Der TAXXI DOG Hundeanhänger: Ein Testbericht

Der TAXXI DOG ist der Sightseeing-Bus unter den Hundeanhängern mit Federung.

Mit seinen zahlreichen cleveren Features bietet er ein attraktives Gesamtpaket ab 549 € in Größe M. So viel Sightseeing und Features wie mit dem TAXXI Dog Hundeanhänger bekommt sonst kein Hund - zumindest wenn man die Eckdaten auf dem Papier anschaut: unzählige Fenster, einstellbare Federung, integrierter Sicherheitshaken und ein fest montierter Regenschutz u.v.m.

Doch taugen die Extras auch in der Praxis?

Den TAXXI DOG gibt es in den Größen M und L in der Farbe dark grey/dark green.

Der TAXXI DOG M ist für Hunde bis 25 kg geeignet und kostet 549 €.

Das größere Modell TAXXI DOG L ist für Hunde bis 35 kg freigegeben und geht für 599 € über die Ladentheke.

Panoramablick und Komfort

In unserem Vergleichstest ist er der Hundeanhänger mit Federung und den meisten Fenstern.

Hier bekommt nicht nur unser Testhund Henry einen großartigen Panoramablick, auch Hundeherrchen und Redaktionsurgestein Manne hat ihn immer bestens im Blick.

So kann sich selbst jeder Hunde-Dickkopf, wie wir ihn manchmal auch von Henry kennen, im Fahrtwind abkühlen. Die gute Polsterung an den Seiten und am Boden sorgt für den Komfort des Hundes.

In der Business- oder First Class wäre ein zusätzliches Hundebett wünschenswert, jedoch bietet TAXXI diese Option leider nicht einmal als Zubehör an.

Reinigung und Praktikabilität

Eine weitere Einschränkung besteht darin, dass das Innenleben des Anhängers nicht herausnehmbar ist, was die Reinigung erschwert. Gerade bei längeren Touren erkunden Hunde auf Stopps ja auch mal das Umland und schleppen dann Dreck in den Hänger.

Henry ist beispielsweise ein richtiger Hundeanhänger-Veteran und stuben-, pardon, anhängerrein, aber gerade bei ängstlichen Hunden oder Gefährt-Neulingen finden sich schon mal Hinterlassenschaften im Anhänger.

Fürs Herrchen komfortabel und praktisch sind vor allem die zahlreichen Taschen, um Leckerlies, Wasser oder Hundeleine zu verstauen.

Es gibt jedoch einen kleinen Wermutstropfen: Die Tasche im hinteren Teil des Dachs ist nicht optimal platziert, da sie in den Laderaum und somit auf dem Hund hängt, sobald sie befüllt wird.

Faltbarkeit und Aufbau

Ist der TAXXI DOG einfach faltbar oder nicht? Geht es darum, den TAXXI DOG Hundeanhänger mit Federung auf- und abzubauen, muss man das faltbare Prinzip erst mal verstehen, damit es auch gut von der Hand geht.

Macht ihr es nicht wirklich oft, ist es etwas schwierig und fummelig, manche Stellen zu erreichen.

Vorsicht: Quetschgefahr für eure Finger!

Aber getreu dem Motto „Übung macht den Meister“ sollte die Prozedur von Mal zu Mal besser werden.

Ihr wollt den Anhänger als Transportbox für das Auto nehmen?

Möglich!

Fahrverhalten und Federung

Die besten Features bringen nichts, wenn das Gesamtprodukt sich nicht gut fährt. Hundeanhänger mit Federung gelten als besonders gut in Sachen Sicherheit und Fahrverhalten.

Der TAXXI DOG bietet eine 3-stufig einstellbare Federung. In unseren Tests mit Beschleunigungssensoren waren die Unterschiede zwischen den drei verschiedenen Stufen marginal.

