Horst Lichters Motorradsammlung: Eine Leidenschaft auf zwei Rädern

Fernsehkoch Horst Lichter hat etliche Höhen und Tiefen erlebt, sich von ganz unten nach ganz oben gearbeitet. Eines ist er dabei immer geblieben: Motorradfahrer. In seinem Restaurant, der Oldiethek in Rommerskirchen-Butzheim bei Köln, stellt er sein Leben aus.

Eine Sammlung von Geschichten und Erinnerungen

Der Weg durchs Leben ist mit Teppichen ausgelegt. Er wendet sich mal links herum, dann nach rechts. Führt mal die Treppe hoch, mal herunter. Ist laut und leise, hell und dunkel. Er führt vorbei an Kaffeekannen, Zeitschriften, Schreibmaschinen, Autos und Motorrädern. Oder, wie mancher Besucher es deuten wird, an einem Haufen Kruscht, Kitsch, Trödel. "Ich sammle Geschichten", erklärt Horst Lichter. Geschichten und Erinnerungen, die er mit den Gegenständen verbindet und die es ihm wert sind, sie zu erhalten. Geschichten aus dem Leben.

Schicksalsschläge und die Oldiethek als Zeugnis

Davon kennt Horst Lichter viele. Die beste: seine eigene. Sie handelt von einem Jungen, der in der Schule den Klassenclown mimt, später Koch lernt, danach in einer Kohlefabrik und auf dem Schrottplatz arbeitet, früh heiratet und seine erstgeborene Tochter, gerade drei Monate alt, an den plötzlichen Kindstod verliert. Es kommt noch schlimmer. Zwei Schlaganfälle innerhalb von einem Jahr reißen Horst Lichter mit erst 26 beinahe aus dem Leben. "Es ist wahrscheinlich meine größte Begabung, dass ich aus diesen Schicksalsschlägen Kraft gezogen habe", erklärt er rückblickend und beschreibt damit seine Fähigkeit, immer positiv zu denken.Noch während der Reha fasst Lichter den Entschluss, sein Leben umzukrempeln und ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Die Oldiethek ist sein Zeugnis. Gleichzeitig entwickelt er sein rheinländisch-komisches Talent, wird in seiner Oldiethek schon bald vom WDR fürs Fernsehen entdeckt, berühmt. Kocht, kalauert, wo auch immer er hinkommt, und tourt als Geschichtenerzähler mit eigenem Bühnenprogramm durchs Land.

Die Leidenschaft für Motorräder

Und dann gibt es da noch eine Sache, die sich wie ein roter Faden durch das Leben des Horst Lichter spannt: die Leidenschaft für Motorräder. Mit einer Yamaha TY 50 fing alles an. Doch in seinem Kopf schwirrten bereits damals ganz andere Kaliber herum. Heute kann sich Horst Lichter die Zweiräder leisten, von denen er früher geträumt hat. Und: Sie stehen fast alle irgendwo in seiner Oldiethek. Eine NSU Quickly gehört dazu, eine MV Agusta 125 S, eine Ducati 900 Super Sport mit Königswelle, eine Egli-Honda, aufgebohrt auf 1200 Kubik, eine Kawasaki Z1 und eine Münch-4 Mammut. Er hegt und pflegt sie, putzt sie nach jeder Tour und wienert auch schon mal mit dem Jacken-ärmel nach, denn, so Lichters Logik, es ist nur jemand ein richtiger Motorradfahrer, der seine Maschine zu schätzen weiß. "Das Motorrad gibt dir das zurück. Für mich haben meine Maschinen eine Seele." Mehr noch: Die Räder vergleicht er mit Füßen, Kugellager mit Gelenken, Motor und Aggregate mit Organen, Leitungen mit Adern.

