Hohe Acht ist eine E-Bike-Marke aus der Vulkaneifel und bietet ein breites Portfolio, von City-Bikes über Trekking- und Gravel-Bikes bis hin zu Mountainbikes.
Hohe Acht Amola Tereno: Das E-Trekkingbike im Detail
Das Amola Tereno stellt im Portfolio von HoheAcht 2024 ein E-Trekkingbike im mittleren Preisbereich dar, welches mit einer praktikablen und hochwertigen Ausstattung versehen ist. Der Tiefeinsteigerrahmen ist robust gebaut, aber dennoch formschön gestaltet. Tiefeinsteiger erfreuen sich sowieso einer wachsenden Beliebtheit, und sind noch vielseitiger nutzbar, wenn diese wie unser Testmodell noch mit einer Vollfederung versehen sind. So ist der umgekehrt montierte Dämpfer von SR Suntour gut zugänglich und wird vom tief heruntergezogenen Schutzblech zudem vor Verschmutzung geschützt. Hier setzt HoheAcht auf eine RockShox Silver TK, die sich oft auch an Einsteigermodellen im E-MTB-Segment findet und entsprechend gut funktioniert. Als mittleres Modell innerhalb seiner Baureihe hebt es sich hinsichtlich der Ausstattung vom Einstiegsmodell ab, ohne aber sich in Sachen Preis in Richtung High End zu bewegen.
Angetrieben wird das E-Trekkingbike vom Shimano EP801, dem aktuellsten und stärksten Antrieb der Japaner (85 Nm), welcher gegenüber dem Vorgänger erheblich verbessert wurde und auch mit Neuerungen wie z.B. Free Shift etc. Bei den Bremsen setzt HoheAcht auf Vierkolben-Systeme von Shimano. Der Fahrer findet über ergonomische Griffe von Hermanns seinen Kontakt zum HoheAcht Amola Tereno und nimmt auf dem Selle Royal Nuvola Sattel Platz, der auf einer starren Sattelstütze montiert ist. Aluminiumschutzbleche von ChingChern sollen während der Fahrt Schmutz und Gischt vom Fahrer fern halten und sind breit ausgeführt. Ein Gepäckträger von AtranVelo bietet 27 kg Zuladung und verschiedene seitliche Rails, um diverse Taschen daran befestigen zu können. Eine einfache Klingel wurde beigelegt, aber für den Test nicht von uns montiert.
Das knapp 30 kg schwere Amola Tereno (29,63 kg gemessen) fühlt sich beim Fahren nicht so an. Dabei hält sich der harmonisch integrierte Antrieb in Sachen Geräusche angenehm im Hintergrund und arbeitet erwartungsgemäß perfekt mit der Shimano Di2-Schaltung zusammen. Das manuelle Schalten funktioniert schnell und problemlos, allerdings ist der elektronische Schalter aufgrund seiner Baugröße nicht besonders optimal zu erreichen. Zumeist hat dieser Gang zwar gepasst, im Zweifelsfall musste man die Wahl aber noch mit einer manuellen Auswahl überstimmen. Insgesamt eine interessante Neuerung, die man jetzt aber nicht zwingend braucht. Der Antrieb arbeitete effizient und hat uns auch größere Strecken problemlos absolvieren lassen. Bergab haben wir auch ausprobiert, ob ein Aufschaukeln oder Schlingern des Vorderrades auftritt bzw. erzeugt werden kann. Am Ende der Fahrt ging es an den Ausbau der Batterie, was einfach gelingt. Lobenswert ist die Gestaltung des Batteriefachdeckels. Beim Akkudeckel verzichtet man beim Hersteller aus Daun auf eine flexible Gummiumrandung (wie z.B. beim Velo de Ville), was das Einsetzen sehr erleichtert.
