HJC Fahrradhelm Test: Valeco, Ibex und Furion im Detail

Die Marke HJC stellt bereits seit 1971 Helme her. Zuerst spezialisierte sich HJC auf Motorradhelme und vertreibt diese heute in 65 Ländern mit einem Marktanteil von 20 Prozent. Nun hat das Unternehmen aus Südkorea beschlossen, auch Fahrradhelme herzustellen, und ist offizieller Ausstatter des World-Tour-Teams Lotto-Soudal.

HJC Valeco: Ein umfassender Test

Die wichtigsten Parameter bei einem Helm sind Aussehen, Komfort, Gewicht, Funktionalität und vor allem Sicherheit. Der erste Eindruck beim HJC Valeco ist überaus positiv. Mit 220 Gramm ist der Helm ein ziemliches Leichtgewicht. Auch das Design ist beeindruckend, schlicht, aber mit kleinen Details, die den Look auffrischen. Besonders der Kontrast aus den glänzend-roten Außenflächen in Kombination mit dem matt-schwarzen Mittelsteg wirkt cool. Optik insgesamt also eins plus.

Komfort und Anpassung

Die Innenseite ist fast über den gesamten Helm mit langezogenen Polsterungen ausgekleidet, wie man es von hochwertigen Fahrradhelmen kennt. Diese lassen sich herausnehmen. Auf dem Kopf fühlt sich der Helm durch diese weichen Stoffelemente auch absolut super an: Kein Drücken, oder Pieksen am Kopf. Anpassen lässt sich der Helm durch das Gurtsystem in der Höhe, aber auch die Schlaufen selbst lassen sich verschieben. Durch ein Stellrädchen am unteren Ende der Haltekonstruktion, auf der Rückseite des Helms, lässt sich dieser außerdem an den Kopfumfang anpassen. Der Helm legt sich damit sehr gut und angenehm um den Kopf.

Aufbau und Design

Der HJC Valeco soll Aerodynamik, geringe Größe und geringes Gewicht vereinen. Den Kern des Helms bildet das schaumstoffartige EPS-Material. Darüber liegt die Außenschicht aus Hartplastik in der jeweiligen Lackierung. Die Form des Helms wurde im Windkanal so lange getestet, bis er auch den aerodynamischen Ansprüchen von HJC genügt. Sechs Lüftungskammern oben, zwei hinten und der Brillenhalter sorgen zudem für ordentlich Durchzug.

Testeindruck

Nachdem der erste Eindruck sehr gut war, wurde der Helm auf verschiedenen Touren getragen. Das Tragegefühl war immer einwandfrei. Die verschiedenen Einstellmöglichkeiten des Helms sorgen dafür, dass er sich wirklich gut an die Kopfform anpasst. Bei keiner Ausfahrt drückte oder verrutschte er. Natürlich behält der Helm seine Passformeinstellung, sodass man ihn nicht bei jedem Aufsetzen neu einstellen muss. Ein kleines Manko allerdings konnte man bemerken, als es kälter wurde und man das kleine Einstellrädchen mit Handschuhen nur schwer bedienen konnte.

HJC Valeco 2: Schneller, leichter, bequemer

Der HJC Valeco 2 vergleicht sich primär mit seinem Vorgängermodell, dem Valeco, und will diesen in den gängigen Eckdaten bzw. Kategorien übertrumpfen: Die neue Generation des Valecos, Valeco 2, ist leichter, soll besser belüftet und insgesamt komfortabler sein. Zusätzlich hat sich das Design geändert und auch das ein oder andere weitere Feature dürfte einen potenziellen Kunden überzeugen.

Der Hersteller HJC verfügt über ein eigenes Windtunnel-Labor, in dem auch der neue Helm getestet wurde, um ihn bestmöglich an das Fahrerlebnis beim Rennradfahren anzupassen. Im Fokus standen dabei die Aspekte Aerodynamik und Belüftung. Durch das neue aerodynamischere Design sei Fahrerin bzw. Fahrer mit dem neuen Helm noch schneller bzw. spare an Wattleistung.

