HU Gebühren für Motorräder bei DEKRA und anderen Prüforganisationen

Die bestandene Hauptuntersuchung (HU) ist Voraussetzung, um in Deutschland öffentliche Straßen zu nutzen. Alle zwei Jahre muss euer Fahrzeug zu TÜV, Dekra oder GTÜ. Früher hatte der TÜV das Monopol für diese Abnahme, daher ist die Rede vom „TÜV fällig“ geblieben. Heute dürfen auch DEKRA, GTÜ und KÜS diese Untersuchung durchführen.

Was wird bei der Hauptuntersuchung für Motorräder geprüft?

Alle zwei Jahre werden im Rahmen der Hauptuntersuchung (HU) die Verkehrssicherheit, der vorschriftsmäßige Zustand und die Umweltverträglichkeit Ihres Motorrads geprüft. Zum Prüfumfang gehören sicherheitsrelevante Bauteile und Systeme, die Abgas- und Lärmemissionen im Rahmen der Abgasuntersuchung für Krafträder (AUK) sowie auch vorgenommene technische Änderungen.

Ablauf der HU

Unsere erfahrenen Motorrad-Sachverständigen führen nach einer Probefahrt eine sogenannte zerlegungs- und zerstörungsfreie Untersuchung an Ihrem Fahrzeug durch, bei der das Motorrad nicht auseinandergebaut wird. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Sie von uns die Plakette und einen detaillierten Bericht.

Im Detail zeigt das meist erst eine Hauptuntersuchung (HU) inklusive Abgasuntersuchung (AU) bei einer der anerkannten Prüforganisationen. Doch einige Punkte können Sie vor dem Besuch bei TÜV, Dekra, GTÜ oder KÜS selbst überprüfen.

HU bei Abmeldung oder Stilllegung

Falls die HU vor oder während einer Abmeldung beziehungsweise Stilllegung fällig war, muss diese bei Wiederinbetriebnahme nachgeholt werden. War Ihr Bike für längere Zeit stillgelegt, reicht der Fahrzeugbrief, die Zulassungsbescheinigung Teil I oder ein anderes Fahrzeugdokument zur gültigen HU (§ 29 StVZO) aus.

Kosten der HU für Motorräder

Je nach TÜV-Unternehmen und Bundesland zahlt ihr für euer Motorrad von 72 bis 88 Euro für Prüfungen und die neue Plakette. Die Kosten für die Hauptuntersuchung eines Motorrads inklusive Abgasuntersuchung liegen je nach Prüfstelle und Bundesland zwischen rund 75 und 100 Euro. Ein Vergleich lohnt sich also.

Bei Dekra und GTÜ erhaltet ihr den Preis lediglich auf Anfrage. Es kann sich also lohnen zum Vergleich bei euren lokalen Werkstätten und Prüfstellen anzurufen.

Die Preisdifferenzen zwischen den unterschiedlichen technischen Prüfstellen fallen aber nicht allzu groß aus.

Hier eine Übersicht der Kosten nach Bundesland und Prüforganisation (Stand: Februar 2025, alle Angaben ohne Gewähr):

BundeslandPrüforganisationHU für Kraftrad (inkl. AU)
Baden-WürttembergTÜV Nord91,00 €
Baden-WürttembergTÜV Süd75,10 €
BayernTÜV Nord91,00 €
BayernTÜV Süd75,10 €
BerlinTÜV Nord91,00 €
BerlinTÜV Süd91,00 €
BrandenburgTÜV Nord91,00 €
BrandenburgTÜV Süd91,00 €
BremenTÜV Nord75,90 €
BremenTÜV Süd91,00 €
HamburgTÜV Nord93,00 €
HamburgTÜV Süd75,10 €
HessenTÜV Nord91,00 €
HessenTÜV Hessen75,20/99,00* €
Mecklenburg-VorpommernTÜV Nord93,00 €
Mecklenburg-VorpommernTÜV Süd91,00 €
NiedersachsenTÜV Nord75,90 €
NiedersachsenTÜV Süd91,00 €
Nordrhein-WestfalenTÜV Nord75,90 €
Nordrhein-WestfalenTÜV Süd91,00 €
Rheinland-PfalzTÜV Nord90,00 €
Rheinland-PfalzTÜV Süd91,00 €
SaarlandTÜV Nord90,00 €
SaarlandTÜV Süd91,00 €
SachsenTÜV Nord89,50 €
SachsenTÜV Süd91,00 €
Sachsen-AnhaltTÜV Nord93,00 €
Sachsen-AnhaltTÜV Süd91,00 €
Schleswig-HolsteinTÜV Nord75,90 €
Schleswig-HolsteinTÜV Süd91,00 €
ThüringenTÜV Nord90,00 €
ThüringenTÜV Süd87,00 €
alleKÜSauf Anfrage (ca. 85 - 90 €)
alleDEKRAauf Anfrage (ca. 65 - 80 €)
alleGTÜauf Anfrage (ca. 65 - 92 €)

* Höherer Preis am Standort Aßlar, Bad Karlshafen, Bad Schwalbach, Birstein, Butzbach, Dreieich, Eschwege, Florstadt, Frankfurt-Fechenheim, Frankfurt-Schönberger Weg 14, Friedrichsdorf, Geisenheim, Gießen - Automeile 8, Gladenbach, Hanau - Behringstraße 1a, Hofheim am Taunus, Kassel-Königstor, Kassel-Leipziger Straße, Kelkheim (Taunus), Lauterbach, Lollar, Mainz-Kostheim, Mainz-Weisenau, Neustadt, Oberursel, Offenbach - Berliner Str. 238, Rosbach, Rüsselsheim, Wächtersbach, Weilburg, Wetzlar - Christian-Kremp-Str. 9, Wölfersheim-Berstadt.

