Hufeisen Tour Osnabrück Radweg: Märchen, Sagen und Geschichte im Zeichen des Glücksbringers

Ein Pferd auf der Hufeisen-Route? Werden Radfahrer entlang der 105 Kilometer langen Strecke durch den Natur- und UNESCO Geopark TERRA.vita sicherlich auch entdecken.

Die Hufeisen-Route führt auf einem 105 Kilometer langen Rundkurs durch das Osnabrücker Umland. Die Route kann in beide Richtungen befahren werden; ein Einstieg ist überall möglich.

Die Hufeisen-Route führt in sechs Gemeinden rund um Osnabrück. Unterwegs gibt es Spannendes aus mehr als 5.000 Jahre Menschheits-Geschichte zu bestaunen.

Seinen wohlklingenden Namen verdankt die rund 105 Kilometer lange Hufeisen-Route der Form, in der sich die Ortschaften von Hasbergen bis Wallenhorst um die Stadt Osnabrück aneinanderreihen. Das Hufeisen hatte schon immer einen besonderen Ruf: Glück soll es bringen, böse Geister vertreiben und Naturkatastrophen abwenden. Ganz besonders ist auch das Hufeisen im Osnabrücker Land.

Aber eigentlich geht es um viel mehr. Denn der Radweg schlägt erstens im Wortsinn einen hufeisenförmigen Bogen rund um Osnabrück. Er führt entlang der Kämme von Wiehengebirge und Teutoburger Wald durch reizvolle Kultur- und Naturlandschaften, durch Belm, Bissendorf, Georgsmarienhütte, Hagen a.T.W., Hasbergen und Wallenhorst.

Zweitens schlägt die Hufeisen-Route thematisch den ganz großen Bogen von der Eiszeit über die Steinzeit bis zur Industrie-Kultur: An 46 Bau- und Naturdenkmälern erfahren Radler jeweils die ganz besondere Geschichte des Ortes.

Am Wege liegen zudem historische Bahnanlagen und Burgruinen, Klöster und Kirschbäume der Deutschen Genbank Obst, ein alter Bergbauschacht und ein Fachwerk-Pfarrhaus mit Töpfereimuseum.

Die Geschichten zu all diesen Orten erzählen ortskundige Führer - und zwar per Mobiltelefon, das vor Ort auf einen QR-Code oder die passende Telefonnummer reagiert. Zusätzlich erfahren Radler an den zentralen Infopoints der sechs großen Etappen-Orte Sagen und Legenden - über den Drachen von Wallenhorst, über eine spukende Spinnerin und Hüggelzwerge, über Werwölfe, den Geisterhund von Bissendorf und über Teufels Backofen.

So ein bisschen Aberglaube kann ja nicht schaden, wenn man schon auf der Hufeisen-Route unterwegs ist.

Stationen auf der Hufeisen-Route

In Wallenhorst lässt sich auf einer Anhöhe über dem Nettetal eine uralte Burgruine entdecken. Sie heißt „Wittekindsburg“, obwohl unklar ist, ob der Widersacher von Karl dem Großen jemals hier war.

In Belm gibt es gleich zwei Megalithgräber. Zwei Bauwerke, zwei Geschichten. Eine erzählt, wie die Menschen der Jungsteinzeit ihre verstorbenen Angehörigen bestatteten, woran sie glaubten und wie sie aus tonnenschweren Granitfindlingen Monumente für die Ewigkeit errichteten.

An der Schelenburg in Bissendorf kommt Jörg von Unkair zu Wort. Der Baumeister brachte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts die Renaissance nach Norddeutschland, errichtete unter anderem Schloss Neuhaus bei Paderborn und Schloss Detmold.

In Georgsmarienhütte bildet die Industriekultur den Schwerpunkt. Um Fachleute aus dem Harz anzuwerben, ließ König Georg V. von Hannover die Siedlung „Alte Kolonie“ bauen, die damals hochmodern war und heute wunderbar nostalgisch wirkt.

Um Blüten geht es in Hagen am Teutoburger Wald - allerdings nicht nur um die der zahlreichen Kirschbäume, für die der Ort so bekannt ist. Im Silberberg gruben eigens angeworbene Fachkräfte aus dem Harz nach Silber und nach anderen Metallen.

In Hasbergen erfahren Radfahrer, dass der Bahnhof und der ungewöhnlich eckige Wasserturm aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen.

Weitere Informationen zur Strecke

  • Die Route kann in beide Richtungen befahren werden; ein Einstieg ist überall möglich.
  • Hasbergen, Bissendorf (Bahnhof Wissingen) und Georgsmarienhütte (Bahnhöfe Oesede und Kloster Oesede) erreichen du und dein Fahrrad bequem mit dem Zug.
  • Neben den einfachen Wegweisern begegnest du auch Routenwegweisern.

Unter den Pfeilwegweisern befinden sich auch die Signets aller Routen, die in dem Gebiet verlaufen.

Der Weg entlang der Kämme von Wiehengebirge und Teutoburger Wald führt schließlich durch den Natur- und UNESCO-Geopark TERRA.vita.

Unterwegs sind an insgesamt 46 Punkten Hörstationen mit QR-Codes vorhanden.

Rundum Sorglos Unterwegs

Gut informiert: In jedem der sechs Hufeisen-Orte findest du an zentraler Stelle oder am Ortseingang einen Radinfopoint. Hier siehst du den Routenverlauf und alle Sehenswürdigkeiten des Ortes auf einen Blick. Zudem erfährst du, wo du in weitere Routen einsteigen kannst. Über einen QR-Code erhältst du Informationen zu Ortsführungen, Übernachtungsmöglichkeiten und vielem mehr.

Ansonsten gibt es Karte und Stationenheft auch als Download im Bereich Service. Einsendeschluss für das Gewinnspiel ist der 15.

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