Was das Team von HoheAcht nochmals überprüfen sollte, ist die vordere Aufhängung des Schutzbleches. Beim Fahren abseits der Straße können unter bestimmten Umständen Steine etc. Nicht in der Funktion, aber in seiner Geräuschentwicklung hat uns der Ursus Ständer gestört, der aufgrund seiner zu schwachen Feder bei nahezu jeder Unebenheit geklappert hat. Wer sich für das HoheAcht Amola Tereno entscheidet, macht nicht viel falsch. Der Tiefeinsteiger eignet sich sowohl für Fahrt im Alltag, als auch für Fahrten in der Freizeit gleichermaßen und steht auch für ausgiebige Touren bereit. Dabei bietet das Pedelec dank anpassbarer Federung viel Komfort, der noch mittels elektronischer Schaltung samt Free Shift-System gut ergänzt wird. Dank deren hohen Bandbreite und dem kräftigen, aber energieeffizienten Motor sind auch steile Anstiege absolvierbar, wobei die hohe Zuladung von rund 130 kg auch die Mitnahme von Proviant bzw. Gepäck erlaubt. Abgesehen von unseren kleineren Kritikpunkten stellt das Modell aus der Eifel ein attraktives E-Trekkingbike dar, welches problemlos die Anforderungen verschiedenster Nutzer erfüllen dürfte.
Hohe Acht Amola Terra: Komfort-Wunder für Alltag und Tour
Der Hersteller aus der Eifel beschreibt das Amola Terra als vollgefedertes Reiserad und nennt damit einen typischen Einsatzbereich der E-SUVs. Denn die aufrechte Sitzhaltung kann mit luftgefederten 120 mm Weg vorne wie hinten stundenlang genossen werden, ohne dass der Komfort nachlässt. Shimano steuert den Motor bei, der mit 85 Nm Drehmoment stark anschiebt; der integrierte Akku ist 630 Wattstunden groß.
HoheAcht ist die Premium-Marke der TechniBike-GmbH mit Sitz - der Name lässt es erahnen - in der Vulkaneifel. Die Idee hinter dem jungen Unternehmen: Menschen zu ermöglichen, neue Horizonte und neue Mobilitätserfahrungen zu erschließen, gleichzeitig die eigene Region neu zu entdecken. Das Setup mit moderaten Continental-Cruiser-Reifen, aufrechter Sitzposition und deutlich gekröpftem Lenker zeigt: HoheAcht will mit dem Fully weniger Offroad-Fans, sondern vielmehr komfortorientierte Freizeitfahrer ansprechen. Das ist durchaus gelungen. Das Rad ist sehr bequem, der Gepäckträger hat Platz und Tragfähigkeit für große Taschen, dazu kommt der starke Antrieb, der auch Gebirgstouren mitmacht. Dank der 27,5-Zoll-Reifen ist das Amola Terra schön wendig.
Shimanos EP8 ist zwar nicht mehr der neueste Motor der 8er-Reihe, seine Tugenden sind aber immer noch überzeugend: leiser Lauf, ausgewogene Kraftentfaltung und in steilen Anstiegen souveräne Power. Dass diese kultivierte Motorkraft auch sauber und effizient auf die Straße kommt, hat sich HoheAcht für die hochwertige 12-Gang-XT-Kettenschaltung entschieden. Die Scheibenbremsen verzögern kraftvoll und punktgenau, könnten für volle Beladung (bis zu 150 kg Gesamtgewicht) eine Nummer größer sein. Für den Fahrrad-Alltag aber sind sie sehr stimmig. Das HoheAcht Amola Terra ist ein Komfort-Wunder. Fahren auf Asphalt und Schotter ist eine Wonne.
