Hunde sind die besten Freunde des Menschen. In Deutschland leben laut einer Statistik des IVH (Industrieverband Heimtierbedarf e.V.) 10,3 Mio. Hunde. Das sind 21 % der gesamten Haustiere. Nur ungern lässt man seinen geliebten Vierbeiner allein zu Hause.
Wenn Sie ein echter Fahrradliebhaber sind und einen treuen Vierbeiner haben, nehmen Sie ihn natürlich am liebsten mit! In diesem Artikel geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Ihren Hund sicher und bequem während einer Fahrradtour mitnehmen können, damit auch Ihr Vierbeiner die Natur genießen kann!
Ist Radfahren mit Hund erlaubt?
Nach § 28, 1 Straßenverkehrsordnung (StVO) darf dein Hund offiziell am Fahrrad mitgeführt werden. Selbstverständlich ist darauf zu achten, dass der Straßenverkehr und andere Verkehrsteilnehmer dabei nicht gefährdet werden.
Klar kannst du dir deine Leine schnappen und deinen Hund neben dem Fahrrad herlaufen lassen. Aber vielleicht ist der Hund ja schon alt und nicht mehr so schnell und du möchtest lange Strecken fahren? Aber ist Radfahren mit Hund an der Leine überhaupt erlaubt? Und wenn ja wie geht das am einfachsten und gleichzeitig sicher.
Wichtige Fragen vor der Fahrradtour mit Hund
- Wie lange ist mein Kleiner in der Lage mitzulaufen?
- Wie schnell oder langsam muss ich fahren?
Grundsätzlich gilt: Nur ausgewachsene, gesunde Hunde dürfen beim Fahrradfahren mitlaufen. Welpen sollten überhaupt nicht und Jungtiere bis zu einem Alter von 15 bis 18 Monaten gar nicht am Fahrrad mitlaufen! Ebenso sollten Senioren und schwere Hunderassen nicht beim Fahrradfahren mitlaufen. Bei ganz kleinen Hunden stellt sich die Frage, ob sie überhaupt das Tempo mithalten können. Einige Hunderassen eignen sich nicht zum Mitlaufen am Fahrrad - zum Beispiel Bulldoggen.
Die individuelle Fitness deines Hundes und das Wetter spielen natürlich auch eine Rolle. So wie es dir schwerfallen wird, an einem sonnigen Sommertag bei 30 °C Joggen zu gehen, wird auch dein vierbeiniger Begleiter wenig Freude daran haben, bei Hitze neben dem Fahrrad herzulaufen. Denk bei längeren Radtouren (bei jedem Wetter) auf jeden Fall an ausreichend frisches Wasser und Pausen für deinen Hund. Auch solltest du unbedingt Abstand davon nehmen, deinen möglicherweise übergewichtigen Hund neben dem Fahrrad laufen zu lassen. Hier droht Kreislaufkollaps und Herzversagen (Hitzschlag)!
Vorbereitung und Training
Alles Neue sollte mit dem Hund trainiert werden, auch die Hundemitnahme per Fahrrad. Ein Hundeanhänger beispielsweise bewegt sich und wackelt. Zudem ist das Tier darin eingesperrt. Ist der Hund sensibel oder schreckhaft, sollte er nicht einfach in den Anhänger gestopft werden und los geht die Sonntagstour. Denn das kann Stress für die Fellnase bedeuten und es wird ihm unter Umständen nie Spaß machen, mit auf Tour zu gehen. Schon beim Anblick des Anhängers legt der Hund den Rückwärtsgang ein.
Trockenübungen zum Radfahren mit Hund
Nimm eine drei bis fünf Meter lange Leine und übe mit deinem Hund bei Fuß zu gehen. Wenn er versucht vorzulaufen, dann wechsle die Richtung, bis er wieder neben dir geht. Lob deinen Hund für dieses Verhalten. Sobald dein Hund das Nebenherlaufen beherrscht, baust du Kommandos wie „Stopp!“ und „Weiter!“ die Übung ein. So lässt dein Hund sich später ohne Leine dirigieren.
