Hundeanhänger Fahrrad Test bis 70 kg: Ein umfassender Überblick

Hundeanhänger gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, wobei die Bandbreite weit auseinandergeht. Günstige Hundeanhänger sind zum Teil schon unter 100 Euro zu haben, können jedoch qualitativ meist nicht überzeugen. Bei Fahrradanhängern für Hunde gibt es große Qualitätsunterschiede - und ebenso große Preisdifferenzen: Man kann zwischen 100 und 1.000 Euro investieren.

Wichtige Kriterien bei der Auswahl

Bei der Wahl des für Sie und Ihren Hund besten Modells sollten Sie zunächst verschiedene Kriterien berücksichtigen. Dazu gehören unter anderem die Höhe, das Gewicht, die Größe und die Ausstattung des Anhängers. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Montage des Hundeanhängers am Fahrrad. Hierbei ist es ratsam, einen Anhänger zu wählen, der einfach und schnell zu montieren ist. So ersparen Sie sich lästige Umwege und können direkt losfahren.

Was die Sicherheit angeht, sollten 16 km/h nicht überschritten werden - ein Wert, den die Hersteller in ihren Betriebsanleitungen gerne erwähnen. In der Praxis sind diese 16 km/h schnell erreicht. Aus der Erfahrung können wir sagen, dass auch 20 km/h kein Problem darstellen.

Alle von uns getesteten Hundefahrradanhänger lassen sich für den Transport im Kofferraum klein zusammenfalten. Klein bedeutet, dass sie quergestellt und mit eingeklappter Deichsel auch in einem Kleinwagen Platz finden. Der Einklappvorgang ist mal mehr, mal weniger kompliziert.

Beliebte Modelle im Test

Im Folgenden werden einige beliebte Modelle von Hundeanhängern vorgestellt, die sich im Test bewährt haben:

Taxxi Dog

Beim Taxxi Dog stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis wie bei keinem anderen Anhänger im Test. Für faire 500 Euro erhält man einen schön designten, umfassend und hochwertig ausgestatteten Hundeanhänger mit überzeugenden Details, viel Stauraum für Zubehör und verstellbarer Federung. Schon beim Auspacken sind wir verblüfft, hatten wir doch von Taxxi, einem in Deutschland beheimateten Unternehmen, noch nichts gehört. Beim Aufbau merkt man - Taxxi will etablierten Marken wie Burley, Croozer und Co. Paroli bieten.

Taxxi packt dem Anhänger darüber hinaus ein Buggy-Kit bei, das sich mit wenigen Handgriffen befestigen lässt. Zusammengefaltet findet der Anhänger, den es in Größe M bis 25 Kilogramm und Größe L bis 35 Kilogramm Belastbarkeit gibt, auch in kleineren Kofferräumen Platz. Gefallen haben uns auch die kleinen Details wie beispielsweise die Befestigungshaken für die aufrollbaren Fenster und das schnell einsatzbereite und verstaubare Sonnenverdeck. Wir bleiben dabei: Kein anderer Anhänger bietet so viel Ausstattung und Qualität für so einen fairen Preis.

»Trotz ein paar Kinderkrankheiten ist der Newcomer TAXXI DOG Hundeanhänger mit Federung eine richtig attraktive Option für viele Hundeliebhaber.

Hamax Pluto

Hamax hat mit seinem Pluto einen Hundeanhänger im Programm, der wie aus einem Guss erscheint. Funktional, wenig Schnickschnack, abgerundete Details - die Designer des Anhänger setzen auf eine schnörkellose Optik und ein hohes Maß an Alltagspraktikabilität. Wie dem auch sei - unser Testhund Poldi fühlte sich im Pluto des deutschen Herstellers Hamax fast so wohl wie auf einem Hundeplaneten.

Gleich fällt auf, dass der Anhänger über ein integratives Design verfügt. Sitzt der Hund im Hänger, überzeugen die einfach handhabbaren Lüftungsklappen an der Seite und die einfach per Hand verstellbare Federung. Wie bei vielen moderneren Fahrrad-Hundeanhängern lassen sich auch hier die Räder per Knopfdruck entfernen. Mit seinem kompakten Faltmaß und einer Zuladung bis 35 Kilo begeistert der Hamax Pluto insbesondere Nutzer, die im Kofferraum nicht viel Platz haben.