Hohe Acht Amuza Monto: Das E-Hardtail für Trail-Enthusiasten
Das Amuza Monto soll ein leichtgewichtiges Carbon-Hardtail sein. Es rollt auf 29”-Laufrädern und hat 150 mm Federweg an der Front vorzuweisen. Laut HoheAcht ist es dazu gemacht, leichtfüßig die Berge zu erklimmen, um im Anschluss grenzenlosen Abfahrtsspaß genießen zu können. Auf uns hingegen wirkt es wie ein Hardtail für die raue Gangart. Damit der Trailspaß nicht zu früh ein jähes Ende findet, verpassen die Ingenieure von HoheAcht dem Amuza Monto ein spezielles Motorsetup und eine Range-Extender-Aufnahme für einen weiteren 360-Wh-Zusatzakku, und kitzeln so mehr Reichweite aus dem Trail-Hardtail heraus. Das von uns getestete Amuza Monto wiegt 19,76 kg in Größe M und kostet 5.799 €. Für den 2,3 kg schweren Range Extender muss man zusätzlich 599 € berappen und landet dann bei einem Gewicht von 22,08 kg und einem stolzen Preis von 6.400 €.
Auf der Ausstattungsliste sticht besonders die bullige RockShox ZEB-Federgabel mit dicken 38 mm Standrohren raus. Die ZEB ist ein Schwergewicht unter den Federgabeln und für sehr anspruchsvolle Einsätze im Gelände konzipiert. Am Amuza ist ihr Federweg auf 150 mm begrenzt, was die kleinste Federwegskonfiguration ist, in der die ZEB erhältlich ist. Die ZEB ist bei RockShox die Federgabel fürs „Grobe“. Auch am Amuza Monto filtert sie harte Schläge unter dem Vorderrad ab. Die restlichen Komponenten fallen ebenso wie die ZEB-Federgabel in die Kategorie „robust statt Leichtbau“: Dazu zählen die massiven SUNringlé Düroc SD37 Expert-Alu-Laufräder, die SRAM DB8-Vierkolbenbremsen und die SRAM SX/NX Eagle-12-fach-Schaltung. Daher kann das HoheAcht Amuza Monto auch nicht mit dem besonders leichten Gewicht eines Hardtails punkten. Mit einem Kampfgewicht von knapp 19,8 kg wäre es im ENDURO-Light-E-MTB-Vergleichstest das schwerste E-MTB - uff! Da kann selbst der besonders leichte Carbonrahmen mit gerade mal 2 kg in Größe M nicht viel auf der Waage ausrichten. Immerhin erwecken die soliden Komponenten den Eindruck, dass man es mit einem nur wenig defektanfälligen E-MTB zu tun hat und wie immer gilt: Uns kommt es in erster Linie auf das Handling an und nicht auf nackte Zahlen wie Gramm und Kilogramm.
Design und Besonderheiten des Amuza Monto
Apropos Carbonrahmen: Der ist ein echter Hingucker beim HoheAcht Amuza Monto. In der Farbvariante Mimikri trifft ein mattgrüner Metallic-Lack auf eine glänzende Unterrohr-Unterseite in Nachtblau. Das orangefarbene HoheAcht-Branding setzt dezente Farbakzente. Die Proportionen und Linienführung sind ebenfalls gelungen. Die dünnen Rohre verlaufen klar strukturiert in geraden Linien, die Übergänge und Rohrkreuzungen haben hingegen leichte Schwünge und wirken schon fast organisch. Auffällig ist der recht schmale und beinahe quadratische Querschnitt des Unterrohrs, das den fest verbauten 360-Wh-Akku beherbergt. Die seitliche Silhouette bleibt komplett frei von Schlüssellöchern oder Cableports und ist sehr clean. Die Züge vor dem Cockpit verschwinden bereits durch den Steuersatz in den Rahmen.
Wie bereits angedeutet, besitzt das HoheAcht Amuza Monto ein „spezielles Motorsetup“. Ganz konkret bedeutet das, dass der Shimano EP801-Motor nicht seine volle Kraft und Leistung entfaltet, zu der der Motor eigentlich im Stande ist. Bei 75 statt 85 Nm Drehmoment ist im Boost-Modus Schluss. Wer den Flaschenhals für die Kraftreduktion im kleinen 360-Wh-Akku vermutet, der irrt sich. Laut HoheAcht wären auch die vollen 85 Nm mit dem fest integrierten Akku möglich. Bei der Maximalleistung mussten dennoch Abstriche gemacht werden, um den kleinen Akku nicht zu überfordern. Im Boost erreicht der Shimano EP801-Motor im HoheAcht nur 450 Watt statt der möglichen 600 Watt. Für ein harmonisches Verhältnis aus Kraft und Leistung wurde daher das maximale Drehmoment ebenfalls reduziert.