Gewöhnung an das Fahrrad
Gewöhn deinen Hund nun an das Fahrrad. Manche Hunde reagieren mit einem Meideverhalten: Sie weichen aus, wenn sie das Fahrrad zum ersten Mal sehen oder das Fahrrad dir näherkommt. Wiederhole nun die erste Übung, indem du das Rad schiebst und den Hund neben dir herlaufen lässt. Du kannst jetzt auch damit anfangen, den Vierbeiner an den Fahrradhalter oder Sprinter zu gewöhnen. Wenn auch das ganz gut klappt, drehst du die ersten Übungsrunden auf einem Parkplatz ohne Verkehr. Erst dann kann es losgehen: Die ersten kleinen Strecken im Park sind optimal zum Üben. Um einen Profi aus deinem Liebling zu machen, sag ihm Richtungswechsel immer an mit den Kommandos „Rechts!“ oder „Links!“.
Das Anhänger-Training
Das Anhänger-Training gleicht dem Training für die Autobox. Stellen Sie den Anhänger ohne Räder im Wohnzimmer auf. Tür und Tor sind offen, eine bekannte Decke liegt im Hänger. Ist der Hund ängstlich, locken Sie ihn spielerisch in die offene Box. Entweder mit Leckerlis oder, indem sie gleich alle Mahlzeiten im Anhänger füttern. Somit wird der Anhänger positiv verknüpft. Geht der Hund gerne rein oder legt sich sogar hin, schließen Sie erst für kurze Momente, später auch länger die Tür. Aussteigen darf der Hund nie ohne Signal! Klappt das ohne Probleme, kommen die Räder dran. Schieben Sie den Anhänger, bevor er an’s Rad gekoppelt wird. Auch dann sollten Sie das Gespann zuerst schieben.
Das Cargobike-Training
Da das Cargobike schlecht ins Wohnzimmer passt, findet dieses Gewöhnungstraining draußen statt. Die Feststellbremse ist immer fixiert, die Lieblingsdecke in der Cargobox ausgebreitet. Fliegende Leckerlis erleichtern oft das Einsteigen. Ist der Hund in der Box, im ersten Schritt die Tür offen lassen. Er sollte aber nicht selbständig wieder aussteigen. Erst auf ein Signal darf der Hund die Box verlassen. Das ist hilfreich für spätere Situationen im Straßenverkehr. Klappt dies gut, die Klappe schließen.
Das Training mit dem Fahrradkorb
Ähnlich wie beim Anhänger machen Sie auch hier den Korb dem Hund erst schmackhaft, zum Beispiel in der Wohnung aufgestellt und als Schlafplatz verwendet. Leckerlis fliegen in den Korb. Den Korb samt Hund anheben. Funktioniert dies gut, können Sie den Korb sicher am Rad befestigen. Erst dann setzen Sie den Hund hinein. Achten Sie auf sicheren Stand des Fahrrades.
Sicherheitsvorkehrungen beim Radfahren mit Hund
- Führe den Hund immer auf deiner rechten Seite, um ihn so vor vorbeifahrenden Autos zu schützen!
- Dabei solltest du die Hundeleine nie am Lenker festmachen, denn das gefährdet dich besonders stark, wenn dein Hund doch plötzlich lospreschen sollte. Durch die ruckartige Bewegung des Hundes läufst du schnell Gefahr, zu stürzen, und somit dich und den Hund sowie andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.
- Am besten ist es, wenn du für das Radfahren mit Hund eine spezielle Leine und Fahrradhalter, den sogenannten Sprinter, nutzt, oder (notfalls) die Leine in der Hand hältst.
- Muss der Hund während der Radtour an der Leine gehen, darf diese keinesfalls um die Hand oder den Lenker gewickelt werden. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich eine Leine mit Gummieinsatz oder einen am Fahrrad angebrachten Halter mit Ruckdämpfer. Beides vermindert die Gefahr eines Sturzes vom Rad, falls der Hund doch einmal eigene Wege gehen will oder einen Schlenker einbaut.
- Der Hund sollte außerdem kein Halsband, sondern auf jeden Fall ein gut sitzendes sogenanntes Y-Geschirr tragen, das die Schultern freilässt.
Ausrüstung für die Fahrradtour mit Hund
Für welche Varianten du dich zum Transport deines geliebten Vierbeiners entscheidest, hängt maßgeblich von ihm selbst ab. Verschiedene Aspekte wie Alter, Größe, Verhalten und Gesundheit des Hundes spielen hier eine Rolle.
