, was die Aufnahme der Bremsscheibe zwischen den Belägen beim Einbau des Laufrads erschwert.
Hinterrad ausbauen und wieder einbauen
Um das Hinterrad Ihres Fahrrads zu entfernen, positionieren und fixieren Sie das Fahrrad am besten mit einem Reparaturständer. Sie können Ihr Rad auch umdrehen und auf Sattel und Lenker stellen. Passen Sie dabei aber auf, dass es beim Entfernen des Hinterrads oder beim erneuten Einbau nicht umfällt. Gerade das Lösen und das Festziehen der Muttern kann dazu führen, dass der Lenker wegrutscht. Vergewissern Sie sich zudem, dass der Wechsel in einer sauberen Umgebung stattfindet, um zu vermeiden, dass Schmutz oder kleine Objekte in die Kassette gelangen. Wenn Sie das Hinterrad wieder einbaust, achten Sie darauf, dass die Kette korrekt auf dem kleinsten Ritzel liegt und das Laufrad fest in den Ausfallenden sitzt. Eine korrekte Positionierung gewährleistet, dass Ihr Fahrrad nach dem Ausbauen des Hinterrads wieder zuverlässig und sicher funktioniert.
Hinterrad ausbauen - Schritt für Schritt
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Schritt 1: Schalten Sie an der Kassette (hinten) auf das kleinste Ritzel. Wenn Ihr Fahrrad mit Felgenbremsen ausgestattet ist, hängen Sie den Zugmechanismus aus, um die Bremsarme zu öffnen.
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Schritt 2: Lösen Sie den Schnellspanner, die Muttern oder die Steckachse am Laufrad.
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Schritt 3: Ziehen Sie den Schaltwerkkörper nach unten und nach hinten und drücken Sie dann das Hinterrad aus den Ausfallenden.
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Schritt 4: Kippen Sie das Laufrad leicht an und trennen Sie die Kette von der Kassette. Lege Sie das Fahrrad und Hinterrad so hin, dass Schaltwerk und Kassette nicht auf dem Boden liegen.
Hinterrad einbauen - Schritt für Schritt
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Schritt 1: Stellen Sie sich hinter das Fahrrad, während das Laufrad zwischen Ihren Knien eingeklemmt ist. Greifen Sie den Schaltwerkkörper mit der rechten Hand und ziehen Sie ihn zurück, legen Sie die Kette auf das kleinste Ritzel und drücken Sie den Rahmen nach unten. Stelle sicher, dass die Achse vollständig in den Ausfallenden des Rahmens sitzt.
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Schritt 2: Ziehen Sie den Schnellspanner an. Achten Sie dabei auf seine korrekte Stellung in den Ausfallenden und seinen festen Sitz. Wenn der Hebel des Schnellspanners nicht korrekt umgelegt ist (d. h. er ist nicht an der Kettenstrebe ausgerichtet), kann er sich in der Bremsscheibe verfangen.
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Schritt 3: Hängen Sie im Fall einer Felgenbremse den Zugmechanismus wieder ein, und Sie sind fertig.
Aufgepasst: Eine Schnellspannvorrichtung, die nicht korrekt eingestellt und umgelegt ist, kann sich während der Fahrt bewegen und sich in den Speichen oder der Bremsscheibe verfangen. Außerdem kann sich das Laufrad lockern oder sogar herausfallen, was das Fahrrad abrupt abbremsen, Ihre Kontrolle über das Fahrrad beeinträchtigen und zum Sturz führen kann. Stelle vor jeder Fahrt sicher, dass der Schnellspanner korrekt in den Ausfallenden sitzt und sicher umgelegt ist.
Hinterrad ausbauen bei Fahrrad mit Nabenschaltung - Schritt für Schritt
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Schritt 1: Lösen Sie als erstes die Bremsen. Hat Ihr Fahrrad Felgenbremsen müssen Sie diese öffnen, damit Sie das Rad entnehmen können. Bei Naben mit Rücktrittbremse finden Sie eine Abstützung für die integrierte Bremse. Diese wird über eine Schraube an der Kettenstrebe verbunden. Lösen Sie diese Schraube. Bei Naben mit Scheibenbremsen müssen Sie nichts lösen, sondern nur darauf achten, dass die Bremsscheibe bei Ihrer Arbeit am Hinterrad nicht verschmutzt.
