Hollandrad 28 Zoll Test: Das perfekte Fahrrad für entspanntes Fahrvergnügen

Hollandräder sind ideal für alle, die entspannt von A nach B gelangen möchten und dabei mit einem nostalgischen Fahrrad stilvoll aussehen wollen. Ein Cityrad ist zwar auch komfortabel, aber nicht so bequem wie ein Hollandrad.

Was macht ein Hollandrad aus?

Das Hollandrad besitzt einige Eigenschaften, die du vom klassischen Citybike kennst. Du sitzt aufrecht im Sattel, der Lenker ist hoch positioniert und vorn und hinten sind Gepäckträger angebracht. Auch der Vollkettenschutz und die Seitenverkleidung des Hinterrades kommen einem bequemen und sicheren Fahren entgegen. Der Wartungsaufwand ist eher gering, umso mehr kannst du das Radeln genießen, und zwar ganz entspannt, denn für Touren mit viel Speed sind Hollandräder nicht gemacht.

Das Hollandrad ist ein Zweirad mit Charakter und kann als Zugpferd unter den Citybikes verstanden werden. Fahrkomfort und Fahrgenuss stehen im Vordergrund.

Historischer Hintergrund

Als Pionier der niederländischen Fahrradhersteller kann Henricus Burgers verstanden werden. Dieser eröffnete im Jahre 1869 seine Fahrradwerkstatt in Deventer. Weitere Hersteller folgten. Streng genommen, sind Hollandräder nach englischem Vorbild entstanden. Die charakteristischen Merkmale des Bikes bildeten sich in den 1920-er Jahren heraus und haben bis heute Bestand. Das Hollandrad spiegelt die Werte seiner Erbauer wider. Der Fokus liegt auf Qualität und Langlebigkeit. Hollandräder sind das Ergebnis einer eher konservativen Einstellung. Innovationen sind fehl am Platze und diese hat das Hollandrad eigentlich auch gar nicht nötig. Die Niederländer haben nichts unversucht gelassen und mit dem Hollandrad ein Statussymbol etabliert.

Die Räder sind dafür geschaffen, auf kurzen Wegen in der Stadt eine gute Figur zu machen. Gute Qualität und eine hochwertige Ausstattung lassen das Hollandrad zu einem der wartungsärmsten Zweiräder werden. Auf den robusten Holländer ist Verlass. Dafür, dass auch du die Übersicht im Stadtverkehr nicht verlierst, spricht die aufrechte Sitzposition. Die robusten Räder eignen sich auch als „Packesel“. Kein Hollandrad ohne Gepäckträger, und zwar vorne wie hinten. Häufig werden Gummibänder genutzt. Drei Bänder führen von der Radnabe des Hinterrades zum Gepäckträger.

Typische Merkmale eines Hollandrads

Es gibt einige technische Features, welche ein Hollandrad charakterisieren:

  • Lenker: Auf einem Hollandrad behältst du den Überblick. Der Lenkkopf ist mit 23 bis 25 Zentimetern relativ lang und bringt dich in eine aufrechte Sitzposition. Das alles perfekt Geradeaus läuft, dafür sorgt auch der mit einem Winkel von zirka 65 Grad extrem flache Lenkkopfwirbel.
  • Sattel: Traditionell besteht der Sattel aus Leder. Doch die Hersteller gehen mit der Zeit und bringen vermehrt Kunstleder-Modelle auf den Markt.
  • Rahmen: Bequemlichkeit wird beim Hollandrad großgeschrieben, auch beim Auf- und Absteigen. Die Räder besitzen einen sehr tiefen Durchstieg. Es handelt sich um bis zu 25 Kilogramm schwere Rahmen aus Stahl.

Moderne Varianten des Hollandrads

Es gibt eine ganze Reihe an Fahrradmodellen auf dem Markt. Hollandräder haben es dir besonders angetan? Dies ist verständlich, schließlich heben sich die Zweiräder von der Masse ab und wissen, optisch wie funktional zu überzeugen. Das klassische Hollandrad hat in den letzten Jahren Konkurrenz bekommen. Du kannst aus einigen modernen Varianten wählen oder der klassischen Linie treu bleiben.