Für Fans von vielen Höhenmetern liefert euch HoheAcht einen Range Extender mit 360 Wh Akkukapazität mit (Kostenpunkt: 599 €). Er wird werkzeuglos auf das Unterrohr aufgeklipst und hält bombenfest. Ein sehr kurzes Kabel mit großen Steckerenden verbindet dann die Ladebuchse am Sattelrohr mit dem unteren Ende des Range Extenders. Ist der Range Extender eingesteckt, wird er zuerst - bis auf eine kleine Reserve - komplett entladen. Danach wird auf den internen Hauptakku zurückgegriffen. Will man entweder den Hauptakku oder den Range Extender wieder aufladen, muss man die Verbindung der beiden Batterien trennen. Im Fahrbetrieb addiert das etwas klobige Shimano SC-EN600-Display die Akkuleistung beider Batterien. Gesteuert wird der Motor über die ebenfalls etwas unförmige SW-EN600L-Remote, die redundanterweise ebenfalls eine Akkuanzeige besitzt.
Amuza steht in Esperanto für lustig und Monto für Berg, womit das Amuza Monto zum Spaßberg wird. Es bildet die mittlere der drei verfügbaren Ausstattungsvarianten. Über dem Monto befindet sich das Amuza Dio (lustiger Gott) für 7.999 €. Den Einstieg macht das Amuza Roko (lustiger Stein) für 4.999 €. Neben kleinen Abstrichen in der Ausstattung ist im Roko zudem der etwas kostengünstigere Shimano EP6-Motor verbaut. Die Modelle Monto und Roko sind in vier Farben und den Größen S, M und L verfügbar. Das Amuza Dio erscheint in den gleichen Größen, allerdings nur in der mattschwarzen Lackierung „Höllenotter“.
Fahreigenschaften und Einsatzbereich
Für ein E-Bike in Rahmengröße M fällt das Amuza eher lang aus. Schwingt man sich in den Sattel, nimmt man in einer leicht sportlichen und nach vorne gestreckten Sitzposition Platz, die an ein Cross-Country-Hardtail erinnert. In dieser Position kann man effizient treten und erreicht selbst mit gedrosselter Motorpower leicht die 25-km/h-Marke. Ist man in einer Gruppe mit Full-Power-E-Bikes unterwegs, wird man so in der Ebene nicht abgehängt. Wählt man einen technisch anspruchsvollen Anstieg über einen Trail, muss man auf griffige Fahrbahnverhältnisse hoffen. Denn der flach profilierte Kenda Booster-Reifen am Hinterrad kommt schnell an sein Traktionslimit und neigt selbst mit gedrosselter Motorpower zum Durchdrehen. Immerhin bietet der Hinterbau viel Reifenfreiheit, um einen stärker profilierten Reifen nachzurüsten. Das Durchdrehen rührt zum Teil auch daher, weil der starre Hinterbau Fahrbahnunebenheiten nicht so gut folgen kann, wie es bei Fullys der Fall ist, und die Traktion daher häufiger abreißt.
Bergab zeigt das HoheAcht Amuza Monto Nehmerqualitäten. An der Front schafft es die ZEB-Federgabel auch über verblocktes Terrain präzise die angepeilte Linie zu halten. Ihr fehlt es aber an Einstellmöglichkeiten, um das Ansprechverhalten auf Fahrer und Fahrbahn genau abzustimmen. Doch dieses Manko wird überschattet von dem harschen Feedback des ungefederten Hinterbaus. In steilen Abfahrtssektionen muss man zudem darauf achten, dass man nicht vom hochstehenden Sattel nach vorne geschoben wird, denn im langen Sitzrohr ist nur eine relativ kurze Vario-Sattelstütze verbaut (an unserem Testbike mit 160 mm Hub), was die Bewegungsfreiheit einschränkt. Außerdem neigt die hintere Bremsscheibe zum Überhitzen.