DoggyTourer Marley

Robust, robuster, DoggyTourer: Der Marley ist der Land Rover Defender unter den Hundeanhängern. Mit einer garantierten Zuladung von 80 Kilogramm und einer soliden Bodenwanne macht der leicht reparierbare Anhänger speziell für Hundebesitzer Sinn, die auf hohe Qualität und Langlebigkeit Wert legen. Der in Deutschland hergestellte Hundeanhänger Marley des Herstellers DoggyTourer ist der Land Rover Defender unter den Hundeanhängern. Extrem robust, pfiffige, praxisorientierte Details, austauschbare Komponenten - als qualitätsbewusster Grobmotoriker gewinnt man ihn schnell lieb, und nimmt die etwas eigenwillige Optik in Kauf.

Kern des Pudels - Verzeihung, des Anhängers - ist eine massive Bodenwanne aus 1,5 Millimeter starkem Aluminiumblech, die mit beachtlichen 80 Kilogramm beladen werden kann. Mit diesem Wert sticht der DoggyTourer souverän hervor. Obendrein ist der Anhänger für schwere Hunde geeignet: Der Hersteller gibt Rassen wie Pointer, Irish Setter und Collies an.

Unser Border-Collie-Mischling fand im Marley jedenfalls problemlos Platz und hat sich auf dem im Anhänger verlegten Teppichboden sofort wohlgefühlt. DoggyTourer gibt an, dass dieser mit einem Dampfstrahler gereinigt werden kann. Auch beim Blick auf die Räder offenbart sich der Fokus auf Langlebigkeit. Anstatt günstiger Konus-Kugellager oder Gleitlager sind Industriekugellager verbaut, die nicht so schnell verschleißen. Alles in allem können wir den DoggyTourer Marley nur empfehlen.

Croozer Dog Enna

Der Croozer Dog Enna setzt hinsichtlich Verarbeitung und Wertigkeit der Komponenten Maßstäbe. Zwar kostet der Hundeanhänger deutlich mehr als die meisten anderen Modelle, dafür spielt er qualitativ aber auch in der höchsten Liga. Damit ist er der ideale Begleiter für Hundebesitzer, die einen langlebigen, schön designten Anhänger für häufige Einsätze und/oder auch Radreisen suchen. Doch lässt sich der Croozer Dog Enna nur schwerlich mit den anderen Fahrrad-Anhängern vergleichen.

Der für mittelgroße Hunde bis 35 Kilogramm Gewicht geeignete Anhänger verfügt über eine integrierte »Airpad«-Federung. Für den ersten Aufbau braucht es etwas Kraft, denn der mitgelieferte Stoßfänger lässt sich nur mit etwas Anstrengung montieren. Vorteil: Der Anhänger lässt sich am Stoßfänger mit einem Kabel- oder großen Bügelschloss gut an einen Laternenpfahl oder ähnlichem anschließen. Die Handhabung des Anhängers macht ganz einfach Spaß.

Die mit wertigen Lagern ausgestatteten Räder werden sehr einfach per Knopfdruck auf die Nabe montiert und abgenommen, es ist kein umständliches Umkippen des Anhängers wie bei einigen anderen Modellen nötig. Öffnungs- sowie Belüftungsmöglichkeiten hat der Dog Enna reichlich. Ein Augenschmaus sind die gefrästen Achsaufhängungen - da freuen sich auch Maschinenbauer!

Die Kupplung der einklappbaren Deichsel lässt sich abschließen. Diese Option bietet ebenfalls kein anderer Anhänger im Testfeld. Lässt man also das Gespann für kurze Zeit unbeobachtet - zum Beispiel in der Stadt - braucht man nicht gleich nervös zu werden.

Trixie 12796

Der Trixie 12796 mit Schnellfaltfunktion bringt alles mit, was man für den Einstieg in den Hunde-Radtransport braucht. Für rund 200 Euro liefert Trixie einen leicht bedien- und zum Buggy umbaubaren Anhänger, der hinsichtlich Verarbeitungsqualität für die gelegentliche Nutzung auf Kurz- und Mittelstrecken völlig ausreicht. Der Trixie 12796 ist in allen der drei angebotenen Größen inzwischen für unter 200 Euro zu haben und bietet dafür erstaunlich viel Funktion und Zubehör.

Wer seinen Hundeanhänger klein zusammenklappen will, ist beim Fahrrad-Anhänger von Trixie besonders gut aufgehoben. Der Anhänger mit Schnellfaltfunktion lässt sich mithilfe von recht einfach bedienbaren Druckknöpfen mit wenigen Handgriffen zusammenklappen. Optisch ansprechend ist er ebenfalls.

