Tödlicher Motorradunfall auf dem Hockenheimring

Am Hockenheimring kam es zu einem tödlichen Unfall. Im Rahmen des Langstreckenrennens „Racefoxx 1000 Kilometer“ stürzte ein 21 Jahre alter Motorradfahrer und verstarb „aufgrund seiner schweren Verletzungen“, hieß es in einer Polizeimitteilung.

Der 21-jährige Motorradrennfahrer Troy Beinlich aus Pößneck ist nach einem Unfall am Hockenheimring gestorben. Am Ostersonntag wurde bekannt, dass es sich bei dem Toten um Troy Beinlich (21) vom Beinlich Racing Team handelt. Die „Leipziger Volkszeitung“ hat zuerst berichtet.

Bei einem Motorradrennen auf dem Hockenheimring ist ein Fahrer tödlich gestürzt. Das Rennen wurde für den Rest des Tages abgesagt. Angaben zur Unfallursache gibt es noch keine.

Tausende Zuschauer sahen seinen Todes-Sturz: Bei einem Motorrad-Langstreckenrennen auf dem Hockenheimring ist ein Rennfahrer (21) ums Leben gekommen.

Der Biker trat beim „Racefoxx 1000 km“ auf der altehrwürdigen Rennstrecke in Nordbaden an, dem Auftaktrennen des Deutschen Langstrecken-Cups. Dabei teilen sich drei Piloten eine Rennmaschine. Nicht nur Profis, auch Freizeitfahrer sind dabei (Teilnahmegebühr pro Team 1250 Euro).

Der Unfallhergang

Eineinhalb Stunden und gut 200 Runden nach dem Start passierte das Unglück: Beinlich verlor im Motodrom die Kontrolle über seine Maschine, stürzte schwer. Direkt vor den größten Zuschauertribünen und vielen Kindern und Jugendlichen. Um Nachwuchs für den Motorsport zu begeistern, war der Eintritt zum Rennen bis 15 Jahre frei.

Der Unfall ereignete sich nach Vereinsangaben, als nach mehr als 200 Runden das Motorrad-Rennen nach einer Safety Car-Phase wieder starten sollte.

Innerhalb kürzester Zeit sind Notarzt und Sanitäter bei dem Rennfahrer, auch ein Rettungshubschrauber landet. Der Schwerverletzte kommt ins Krankenhaus.

Zwei Stunden später meldet Polizeisprecher Maik Domberg: „Ein 21-jähriger Motorradfahrer, der im Rahmen des Langstreckenrennens ‚Racefoxx 1000 km‘ in Hockenheim stürzte, ist aufgrund seiner schweren Verletzungen verstorben. Das Rennen wurde nach dem Sturz sofort abgebrochen und alle weiteren Veranstaltungen für den Tag abgesagt.“

Die Reaktion der Behörden

Wie genau es zu dem Unfall kam, ist noch unklar. Zur Ursache des Unfalls könnten „noch keine Angaben“ gemacht werden.

Laut Polizeiangaben habe der Verkehrsdienst Mannheim die Ermittlungen aufgenommen und „versucht unter Einbindung eines Sachverständigen“, den Sturz zu rekonstruieren.

Der Verkehrsdienst Mannheim hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

Laut Mitteilung waren Rettungsdienst und Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz, auch ein Rettungshubschrauber war vor Ort.

Das Rennen und der Deutsche Langstrecken-Cup

Das Rennen über 1000 Kilometer wurde nach dem Sturz direkt abgebrochen. Auch die weiteren Veranstaltungen am Samstag wurden abgesagt.

Auf dem Programm stand das Langstreckenrennen Racefoxx über 1000 Kilometer. Es bildet traditionell am Samstag vor Ostern den Auftakt in den Deutschen Langstreckencup. Die Teams bestehen aus je drei Fahrern, die Halbprofis oder Amateure sind. Sie starten in drei Klassen.

Das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Hockenheimring richtet sich an Profis und Amateure. Es ist Teil des Deutschen Langstrecken-Cups (DLC) und gilt laut Veranstalter als Auftakt der Motorrad-Rennsaison. Die Piloten starten dabei in den Klassen Superbike, Supersport und Endurance. Die teilnehmenden Teams bestehen aus drei Fahrern, die, je nach Klasse, mit einem oder mehreren Motorrädern an den Start gehen.

Veranstalter des Rennens sind der Deutsche Motorsportverband, der Badische Motorsport-Club Hockenheim, der Rheintal-Motorsportclub und der DLC.

Hintergrundinformationen zu Troy Beinlich

Troy Beinlich galt als großes Nachwuchstalent für die 600-Supersportklasse.

Der junge Mann stammt aus Schleiz in Thüringen. Sein Vater Knut Beinlich ist der Chef vom Beinlich Racing Team.

Gemeinsam mit seinem Bruder Christoph (28) startete Troy seit dieser Saison in der Klasse Supersport 600. Das ist die höchste internationale deutsche Motorradmeisterschaft auf deutschen Boden.

Auf der Homepage des Teams schrieb das Team noch zu Troys Zielen für dieses Jahr: „Für die Saison 2024 hat sich Troy vorgenommen, Top-10-Ergebnisse einzufahren und vor allem verletzungsfrei zu bleiben.“

Seit seinem 16. Lebensjahr war Beinlich Mitglied im Motorsportverein seiner Heimatstadt Pößneck und nutzte die Motocross-Rennstrecke regelmäßig für das Training zwischen seinen Läufen zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM).

Beinlich hatte gemeinsam mit seinem Bruder Christoph im "Beinlich Racing Team" seine Karriere im Motorradsport gestartet.

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