Honda Motorrad Qualität im Test: Eine Analyse der Beliebtheit und Leistung

Betrachtet man den Gesamtmarkt Zweiräder in Deutschland, so ist Honda mittlerweile die unangefochtene Nummer 1. Das Produktportfolio erstreckt sich über sämtliche Sparten, weshalb die Modellvielfalt als Begründung für den Erfolg herangezogen werden kann.

Die beliebtesten Honda Modelle im Überblick

Doch welche Modelle sind die beliebtesten? Hier eine Übersicht der Top-Modelle von Honda im Jahr 2023:

#ModellAnzahl
1Honda CB750 HORNET3.295
2Honda FORZA 1252.630
3Honda CB125R2.129
4Honda CMX500 REBEL2.011
5Honda CBR650R1.991
6Honda CB650R NEO SPORTS CAFE1.857
7Honda XL 750 TRANSALP1.752
8Honda CB500F1.371
9Honda CRF1100 AFRICA TWIN1.313
10Honda CL5001.185
11Honda CMX 1100 REBEL1.150
12Honda NT11001.075
13Honda FORZA 3501.052
14Honda NC750X1.033
15Honda CBR500R994
16Honda SH125957
17Honda DAX 125862
18Honda CRF300X808
19Honda CB125F773
20Honda MONKEY 125772

Naked Bikes als Erfolgsgaranten

Vorne weg marschiert - wenig überraschend - ein Mittelklasse-Naked-Bike. Was auch sonst? Kawasaki mit der Z650 und Yamaha mit der MT-07 sind ähnlich erfolgreich in dieser Kategorie, kein Wunder, dass Honda die CB750 Hornet wieder zum Leben erweckte. Mit der 1000er-Variante bekommt diese 2024 dann auch noch eine größere Schwester. Spannend zu sehen, ob sich die große oder die kleine Variante mehr durchsetzen wird. Bei Yamaha ist es die MT-07 vor der MT-09, während Kawasaki mehr Z900 unter das Volk bringt. Letztlich dürfte die Preisgestaltung dabei entscheidend werden.

125er, Tourer und die Rebel

Auf den weiteren Plätzen finden wir ein bunt gemischtes Potpourri aus 125ern und Motorrädern. Mit der CMX500 Rebel stammt der beliebteste Cruiser ebenfalls von Honda, bekommt aber in diesem Jahr von der Kawasaki Eliminator 500 kräftig Konkurrenz. Vor allem preislich darf man Kawasakis Angebot als Angriff auf die Krone in diesem Segment verstehen. Der erste Tourer findet sich mit der Transalp auf Platz sieben wieder, kurz darauf folgt die Africa Twin. Die beiden Funbikes DAX und Monkey sind ebenfalls unter den Top-20-Hondas zu finden, bewegen sich aber am Ende des Feldes. Die CB500F auf Platz acht firmiert ab sofort ebenfalls als Hornet.

Vorschau auf 2024

Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, wird Honda auch 2024 den Zweiradmarkt dominieren. Für den ersten Platz bei den Motorrädern dürfte es wieder nicht reichen, aber zusammen genommen mit Rollern und 125ern ist das Modellportfolio von Honda derzeit nicht zu schlagen. Dazu werden auch konsequent weiter Neuerungen eingeführt. Neben der bereits erwähnten neuen CB1000 Hornet bringt man die CBR600-RR zurück nach Deutschland, führt die E-Clutch in ersten Modellen ein und schickt die Africa Twin Adventure Sports überarbeitet ins Rennen. Na, dann kann es ja losgehen.

Honda CB 650 R im Dauertest

AUTO BILD Motorrad hat die Honda CB 650 R einem Dauertest unterzogen, um Stärken, Schwächen und Charakter des Bikes im Alltag zu prüfen. Die CB 650 R bedient den derzeit so angesagte Retrotrend. Dabei ist sie nicht die blasse Kopie einer ihrer Ahnen, sondern strahlt Eigenständigkeit und Modernität aus.

Mit ihren 95 PS gehört die Honda zu den typischen Vertretern der Mittelklasse - eine Option auf die A2-Drosselung mit 48 PS ist hier positiver Nebeneffekt. Ihre Anlagen versprechen ohnehin eine aufschlussreiche Sammlung an Endrücken. Der wache Vierzylinder dürfte sowohl sportlich-beherzte Fahrten mögen als auch stressarmes Cruisen oder ausgedehnte Touren.