  • Klassisches Hollandrad: Die klassische Variante bietet eine eher spartanische Ausstattung. Der gebogene Lenker, ein tiefer Einstieg und ein bequemer Sattel sind unverzichtbar. Modelle für Erwachsene besitzen 26 oder 28 Zoll. Der Ausstattung der klassischen Räder folgen die Hersteller auch durch eine einfache Beleuchtung mit Dynamo und einer Rücktrittbremse.
  • Modernes Hollandrad: Die klassische Form bleibt weitgehend erhalten. Einige Hersteller bieten auch Hollandräder für Herren mit einem stabilen Oberrohr an. Im Test stechen einige hochwertige Komponenten heraus. Praktisch wie optisch ansprechend sind vor dem Lenker angebrachte Fahrradkörbe. Dort kannst du, neben deinen Einkäufen, auch Rucksack oder Handtasche bequem unterbringen, ohne deine Wertsachen aus den Augen zu verlieren. Während die Modelle der ersten Generation darauf verzichten, verfügen moderne Modelle meist über eine Gangschaltung. Dabei wird auf eine Nabenschaltung mit drei bis sieben Gängen zurückgegriffen. Eine Gangschaltung macht das Hollandrad geländetauglich, aber auch deutlich teurer.
  • Hollandrad als E-Bike: In den letzten Jahren wurden mehr und mehr Hollandräder mit einem Elektromotor versehen. Ein Hollandrad als Pedelec bietet dir bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h Motorunterstützung. Trittst du in die Pedale, wird der Motor aktiviert. E-Hollandräder sind wahre Kraftpakete. Im Tretlager sind Front- oder Mittelmotoren integriert.

Für wen ist ein Hollandrad geeignet?

Grundsätzlich ja, denn beide Geschlechter können mit Damen- und Herrenrädern unterwegs sein. Die klassischen Hollandräder besitzen die Form von Damenrädern. Der bequeme Auf- und Abstieg ist für ältere Menschen und Personen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind eine willkommene Hilfe, ganz unabhängig vom Geschlecht. Möchtest du dagegen auf das klassische Herrenrad nicht verzichten, kannst du dich für ein Hollandrad mit Oberrohr-Rahmen entscheiden.

Hollandräder sind das passende Zweirad für Menschen, die gern entspannt radeln und dabei Wert auf Komfort legen. Deinen Sinn für Romantik solltest du dir auch behalten haben, wenn du mit diesen nostalgischen Fahrrädern unterwegs sein willst. Weniger geeignet sind Hollandräder, wenn du es lieber sportlich magst und zu längeren Touren aufbrechen möchtest. Hollandräder eignen sich für kürzere Strecken bis etwa 40 Kilometer.

Rahmenmaterial und Gewicht

Die meisten Hollandräder besitzen einen robusten Stahlrahmen. Dieser bringt zwar einiges an Gewicht mit, besitzt aber vorteilhafte „federnde“ Eigenschaften. Aluminiumrahmen sind zwar leichter, können Stöße aber weniger gut abfedern.

Wenn bei uns kein Gewicht beisteht, wiegt ein klassisches Hollandrad mit Stahlrahmen 28 Zoll etwa 18 bis 19 kg. Kommt noch ein Frontträger dazu sind es eher 19-20 kg. Ein 26 Zoll Hollandrad liegt etwa bei 17 bis 18 kg.

Die richtige Größe finden

Damit du die perfekte Rahmengröße finden kannst, möchten wir es nicht bei den Zoll-Angaben belassen. Die passende Größe des Rahmens kann in Zentimetern besser ermittelt werden. Mit der Radgröße ist der Durchmesser der Reifen gemeint. Wie bereits erwähnt, sind beim Hollandrad 26 und 28 Zoll die gängigen Größen. Beim 28-Zoll-Hollandrad wird zusätzlich in einen Felgendurchmesser von 622 bzw. 635 Millimeter unterschieden. Welche Reifen sich am besten eignen, hängt mit den Fahrgewohnheiten und der Körpergröße zusammen.

Die meisten Erwachsenen kommen mit einem Hollandrad mit 28 Zoll gut zurecht. Möchtest du ein Jugendfahrrad kaufen oder bist unter 1,65 groß, kann ein Hollandrad mit 26 Zoll die bessere Wahl sein. Hollandräder werden auch als Kinderfahrräder produziert. Allerdings bleibt der Markt eher überschaubar.

