Honda Motorrad mit 3 Rädern: Modelle und Umbauten

Honda, gegründet am 24. September 1948 von Soichiro Honda, zählt zu den erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Honda produziert jährlich etwa 22 Millionen Motoren und ist damit der weltweit größte Motorenhersteller. Ursprünglich wurden Motoren für Fahrräder hergestellt, doch die Produktion wurde bald auf Autos, Kleinkrafträder, Leichtkrafträder und Motorräder erweitert. Heute stellt Honda auch Bootsmotoren, Schlauchboote, Flugzeuge, Gartengeräte mit Motor sowie Industriemotoren her.

Honda Trikes: Umbauten auf drei Rädern

Ein Trike ist ein Motorrad mit drei Rädern, bestehend aus einem Vorderrad und zwei Hinterrädern. Um ein Trike fahren zu können, benötigt man in Deutschland einen Motorradführerschein. Honda selbst bietet ab Werk keine Trikes an.

Honda Trikes sind Umbauten von Honda-Motorrädern, meistens der Gold Wing, einer schweren Reisemaschine. Verschiedene Unternehmen haben sich auf den Umbau von Honda-Motorrädern zum Trike spezialisiert und bieten verschiedene Modelle an. Beim Kauf eines Honda Trikes von einem seriösen Anbieter kann man sicher sein, dass es alle Anforderungen für eine Straßenzulassung erfüllt.

Es gibt keine Angaben darüber, wann das erste Honda Trike auf den Markt kam, da Honda bislang noch keine Trikes hergestellt hat und auch nicht herstellt. Erwirbt man ein Honda Trike, so handelt es sich immer um einen Umbau, dessen Basis ein Motorrad von Honda bildet. Solche Umbauten können schon ein beachtliches Alter haben, verschiedene dieser Trikes stammen aus den frühen 1990er Jahren.

Beliebte Modelle für den Umbau

Die zum Honda Trike umgebauten Fahrzeuge lassen ganz klar die Honda Gold Wing als Basis erkennen. Verschiedene Gold Wing-Modelle, beispielsweise die GL 1800 oder die GL 1500, können verwendet werden. Zumeist werden ältere Gold Wing-Maschinen zum Honda Trike umgebaut.

Es muss allerdings nicht immer eine Gold Wing sein, sondern auch andere Modelle, beispielsweise die Shadow 750, können zum Honda Trike umgebaut werden. Dient eine Shadow 750 als Basis, so hat das Trike einen Hubraum von 745 cm³.

Ein Trike auf der Basis der Honda kann einen Motor mit einem Hubraum von 1.520 cm³ haben, auch ein Sechszylinder-Motor kann vorhanden sein. Solche Trikes können eine Motorleistung von 98 PS, ein 5-Gang-Schaltgetriebe und einen Rückwärtsgang haben. Verschiedene dieser Trikes verfügen über eine Sonderausstattung.

Wer eine Goldwing besitzt, kann sie in darauf spezialisierten Werkstätten zum Honda Trike umbauen lassen; anderenfalls kann man dort eine bereits zum Trike umgebaute Maschine kaufen. Diese Trikes sind, abhängig von der Maschine, die als Basis genutzt wurde, mit verschiedener Leistung und mit Hubräumen in unterschiedlichen Größen verfügbar.

Beispielhafter Umbau: Honda GL 1500 Gold Wing Trike mit Dach

Ein besonderes Beispiel für einen Umbau ist die Honda GL 1500 Gold Wing mit Dach. Dieses Modell aus dem Jahr 1995 verfügt über 3 Räder und ein Dach. Der Hersteller des GFK-Dachs ist nicht bekannt, und es gab wohl nur eine Handvoll Umbauten dieser Art. Das Dach scheint nur an 4 Punkten mit dem Heck der Honda verschraubt und mit der Windschutzscheibe vorn verbunden.

Die originalen Sitzpolster sind mit heizbaren Auflagen, großzügigen Rücken- und Armlehnen versehen. Der Beifahrersitz erinnert an einen Urulogenstuhl mit Beinauflage. Zusätzlich wurden 2 Becherhalter der Kategorie XXL verbaut.

Ein solches Gold-Wing-Trike mit Dach und Anhänger wurde bei einer Mecum-Auktion in Harrisburg für Preise zwischen 20.000 und 25.000 Dollar erwartet.

Alternativen zu Trikes: Honda X-ADV und andere Modelle

Neben den Trike-Umbauten bietet Honda auch andere interessante Modelle, die eine ähnliche Vielseitigkeit bieten. Der X-ADV vereint die besten Eigenschaften von Adventure-Allrounder und Roller und ist sowohl für die Stadt als auch für Offroad-Pisten geeignet. Mit 43,1 kW (58,6 PS) Spitzenleistung und einem Drehmoment von 69 Nm bietet er ausreichend Leistung für verschiedene Fahrsituationen.

Ein weiteres interessantes Modell ist die GB350S, ein minimalistischer Retro-Roadster mit einem luftgekühlten Einzylindermotor. Die niedrige Sitzhöhe, das geringe Gewicht und der niedrige Schwerpunkt sorgen für ein angenehmes Fahrgefühl in der Stadt und auf Wochenendtouren.

Auch der PCX125 und der Forza 350 sind interessante Alternativen, die mit den Führerscheinklassen A1 und A2 gefahren werden können. Der Forza 350 ist ein sportlicher GT-Roller mit viel Stauraum und einem leistungsstarken Motor.

Vergleich: Yamaha Tricity 300 vs. Honda Forza 350

Ein interessanter Vergleich lässt sich zwischen dem Yamaha Tricity 300 und dem Honda Forza 350 ziehen:

Merkmal Yamaha Tricity 300 Honda Forza 350
Motor 4-Takt 1-Zylinder mit Einspritzung 4-Takt 1-Zylinder
Hubraum 292 cm³ 330 cm³
Leistung 28 PS bei 7.250 U/min 29 PS bei 7.500 U/min
Drehmoment 29 Nm bei 5.750 U/min 32 Nm bei 5.250 U/min
Tankvolumen 13 Liter 11,7 Liter
Sitzhöhe 795 Millimeter 780 Millimeter

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