Alle Ausschläge bei unterschiedlichen Unebenheiten waren ähnlich hoch, egal in welcher Stufe die Federung eingestellt war. Wichtig: Die Federung alleine entscheidet nicht, wie laufruhig ein Hundeanhänger ist.

Durch das gut gepolsterte Hundebett, das zusätzliche Design mit einem stabilen Gestänge, dem gut gespannten Materialbezug und der insgesamt niedrigen Höhe, liegt der TAXXI DOG stabil und laufruhig auf der Straße, egal ob man in Windeseile durch die City fährt oder die Waldwege unsicher macht.

Die mit 8 cm eher niedrige Bodenfreiheit hat bei unseren Testfahrten keine Probleme bereitet und mühelos Bordsteinkanten und holprige Pfade gemeistert.

Also, alles perfekt?

Leider nein!

Bei sehr engen Kurven kommt die zu kurze Deichsel ziemlich schnell auf Tuchfühlung mit dem Boden oder den Reifen und erfordert Vorsicht!

Dies passiert nicht, wenn die Kupplung waagerecht steht.

Jedoch arbeitet sie sich während der Fahrt immer weiter nach unten.

Außerdem hat der TAXXI DOG keine feste Bodenplatte integriert, lediglich eine Bodenmatte. Wir hätten uns hier eine feste Bodenplatte gewünscht, da sie mehr Sicherheit vermittelt.

Sicherheitsmerkmale

Safety first? Der TAXXI DOG bietet zahlreiche Sicherheits-Features. Allen voran die integrierte Hundeleine.

Während den Testfahrten neigten ein paar unserer Hunde dazu, aus Unsicherheit oder Ungewohntheit aus dem Anhänger springen zu wollen - abgesehen vom entspannten Dauerpendler Henry.

Vor allem bei großen Öffnungen oder wenn das Cabrio-Dach aufgelassen wird, ist eine integrierte Hundeleine ein wichtiges Feature. Der vormontierte Regenschutz ist bei unvorhersehbaren Regenschauern ein gutes Add-on, hat jedoch einen flexiblen Druckverschluss, der ein zielgenaues Handling verlangt - wenn es schnell gehen muss, ist das weniger von Vorteil.

Praktisch ist der stets befestigte Regenschutz aber allemal. Wer nicht gern das Wetter vorab studiert oder generell etwas vergesslich ist, wird davon profitieren.

Bremsen und Handhabung

Bremsen wie im Auto? Ja, aber erst einmal geht es um den Anhänger herum, da sich die Bremse leider am Heck befindet.

Das Fußpedal ermöglicht zwar eine einfache Handhabung, ist aber in manchen Situationen schwer nutzbar, vor allem an Steigungen, wenn man gleichzeitig das Fahrrad halten sollte.

Ebenfalls unpraktisch - und nicht an jedem Fahrrad funktionsfähig - ist das zu kurze Sicherungsfangband, das den Hundeanhänger mit dem Fahrrad verbindet.

Gesamteindruck

Trotz ein paar Kinderkrankheiten ist der Newcomer TAXXI DOG Hundeanhänger mit Federung eine richtig attraktive Option für viele Hundeliebhaber.

Die super Rundumsicht gefällt dem Sightseeing-affinen Hund, das sichere Fahrverhalten dem Herrchen.

Der Preis ist in Anbetracht der zahlreichen, gut funktionierenden Features fair.

Nur das Design darf nicht eure Priorität einnehmen, da dies durch den Regenschutz mit den großen Plastik-Flächen billig wirkt.

Gewöhnung des Hundes an den Anhänger

Vor der ersten Ausfahrt empfiehlt es sich, den Hund an den Anhänger zu gewöhnen. Ein Hundeanhänger bewegt sich und wackelt. Zudem ist das Tier „eingesperrt“.

Ist der Hund sensibel oder schreckhaft, sollte er nicht einfach in den Anhänger „gestopft“ werden.

Denn das kann Stress für die Fellnase bedeuten.