Fahrradkorb
Wenn Sie einen kleinen Hund haben, der gerne in der Nähe seines Besitzers ist, ist eine Hundefahrradkorb ideal, um Ihren Vierbeiner zu transportieren. Diesen können Sie vorne oder hinten an Ihrem Fahrrad befestigen. Normalerweise ist bereits ein Kissen dabei, um es gemütlich zu machen. Sie können aber den Korb natürlich nach Ihrem Geschmack mit einem hübschen Kissen oder einer Decke ausstatten. Wenn Sie befürchten, dass Ihr Hund aus dem Korb springt, können Sie auch noch ein Gestänge dazu kaufen.
Hundekörbe sind vor allem für kleinere Hunde sehr beliebt. Sie können entweder vorne am Lenker angebracht oder unkompliziert hinten auf dem Gepäckträger montiert werden. Wenn du einen kleinen Hund bis ca. acht Kilogramm hast, ist ein Korb vorne am Lenker die beste Variante für dich. Ein Beispiel für so einen Korb ist der Lenkerkorb von Klickfix. Der große Vorteil ist, dass du deinen kleinen Begleiter immer im Blick hast und, mindestens genauso wichtig, er dich ebenfalls immer anschauen kann. Allerdings sind Körbe vorne am Lenker wirklich nur für die kleinsten Hunde geeignet. Und selbst dann will das Fahren gelernt sein, denn sobald sich der Vierbeiner vorne im Körbchen bewegt, rüttelt er damit auch am Lenker.
Für etwas größere und schwerere Hunde bis zu 15 Kilogramm kommt der Korb auf dem Gepäckträger eher in Frage. Der Nachteil ist hier natürlich, dass du keinen Blickkontakt hast und nicht siehst, was dein Hund während der Fahrt macht. Egal, ob für dich ein Korb vorne am Lenker oder hinten auf dem Träger in Frage kommt, ratsam ist ein Gitter über dem Korb, damit dein Hund nicht einfach während der Fahrt aus dem Korb springen kann.
Hundeanhänger
Haben Sie einen etwas größeren Hund? Dann können Sie sich für einen Hundefahrradanhänger entscheiden. Hier kann Ihr Hund sowohl liegen als auch sitzen. Dies bietet mehr Platz und Möglichkeiten als ein Hundefahrradkorb. Lassen Sie Ihren Hund jedoch zunächst auf seine eigene Weise daran gewöhnen, bevor Sie tatsächlich damit radfahren. Wenn Ihr Hund damit vollkommen zufrieden ist, können Sie zuerst versuchen, eine kurze Strecke zu fahren. Wenn das gut klappt, können Sie jedes Mal eine etwas längere Strecke radeln! Legen Sie ein Kissen oder eine Decke im Anhänger für zusätzlichen Komfort.
Bei Fahrradanhängern hat sich besonders für Hundebesitzer eine Menge getan. Es gibt mittlerweile spezielle Hundeanhänger, die genau auf die Bedürfnisse von Hunden angepasst sind, wie z.B. von Croozer. Außerdem ist der Einstieg für die Hunde in den Anhänger recht niedrig, so dass sie ganz von alleine reinhüpfen können. Durch den niedrigen Einstieg haben es so jene Hunde leichter, die nicht mehr so agil sind. Zudem sind Anhänger im Gegensatz zu Lastenrädern preisgünstiger und platzsparender. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Fahrradanhänger an verschiedene Räder angebracht werden können, wenn diese die nötige Vorrichtung montiert haben.
Was musst du beim Anhänger noch beachten? Sorge dafür, dass der Anhänger eine Größe hat, bei der dein Hund sowohl bequem liegen aber auch sitzen kann. Außerdem sind rutschfeste sowie bequeme Unterlagen, auf denen der Hund entspannt liegen kann, sehr wichtig. Beachte auch das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers.
Lastenräder
Besonders praktisch für den Hundetransport sind ebenso die Lastenräder. Klar, Lastenräder sind deutlich teurer in der Anschaffung und brauchen mehr Platz beim Abstellen, dafür sind sie deutlich belastbarer. Damit lassen sich - je nach Größe der Transportbox - auch mehrere Hunde mitnehmen. Dadurch, dass diese Transportbox bei Lastenrädern meist vorne angebracht ist, kannst du deine flauschigen Freunde auch während der Fahrt immer im Blick behalten. Vorteilhaft sind übrigens Lastenräder, die vorne zweispurig gebaut sind, wie die Räder von Babboe. Im Gegensatz zu einspurigen Lastenräder können diese nicht so schnell umkippen.
Radfahren mit Hund an der Leine
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, den eigenen Hund einfach nebenher laufen zu lassen, um ihm den Wunsch nach Bewegung zu erfüllen. Allerdings gibt es hierbei einiges zu beachten.