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Schritt 2: Lösen Sie als nächstes die Schaltzüge. Bei den Nabenschaltungen von Shimano und SRAM sollten Sie zuerst in den ersten Gang schalten. In diesem Gang ist der Schaltzug am wenigsten gespannt und lässt sich daher am leichtesten lösen. Wenn Sie den Schaltzug verfolgst, sehen Sie, dass die Außenhülle an einer Halterung endet, die parallel zur Kettenstrebe verläuft. Der Innenzug verläuft durch diese Halterung und wird dann in einen Hebel gehängt. Durch leichtes Drücken dieses Hebels nach vorne kann der Innenzug aus dem Hebel ausgehängt werden. Danach lässt sich auch die Außenhülle aus ihrer Halterung ziehen.
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Schritt 3: Damit Sie das Hinterrad aus dem Rahmen nehmen können, müssen Sie die Achse lösen. Die Naben von Shimano und SRAM sind beispielsweise mit einer Mutter auf beiden Seiten des Rahmens befestigt. Lösen Sie diese Muttern. Wenn Ihr Fahrrad mit Riemenantrieb ausgestattet ist, können Sie nun den Riemen von der hinteren Riemenscheibe nehmen. Achten Sie dabei auf die korrekte Handhabung des Riemens.
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Schritt 4: Nun können Sie das Rad herausnehmen. Wenn Ihr Fahrrad mit einer Kette ausgestattet ist, können Sie die Kette vom Ritzel heben.
Hinterrad einbauen bei Fahrrad mit Nabenschaltung - Schritt für Schritt
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Schritt 1: Bei einem Fahrrad mit Kettenschaltung müssen Sie die Kette auf das Ritzel heben und die Nabe in die Ausfallenden legen. Achten Sie auf die richtige Position des Rades.
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Schritt 2: Lässt sich die Nabe in den Ausfallenden verschieben, müssen Sie das Hinterrad so weit nach hinten schieben, damit Ihre Kette gut gespannt ist. Achten Sie auch darauf, dass das Rad gerade ist.
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Schritt 3: Befestigen Sie nun die Züge bzw. den Zug. Bei Shimano und SRAM befestigen Sie den Innenzug in der dafür vorgesehenen Vertiefung. Dann ziehen Sie die Außenhülle so weit nach hinten, dass Sie ihn wieder in die Halterung einhängen können.
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Schritt 4: Befestigen Sie nun Ihre Bremsen. Bei Bremsen mit einer extra Abstützung an der Kettenstrebe, müssen Sie diese wieder montieren. Felgenbremsen müssen wieder eingehängt werden.
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Schritt 5: Bevor Sie sich nun auf Ihr Rad setzen, überprüfen Sie Ihre Arbeit. Dreht sich das Rad ohne zu schleifen? Funktionieren Ihre Bremsen? Lassen sich alle Gänge durchschalten?
E-Bike Hinterrad ausbauen: Worauf Sie achten sollten
Ein E-Bike Hinterrad auszubauen, ist kein schweres Unterfangen. Wer ein wenig handwerkliches Geschick und Spaß an Mechanik hat, wird es auch hinbekommen. Doch bevor Sie den Maulschlüssel zücken und Ihr E-Bike zerlegen, achten Sie auf folgende Punkte:
- E-Bike ausschalten: Bevor Sie mit dem Ausbau des Hinterrads beginnt, schalten Sie den Motor ab und entfernen Sie den Akku. Selbst wenn sich im Hinterrad nicht der Motor befindet, vermindert man das Risiko einen Stromschlag zu bekommen.
- Montageständer: Nutzt einen Montageständer. Nicht nur erleichtert er die Arbeit ungemein, ein E-Bike sollten Sie, wenn möglich, auch nicht auf den Kopf stellen. Dadurch kann das Cockpit Schaden nehmen und auch die Bremsen reagieren empfindlich darauf. Ein belastbarer Montageständer ist aber eine gute Investition. Wenn Sie keinen Ständer zur Hand haben und das Bike auf den Kopf stellen müssen, entfernen Sie alle am Lenker angeschraubten Teile wie Klingel, Handyhalterung oder Bordcomputer und benutzen Sie eine weiche Unterlage wie einen Teppich oder Pappe.
- Fotos machen: Macht vor dem Ausbau Fotos von den verschiedenen Komponenten und ihrer Anordnung. Das hilft Ihnen beim späteren Wiedereinbau, alles korrekt zu positionieren.
