Nicht jeder hat den Platz und das Geld, um sich mehrere Anhänger für verschiedene Einsatzzwecke zu Hause hinzustellen. Viele bevorzugen stattdessen einen Allrounder, der einmal im Jahr das Motorrad schultert und den Rest der Zeit bei der Gartenarbeit oder dem Hausbau einen zweiten Nutzen hat. Anhänger wie der HA Multi von Humbaur sollen genau das können.
Mit einer Ladefläche von 2,51 x 1,31 Meter ist er lang genug, um auch große Motorräder darauf zu verladen. Die hintere Bordwand, die eine Höhe von 30 Zentimeter hat, kann dazu weggeklappt werden. In die Seitenwände integrierte Zurrbügel sorgen dafür, dass die Ladung ordnungsgemäß gesichert werden kann. Zudem ist der Anhänger serienmäßig mit Einschubmöglichkeiten für Auffahrbohlen versehen.
Humbaur HA Multi: Zwei Varianten verfügbar
Der Anhänger ist in zwei Varianten lieferbar: als ungebremster Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 750 Kilogramm (Nutzlast 592 kg) oder gebremst mit 1300 Kilogramm (Nutzlast 942 kg). Für den Motorradtransport sollte der Anhänger durch Zubehör ergänzt werden. Neben den bereits genannten Auffahrrampen gibt es eine Motorradschiene für die Ladefläche, eine Flachplane, einen Aluminium-Deckel und zusätzliche Bordwandelemente von jeweils 30 Zentimeter Höhe.
Preisübersicht
Die Preise beginnen bei 1.161 Euro für den ungebremsten 750-Kilo-Hänger ohne Zubehör. Eine Motorradschiene für die Ladefläche kostet 157,08 Euro. Der gebremste 1300-Kilo-Anhänger steht mit 1.733,95 Euro in der Liste. Das Paar Aluminium-Auffahrschienen kostet nochmals 165,41 Euro.
Humbaur HK254218 Kofferanhänger im Einsatz
Der Kofferanhänger begleitet den Journalisten und Testredakteur Sascha Christof von OFFROADCRACKS nun schon einige Zeit auf seinen Reisen. Dabei ist jede Veranstaltung und jedes Rennen immer wieder etwas Besonderes. Die Strecken sind anspruchsvoll, die Konzentration entsprechend hoch. Klar, dass die Anfahrt und das Aufbauen des Lagers da schnell und einfach von der Hand gehen soll. Ein wichtiger Bestandteil der Fahrzeugflotte - neben dem imposanten roten Dodge RAM - ist der Humbaur HK254218.
Auf dem Weg zum nächsten Wettkampf bis hin zu Fahrzeugtests hat Sascha Christof so einiges dabei. Neben dem Motorrad natürlich auch das entsprechende Equipment wie beispielsweise Kompressor, Generator, Werkzeug und Ersatzteile bis hin zum Service-Zelt. Damit alles Platz hat, nutzt er nicht nur die Kabine und Ladefläche seines RAMs, sondern auch den Humbaur Kofferanhänger HK254218.
Jedes Rennen ist etwas Besonderes und bringt seine eigenen Herausforderungen mit sich. Ein Highlight war die 25. Rallye in Breslau 2019. An 5 Renntagen konnten die Fahrer zeigen, was sie können. Die Anfahrt: gut 12 Stunden. Vor dem Start gab es einiges zu tun: Anmeldung, technische Abnahme, Trackerinstallation, Erste-Hilfe-Pflichtkurs… Täglich erledigt wurden nicht nur das Fahrerbriefing und das Markieren des Roadbooks, sondern auch der Technikcheck am Bike und dem Equipment. Immerhin galt es fast 1400 Kilometer zurückzulegen, und das bei einer sehr schwierigen Navigation. Nach aufregenden Renntagen mit einigen Strafminuten und spannenden Strecken hieß es Platz 2. Gerade einmal 19 Sekunden trennten Sascha Christof von Platz 1.