Erste Eindrücke der Redakteure

  • Lars Hänsch-Petersen: "Die Honda ist ein VW Golf auf zwei Rädern. Jeder kann sie auf Anhieb bedienen. Spitze! Die Sitzhöhe von 810 mm passt gut zu meinen relativ kurzen Beinen. Die feinfühlige Vorderradbremse lässt sich mit zwei Fingern bedienen. Nur an ein Tankpad hat keiner gedacht. Ohne kratzen die Jackenknöpfe unschön am Lack."
  • Mirko Menke: "'Candy Chromosphere Red' heißt die schöne Farbe, die unser Dauertest-Bike CB 650 R kleidet. Die Urenkelin der CB 600 F Hornet ist für die Fahrt durch den Stadtverkehr zur Arbeit genauso geeignet wie für flotte Runden auf kurvigen Landstraßen. Der Vierzylinder bleibt in allen Lagen kultiviert. Ein gelungenes Alltagsmotorrad."
  • Matthias Moetsch: "Die CB 650 R zeigt klassischen Stil, ohne sich retromäßig anzubiedern. Markanter Rundscheinwerfer, prominent präsentierte Technik samt kunstvoll geschwungenem Auspuffkrümmer - super! Der nähmaschinenhafte Vierzylinder liegt mir mehr als Zwei- oder Dreizylinder. Sitzposition und Kniewinkel sind für mich (1,79 m) nicht optimal."
  • Jan Horn: "In dieser Hubraum- und Leistungsliga ist im Grunde so ziemlich jede Motorbauform vertreten. Einzylinder, V2, Dreier in Reihe - alles da. Aber nichts hätte besser in dieses Motorrad gepasst als der klassische 650er-Reihenvierer von Honda. Mit ihm pocht in der CB ein angenehm universelles Vierzylinder-Herz. Es kennt samtiges Summen im Teillastbereich, zeigt gleichzeitig im untertourigen Drehzahlabschnitt mit Stolz, dass hier eine echte Maschine mit Stahl und Stärke im Innenleben malocht und windet sich mit Vergnügen fünfstelligen Drehzahlregionen entgegen. Spätestens dann spürt man die versprochenen 95 PS sehr deutlich."

Honda CB 1000 Hornet SP im Top-Test

Mit der neuen CB 1000 Hornet bringt Honda das Konzept "Flott-aber-günstig" erstmals in die Liter-Klasse. Während des Tests in Südfrankreich avanciert sie immer wieder spontan zum Gesprächsthema - ob an der Tankstelle, mitten im Feierabendverkehr auf einer Kreuzung oder oben am Pass.

Was manch einem designtechnisch uninspiriert oder gar langweilig erscheinen mag, spiegelt in Wahrheit exakt das Credo der Hornet-Familie wider: die Reduktion auf das Wesentliche. Und was könnte bei einem Naked Bike wesentlicher sein als der Motor? Genau der dürfte - zusammen mit dem höchst attraktiven Grundpreis von unter 10.000 Euro für die Basis-Hornet - der wichtigste Grund für das rege Interesse unserer französischen Zweiradfreunde sein.

Im Gegensatz zu seinem Supersport-Derivat verzichtet der Vierzylinder aber auf Schmiedekolben und Titanventile, opfert etwas Maximaldrehzahl und reduziert die Spitzenleistung mit geänderten Steuerzeiten zugunsten von mehr Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich. Die Leistungsausbeute bleibt beachtlich: 157 PS bei 11.000 Touren gibt Honda für die CB 1000 Hornet SP an, auf dem Prüfstand messen wir lediglich eine Pferdestärke weniger. Die Basis-Hornet soll ohne Auspuffklappe und SP-Mapping auf 152 PS kommen.

Honda CBR 650 R im Fokus

Es klingt unglaublich, aber bei den Neuzulassungen in Deutschland lag bis einschließlich Mai ein Sportmotorrad mit einer Vollverkleidung auf Platz drei, dabei galten die Sportler eine ganze Weile als aussterbende Kategorie. Honda verkaufte dieses Jahr bislang von seiner CBR 650 R bemerkenswerte 1221 Stück. Das hat das Sportbike in den vergangenen Jahren nicht einmal innerhalb von zwölf Monaten geschafft.

Das Geheimnis ihres Verkaufserfolgs liegt wohl im Preis-Leistungs-Verhältnis. Für 10.200 Euro erhält der Käufer einen attraktiven Mittelklasse-Sportler. Die CBR 650 R wird, wie die Fireblade, von einem Reihenvierzylinder befeuert, allerdings mit nur 649 cm3. Der Kurzhuber bringt es auf 95 PS bei 12.000/min. Honda liegt mit der CBR 650 R bei den Neuzulassungen dieses Jahr bislang auf dem sensationellen dritten Platz.

Honda CB650R: Ein attraktiver Motorradantrieb

Die Honda CB650R zeigt in ihrer überarbeiteten Form, warum ein 4-Zylinder-Reihenmotor auch im Zeitalter der Zweizylinder ein attraktiver Motorradantrieb ist. Erst recht, wenn er mit einer automatischen Kupplung kombiniert ist. Über 41.000 Stück fanden den Weg auf Europas Straßen.