Die Dogrunner sind nicht für alle Hunde geeignet. Besonders kleine sowie auch sehr schwere, große Hunde (z.B. Bernhardiner) können beim Laufen mit dem Dogrunner überlastet werden. Außerdem braucht es für so ein Rad-Hund-Gespann sehr viel Vertrauen auf beiden Seiten.
Bei Fahrten, auf denen dein Hund neben dir läuft solltest du immer auch eine Auge auf ihn haben. Kann er die Geschwindigkeit ohne Probleme mitgehen? Wirkt er vielleicht müde? Gönne ihm immer mal ein bisschen Pause und versorge ihn mit Wasser sowie dem ein oder anderen Leckerli. Denk immer daran: Du sitzt bequem auf dem Rad, der Hund dagegen muss viel Arbeit leisten. Daher ist der Hund derjenige, der das Tempo vorgibt. Außerdem sollten solche Radtouren bei sehr warmen bis heißen Temperaturen vermieden werden.
Weitere Tipps für die Radtour mit Hund
- Legen Sie regelmäßige Pausen ein, damit sich Ihr Liebling erholen kann.
- Verzichten Sie bei der Planung Ihrer Tour auf lange asphaltierte Strecken. Im Sommer heizt sich der Asphalt so stark auf, dass sich deinem Hund die Ballen verbrennen kann. Spitze Steinchen, Glasscherben und Schotter lassen sie rissig werden.
- Meiden Sie stark befahrene Straßen, da Autoabgase für Sie und Ihren Hund schädlich sind.
- Kontrolliere nach jeder Radtour die Pfötchen und pflege die Ballen, damit diese schön weich und geschmeidig bleiben und keine Risse bekommen. Das ist bei „fahrradfahrenden“ Hunden besonders wichtig.
- Nehmen Sie etwas Leckeres und vor allem ausreichend viel Wasser mit.
Belastungen vermeiden
Asphalt- und Schotterstraßen stellen auf Dauer eine starke Belastung für die Gelenke deines Hundes und für die Pfotenballen dar. Kontrolliere nach jeder Radtour die Pfötchen und pflege die Ballen, damit diese schön weich und geschmeidig bleiben und keine Risse bekommen. Das ist bei „fahrradfahrenden“ Hunden besonders wichtig.
Checkliste zur Eignung des Hundes
Bevor Sie Ihrem Hund Fahrrad fahren beibringen, sollten Sie abklären, ob er die notwendigen Voraussetzungen mitbringt. Es gibt Hunderassen, die aufgrund ihres Körperbaus nur wenig Spaß an einer Radtour hätten. Ihr Tierarzt berät Sie gern dazu.
Der Hund sollte auf jeden Fall ausgewachsen und gesund sein, um fürs Fahrradfahren geeignet zu sein, so Hundetrainerin Manuela Blum aus dem rheinland-pfälzischen Birkenfeld. Kurzschnäuzige Rassen wie Mops oder Bulldogge kommen für den sportlichen Einsatz nicht infrage. Diese Tiere können schlecht atmen und haben zudem oft Probleme mit ihrem Bewegungsapparat - das Mitlaufen am Fahrrad würde sie körperlich viel zu sehr belasten.
Ist der Hund ausgewachsen und gesund, braucht er auch noch eine gute Kondition, schließlich muss er durchgängig traben und immer mal wieder galoppieren. Der übliche Gassigang reicht als Training nicht aus. Hunde, die schon beim Jogging mitlaufen, haben eine deutlich bessere Kondition, doch auch für sie dürfen die Radrunden nur langsam ausgeweitet werden.
Eine geringe Körpergröße des Hundes ist übrigens kein Hinderungsgrund, allerdings sollten die Strecken dann nur kurz sein. Alternativ kann ihr Mensch einen Anhänger oder Korb am Rad anbringen, in den sich der müde Hund während der Tour legen und ausruhen kann.
Tempo und Distanz
Hundetrainerin Blum empfiehlt, mit Anfänger-Hunden zunächst einen Kilometer weit zu fahren, dann zu pausieren und wieder zurückzufahren. Wöchentlich kann das Pensum jeweils um etwa zehn Prozent erhöht werden - das Aufbautraining dauert also seine Zeit. Die ersten Wochen des Frühjahrs sind daher der beste Zeitpunkt für den Start. Wenn das Wetter schöner geworden ist, sind dann bereits längere Ausflüge möglich. Wichtig: Bei einem Radausflug auf jeden Fall Wasser für das Tier mitnehmen.