Unter Umständen macht es ihm so nie Spaß mit auf Tour zu gehen. Schon beim Anblick des Anhängers legt der Hund den Rückwärtsgang ein.

Den Anhänger ohne Räder im Wohnzimmer aufstellen.

Tür und Tor sind offen, eine bekannte Decke liegt im Hänger.

Ist der Hund ängstlich, ihn spielerisch in die offene Box locken. Am besten mit Leckerlis. Ebenfalls möglich: Servieren Sie ihm alle Mahlzeiten direkt im Anhänger.

Geht der Hund gerne rein oder legt sich sogar hin, für kurze Momente die Tür schließen und wieder öffnen. Die Zeiten immer verlängern.

Aussteigen des Hundes nie ohne Kommando!

Klappt dies alles ohne Probleme, kommen die Räder dran.

Für den Ein -und Ausstieg immer die Feststellbremse des Anhängers einlegen oder einen Reifen mit den Füßen sichern. Auf einen sicheren Stand des Fahrrades achten, damit es nicht umfällt.

Den Anhänger zunächst wie einen Kinderwagen schieben, bevor er ans Rad gekoppelt wird. Dann das Gespann erst schieben.

Warum ein Hundeanhänger?

Doch warum braucht der Hund einen Anhänger, er kann doch selbst laufen? Egal ob junger oder alter Hund: Man bedenke, dass ein Hund im Alltag etwa 17 bis 20 Stunden schläft oder döst.

Ein Tagesausflug dauert schnell fünf Stunden und mehr.

Klar folgt der Hund seinem Menschen, auch wenn er eigentlich müde ist.

Der Hund ist im Laufe der Jahre zum treuen Begleiter des Menschen geworden und hat im besten Fall eine gute Bindung zu seinem Menschen. Daher würde er uns bis zum Umfallen folgen.

Egal ob auf Teer oder Schotter: Es besteht durchaus die Gefahr, dass sich der Hund die Pfoten wund läuft.

Keine schöne Situation für das Tier.

Ebenso geht eine Dauerbelastung auf die Gelenke des Hundes. Dies macht sich spätestens im Alter des Vierbeiners bemerkbar.

Radfahren mit Hund ist anders als Radfahren ohne Hund.

Dessen sollte man sich bewusst sein.

Die Länge der Touren und Etappen sollten immer an den Hund angepasst sein. Auf Wald- und Wiesenwegen sollte man dem Hund immer wieder die Möglichkeit geben, seinen Geschäften nachzukommen.

Auf Radwegen und im Straßenverkehr bleibt der Hund im Anhänger.

Hundegerechte Touren führen optimal am Fluss entlang oder zu einem See. Die meisten Hunde lieben Wasser und eine Abkühlung ist willkommen.

Egal ob der Anhänger gefedert ist oder nicht - legen Sie stets eine bequeme und rutschhemmende Hundematte in den Anhänger. Einen kurzen Schauer halten die meisten Anhänger aus. Daher sind Regencover ein sinnvolles Zubehör.

Worauf man beim Kauf achten sollte

Die Auswahl der Hundeanhänger fürs Fahrrad ist mittlerweile recht groß. Es gibt sie in allen möglichen Größen, Ausführungen und Preisklassen. No-Name-Anhänger aus dem Online-Auktionshaus können zur echten Gefahr für den Hund werden, wenn sie nicht den gängigen Anforderungen entsprechen.

Im Zweifel raten wir von ihnen ab. Auch hier gilt die alte Weisheit: Wer günstig kauft, kauft zweimal.

E-Bike Nutzung

Unser vierbeiniger Tester Piero sitzt im Anhänger und streckt den Kopf durchs offene Verdeck. Seine Ohren flattern im Fahrtwind. Wobei das mit dem Fahrtwind schnell nachlässt.