Vorteile von 28 Zoll Laufrädern

28-Zoll-Laufräder bieten eine optimale Balance zwischen Abrollverhalten und Handling des Fahrrades. Dieses Format ist weitverbreitet und hat sich als Standard etabliert. Die Laufradgröße findet ihren Einsatz ebenso auf Rennrädern, wie auf alltagstauglichen Trekking- oder Citybikes. Die Unterschiede finden sich in der Felgenbreite und bei den, je nach Radmodell, verwendeten Mänteln.

Gangschaltung und Bremsen

Diese Frage stellt sich beim Hollandrad tatsächlich, denn wie bereits besprochen, besitzen klassische Modelle häufig keine Gangschaltung. Uns ist im Test aufgefallen, dass sich die Modelle mit und ohne Gangschaltung in ihrer Anzahl in etwa die Waage halten. Da nicht überall in Deutschland holländische Verhältnisse herrschen, wirst du vermutlich über eine Gangschaltung für dein neues Hollandrad nachdenken. Die meisten Hollandräder verfügen über eine 3-Gang-Nabenschaltung. Die Schaltung ist ein in einem geschlossenen Gehäuse integriertes Getriebe. Ein Fahrrad, welches auf drei Gänge beschränkt bleibt, ist sicher kein Reiserad für lange Strecken, ausgenommen du radelst durch die Niederlande.

Die meisten Hollandräder haben Nabenschaltungen, diese empfehlen wir auch, da sie pflegeleichter als eine Kettenschaltung sind. Für die Stadt reichen meist 3 Gänge vollkommen aus, für das leicht hügelige Land sollte man schon zu einem Modell mit 7 Gängen tendieren. Aber auch deine durchschnittliche Streckenlänge ist wichtig.

Beleuchtung und Zubehör

Da du dich mit einem Hollandrad auf Asphalt fortbewegst, muss die Beleuchtung den Vorgaben der StVZO entsprechen. Dementsprechend besitzen Hollandräder Scheinwerfer und Schlussleuchte. Diese durften bis vor wenigen Jahren in Deutschland nur mit Dynamo betrieben werden.

Fahrradzubehör gibt es in etlichen Ausführungen. Du kannst beim stabilen Hollandrad Fahrradtaschen vorn und hinten anbringen. Entscheidest du dich für ein Modell mit Oberrohr, kann die Fahrradtasche auch dort befestigt werden. Weitere Befestigungsvarianten sind über dem Schutzblech oder am Gepäckträger. Der Fahrradkorb und das Hollandrad gehören zusammen. Viele Modelle besitzen bereits spezielle Vorrichtungen vor dem Lenker. Frontkörbe können Einkäufe oder auch sperrigere Teile gut aufnehmen. Ein weiterer Fahrradkorb lässt sich über dem Gepäckträger anbringen. Ein Fahrradkorb aus Rattan wirkt besonders authentisch.

Sicherheit

Beinahe jedes Hollandrad ist mit einem Fahrradschloss ausgestattet. Holländische Hersteller verwenden beinahe ausschließlich Rahmenschlösser. Diese zeigen im Test jedoch häufig Sicherheitsmängel. Ein Rahmenschloss blockiert zwar das Hinterrad, verhindert aber nicht, dass Diebe das Bike wegtragen. Es bietet sich an, zusätzlich ein Kettenschloss anzubringen.

Gewicht

Das Gewicht ist ein wichtiges Kriterium, denn Hollandräder zählen generell nicht zu den leichtesten Fahrrad-Typen. Schon der Stahlrahmen allein bringt einiges an Gewicht mit. Hinzu kommen weitere Zubehörteile wie Körbe oder Fahrradanhänger. Bei einem Hollandrad musst du mit einem Gewicht zwischen 16 und 20 Kilogramm kalkulieren. Hast du dich für ein E-Hollandrad entschieden, kommen noch etwa sieben Kilogramm dazu. Das Gewicht wird für dich vermutlich weniger Relevanz besitzen, wenn das Bike nicht häufiger getragen werden muss.