Mehr Fahrspaß kommt auf, wenn man sich über gut geshapte Flowtrails oder Jumptrails mit gebauten Sprüngen und Anliegern bewegt. Hier verhält sich das Amuza Monto spritzig und lässt sich leicht aus Kurven rausdrücken oder über Kanten in die Luft befördern. Für diese Rides ist das Bike fast ideal, man sollte nur darauf achten, nicht über das Ziel hinauszuschießen und Landungen zu überspringen. Es richtet sich eindeutig an versierte Hardtail-Fans, die mit viel Körpereinsatz und Style über gut geshapte Flowtrails jagen und Flugmeilen sammeln wollen.
Hohe Acht Besta Monto: E-All-Mountain für lange Touren
Mit dem Besta Monto bringt Hohe Acht ein vielseitiges E-All-Mountain auf den Markt, das in der Vulkaneifel entwickelt wurde. Das Besta Monta ist mit Carbonrahmen und Mullet-Setup für lange Touren ebenso geeignet wie für technische Trails. Ausgestattet mit einem kraftvollen Shimano-Motor und 160 mm Federweg an der Front und 150 mm am Heck sorgt das Besta Monto für ein sicheres, laufruhiges Fahrverhalt. Für 6799 Euro ist es ausgestattet mit Rock-Shox-Federelementen, Sram-NX-Schaltwerk und Shimano-Parts.
Das Besta Monto ist ein flottes E-All-Mountain mit potentem Motor und recht großem Akku. Das Handling ist so sicher wie entspannt - prima für lange Ausfahrten.
Hohe Acht Grandamo Urbeno: Das City-E-Bike im Test
Wer nach einem neuen City-E-Bike sucht, das für vielfältige Einsatzmöglichkeiten prädestiniert ist, wird am Grandamo Urbeno von HoheAcht seinen Gefallen finden. Es bietet einen angenehmen Fahrkomfort, kraftvolle Unterstützung und ein hohes zulässiges Gesamtgewicht. Beim City-E-Bike-Test wusste es sowohl im Labor als auch im Testparcours zu überzeugen, weswegen es in der Kategorie „mit Federgabel“ den Testsieg holte. Darüber gibt es drei Rahmengrößen, allerdings mit dem tiefen Wave-Rahmen nur eine Geometrie.
Ausstattung und Technik
- Motor: Shimano-Mittelmotor EP8, 85 Nm
- Akku: 630 Wh
- Schaltung: Shimano el. Nabenschaltung, 5 Gänge
- App: Shimano E-Tube
- Preis: 4.999 Euro
Obwohl das Grandamo Urbeno als City-E-Bike kategorisiert ist, bietet es dennoch vielfältige Einsatzmöglichkeiten, auch über die Stadtgrenzen hinaus. Dafür ist es mit extradicken, 62-Millimeter breiten Reifen und einer Federgabel ausgestattet, die sowohl auf Kopfsteinpflaster als auch auf unebenen Feldwegen optimale Dämpfung bieten. Seine 27,5 Zoll großen Laufräder verleihen ihm dabei Wendigkeit und Agilität. Ein Klick auf dem Hebel - und die Sattelstütze senkt sich ab, sodass der Fahrer mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht, ohne den Sattel zu verlassen. Gerade wenn man mit Gepäck oder Kind schwer beladen ist, bringt dieses Feature ein hohes Sicherheitsgefühl. Die Sattelstütze lässt sich per Knopfdruck abesenken, das ist besonders bei einem Ampelstopp hilfreich. Insgesamt ist die Sitzposition aufrecht und das Rad fährt sich auf allen Untergründen sowie in Kurven sehr gut. Der Lenker ist dabei leicht gebogen, die Griffe und der Sattel geben einen hohen Komfort. Allerdings sei erwähnt, dass es mit einem Gewicht von 29,1 Kilogramm mitunter etwas schwerer in der Handhabung ist, gerade wenn man es einmal eine Stufe hochtragen muss. Die Lenkerform trägt zum Fahrkomfort bei.
