Nach dem großen Sportstourer VFR1200F, zauberten die Japaner mit der CBF1000F nun einen Neuling aus dem Köcher, mit dem keiner gerechnet hatte. Außerdem kommt im Frühjahr der 125er-Roller PCX.
Die neue Honda CBF1000F
Mit der CBF1000F erweitert Honda die CBF-Baureihe und füllt damit die Lücke zwischen der CBF1000 sowie dem extravagant gestylten Streetfighter CB1000R. Die Neue zielt vor allem auf Wiedereinsteiger, die einen Allrounder fahren möchten. Die Halbverkleidung ist mit einem vierfach justierbaren Windschild ausgestattet, das sich ohne Werkzeug einstellen lässt. Auch die Sitzhöhe kann dreifach angepasst werden.
Der neu aus Aluminium gefertigte Mono-Backbone-Rahmen soll ausgewogene Straßenlage bei gleichzeitig leichtfüßigem Handling sicherstellen. Eine 4-in-1-Auspuffanlage unterstreicht den sportlichen Auftritt. Angetrieben werden die Tausender von einem Reihenvierzylindermotor mit elektronischer Benzineinspritzung, der 79 kW/106 PS bei 9.000 Touren leistet und der supersportlichen Fireblade entstammt.
Durchzug und Elastizität aus niedrigen Drehzahlen, bestes Ansprechverhalten sowie im Alltagseinsatz überzeugende Manieren waren erklärte Vorgabe bei der Entwicklung des Triebwerks für die neue CBF1000F. Optional wird sie mit einem Antiblockiersystem in Verbindung mit einer Verbundbremse, aber auch leistungsreduziert mit 72 kW angeboten. Ein Combined-ABS ist in der neuen CBF 1000 F serienmäßig verbaut. Ohnehin wären die Stückzahlen der ohne ABS ausgelieferten Fahrzeuge homöopathisch gewesen. Auch die bekannte CBF 1000 wird nun übrigens nur noch mit Stotterbremse angeboten.
Wem jedoch die 9 990 Euro kostende 1000er CBF zu brav ist, hat nun mit der F-Version eine sportliche Alternative, die sich unterhalb der aggressiven CB 1000 R einsortiert. Der Motor der vollgetankt 245 Kilogramm wiegende F leistet 79 kW/107 PS bei 9 000 Touren, eine versicherungsfreundliche 72-kW-Variante wird ohne Aufpreis angeboten. Das maximale Drehmoment von 96 Nm liegt bei 6 500 Touren an. Somit bietet die F völlig ausreichende Leistung für sportliche Spritztouren und auch für den längeren Urlaubstrip mit Sozius. Die Erfolgsgeschichte der CB-Familie in Deutschland mit ihren bislang mehr als 42 000 verkauften Exemplaren dürfte folglich weiter gehen.
Honda PCX 125
Jüngstes Mitglied in Hondas Scooter-Familie ist der neu entwickelte PCX. Der 125er Roller ist laut Honda ein praktischer und dank neuartiger Leerlauf-Abschaltung besonders sparsamer, aber lustvoll zu bewegender Stadtfloh mit viel Stauraum und niedriger Sitzbank. Angetrieben wird der PCX von einem flüssigkeitsgekühlten Vierzylindermotor.
Dem Honda PCX125 2010 mit seinem 4-Takt 1-Zylinder-Motor und einem Hubraum von 125 Kubik steht der Honda PCX125 2011 mit seinem 4-Takt 1-Zylinder-Motor mit gleichem Hubraum gegenüber. Für die notwendige Verzögerung sorgt auf dem PCX125 2010 vorne eine Dreikolben-Zange und hinten eine Trommel. Der PCX125 2011 vertraut vorne auf eine Dreikolben-Zange. Hinten ist eine Trommel verbaut.
Der Radstand des Honda PCX125 2010 misst 1.305 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 761 Millimeter. Der Honda PCX125 2011 ist von Radachse zu Radachse 1.305 mm lang und seine Sitzhöhe beträgt 761 Millimeter. In den Tank des PCX125 2010 passen 6,2 Liter Sprit. Bei der PCX125 2011 sind es ebenfalls 6,2 Liter Tankvolumen.
Von dem Honda PCX125 2010 gibt es aktuell 67 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Honda PCX125 2011 sind derzeit 67 Modelle verfügbar. Damit hast du sehr gute Chancen, eines der Modelle in deiner Nähe zu finden.
Ab Februar 2010 wird die CBF1000F bei den Händlern stehen. Der 125er Roller PCX folgt im Frühsommer. Die Preise will Honda zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.
Honda VT 750 S
Mit einer weiteren Neuheit vom Motorradhersteller Honda hatte nach der spektakulären VFR 1200 in diesem Jahr keiner mehr gerechnet. Doch die Japaner wissen zu überraschen, was ihnen nun mit dem Europadebüt der VT 750 S gelungen ist. Dabei wurde schnell deutlich, dass das 6 990 Euro kostende Bike mehr ist als eine kernige Allrounderin.