Das Tempo beim Radeln sollte so gewählt werden, dass der Hund über längere Zeit nebenher traben kann. Dies entspricht laut Angaben der Hundetrainerin Blum je nach Hund einer Geschwindigkeit von acht bis zwölf Kilometern pro Stunde. „Hunde mit guter Kondition schaffen so eine Strecke von fünf bis zehn Kilometern“, erklärt sie. Aus Sicht eines Radfahrers sind dies also nur kurze Runden im ruhigen Tempo. Wer weiter, schneller oder generell sportlich fahren möchte, sollte auf seine vierbeinige Begleitung verzichten.
Überlastung vermeiden
„Bei Hitze sollte man den Hund nicht am Rad mitlaufen lassen, das würde ihn überlasten“, warnt der Tierarzt Thomas Steidl aus dem baden-württembergischen Nehren. Wenn der Hund nicht mehr weiterlaufen will, ist das laut dem Veterinär außerdem «ein sehr deutliches Zeichen» für eine Überforderung.
Er empfiehlt zudem, vor dem Trainingsstart das Tier zunächst von einem Tierarzt durchchecken zu lassen, damit nicht der Kreislauf oder die Gelenke bei der Radtour leiden. Übergewichtige Tiere sollten erst abspecken, ansonsten ist die Belastung als Radbegleiter für ihre Gelenke viel zu hoch.
Pfotenpflege
Tierarzt Steidl rät: Nach dem Ausflug die Pfoten des Hundes auf Wunden und Schrunden kontrollieren. Wird man fündig, kann das ein Zeichen von Überlastung oder einem unpassenden Untergrund wie zum Beispiel Asphalt oder Schotter sein. Die nächste Radtour sollte entsprechend angepasst werden, indem sie etwa kürzer ausfällt oder über weichere Wege führt, zum Beispiel im Wald oder an einem Grasstreifen entlang. Von Hundeschuhen als Pfotenschutz hält der Fachmann nichts. „Das Laufen damit führt zu einer Überlastung“, sagt er.
Rückruf üben
Am schönsten und entspanntesten ist eine Radtour für Mensch und Tier, wenn der Hund frei laufen darf. Beide müssen sich weniger konzentrieren, der Hund kann auch mal schnüffeln und der Radler ein wenig schneller fahren. Schließlich kann sein Tier jederzeit wieder aufholen. Allerdings müssen frei laufende Hunde in jedem Fall abrufbar sein, auch wenn ein Reh den Weg kreuzt oder in der Nähe ein anderer Hund zu sehen ist. „Der Rückruf muss wirklich perfekt sitzen“, erklärt Blum. „Am besten, man baut dieses Training kleinschrittig auf und übt bereits beim Gassigang."
Zusammenfassende Tabelle
| Aspekt | Empfehlung |
|---|---|
| Eignung des Hundes | Ausgewachsen, gesund, keine kurzköpfige Rasse |
| Training | Langsame Gewöhnung, kurze Strecken, Kommandos üben |
| Tempo | 8-12 km/h, Trabgeschwindigkeit des Hundes |
| Strecken | Abwechslungsreich, weiche Untergründe bevorzugen |
| Sicherheit | Leine nicht am Lenker befestigen, Y-Geschirr verwenden |
| Ausrüstung | Fahrradkorb, Hundeanhänger oder Lastenrad je nach Größe und Bedarf |
| Pausen | Regelmäßig, ausreichend Wasser mitnehmen |
Mit einfühlsamem Training, dem richtigen Zubehör und unseren Tipps läuft Ihre nächste Fahrradtour mit Hund sicher und entspannt ab. Gerade im Frühling freut sich der Kreislauf von Hund und Halter über frische Luft und Bewegung.
Verwandte Beiträge:
- Mit dem Hund Radfahren: Tipps & Tricks für gemeinsame Touren
- Radfahren mit Hund: Tipps & Tricks für entspannte Touren
- Mountainbiken mit Hund: Tipps, Ausrüstung & Sicherheit
- Hund jagt Radfahrer: Was tun im Notfall?
- Shimano SLX im Test: Ultimative Analyse für maximale Performance und Zuverlässigkeit
- E-MTB mit Pinion Getriebe: Vorteile, Nachteile & Modelle
Kommentar schreiben