Denn an der ersten Steigung komme ich ins Schwitzen und wir fast zum Stehen. Bei einem mittelgroßen Hund im Anhänger kommt schnell mal ein Zentner zusammen. Ganz klar macht eine Tour mit Anhänger erst mit einem E-Bike so richtig Spaß.

Heute sind die allermeisten E-Bikes für den Betrieb mit einem Anhänger zugelassen und geeignet. Einige Hersteller wie Riese und Müller oder Simplon bieten sogar Räder direkt mit einem Anhängeradapter an.

In jedem Fall muss die Freigabe für den Anhängerbetrieb vom Hersteller eingeholt werden.

Fazit

Welcher Hundeanhänger ist der richtige? Egal in welchem dieser Anhänger Sie ihren Liebling transportieren, Sie können nur wenig falsch machen. Alle sind hochwertig verarbeitet, sicher für Ihren Hund und sicher für die Teilnahme am Straßenverkehr. Empfehlenswert ist in jedem Fall ein Wimpel (oft serienmäßig).

Alle Anhänger lassen sich ohne Werkzeug aufbauen und zerlegen. Das erfordert bei allen beim ersten Mal ordentlich Kraft. Das bessert sich, sobald der Stoff längere Zeit gespannt ist.

Letztlich spielt die Größe des Hundes eine wichtige Rolle bei der Wahl des Anhängers und wie oft Sie auf Tour gehen wollen. Für Vielfahrer lohnt sich der Croozer. Der Hund sollte immer möglichst auf der Achse sitzen bzw. liegen.

Für einen tiefen Schwerpunkt sorgen. Das Gewicht des Gespanns hat einen erheblichen Einfluss auf den Bremsweg. Der Anhänger sollte nur mit dem Maximal zugelassenen Gewicht beladen werden. Dog Bus mit Aluboden 299 Euro (S) 449 Euro (M) 499 Euro (L).

Die ausführlichen Testberichte der Hundeanhänger finden Sie in der ElektroRad 8/2023.

Häufige Fragen

Sie wollen einen Fahrradanhänger für Ihren Hund?

Ein Fahrradanhänger für Hunde kann sehr nützlich sein.

Gerade junge Hunde, kleine Hunde oder Senior-Hunde können häufig nicht lange neben dem Fahrrad laufen.

Mit einem Fahrradanhänger können Sie Ihren Hund trotzdem mitnehmen. Welcher Fahrradanhänger Hunde am sichersten transportiert und welche Modelle die größten und stabilsten sind, erfahren Sie in unserem Test.

Wenn Sie mit dem Hund unterwegs sind, können Sie auch einen Hunderucksack wählen.

Das sind die häufigsten Fragen, die sich Hundebesitzer zum Hundeanhänger fürs Fahrrad stellen.

Die besten Hundeanhänger im Überblick

Der beste Hundefahrradanhänger in unserem Test ist der Fahrradanhänger von Klarfit*.

Denn er bringt viele Extras mit, die schon zahlreiche Hundehalter begeistert haben:

  • Hundebuggy mit Federung
  • leicht verstaubar, kann zusammengefalten werden
  • rutsch- und wasserfest
  • Befestigung ganz ohne Werkzeug
  • alle Fenster aufklappbar

Der Fahrradanhänger von Klarfit* kann mit bis zu 40 Kilogramm belastet werden und ist damit auch für mittelgroße Hunde geeignet.

Die Außenmaße (inklusive Deichsel) betragen ca. 75 x 85 x 137 cm (BxHxT).

Hundekorb oder Anhänger?

Einen Hundekorb für das Fahrrad empfehlen wir nur für kleine und leichte Hunde.

Ein Fahrradanhänger für Hunde ist für große und schwere Rassen ideal - aber auch kleine Hunde können mit dem Anhänger transportiert werden.

Der Hundefahrradkorb bietet den Vorteil, dass er kleiner, handlicher und günstiger ist.

Im Hundeanhänger hat Ihr Hund aber mehr Platz und er ist für alle Hundegrößen geeignet.

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