In Sachen Belüftung hat sich der Hersteller mehr Gedanken gemacht, als nur an bestimmte Stellen Öffnungen am Helm zu integrieren. Durch die Beachtung physikalischer Gesetze sei der Helm trotz des aerodynamischen Designs bestmöglich belüftet: Die Luft tritt wie üblich während der Fahrt vorne ein, dann zirkuliere sie im Helminneren, bevor sie hinten aus dem Helm austritt. Die Belüftung ist ein Teil der Komfortverbesserung. Hinzu kommt eine erweiterte Oberfläche im Helminneren mit rundum Polsterung, sowie einem durchdachten Verschlusssystem.

Verschluss und Gewicht

Der neue Mechanismus des Verschlusssystems am HJC Valeco 2 ist leicht einstellbar. Die Einstellung der Weite muss man nur einmalig vornehmen. Die Höhe des Haltesystems am Hinterkopf lässt sich leicht per Druck oder Zug für jede Fahrt anpassen. Eine Art Seilzugsystem ersetzt das sonst übliche Drehrädchen. Aufsetzen, Losfahren. In der Praxis funktioniert das gut. Alle Testerinnen und Tester äußerten sich positiv: “Der Helm sitzt gut und stabil auf dem Kopf, er drückt weder vorne noch hinten noch an den Seiten.” Einzig die schmale Auflage des Haltesystems könnte je nach Kopfform drücken.

Beim Thema Gewicht übertrifft sich der Helm selbst: Die Herstellerangabe von 225 Gramm in Größe S konnte der HJC Valeco 2 bei einer Messung um 9 Gramm unterbieten. Damit ist er anstatt der 15 gleich 24 Gramm leichter als sein Vorgängermodell.

Sicherheit

Im HJC Valeco 2 ermöglicht die InMold-Konstruktion die Verbindung der EPS-Schichten mit der äußeren Polycarbonat Schale. Durch diese Verstärkung sei der Kopf noch besser geschützt.

Ein weiteres Plus sind die Zertifikate mit denen der Helm ausgezeichnet wurde. Während der Vorgänger “lediglich” mit dem CE- und dem KC-Zeichen ausgezeichnet wurde, was bedeutet, dass dieser sowohl die EU-weiten als auch die koreanischen Standards an ein Produkt erfüllt, erfüllt der HJC Valeco 2 alle internationalen Normen.

Ein weiteres Sicherheitsmerkmal sind die reflektierenden Elemente auf der Rückseite des Helms. Diese sorgen für mehr Sichtbarkeit in der Dämmerung und sollen auch bei schlechten Sichtverhältnissen gut zu sehen sein.

Weitere Besonderheiten

Der Helm bietet zwischen Verschlusssystem und Schale genug Platz für einen Pferdeschwanz, was ihn komfortabler für Personen mit langen Haaren macht. Außerdem bilden zwei Schlitze an der Vorderseite des Helms eine stabile Halterungsmöglichkeit für eine Brille.

Die wichtigsten Details des HJC Valeco 2 in der Übersicht:

Merkmal Details
Größe S, M, L
Gewicht 216 Gramm (Größe S), 245 Gramm (Größe M)
Design Aerodynamisch
Komfort Polsterung, einfaches Verschlusssystem, gute Belüftung durch 14 Schlitze
Sicherheit In EPS integrierter Rahmen, InMold-Konstruktion, reflektierende Elemente, Erfüllung mehrerer Prüfnormen
Sonstiges Brillenhalterung, Passlücke für langes Haar
Hergestellt in Korea
Preis 149,00 Euro

Der HJC Valeco 2 ist ein empfehlenswerter Rennradhelm mit angenehmer Passform. Der Kopfring ist weiten- und höhenverstellbar, das bietet nicht jeder Helm. Auch die Verarbeitung des HJC Valeco 2 wirkt sehr hochwertig. Die mitgelieferten Ersatzpolster finden wir gut. Die reflektierenden Elemente haben in unserem Test nur schwach reflektiert. Die vielen Farbvarianten sind schön, so ist sicher für die meisten Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer eine passende Variante dabei.