Im Automatikmodus erkennen Sensoren, ob der Radfahrer gerade bergauf oder bergab fährt und reagiert entsprechend. Über die Bedientasten kann man zudem einen Startgang festlegen, mit dem man nach einem Stopp immer wieder anfährt. Im manuellen Modus stehen dem Nutzer fünf Gänge zur Verfügung.
Darüber hinaus kann der Radfahrer sein E-Bike mit der Shimano E-Tube App koppeln, um Fahrstatistiken einzusehen oder die drei Unterstützungsstufen fein einzustellen. Im Vergleich zu der eBike Flow App von Bosch ist die von Shimano-App allerdings weniger intuitiv und umfangreich.
Laborergebnisse des Grandamo Urbeno
Reichweite, Energieverbrauch, Akkukapazität, Geschwindigkeit bei sechsprozentiger Steigung, Unterstützungsfaktor sowie die Bremskraft ermittelt das Prüflabor von Qima im Auftrag von IMTEST. Hier konnte das E-Bike von HoheAcht in allen Punkten deutlich überzeugen. Beim Reichweitentest R200 schaffte es 63,8 Kilometer, der Energieverbrauch war mit 7,4 Wattstunden pro Kilometer gering. Die Steigungsfahrt bei sechs Prozent lieferte sehr flotte 24,1 Stundenkilometer, und der Unterstützungsfaktor lag bei einem sehr hohen Wert von 4,2.
In Anlehnung an die Norm EN 15194 werden zudem sowohl die Vorder- als auch Hinterradbremsen bei trockenen und nassen Bedingungen getestet. Mit einer simulierten Handkraft von 60 Newton wird dann geprüft, wie hoch die Bremsleistung ist. Dabei kann sich der Fahrer auf seinem Grandamo Urbeno durchaus sicher fühlen, denn die Scheibenbremsen reagierten insgesamt gut. Die Bremsscheiben überzeugten sowohl im Labor aus auch bei den Testfahrten im Schnee.
Es überzeugte bei allen Laborwerten ebenso wie bei den Testfahrten. Dank zulässigem Gesamtgewicht von 170 Kilogramm kann es einiges an Gepäck mitnehmen, sodass neben dem Alltagseinsatz auch längere Touren möglich sind.
Vor- und Nachteile des Grandamo Urbeno
PRO
- Lieferte im Test eine sehr hohe Reichweite (63,8 km), gepaart mit einer sehr hohen Geschwindigkeit bei Steigung (24,1 km/h) bei sechsprozentiger Steigung und einem sehr hohen Unterstützungsfaktor von 4,2.
KONTRA
- Die Shimano E-Tube-App, mit der Feinabstimmungen vorgenommen werden können, ist wenig umfangreich und intuitiv.
Imtest Ergebnis: gut 1,7
Technische Daten der Modelle im Überblick
| Modell | Amuza Monto | Amuza Roko | Amuza Dio |
|---|---|---|---|
| Motor | Shimano EP801 75 Nm | Shimano EP6 75 Nm | Shimano EP801 75 Nm |
| Akku | Simplo 360 Wh | Simplo 360 Wh | Simplo 360 Wh |
| Federgabel | RockShox ZEB 150 mm | RockShox 35 Gold 150 mm | Öhlins RXF36 M.2 Air 150 mm |
| Bremsen | SRAM DB8 200/180 mm | Shimano MT420 180/180 mm | SRAM Guide Re 200/180 mm |
| Schaltung | SRAM NX/SX 1x12 | SRAM SX 1x12 | SRAM XX1/X01/GX 1x12 |
| Gewicht | 19,76 kg | 18 kg (Herstellerangabe) | 18 kg (Herstellerangabe) |
| Preis | 5.799 € | 4.999 € | 7.999 € |
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