Der Anhänger meistert seine Aufgaben mit Bravour, immerhin ist er genau auf seinen Einsatz angepasst. Durch die integrierte Dachschräge an der Front wird die Aerodynamik wesentlich verbessert. Das sorgt nicht nur für bessere Nachlaufeigenschaften, sondern auch für einen geringeren Spritverbrauch. Die Deichsel hat der Familienbetrieb aus Gersthofen erhöht, so kann auch das 4×4 Zugfahrzeug optimal genutzt werden. Aber auch im Inneren warten einige Besonderheiten. Mit Hilfe der integrierten Auffahrrampe inkl. Gasdruck-Stoßdämpfern können bis zu vier Motorräder schnell und einfach verladen werden. Für besten Gripp sorgt das Riffelblech auf dem Anhängerboden und der Auffahrrampe. Gerade, wenn die Bikes verschmutzt nach der Fahrt eingeladen werden, gibt es so den extra Halt. Mit der umlaufenden Verzurrleiste kann die Ladung kurzerhand gesichert werden. Besonders praktisch: die zweite zusätzlich höher positionierte Verzurrleiste im Frontbereich für noch mehr Flexibilität.
Gut gesichert sind die Fahrzeuge im Inneren zudem dank der beiden Motorradhalter. Schon seit 2018 ist der Kofferanhänger im Einsatz. Dabei wurde er über die Monate nicht nur in die Mangel, sondern ganz besonders unter die Lupe genommen. Neben Offroad-Motorrädern finden wie bereits erwähnt auch Side-By-Sides (SxS) ausreichend Platz. Ganz egal, ob verschmutzt oder frisch gereinigt. Auch das Wetter darf keinen Einfluss auf die rollende Garage haben. Hohe Temperaturen im Sommer oder -25°C im Winter - der Anhänger muss den härtesten Wetterbedingungen gewachsen sein. Das Fahren auf unbefestigten Straßen? Alltag.
Der Anhänger- und Fahrzeugaufbautenspezialist aus Gersthofen freut sich über jedes Projekt, das er mit seinen Kunden realisieren kann. Spezielle Anforderungen sind dabei kein Problem. Getreu dem Motto „Humbaur macht’s möglich“ schafft das Unternehmen stets Lösungen, die es auf den Punkt bringen. So überzeugt auch der HK254218 für Sascha Christof mit ausgeklügelten Details, die den Alltag erleichtern. Bis zu vier Motorräder werden hier transportiert und das wetter- und ortunabhängig. Zehntausende Kilometer begleitet der Kofferanhänger nun schon den Fahrer, stets zuverlässig.
Erfahrungen mit Humbaur Anhängern
Viele Nutzer bevorzugen einen normalen Kastenanhänger und keinen reinen Motorradtransportanhänger. Denn mit Schiene oder vorderer Wippe ist der Kastenanhänger dann multifunktional. Der Vorteil echter Motorradanhänger ist definitiv die erheblich leichtere Be- und Entladung wegen der idR deutlich geringeren Ladehöhe. Ein wenig aufpassen sollte man auch auf die Platte - die ist auch nicht unbedingt dankbar für die punktuelle Belastung.
ADAC Test: Anhänger bis 750 Kilo
Ungebremste Anhänger der 750-Kilogramm-Klasse werden auch gerne für den Motorrad-Transport hergenommen. Der ADAC hat sechs Einachser mit Preisen bis zu 770 Euro einem Test unterzogen. Zwei davon fielen glatt durch.
Kleine Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis 750 Kilogramm werden vor allem von Privatnutzern gerne genommen. Sie eignen sich für kleinere Transportaufgaben und lassen sich hinter fast jedes Auto hängen. Ist die Ladefläche entsprechend groß, werden die Einachser auch oft zum Motorradtransport herangezogen, denn je nach Hängereigengewicht reicht die Nutzlast noch für bis zu zwei Motorräder.
Der ADAC-Test zeigte allerdings, dass bei fast keinem Anhänger das genaue Leergewicht angegeben wird. Der Nutzer weiß so nicht, wie viel er zuladen darf, um das zulässige Gesamtgewicht nicht zu überschreiten. Hier hilft nur die Fahrt auf eine öffentliche Waage.
Zu beachten ist auch, gerade für jüngere Fahrer, ob der Hänger überhaupt mit dem eigenen Führerschein bewegt werden darf. Sechs ungebremste einachsige Anhänger in der Preisklasse bis 770 Euro hat der Automobilclub ADAC jetzt getestet. Das waren die Testkandidaten: Brenderup 1205SUB750, Humbaur Steely (Hornbach), Stedele MST71A (ATU), Stema Variolux 750 (Obi), TPV-Trailer TL-EU2-AR (Globus) und Unsinn WEB10.