Die Auswahlkriterien: Schön müssen sie sein

Das Muster, nach dem Horst Lichter seine Motorräder aussucht, ist denkbar einfach: Schön müssen sie sein. "Da gehe ich ganz nach der Optik, das ist doch nur menschlich", gesteht er. Bis auf eine MV 750 F4 und eine Triumph Thruxton haben es aktuelle Modelle schwer bei ihm. Eine Suzuki B-King etwa, ja, die hätte er sich noch vorstellen können - zum Zeitpunkt, als sie eine Studie war. Doch was er letztlich beim Händler sah ... Dieser Auspuff - hässlich.Motorrad fahren ist für ihn Lust, Genuss. Und das beginnt eben schon beim Blick in die Garage, dann will er sagen können: "Du gefällst mir." Horst Lichter ist viel unterwegs, viel gefragt. In letzter Zeit bleibt es immer häufiger bei solch verbalen Gefühlsausbrüchen. Dass ihm nur wenige Tage im Jahr für seine Motorräder bleiben, hat für ihn auch etwas Positives. "Das macht es sogar noch schöner, weil ich mich richtig darauf freuen kann", erklärt er. An solchen Tagen zwängt er sich in einen klassischen Ledereinteiler, greift zum Cromwell-Helm und fährt einfach drauf los, ohne Ziel. "Motorrad fahren ist nicht bloß Fortbewegung, ich liebe das. Intensiver geht gar nicht. Hören, riechen, fühlen, das ist so toll." Und wenn er mal paust, zwischendurch irgendwo anhält, mit seinen Motorrädern könnte Horst Lichter überall der König sein. Doch das wolle er gar nicht. Sie sind ihm wichtig, er duzt jeden und verachtet Arroganz.

Ein Promi mit offenen Türen

"Ich will ihnen etwas zurückgeben von meinem Glück, meinem Erfolg", erklärt er. Das versucht er mit seiner Sendung, wenn er im Fernsehen kocht. Oder auf der Bühne seine Geschichten zum Besten gibt. Geschichten, die nicht mit "es war einmal" anfangen und mit "dann leben sie noch heute" aufhören, aber so erzählt sind - und von ihm erlebt wurden. Er ist keiner dieser Comedians, Kabarettisten, die eine Pointe nach der anderen zünden. Lichter holt sich die Zuhörer auf seinen Schoß, legt die Arme um sie und senkt die Stimme zu einem bassigen Wohlklang. Bisweilen klingt seine Sprache dabei allerdings wie sein Essen schmeckt: deftig, kräftig. Ohne rot zu werden, bringt er die Wörter "Möpse" und "Mopeds" in einem Satz unter und holt sich dafür selbst von der katholischen Gebetsschwester schallenden Applaus ab.Vielleicht ist Horst Lichter deshalb so beliebt, weil er ist, wie er ist. Weil ihm die Bratkartoffeln schon mal vor einem Millionen-Publikum anbrennen. Weil er in dem, was er macht, nicht perfekt ist und das auch gar nicht sein will. Weil er schon mal zwei oder mehr Anläufe braucht, bis ihm etwas gelingt. Nicht aufgeben, lautet die Botschaft. An so einem kann man sich aufrichten. Und das können viele, denn Horst Lichter bietet eine große Projektionsfläche. Er ist wie ein Gemischtwarenladen. Ferraristi und NSUler finden sich bei ihm wieder ebenso wie Omas und Opas, Kölner und Düsseldorfer. Glück für alle, dass er ein Promi mit offenen Türen ist. Einer, der sich seine Fans in sein Innerstes holt, sein Leben. Das ist selten. Doch, und das muss man ihm zugestehen, er bestimmt, wann sich die Türen öffnen. Eine Klingel hat er nicht.

Die Oldiethek und der Blick in die Zukunft

Der Ansturm auf Lichters Oldiethek, in der nur er persönlich an einem alten Kohleofen kocht, ist riesig. Plätze sind auf Jahre ausgebucht. Horst Lichter weiß, dass das auch mit dem Erfolg seiner ZDF-Sendung "Lafer! Lichter! Lecker!" zusammenhängt, die er seit zwei Jahren mit Kumpel Johann Lafer moderiert. Er weiß auch, dass der Wirbel mal vorbei sein kann, wie alles irgendwann einmal vorbei ist.

Horst Lichter ist in Deutschland vor allem als Fernsehkoch und Entertainer bekannt. Seine herzliche Art und sein markanter Schnurrbart sind sein Markenzeichen. Doch abseits der Fernsehkameras verbirgt sich eine andere Leidenschaft des Multitalents: Motorräder. Diese Sammelleidenschaft ist nicht nur ein Hobby, sondern auch ein Spiegelbild seiner Persönlichkeit und seines Lebenswegs. Horst Lichter, geboren am 15. Januar 1962 in Nettesheim, Deutschland, ist nicht nur durch seine Kochshows und sein charakteristisches Lachen bekannt, sondern auch durch seine Authentizität und Lebensfreude. Diese Eigenschaften, gepaart mit seiner Leidenschaft für Geschichte und Technik, spiegeln sich in seiner Liebe zu Motorrädern wider.