Nachuntersuchung

Fällt ein Fahrzeug beim ersten Termin mit einem Mangel durch, ist eine Nachuntersuchung fällig. Wer noch einmal zum TÜV-Termin muss, um die Plakette im zweiten Anlauf abzuholen, sollte je nach Anbieter und Ort bis zu etwa 40 Euro für die Nachuntersuchung einkalkulieren.

Die Nachuntersuchung muss spätestens einen Monat nach der nicht bestandenen HU erfolgen. Andernfalls muss das Motorrad erneut die komplette Hauptuntersuchung absolvieren und Sie müssen noch einmal die vollen Kosten dafür zahlen.

Vorbereitung auf die HU

Wer ohne Sorgen zur Prüfstelle fahren möchte, kann die Motorrad HU Vorbereitung vorab in der Garage vornehmen und offensichtliche TÜV Motorrad Mängel beheben. Durch die kompakte Bauweise des Motorrads lassen sich viele Schritte bei einer HU Vorabprüfung Motorrad bequem zu Hause durchführen - eine TÜV Motorrad Checkliste hilft beim TÜV Motorrad bestehen.

Checkliste zur Vorbereitung der HU

Hierauf schauen Prüforganisation wie TÜV und GTÜ nach eigenen Angaben bei Motorrädern:

  • Haben Sie Ihre Zulassungsbescheinigung Teil I/Ihren Fahrzeugschein und ggf. weitere Unterlagen griffbereit (z.B.

Mögliche Mängel

Am häufigsten treten Mängel an der Beleuchtung, am Fahrgestell und Rahmen oder an Achsen, Rädern und Reifen auf. In vielen Fällen werden defekte Glühlampen, nicht zugelassene Leuchten, falsche oder abgefahrene Reifen und ausgeschlagene Lager an Gabel, Schwinge oder Rädern beanstandet.

Fehlfunktionen an Scheinwerfern und Kontrolllämpchen sowie nicht intakte Leuchtengehäuse oder erblindete Reflektoren sollte nicht erst ein Prüfingenieur feststellen. Auch darüber hinaus kann es für Motorradfahrende vor dem HU-Termin sinnvoll sein, genau hinzuschauen. Manche Mängel sind mit bloßem Auge erkennbar und lassen sich in einer Fachwerkstatt einfach beheben.

Was Sie zur Hauptuntersuchung mitbringen müssen

Für die Hauptuntersuchung müsst ihr unbedingt die Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein) mitbringen. Beim Wechsel der Prüfstelle solltet ihr auch den vorangegangenen Untersuchungsbericht der HU dabei haben. Wenn ihr irgendwelche technischen Änderungen am Fahrzeug unternommen habt, die Nachweise erfordern (Tuning, behindertengerechte Umbauten etc.), müsst ihr ebenso die entsprechenden Unterlagen zur allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) mitnehmen. Falls das Fahrzeug aktuell nicht zugelassen ist, benötigt ihr auch die Zulassungsbescheinigung Teil II (früher Fahrzeugbrief).

Hier nochmal die Übersicht:

  • PFLICHT: Zulassungsbescheinigung Teil I
  • Letzter HU-Untersuchungsbericht (beim Wechsel der Prüfstelle)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (nur falls Fahrzeug aktuell abgemeldet)
  • Allgemeine Betriebserlaubnis (bei technischen Änderungen am Fahrzeug)

Überziehung der HU-Frist

Es kann vorkommen, dass man die Motorradprüfung HU nicht pünktlich schafft. Kein Problem: In den ersten zwei Monaten hat das bei einer Polizeikontrolle oder bei der Prüfung selbst keine Konsequenzen. Danach erheben die Prüforganisationen einen Aufschlag von 20 % für eine vertiefte Hauptuntersuchung Motorrad. Ist der HU-Termin mehr als zwei Monate überschritten, darf die Prüforganisation rund 20 Prozent mehr für einen vertieften Check verlangen. Und die Polizei kann bei einer Verkehrskontrolle ein Verwarngeld von 15 Euro verhängen.

Zusätzlich zu den erhöhten Kosten für die verspätete HU-Prüfung gibt es auch gestaffelte Bußgelder für das Überziehen der HU-Frist (Stand: Februar 2025):

  • Überziehung um mehr als 2 Monate: Verwarnungsgeld von 15 Euro
  • Überziehung um mehr als 4 Monate: Bußgeld von 25 Euro
  • Überziehung um mehr als 8 Monate: Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt in Flensburg

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