Isadore x HJC Ibex 2.0: Kooperation im Fokus

Isadore x HJC Ibex 2.0 - was sich zuerst nach einem Zungenbrecher anhört, beschreibt die neueste Kooperation von Isadore mit HJC, einem bisher unbekannten Hersteller von Fahrrad-Helmen.

Der Ibex 2.0 ist von den technischen Spezifikationen her identisch, außer, dass der Isadore Helm drei große reflektierende Hologrammstreifen besitzt. Zudem ist er nur in Schwarz erhältlich, während beim HJC Ibex 2.0 mehrere Farbvarianten zur Auswahl stehen.

Technisches

Mit nur 228 Gramm Gewicht (nachgewogen in Größe M) ist der Ibex 2.0 ein Leichtgewicht und dazu ein sehr komfortabler Helm, der eine optimale Belüftung bieten soll. Durch seine besondere Form soll er die Aerodynamik verbessern und dabei helfen, Hitze schneller abzuleiten. Die von HJC patentierte Technologie nennt sich Coolpath. Dabei wird auf ein Polster zur Kopfauflage verzichtet, sodass kühle Luft im inneren besser zirkulieren soll. Das fehlende Polster soll wiederum den Tragekomfort erhöhen.

Das Verschlusssystem nennt sich Selfit und ist ein automatisch-selbsteinstellendes Befestigungssystem. Dies soll immer einen festen und sicheren Sitz gewährleisten. Fünf verschiedene Verstellmöglichkeiten im Inneren lassen den Helm an unterschiedlichste Kopfformen - und Größen anpassen.

Eine weitere eingesetzte Technik nennt sich Venturi Dynamics. Mittels Druckunterschiede soll kalte Luft von der vorderen Lüftung durch die hintere Öffnung ausgeleitet werden. Das Ganze wurde natürlich im Haus-eigenen Windkanal getestet, der eigentlich den Motorrad-Helmen vorbehalten ist.

Zu guter Letzt besitzt der HJC Ibex 2.0 natürlich eine In-Mold Konstruktion, welche durch einen in den EPS integriertem Rahmen verstärkt wird.

Außeneinsatz

Bevor es auf die Straße ging, wurde der Isadore x HJC Ibex 2.0 ausführlich inspiziert.

Was zuerst auffiel, ganz ohne Polster kommt der Helm auch nicht aus. Zumindest an der Stirn gibt es ein antibakterielles Polster. Dafür sind die Seiten und der Bereich der Kopfauflage frei von Polstern. Dies ist Anfangs sehr ungewohnt, aber überraschenderweise leidet der Tragekomfort überhaupt nicht. Wer möchte, kann unter die Kopfauflage allerdings ein optionales Polster anbringen. Für Personen mit Glatze oder äußerst kurzen Haaren ist dies eine gute Option.

Isadore spezifisch beim Ibex 2.0 sind die großen reflektierenden Hologrammstreifen an beiden Seiten und auf der Helm-Oberseite. Auch bei wenig Licht oder Sonnenschein kommen sie bereits zur Geltung. In puncto Sicherheit also ein großer Plus-Punkt. Und zudem dürfte dies ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal unter den Fahrrad-Helmen sein.

Neben der hochwertigen Verarbeitung fällt sofort das geringe Gewicht auf. Am gespanntesten war man allerdings auf das Selfit-System, wonach sich das Befestigungssystem automatisch einstellen soll. Und wie versprochen, funktioniert es ausgesprochen gut. Mittels einer Feder in der Bügel-Halterung am Hinterkopf, weitet oder zieht sich das äußere Halteband automatisch zusammen oder auseinander und passt sich so der Kopfweite an. Auch dies ist Anfangs wieder ungewohnt, aber man gewöhnt schnell an diesen neuen Luxus.