Mit ihrem schlichten Charme und dem gradlinigen Konzept stellt die VT einen bewussten Gegenpart zur allgemeinen Tendenz im Markt dar, die Motorräder stets schneller, teurer oder edler zu machen. Denn all dies ist die Japanerin nicht. Ganz gezielt werden mit ihr jene Biker angesprochen, die ein wenig in traditionellen Bahnen denken, aber dennoch einen stilechten Allrounder ohne Starallüren möchten - und das möglichst mit V2-Motor.
Die schlanken Proportionen und die Sitzhöhe von 75 Zentimetern sorgen schon beim ersten Probesitzen für Vertrauen. Das spricht Einsteiger an, aber auch erfahrene Biker, die auf eine vergleichsweise simple, eher ursprüngliche Formensprache stehen. Diese kombiniert die 750er mit einigen Roadster-Elementen, weshalb verchromte Auspuffrohre und klassische Speichenräder Pflicht sind. Währenddessen versteckt sich der komplett geschwärzte Twin hinter dem optisch dominierenden Luftfilter. Den Endantrieb des Hinterreifens übernimmt eine rustikale O-Ring-Kette, während die fünf Gänge eher auf Spurtvermögen als auf Geschwindigkeit ausgelegt wurden.
Kernig über die Landstraße oder flink durch den Berufsverkehr zu rollen, stellt mit der kompakten VT kein Problem dar. Das Motorrad ist ganz klassisch auf einem Doppelschleifenrahmen aus Stahl aufgebaut, der auch in sportiven Kurven genügend Reserven bietet - zumal die Rasten eher früh aufsetzen als spät. Die lediglich in der Farbe „Heavy Grey Metallic“ erhältliche VT 750 S ist dennoch ein gelungenes Motorrad: eine pure Fahrmaschine ohne Starallüren und ohne Schnickschnack.
Wer indes ein wenig mehr Aufsehen möchte - möglichst mit den selben Vorteilen des 750-ccm-V2 - der muss zur mattschwarz gehaltenen Shadow Black Spirit greifen, die für 8 370 Euro nicht nur voluminösen „Bobber-Stil“ bietet, sondern auch ein klein wenig böse daher kommt. Oberhalb rangiert seit diesem Jahr die kompromisslos gestaltete VT 1300 CX, die für 13 990 Euro nicht nur ein sehr klares Design bietet, sondern auch deftigere Fahrwerte. Der 43 kW/58 PS starke Chrom-Twin schwebt geradezu im lang gereckten Rahmen des Custombikes, das gegen einen Aufpreis von 600 Euro mit ABS erhältlich ist.
Honda-Topseller in Deutschland von 2010 bis 2019
In Summe sind es vor allem Brot- und Butter-Maschinen, mit denen die weltweite Nummer eins hierzulande Erfolge einfährt. Die mit großem Abstand weltweite Nummer eins belegt hierzulande "nur" Rang zwei, erreicht rund die Hälfte der Neuverkäufe von BMW. Nun, den Global Player wird es kaum stören - er holt seine Mammut-Stückzahlen eben woanders. Doch auch im Herzen von Europa ist der traditionell nachwuchsbewusste Massenhersteller in der unteren Mittelklasse stark und breit aufgestellt. Dafür sorgen die vollständig in Thailand gebauten CB-Modelle von 125 bis 650 Kubik und die genügsamen Alltagsmulis der NC-750-Typen. Letztere gibt es optional mit Hondas ständig weiter entwickeltem Doppelkupplungsgetriebe DCT.
Pionier Honda bleibt beim Thema "Schalten können, doch nicht müssen" allein auf weiter Flur. DCT gibt es auch für die Africa Twin. Sie avancierte ab 2016 aus dem Stand heraus zum Bestseller der Marke, ein Leuchtturm im Modellprogramm, mittlerweile als 1100er: "Unkompliziert auf der Reise, solide auf der Landstraße und hervorragend im Gelände", resümierte MOTORRAD-Mann Peter Mayer.
Die drei erfolgreichsten Honda-Modelle des letzten Jahrzehnts
- Honda Africa Twin: Mit 9.672 Neuzulassungen. Die verwegen gut aussehende Reiseenduro mit feister Offroad-Kompetenz half entscheidend, Honda auf hohem Niveau zu stabilisieren.
- Honda CB 500 F: Mit 8.276 Neuzulassungen. "Made in Thailand" - dies gilt für Hondas komplette CB-Modellfamilie von 125 bis 650 Kubik. Doch den größten Erfolg fährt die quirlige, bezahlbare und agile 500er mit ihren 48 PS ein.
- Honda NC 750 X: Mit 8.118 Neuzulassungen. Ein prima Kumpel auf zwei Rädern: Genügsam, praktisch und bequem. Alltagsstärke betont das Helmfach in der Tank-Attrappe.
| Modell | Neuzulassungen |
|---|---|
| Honda Africa Twin | 9.672 |
| Honda CB 500 F | 8.276 |
| Honda NC 750 X | 8.118 |
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