Die Sammlung von Horst Lichter ist vielfältig und umfasst Motorräder verschiedenster Epochen und Stile. Sie reicht von frühen Modellen des 20. Jahrhunderts bis hin zu modernen Klassikern, die die Entwicklung der Motorradtechnik und -ästhetik durch die Jahrzehnte hinweg illustrieren. Jedes Stück in seiner Sammlung wurde sorgfältig ausgewählt und hat seinen festen Platz in Lichters Herz und Garage. Unter den Motorrädern in Horst Lichters Sammlung finden sich echte Schätze, die durch ihre Seltenheit und ihren historischen Wert hervorstechen. Darunter sind beispielsweise Modelle, die in begrenzter Stückzahl produziert wurden oder die bedeutende technische Innovationen ihrer Zeit repräsentieren.

Ein besonderer Fokus von Horst Lichters Sammlung liegt auf den technischen Highlights und Innovationen, die die Motorräder bieten. Von revolutionären Motorkonstruktionen über einzigartige Federungssysteme bis hin zu wegweisenden Designmerkmalen - jedes Motorrad in der Sammlung zeichnet sich durch besondere technische Eigenschaften aus. Für Horst Lichter ist seine Motorradsammlung mehr als nur ein Zeitvertreib. Sie ist Ausdruck seiner Persönlichkeit, seiner Geschichte und seiner Werte. Jedes Motorrad erzählt eine eigene Geschichte und steht für einen bestimmten Moment in Lichters Leben. Die Sammlung symbolisiert auch seine Anerkennung für Handwerk, Geschichte und Technologie.

Lichter betrachtet seine Motorräder als treue Gefährten, die ihn auf einer Reise durch das Leben begleiten. Sie erinnern ihn an die verschiedenen Etappen seiner Karriere, persönliche Herausforderungen und Siege. Die Motorradsammlung von Horst Lichter ist ein lebendiges Museum, das die kulturelle und technische Entwicklung des Motorradfahrens widerspiegelt. Sie zeigt auf, wie Motorräder über die Jahrzehnte hinweg nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern auch Ausdruck individueller Freiheit, Abenteuerlust und technischer Innovation waren.

Einige Highlights aus der Sammlung

In der Sammlung von Horst Lichter gibt es einige herausragende Stücke, die sowohl durch ihre Geschichte als auch durch ihre technischen Merkmale beeindrucken. Eine Vergleichstabelle ermöglicht einen schnellen Überblick über diese besonderen Motorräder, ihre Eigenschaften und was sie in der Sammlung hervorhebt.

Modell Besondere Merkmale Warum in der Sammlung?
MV Agusta 750S America Seltener Vierzylinder, hohe Leistung Repräsentiert italienische Ingenieurskunst und Seltenheit
Egli Red Baron Einzigartiges Design, leistungsstarker Motor Verbindung von Individualität und technischer Innovation
Münch Mammut Ungewöhnlicher Vierzylinder-Motor, kraftvolles Design Zeigt Mut zu unkonventionellen Lösungen

Während Horst Lichter in seiner Sammlung die Vergangenheit ehrt, blickt er auch neugierig in die Zukunft der Motorradwelt. Er interessiert sich für die neuesten Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität und der umweltfreundlichen Antriebstechnologien. Lichter sieht in der Evolution des Motorrads eine Chance, die Leidenschaft für das Motorradfahren mit dem Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu verbinden. Er ist überzeugt, dass die nächste Generation von Motorrädern nicht nur technisch innovativ, sondern auch umweltfreundlich sein wird. Durch seine Plattform möchte er das Bewusstsein für nachhaltige Mobilitätslösungen schärfen und zeigen, dass Tradition und Fortschritt Hand in Hand gehen können.

Horst Lichters Motorradsammlung ist ein faszinierendes Fenster in die Welt eines Mannes, der für seine Kochkünste bekannt ist, aber ebenso eine tiefe Leidenschaft für Motorräder hegt. Die Sammlung spiegelt nicht nur die technische und ästhetische Entwicklung des Motorrads wider, sondern auch Lichters Persönlichkeit, seine Werte und seine Geschichte.

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