Über 5 Verstellpunkte an den Innenseiten, kann man sich die Weite des Ibex 2.0 auch so fein einstellen, dass durch den Bügel am Hinterkopf nur ein geringster Druck am Kopf entsteht, der Helm aber trotzdem fest und sicher sitzt. Der Riemen am Kinn lässt sich überdies stufenlos und einfach einstellen.

Aufgesetzt fühlt sich der Helm nicht nur wegen seines geringen Gewichtes sehr leicht an. Maßgeblich ist dafür die Coolpath-Technologie verantwortlich. Hierbei ruht der Helm größtenteils nur auf einem Kreuz im Inneren, welches den Kopf nicht direkt auf dem Helm aufliegen lässt. Da es keine Polster gibt (außer dem an der Stirn), hat die Luft so überall die Möglichkeit frei zu zirkulieren und Wärme effektiv abzuführen. Ich habe den Helm zwar bisher nur bei niedrigeren Temperaturen nutzen können, aber auch so war bereits deutlich spürbar wie gut die Kühlung funktioniert. Selbst mit einer Thermo-Untermütze war es deutlich frischer am Kopf, als mit meinem bisherigen Helm.

Die Passform des HJC Ibex 2.0 ist zumindest für meinen Kopf perfekt! Er sitzt sehr bequem und drückt oder stört auch nach längerer Fahrt nicht.

Natürlich bietet er auch eine entsprechende Möglichkeit, um die Sonnenbrille in den Lüftungsschlitzen zu befestigen. Hierbei ist mir nur aufgefallen, dass man relativ schnell eine Art „Kratzspuren“ am Helm erkennt. Es sind aber auch wiederum keine richtigen Kratzer, denn mit einem Tuch kann man diese schnell wieder wegwischen. Es scheint so, als wäre die matte Oberfläche einfach sehr weich und zeigt daher gut an, wenn es Kontakt mit anderen Gegenständen gab.

Fazit - HJC Ibex 2.0

Im Lieferumfang des HJC Ibex 2.0 enthalten sind noch ein Stirn-Ersatzpolster, ein optionales Polster für die Kopfauflage sowie eine Tragetasche um den Helm überall mit hinnehmen zu können.

Für meinen Geschmack ist der Preis etwas zu hoch (ebenso beim Giro und POC). Persönlich würde man wohl nicht mehr als 200 € für einen Fahrrad-Helm ausgeben. Wem das aber egal oder wer derart vom Helm überzeugt ist, der erhält einen sehr gut belüfteten, aerodynamischen Helm, der sich zudem automatisch an den Kopf anpasst und in der Isadore-Edition zusätzlich bei der Sichtbarkeit punkten kann. Und sehr leicht ist er obendrein. Alle diese Features tragen dazu bei, dass er nicht nur beim Preis in der Oberklasse der Fahrrad-Helme mitspielen kann.

HJC Ibex 3: Weiterentwicklung für mehr Sicherheit und Performance

Das Fahrradhelm-Sortiment von HJC umfasst Helme für Triathlon, Rennrad, Urban und Kinder. Der neue Ibex 3 gehört zur Kategorie Rennradhelm, in der sich bei HJC 5 Helme tummeln.

Bei der dritten Generation vom Ibex will der Hersteller Sicherheit und Performance steigern durch neue Technologien und neues Design. Die Helmform ist auf eine aggressive Haltung auf dem Rad ausgelegt - ein guter Begleiter für kompetitives Fahren, ein Wettkampfhelm also.