Das Testergebnis ernüchtert: Drei der einachsigen Anhänger zeigen deutliche Schwächen, zwei davon fallen sogar durch. Bei den Anhängern MST71A der Firma Stedele und TL - EU2-AR von TPV-Trailer besteht die Gefahr, dass der Reifen bei Ausweichversuchen in voll beladenem Zustand den Rahmen beziehungsweise den Aufbau touchiert. Reifenschäden und Beeinträchtigungen im Fahrverhalten können die Folge sein. Die ungenügende Reifenfreigängigkeit bei der HU auch als erheblicher Mangel gewertet werden. Der Hänger dürfte dann im Straßenverkehr nicht mehr betrieben werden. Beim Stedele-Anhänger wurden für den Radtyp nicht vorgesehene Radbolzen verbaut. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich die Radbolzen lockern.
Auch der Unsinn WEB10 als teuerster Anhänger im Test zeigt Schwächen: Beim Dauerhaltbarkeitstest hatte er die Holzschrauben am Unterboden, die zur Fixierung des Ladebodens dienen, verloren. Die fehlenden Schrauben reduzieren nicht nur die Stabilität des Hängers, sondern können auch den nachfolgenden Verkehr gefährden. Das führt zu Punktverlust und zur Abwertung.
Testsieger mit dem ADAC Urteil „gut“ ist der Stema Variolux 750, der mit dem bestem Fahrverhalten und guten Noten in der Handhabung glänzt. Zweitplatzierter ist der Brenderup 1205SUB750 mit der Note 2,5. Großes Plus: Der Benderup besitzt eine klappbare Deichsel, durch die er platzsparend abgestellt werden kann. Positiv ist neben der Kippfunktion auch die Ausstattung mit Sicherungsseil und einem 13-poligen Anschlussstecker.
„Befriedigend“ (Note 2,7) lautet das Urteil zum günstigsten Pkw-Anhänger im Test: Den Humbaur Steely gibt es bereits für 429 Euro. Auffallend: die sehr guten Sicherheitshinweise in der Bedienungsanleitung und die umfangreiche Zubehörliste. Negativ: Unebenheiten werden beim Fahren kaum abgefedert. Der Steely-Anhänger ist - wie drei weitere Testkandidaten - nur mit einem 7-poligen Anschlussstecker ausgestattet. Dieser überträgt - anders als ein 13-poliger Stecker - zum Beispiel kein Rückfahrtlicht.
Der Test zeigte zudem: Zudem sind nicht alle Hänger mit einem Sicherungsseil ausgerüstet, das den Hänger im Falle einer ausgeklinkten Deichsel an der Kupplung halten soll. In einigen europäischen Ländern ist dieses Sicherungsseil bereits gesetzlich vorgeschrieben. Auch noch nicht Standard ist ein 13-poliger Stecker, unverständlich, da alle modernen Autos mit 13-poligen Dosen ausgerüstet sind. Hier wird dann ein zusätzlicher Adapter benötigt. Mangelware ist auch ein sehr praktisches Stützrad, das nur ein Testhänger (Stema) aufweisen konnte. Keile, um den Hänger gegen wegrollen zu sichern, müssen auch zusätzlich erworben werden.
Erfreulich: Bei den Haltbarkeitstests über einen Fahrweg von simulierten 10.000 km im voll beladenen Zustand hielten fast alle Testmodelle stand, lediglich ein paar für die Stabilität des Anhängers weniger wichtige Schrauben oder Nietverbindungen hatten sich gelöst. Befestigungslaschen (sog. Zurrösen) sind jedoch nicht in allen Anhängern selbstverständlich - ohne diese darf aber nur Schüttgut transportiert werden. Auch die Reifen wiesen unterschiedliche Qualitäten und sogar Herstellungsjahre auf, obwohl sie zusammen in einem engen Zeitraum beschafft wurden.