Um den Erfolg zu stabilisieren, hat der japanische Hersteller das mit 70 kW/95 PS sehr kräftige Naked Bike nun maßvoll überarbeitet und den Preis mit 9800 Euro (inkl. E-Clutch und Überführung) knapp vierstellig belassen. Sowohl der Motor wie das Fahrwerk als auch Elektronik und Beleuchtung wurden modifiziert. Zudem ist die 2024er-CB650R zusammen mit ihrem supersportlichen Schwestermodell CBR650R die erste Honda mit der neuen E-Clutch, also einer automatischen Kupplung.

Technische Daten: Honda CB 650 R

  • Motor: 4 Zylinder, Reihenmotor, 649 ccm Hubraum, 70 kW (96 PS) bei 12000 U/min
  • Max. Drehmoment: 63 Nm bei 9500 U/min
  • Fahrwerk: Brückenrahmen/Stahl
  • Leergewicht: 205 kg
  • Sitzhöhe: 810 mm
  • Tankinhalt: 15,4 l
  • Preis: 8800 Euro

Honda CBR600RR: Ein Highlight-Motorrad

Die Honda CBR600RR ist zweifellos eines der aufregendsten Motorräder, die ich dieses Jahr gefahren bin. Auch wenn es sich nicht um eine komplette Neuentwicklung handelt, sondern eher um ein Update auf Euro5+, hat sie dennoch einiges zu bieten. In Amerika gab es das Motorrad die ganze Zeit, während wir in Europa es nun mit etwas weniger Leistung - 121 PS - bekommen. Aber dafür gibt es volle Elektronikunterstützung, die das Fahrerlebnis auf ein neues Level hebt.

Der Motor ist definitiv ein Highlight. Er ist nicht A2-konform und daher nur für erfahrene Fahrer geeignet. Innerhalb der Ortschaft lässt sich der Motor ganz entspannt im dritten, vierten oder fünften Gang fahren. Aber sobald man aus der Ortschaft herauskommt und die Drehzahl über 9000 Umdrehungen steigt, wird die CBR600RR richtig laut und extrem spaßig. Es ist ein wahres Erlebnis, diesen Vierzylinder auf der Landstraße zu bewegen.

Honda CBR 650 R und Suzuki GSX-8R im Vergleichstest

Die Honda CBR 650 R tritt zum Test mit der neuen E-Clutch an, die Suzuki GSX-8R mit Wonne und viel Talent. Wir laden ein, zum ausgiebigen Vergleichstest in den Alpen. Sport und Alltag - diesen Spagat meistern Honda CBR 650 R und Suzuki GSX-8 R. Was vor allem daran liegt, dass sie das Thema Sport nicht ausreizen.

Ein Vorteil, der im Alltag den Umgang mit der Suzuki GSX-8R auf ein spielerisches Niveau hebt und der ihr im engen Hin und Her rund ums Stilfser Joch richtig guttut. Keine Kehre fällt zu eng aus, kein Bogen zu geschwungen, dank entspanntem Rücken und ebensolchem Nacken gelingt die Blickführung problemlos ohne schmerzliche Stiche. Gerade hier, wo eine Kurve auf die nächste folgt, wo die Straßen oft sehr schmal ausfallen, zählt der vorausschauende Blick. Und der klappt auf der Suzuki GSX-8R unverkrampft, der Fahrspaß profitiert.

Allerdings muss der Fahrer hier viel bewusster in die Ecken hineinlinsen, mit dem ganzen Körper mitarbeiten, um den perfekten Radius zu treffen. Interessant dabei: Sowohl die Honda als auch die Suzuki stehen auf Dunlops Roadsport 2, jeweils in Sonderspezifikationen. Während die Suzuki GSX-8R auf ihren "X"-Versionen lässig-leicht in Schräglage abtaucht, willig dem Fahrerwunsch nach enger oder weiter Linie folgt und mit verlässlicher Stabilität punktet, braucht’s fürs gleiche Tempo und den gleichen Schwung auf der Honda CBR 650 R mehr Aufmerksamkeit. Ihre "N"-Dunlops rennen lieber geradeaus, als federleicht abzuwinkeln.

Honda CB750 Hornet 2025: Fahrwerksupdate und bewährter Zweizylindermotor

Die Honda CB750 Hornet erhält 2025 ein Fahrwerksupdate und überzeugt im Test mit neuer Stabilität und bewährtem Zweizylindermotor. Optisch nur durch eine neue Frontmaske unterscheidbar, steckt das wahre Update im Detail - insbesondere bei Fahrwerk und Technik.

Die überarbeitete Abstimmung sorgt für deutlich mehr Stabilität - vor allem an der Front. Die 41 mm Showa SFF-BP-Upside-Down-Gabel vermittelt ein stabiles Fahrgefühl, die Hornet liegt satt auf der Straße. In Kombination mit dem breiten Lenker ergibt sich ein präzises und berechenbares Handling. Die Sitzposition fällt leicht nach vorne orientiert, aber dennoch entspannt aus. Für längere Touren fehlt es der Hornet serienmäßig an Windschutz. Viele Nutzer:innen rüsten daher mit einem Zubehörwindschild nach.

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