Details des HJC Ibex 3

Mit 18 Belüftungsöffnungen und einem optimierten Luftstrom im Innern des Helmes soll er gerade auch an heißen Tagen und bei intensivem Training angenehm zu tragen sein. Mit einem Gewicht von 240 Gramm, ist der Helm zwar schwerer als sein Vorgänger, dank der SLID-Technologie soll er aber das Gehirn besser vor Rotationskräften bei einem Sturz schützen. Weitere Features sind das Verstellsystem Selfit Pro, dass für den Tragekomfort verantwortlich ist. Auch für die Sonnenbrille ist gesorgt. Wenn man sie mal nicht auf der Nase haben will, kann man sie am Helm platzieren. Reflektierende Details an den Riemen und antibakterielles Gewebe tragen zur Sicherheit bei. Im Lieferumfang sind Ersatzpolster und eine Tragetasche enthalten.

Passform und Belüftung

Das Selfit-System ist nichts Neues bei HJC-Helmen, hat sich bewährt, Selfit Pro ergänzt das automatische Anpassungssystem Selfit um einen Drehknopf. Laut Hersteller lässt sich der Helm dadurch noch passgenauer einstellen.

18 Belüftungsöffnungen leiten die Luft vorn in den Helm und hinten wieder hinaus. Ein Luftkanalsystem unterstützt dabei, den Kopf zu kühlen und Hitze abzuleiten.

Beim HJC Ibex 3 kommt außerdem die Coolpath-Technologie zum Einsatz, die vom Hersteller patentiert ist. Das Polster im Helm wird dadurch ersetzt. Die Technologie soll helfen, dass die Luft besser um den Kopf strömt, ein Komfortgewinn also, und außerdem sei sie leichter.

Sicherheit durch SLID-Technologie

HJC setzt auf SLIDE - Sliding Layer Impact Distribution, ein verschiebbarer Layer im Helm verteilt die Aufprallkräfte.

In der Praxis

Das Ibex 3 wiegt gewogene 260 Gramm (Größe M). Beim Fittingsystem kombiniert HJC das klassische Einstellrädchen zur Kopfweiteneinstellung mit zusätzlich integrierten Federn, die den Kopfring etwas auf Zug halten; plus zusätzlicher sieben-facher Höhen- und fünf-facher Längenverstellung ergibt das einen sehr großen Einstellbereich. Das funktionierte in der Praxis gut, zwei Testern mit Kopfumfängen von 56 und 58 Zentimeter passte die Größe M sehr gut; auch die Testerin mit Kopfumfang 54 Zentimeter gefiel die Passform in Größe S gut und freute sich zusätzlich über die tai-lfreundliche Auspaarung hinten zum Durchfädeln der Haare. Lob gab es ebenfalls für die tolle Verarbeitung, zur Belüftung können wir aktuell kein Urteil abgeben, da alle Testfahrten während des Winters stattfanden.

Vergleichstest: 15 Rennrad- und Gravel-Helme

Ein Fahrrad-Helm hat primär nur eine Funktion zu erfüllen: Er soll den Kopf seines Trägers schützen. Aktuelle Rennrad- beziehungsweise Gravel-Helme sollen aber noch mehr können: Sie müssen leicht, gut belüftet und komfortabel sein.

Grundsätzlich eignet sich ein Rennrad-Helm zum Graveln und ein Gravel-Helm zum Rennradfahren. Unterschiede finden sich zum Beispiel in den Ausstattungsdetails. Die Helmschalen einiger Gravel-Modelle sind im Nacken weiter heruntergezogen, um den Fahrer auch in diesem Bereich besser zu schützen.

Sicherheitsmerkmale

Dazu gehören sowohl Konstruktionen, die den Kopf vor einem zu harten Aufprall bewahren sollen - wie eine Schale aus EPS-Schaum - als auch Zusatztechnologien wie die Systeme MIPS beziehungsweise KinetiCore. Jeder Helm verfügt über eine Oberschicht aus Kunststoff. Diese ist bei Qualitätshelmen mit der EPS-Schale per In-Molding-Verfahren fest miteinander verbunden. Im Falle eines Sturzes reduziert diese Schicht die Reibung am Boden und die damit einhergehenden Kräfte. Interne, skelettartige Strukturen aus hochfesten Kunst- oder Carbonfaserverbundstoffen können den Helm zusätzlich verstärken und stabilisieren.