Die beiden Netz-Einsätze an der Ober- und Vorderseite können per Reißverschluss im Nu mit einem Klarsicht-Regenschutz versehen werden, an der mit Reflektoren ausgestatteten Rückseite befindet sich der Hauptzugang zum gut gepolsterten Innenraum. Das herausnehmbare Kissen ist weich, aber nicht zu weich - gerade recht, damit der Hund kein unsicheres Gefühl bekommt.

Als einziger Hundefahrradanhänger im Test lässt sich beim Trixie die Bodenplatte zur Reinigung herausnehmen. Baut man das für knapp 30 Euro optional erhältliche Vorderrad an, lässt sich der Anhänger auch als Buggy nutzen. Die integrierte, beidseitige und per Fuß bedienbare Feststellbremse macht sich im Hundebuggy-Einsatz besonders schnell bezahlt. Der neoprenummantelte Griff ist höhenverstellbar und fasst sich recht angenehm an. Auch was die Details angeht, hat sich Trixie Gedanken gemacht.

Für gelegentliche Stadtfahrten und Wochenend-Fahrradausflüge ist der Trixie eine hervorragende Wahl. Eine tägliche Nutzung beim Pendeln in jedem Wetter oder längere Radreisen wird der Anhänger aber vermutlich nicht lange mitmachen - da sollte man dann noch etwas tiefer in die Tasche greifen. Im Test nutzte unser Border Collie Poldi den Trixie 12796 immerhin mit am liebsten.

Thule Bexey

Thule ist im Bereich von Fahrrad-Kinderanhängern, Dachträgern, Dachzelten und Dachboxen seit Jahrzehnten eine feste Größe, wenn auch nicht unter den Marktführern. Die aus Schweden stammende Marke ist für ihr schönes Produktdesign, ihre Qualität und die Erweiterungsmöglichkeiten bekannt. Der Anhänger ist definitiv auch was fürs Auge und gefällt durch einen einfach bedienbaren Faltmechanismus.

Räder und Deichsel lassen sich ebenfalls sehr einfach entfernen und anbringen - hier spielen Thule und Hamax in einer Liga. Ist der Innenraum schmutzig, können Boden und Seitenwände per Reißverschluss entfernt und gewaschen werden. Ab Werk ist der Bexey mit einer relativ dünnen Polsterung ausgestattet. Für den Test hat uns Thule daher das für rund 100 Euro optional erhältliche »Dog Bed« mitgeschickt, das bequemer ist als so manche Isomatte für Menschen - ein richtiges Kuschelteil, auf dem sich auch verwöhnte Hunde wohlfühlen dürften.

Burley Bark Ranger

Burley und Fahrradanhänger - das gehört zusammen wie Volvo und die Einführung des Dreipunktgurts. So wundert es nicht, dass auch der Bark Ranger qualitativ zu überzeugen weiß. Der Anhänger lässt sich schnell aufstellen und zusammenfalten, außerdem hat uns die Geometrie gut gefallen. Der Bark Ranger bietet viel Kopffreiheit, was wir auch bei unserem »Testhund« bemerkt haben - soweit wir das beurteilen konnten, fühlte er sich nicht im Geringsten eingezwängt.

Der fast 500 Euro teure Anhänger wird mit einem batteriebetriebenen Rücklicht ausgeliefert und ist in zwei Größen erhältlich. Burley wäre nicht Burley, hätte es nicht auch an die Details gedacht. So gibt es viele reflektierende Elemente - zum Beispiel an den Einfassungen der »Fenster«. Ein mit zwei AAA-Batterien betriebenes Rücklicht befindet sich ebenso im Lieferumfang wie Reflektoren vorne und hinten.

Etwas schade, aber Teil von Burleys Produktpolitik ist die Tatsache, dass man für viele Dinge, die sich bei anderen Herstellern im Lieferumfang befinden, extra zahlen muss - bis auf das Jogger-Kit. So kostet das »Pet Bed«, ein zugegebenermaßen luxuriöses Polster, stolze 69,90 Euro, der Regenschutz 44,90 Euro. Rechnet man alles zusammen, kann man also für die »Basics« nochmal gut 100 Euro draufschlagen.