- Sauberkeit: Halten Sie die Hände und Werkzeuge sauber, sonst übertragen Sie den Dreck gegebenenfalls an die fettigen Ritzel oder an die Bremsen.
- Probefahrt: Nach dem Wiedereinbau sollten Sie unbedingt eine kurze Probefahrt machen und die Funktion der Bremsen und Schaltung überprüfen. Achten Sie darauf, dass das Rad mittig läuft und nicht schleift.
Anleitung 1: E-Bike mit Kettenschaltung und Steckachse
E-Bikes gibt es mit Mittel- und Hinterradmotor (und selten auch mit Vorderradmotoren). Diese Anleitung bezieht sich auf die Variante mit Mittelmotor und Kettenschaltung (weiter unten kommt die Anleitung für Hinterradmotoren).
Benötigtes Werkzeug
- Inbusschlüssel-Satz: Hinterräder ohne Schnellspanner benötigen meist ein 5-mm- oder 6-mm-Schlüssel für die Steckachse.
- Sauberer Lappen: Zum Abwischen von Kette und Teilen.
- Handschuhe (optional): Um die Hände vor Schmutz und Öl zu schützen.
Vorbereitung
- Gang wählen: Schalten Sie Ihr E-Bike hinten auf den niedrigsten Gang. Die Kette sollte nun auf dem kleinsten Ritzel liegen. Dadurch wird das Schaltwerk maximal entspannt, was den Aus- und Einbau erheblich erleichtert.
- E-Bike ausschalten: Schalten Sie das E-Bike komplett aus.
- E-Bike aufhängen: Wenn Sie einen Montageständer haben, steht das Bike sicher und stabil.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Steckachse lösen: Als Steckachse bezeichnet man die dicke Achse, die das Hinterrad mit dem Rahmen verbindet. Wenn sie einen Schnellspanner besitzt, dann öffnen Sie ihn. Danach können Sie den Hebel gegen den Uhrzeigersinn drehen und so das Gewinde lösen. Wenn die Achse keinen Hebel hat, benötigen Sie einen Inbusschlüssel (meist 5 mm oder 6 mm).
- Steckachse herausziehen: Schrauben Sie die Achse komplett heraus und ziehen Sie sie aus der Nabe. Legen Sie die Achse beiseite.
- Rad aus dem Rahmen nehmen: Umfassen Sie mit einer Hand das Schaltwerk und ziehen Sie es sanft nach hinten. Das entspannt die Kette. Drücken Sie mit der anderen Hand das Laufrad leicht nach unten. Es sollte sich nun aus dem Rahmen lösen. Zieht das Rad vorsichtig und gerade raus, sodass die Bremsscheibe sauber aus dem Bremssattel gleitet und die Kette vom Ritzelpaket fällt.
Hinterrad wieder einbauen: Das Rad ist jetzt draußen und Sie können beispielsweise den Schlauch tauschen. Um es wieder einzubauen, müssen Sie nur die Schritte in umgekehrter Richtung befolgen.
Wichtig: Ziehen Sie nicht den Bremshebel, solange das Hinterrad ausgebaut ist. Die Bremskolben würden zusammenfahren und lassen sich oft nur schwer wieder zurückdrücken. Zur Sicherheit können Sie eine Transportsicherung in den Bremssattel klemmen. Das ist ein kleines Plastikteil.
Anleitung 2: E-Bike mit Hinterradmotor
Mit Abstandshalter können Scheibenbremsen sich nicht mehr schließen. Wenn Sie es also ausbauen wollen, müssen Sie immer den Motor mit entfernen. Daher müssen Sie besonders sorgfältig arbeiten, da hier Stromkabel verlaufen. Das Rad wiegt zudem rund 5 kg und ist somit deutlich schwerer als ein normales Hinterrad.
Benötigtes Werkzeug
- Großer Maulschlüssel: Benötigt man für die Achsmuttern. Sie sind in der Regel 18 mm oder 19 mm groß.
- Schere: Das Motorkabel ist oft mit Kabelbindern am Rahmen befestigt. Diese müsst ihr eventuell durchschneiden.
- Neue Kabelbinder: Um das Motorkabel nach dem Einbau wieder sauber und sicher am Rahmen zu befestigen.
- Sauberer Lappen: Zum Abwischen von Kette und Teilen.
- Handschuhe (optional): Um die Hände vor Schmutz und Öl zu schützen.