Acht der 15 Helme in diesem Testfeld verfügen über eine Version des Multi-Directional Impact Protection Systems - kurz MIPS. Das Prinzip: Beim Aufprall entstehen stets auch Rotationskräfte, die auf den Schädel und das darin gelagerte Gehirn einwirken.

Lazer hat mit „KinetiCore“ ein eigenes System entwickelt. Ausgefräste Blöcke an der Innenseite der EPS-Schale nehmen die Rotationskräfte auf - und dienen als zusätzliche elastische Knautschzone bei einem Aufprall.

Sekundäre Sicherheitsfeatures sind Bauteile, die nach einem Sturz dafür sorgen, dass im schlimmsten Fall ein Angehöriger oder Rettungskräfte alarmiert werden. Speziell in den Helm integrierte Sensoren und Live-Tracker sind über eine App mit dem Smartphone verbunden.

Belüftung und Verstellsystem

Bei der Belüftung gibt es in vielen Fällen nur geringe Unterschiede. Kein Modell „versagte“ bei diesem wichtigen Test-Parameter komplett. Die reine Anzahl und die Größe der Belüftungsöffnungen sagt oft wenig über die effektive Kühlung am Kopf aus. HJC beweist mit dem Valeco 2, dass auch ein Aero-Modell mit in der Relation wenigen Öffnungen über eine gute Ventilation verfügen kann.

Beim Verstellsystem am Hinterkopf gibt es deutlichere Unterschiede: Einige Modelle in diesem Testfeld sind nur in einem kleinen Bereich beziehungsweise nur in einer Stufe höhenverstellbar. Allein das kann schon darüber entscheiden, ob ein Helm passt oder nicht. Es gilt: Ein Verschlusssystem muss den Kopf vollständig umschließen und dafür tief genug am Hinterkopf und nicht zu hoch an der Stirn ansetzen.

HJC Furion 2.0 - Der Alleskönner im Test

HJC beschreiben ihren Semi-Aero-Helm als kompromissloses Designmeisterwerk, das bemerkenswerte Aerodynamik mit effizienter Belüftung verbindet.

Ursprünglich wollte ich den Furion 2.0 auf Rennrad-/Zeitfahrrad-Ausfahrten tragen, hab aber schnell festgestellt, dass sich die geschlossene Form auch super für kalte, windige und nasse Temperaturen eignet.

Aktuell sind die Radprofis des Teams Total Energies mit HJC-Helmen unterwegs, Victor Campenaerts sicherte sich mit einem HJC-Helm den Stundenweltrekord, und auch Fahrer wie Caleb Ewan oder Michael Woods erklommen mit ihnen bereits die höchsten Stufen auf dem Siegertreppchen.

Neue Rennradhelme von HJC: Ibex 3 und Valeco 2

Nun kommen gleich zwei neue Rennradhelme auf den Markt: das Topmodell Ibex 3 und das Preis-Leistungs-Modell Valeco 2.

Der Ibex 3 soll dank automatischem Fitting-System und Einstellmöglichkeiten in Mikroschritten perfekt an den Kopf anpassbar sein. Ebenfalls an Bord: ein eigenes System zur Reduzierung der Rotationskräfte im Falle eines Sturzes, geringes Gewicht und optimierte Kanäle zur Kühlung des Kopfes.

Der Valeco 2 soll für 139 Euro Listenpreis mit einem runden Gesamtpaket aus Aerodynamik, Gewicht und Tragekomfort punkten.

Beide Helme sind in je drei Größen und sieben Farbvarianten erhältlich.

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