Preis und Marken

Die Frage des Preises spielt natürlich auch in die Kaufentscheidung hinein. Der Kauf eines Hollandrades ist eine wahre Wertanlage. Die Räder sind stabil und gehen selten kaputt. Entscheidest du dich für einen Hersteller, lässt sich die Produktpalette entsprechend eingrenzen und es fällt dir leichter, dich primär auf die Produkteigenschaften zu fokussieren. Wir erinnern uns: 1869 fing alles an. Die Marke Gazelle gilt als Pionier der Fahrradherstellung in den Niederlanden. Heute ist die Firma Teil der Pon Holdings B.V. Dieser holländische Hersteller hat sich ebenfalls europaweit einen Namen gemacht. Neben klassischen Fahrrädern werden Hollandräder, Lastenfahrräder und E-Bikes hergestellt. Dieses Urgestein der holländischen Fahrradherstellung wurde im Jahre 1904 gegründet. Die Firma aus Heerenveen gilt heute als zweitgrößter Fahrradproduzent in den Niederlanden. Das Unternehmen aus Apeldoorn zählt zu den jüngeren Fahrradproduzenten in den Niederlanden. Suchst du nach einem guten wie günstigen Hollandrad, sind auch die Marken Pegasus und Kalkhoff interessant.

Es gibt viele Hollandrad Marken. Wir sind ein Fan der kleinen Marken, da dort die Preis-Leistung nochmal besser ist, da man weniger für den Markennamen zahlt. Alle unsere Räder testen wir, bevor diese in den Shop kommen, daher solltest du uns vertrauen, dass wir dir kein Schrott verkaufen wollen.

Diese Marke gehört zu den Größten und Bekanntesten aus den Niederlanden, Made in Holland ist hier das Motto! Greens ist die Tochtermarke der Batavus Deutschlandvertretung.

Wenn du nur einmal die Woche oder seltener fährst, reicht ein Rad um die unter 260 €. Solltest du jedoch schon öfters mal fahren, 2-3 mal die Woche, empfehlen wir den Preisbereich ab 299 € aufwärts.

Hollandrad Vergleich: Ausgewählte Modelle im Detail

Hier eine Übersicht einiger im Test gut bewerteter Hollandräder:

Modell Radgröße Gänge Rahmenmaterial Gewicht Besondere Merkmale
Bergsteiger Marseille 28 Zoll 6 Chromoly-Stahl 18 kg Schickes Retro-Design, inkl. Fahrradkorb
Milord 28 Zoll 3-Gang Hollandrad 28 Zoll 3 Stahl 16,5 kg Komfortsattel, ergonomische Griffe
Goetze Mood Damenfahrrad 28 Zoll 7 Stahl 18 kg Inkl. Weidenkorb, LED-Beleuchtung
Milord Retro Vintage 28 Zoll 3 Aluminium 16,5 kg Stabile Aluminiumfelgen, Komfortsattel
Milord 26 Zoll 3-Gang Hollandrad 26 Zoll 3 Stahl 16,5 kg Komfortsattel, doppelter Springsattel
Balticuz Ou Hollandrad 28 Zoll 7 Stahl 19 kg Komfortsattel, 7 Gänge, inkl. Klingel

Diese Tabelle bietet einen ersten Überblick über einige empfehlenswerte Modelle. Je nach persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben kann die Wahl natürlich variieren.

Info zum Wave-Rahmen

Wave-Rahmen sind konstruiert um das Auf- und Absteigen maximal komfortabel zu gestalten. Das Oberrohr ist sehr tief gezogen und in einer Welle (engl. wave) über dem Tretlager mit dem Sitzrohr verbunden. Der Vorteil des Wave-Rahmens liegt in der sehr aufrechten und übersichtlichen Sitzposition und im komfortablen und sicheren Auf- und Absteigen.

Die Marke Passat

Die Marke Passat ist eine Eigenmarke von Fahrrad XXL. Diese Marke zeichnet sich durch handwerkliches Geschick, hochwertige Rahmen und edlem Design aus. Die Passat Fahrräder sind das Ergebnis zielstrebiger Entwicklungsarbeit auf hohem Niveau mit dem Anspruch, Fahrräder zu bauen, die neben der schlichten Eleganz und dem noblen Design auch in puncto Technik und Zuverlässigkeit überzeugen.

An nahezu jedem Hollandrad kannst du einen Frontgepäckträger montieren, dazu musst du allerdings technisch ein wenig versiert sein, denn die Lampe muss meistens umgesetzt werden. Kultiges Design und ein entspanntes Fahrerlebnis. Du kannst dich für Hollandräder begeistern und suchst nach dem besten Zweirad für deine Bedürfnisse?

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