Testergebnisse im Überblick:
| Modell | Urteil | Preis (ca.) |
|---|---|---|
| Stema Variolux 750 | Gut | - |
| Brenderup 1205SUB750 | 2,5 | - |
| Humbaur Steely | Befriedigend (2,7) | 429 Euro |
Humbaur HKPA Kofferanhänger
Anhängerspezialist Humbauer ergänzt sein Portfolio um den neuen Kofferanhänger HKPA. Mit seinem Kofferaufbau ist er prädestiniert für den Motorradtransport, kann aber auch vielseitig eingesetzt werden. Der Aufbau des neuen, einachsigen Humbaur HKPA besteht aus doppelwandigen, eloxierten Aluminiumprofilen. Der Polybug ist aerodynamisch geformt. Die Bodenplatte ist stabil und ganze 18 mm stark.
Das Besondere: Auf beiden Seiten sowie mittig in der Bodenplatte sind Airlineschienen integriert. In diesen Schienen können die Zurringe komplett ohne Werkzeuge versetzt und so genau an das Ladegut angepasst werden. Serienmäßig sind sechs Zurringe verbaut. Die mit Gasfedern unterstützte Alu-Überfahrwand macht ein einfaches Einladen des Motorrads möglich. Praktisch ist auch die zusätzliche, abschließbare Seitentüre vorne rechts. Zur weiteren Serienausstattung zählen eine Innenbeleuchtung, ein 13-poliger Stecker, ein Rückfahrscheinwerfer, ein vollautomatisches Stützrad mit Rangiergriff sowie zwei ausfahrbare Stützen am Heck und Unterlegkeile.
Einachser mit hoher Zuladung
Mit einer Innenlänge von 328 cm, einer Innenbreite von 177 cm und einer Innenhöhe von 180 cm ist der HKPA 153217 der kleinste Anhänger. Er bringt als Monoachser eine Zuladung von 910 kg mit - bei einem Gesamtgewicht von 1.500 kg. Die Außenabmessungen liegen bei 4,55 Meter Länge, 2,39 Meter Höhe und einer Breite von 2,27 Meter. Die Ladehöhe des gebremsten Anhängers wird mit 56 Zentimeter angegeben. Er bietet ausreichend Platz für zwei Motorräder.
Zudem stehen zwei Tandemachsmodelle mit gleichen Innenabmessungen zur Verfügung. Der HKPA 203217 bietet mit einem Gesamtgewicht von 2.000 kg eine Nutzlast von 1.340 kg. Noch mehr Nutzlast gibt es beim HKPA 263217: Stolze 1.900 kg reichen auch für schwere Motorräder problemlos aus. Die Preise für den neuen Humbaur HKPA starten bei rund 6.611 Euro.
Humbaur Fahrzeugtransporter HKT
Immer wieder gibt es Situationen, in denen man das Motorrad von A nach B bringen muss, ohne, dass es selbst fährt. Die perfekte Lösung: der Humbaur Fahrzeugtransporter HKT. Der Anhänger ist vielseitig einsetzbar und bringt seine Ladung sicher und zuverlässig an den Ort der Bestimmung. Und das Beste: das Be- und Entladen geht kinderleicht. Denn der Anhänger kann einfach abgesenkt und das Fahrzeug bequem aufgeschoben oder aufgefahren werden. Ohne anlegen von Bohlen. Einfach die Ladefläche absenken, auffahren und los geht es.
Die Handpumpe des hydraulischen Absenkmechanismus wird am Bug des Anhängers bedient. Der Spitz bzw. die Klappe dient als Auffahrrampe. Durch den sehr geringen Auffahrwinkel von 4° bis max. 6° (modellabhängig) können die Fahrzeuge auch mit wenig Kraftaufwand auf den Anhänger geschoben werden.
Humbaur Steely im ADAC Test
Der günstigste und einfach ausgestattete Anhänger von Humbaur bietet eine sehr übersichtliche, anhängerspezifische Zubehörliste mit Angabe der jeweiligen Preise im Internet an. Der durchschnittliche Anhänger zeigt beim Fahren, dass Unebenheiten kaum weggeschluckt werden. Nieten der Bodenplatte sind im Rahmen des Testes gerissen und weisen auf leichte Schwächen bei den Haltbarkeitsprüfungen hin.
ADAC Testurteil:
- Testergebnis gesamt: 2,7
- Ausstattung: 3,1
- Handhabung: 2,5
- Fahrverhalten: 2,8
- Sicherheit und Haltbarkeit: 2,6
Allgemeine Daten:
- Durchschnittlicher Einkaufspreis: 429,00 Euro
- Leergewicht (gemessen): 114 kg
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