Klarfit Husky City

Der Hersteller Klarfit gibt Hundebesitzern mit dem Husky City einen grundsoliden, preiswerten und geräumigen Fahrradanhänger an die Hand, der sich bis 45 Kilogramm Belastbarkeit eignet. Auf Anhieb hat uns das Design des in verschiedenen Farben erhältlichen Anhängers gefallen - insbesondere die reflektierenden Streifen auf Höhe des Reifens - ein Feature, das beileibe nicht selbstverständlich ist. Vom ebenfalls getesteten Kesser Hundeanhänger Boxer unterscheidet sich der Klarfit Husky nur in Details, die aber nicht entscheidend sind.

So verfügt er über die breitesten und voluminösesten Reifen im Test. Wer in den Urlaub fährt und den Fahrrad-Anhänger mitnehmen oder ihn im Winter platzsparend verstauen will, kann den Klarfit Husky City zusammenklappen. Das geht allerdings nicht so schnell vonstatten. Man muss dazu die ein wenig »Schraubarbeit« verrichten und die beiden Sterngriffschrauben sowie den Überrollbügel entfernen - so wie beim Aufbau.

Dabei ist etwas Kraft vonnöten und lässt sich nicht mit einem Schnellklappmechanismus zu vergleichen. Zu beachten ist auch, dass Klarfit den Husky in nur einer Größenvariante anbietet. Wie auch bei den anderen Herstellern üblich stattet Klarfit den Husky City mit einer Kurzleine aus, die integrierte Matte (ohne Polster!) lässt sich leicht reinigen.

Tiggo VS Classical

Nur etwas über 100 Euro ruft Tiggo für den VS Classical Hundeanhänger ab - nicht viel Geld für einen Anhänger, der zumindest die Grundbedürfnisse von radfahrenden Hundebesitzern und ihren Vierbeinern abdeckt. Es fällt auf, dass der Anhänger über eine offene Wannenkonstruktion verfügt. Somit kann bei Regen im Vergleich zu den anderen Testanhängern leichter Wasser eindringen, was auf längeren Fahrten etwas störend sein könnte.

Zwar hat der Tiggo keine gepolsterte Liegefläche, dafür lässt sich die (übrigens nicht herausnehmbare) Kunststoffmatte leicht reinigen. Der Aufbau geht etwas anders vonstatten als bei der Konkurrenz. Anstatt das Gestänge des Überrollkäfigs mit Sterngriffschrauben zu verschrauben, setzt der Hersteller auf Splinte. Was praktischer ist, ist am Ende doch Geschmackssache.

Wie bei den ebenfalls getesteten Modellen von Kesser, Klarfit und dem günstigeren Trixie ist das Klappsystem des Tiggo trotzdem nur für gelegentliches Zusammenklappen gedacht. Was die Qualität der Lager angeht, rangiert der Tiggo VS Classical ebenfalls auf Kesser- beziehungsweise Klarfit-Niveau.

Weitere Empfehlungen und Tipps

  • Berücksichtigen Sie die Größe Ihres Hundes: Achten Sie darauf, dass der Anhänger ausreichend Platz zum Stehen, Sitzen und Liegen bietet.
  • Achten Sie auf die Qualität und Sicherheit: Der Anhänger sollte stabil und sicher sein, um Ihren Hund optimal zu schützen.
  • Prüfen Sie die Ausstattung: Ein gutes Ventilationssystem, Sonnenschutz und ein Fach für die Transportbox sind wichtige Ausstattungsmerkmale.
  • Überlegen Sie sich den Einsatzbereich: Möchten Sie den Anhänger nur zum Radfahren oder auch zum Joggen nutzen?

Dank zahlreicher Produkttests haben wir uns Expertenwissen im Bereich Fahrradtransport-Lösungen angeeignet. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über einige der genannten Modelle und ihre wichtigsten Eigenschaften:

Modell Max. Zuladung Besondere Merkmale Preis (ca.)
Taxxi Dog 35 kg Verstellbare Federung, viel Stauraum, Buggy-Kit 500 €
Hamax Pluto 35 kg Kompaktes Faltmaß, einfache Handhabung N/A
DoggyTourer Marley 80 kg Sehr robust, austauschbare Komponenten N/A
Croozer Dog Enna 35 kg Airpad-Federung, abschließbare Deichsel N/A
Trixie 12796 22 kg Schnellfaltfunktion, Buggy-Umbau möglich 200 €
Klarfit Husky City 45 kg Reflektierende Streifen, geräumig N/A
Tiggo VS Classical N/A Günstig, offene Wannenkonstruktion 100 €

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