Vorbereitung
- Gang wählen: Schalten Sie Ihr E-Bike hinten auf den kleinsten Gang. Die Kette sollte nun auf dem kleinsten Ritzel liegen. Dadurch wird das Schaltwerk maximal entspannt, was den Aus- und Einbau erheblich erleichtert.
- E-Bike ausschalten: Schalten Sie das E-Bike komplett aus.
- E-Bike aufhängen: Wenn Sie einen Montageständer haben, steht das Bike sicher und stabil.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Motorkabel finden: Suchen Sie das Motorkabel, das aus der Radachse kommt. Es führt zu einem Steckverbinder, der sich meist in der Nähe des Hinterrads am Rahmen befindet.
- Stecker ziehen: Zieht den Stecker gerade und ohne zu verdrehen auseinander. Wendet keine Gewalt an. Die Pins im Stecker sind empfindlich und können leicht verbiegen.
- Achsmuttern lösen: Die Achse eines Nabenmotors ist mit großen Muttern am Rahmen befestigt. Löst mit einem passenden Maulschlüssel die Achsmuttern auf beiden Seiten. Ihr müsst sie oft nicht komplett herausdrehen, sondern nur lockern.
- Rad aus dem Rahmen nehmen: Umfasst mit einer Hand das Schaltwerk und zieht es sanft nach hinten. Das entspannt die Kette. Drückt mit der anderen Hand das Laufrad leicht nach unten. Es sollte sich nun aus dem Rahmen lösen. Zieht das Rad vorsichtig und gerade raus, sodass die Bremsscheibe sauber aus dem Bremssattel gleitet und die Kette vom Ritzelpaket fällt. Achtet auf das Motorkabel, damit es sich nirgendwo verfängt.
Hinterrad wieder einbauen: Das Rad ist jetzt draußen und Sie können beispielsweise den Schlauch tauschen. Um es wieder einzubauen, müssen Sie nur die Schritte in umgekehrter Richtung befolgen.
Anleitung 3: E-Bike mit Nabenschaltung im Hinterrad
Auch wenn die Kettenschaltung die gängigste Art ist, gibt es auch ein paar E-Bike-Modelle mit Nabenschaltung. Der Ausbau ähnelt dem des Hinterradmotors. Statt aber die Motorkabel zu trennen, müssen Sie den Bremszug vorher lösen.
Benötigtes Werkzeug
- Maulschlüssel: Benötigt man für die Achsmuttern. Bei Nabenschaltungen ist er in der Regel 15 mm groß.
- Sauberer Lappen: Zum Abwischen von Kette und Teilen.
- Handschuhe (optional): Um die Hände vor Schmutz und Öl zu schützen.
Vorbereitung
- Gang wählen: Schalten Sie Ihr E-Bike hinten auf den niedrigsten Gang. Dadurch wird das Schaltwerk maximal entspannt, was den Aus- und Einbau erheblich erleichtert.
- E-Bike ausschalten: Schalten Sie das E-Bike komplett aus.
- E-Bike aufhängen: Wenn Sie einen Montageständer haben, steht das Bike sicher und stabil.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Schaltzug entlasten: An der Radnabe befindet sich die Schaltbox, in die der Schaltzug eingehängt ist. Die Box lässt sich drehen, sodass der Zug entlastet wird. Oft müssen zwei Markierungen aufeinander ausgerichtet werden, um den Zug entspannt aushängen zu können.
- Zuganker entnehmen: Der Zuganker am Ende des Zugs liegt in einer Kerbe. Wenn der Zug entlastet ist, können Sie den Anker ganz einfach entnehmen.
- Achsmuttern lösen: Die Achse des Hinterrads ist mit großen Muttern am Rahmen befestigt. Löst mit einem passenden Maulschlüssel die Achsmuttern auf beiden Seiten. Sie müssen sie oft nicht komplett herausdrehen, sondern nur lockern.
- Rad aus dem Rahmen nehmen: Das Rad sollte sich nun aus dem Rahmen lösen. Zieht es vorsichtig und gerade raus, sodass die Bremsscheibe sauber aus dem Bremssattel gleitet und die Kette vom Ritzelpaket fällt.
Hinterrad wieder einbauen: Das Rad ist jetzt draußen und Sie können beispielsweise den Schlauch tauschen. Um es wieder einzubauen, müssen Sie nur die Schritte in umgekehrter Richtung befolgen.
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