Hundeanhänger für Mopeds: Ein umfassender Test

Viele Menschen, die ein Mofa besitzen, müssen schwerere Lasten transportieren. Fahrräder mit Hilfsmotor dürfen gemäß § 61a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) tatsächlich Anhänger ziehen. Doch ist ein Mofa mit Anhänger überhaupt erlaubt? Schließlich hat so ein leichtes Fahrzeug eine deutlich schwächere Zugkraft als Motorräder oder gar Autos. Und welche Lasten sind beim Transport von Gütern zugelassen?

Um ein Mofa mit Anhänger fahren zu dürfen, ist kein eigener Führerschein erforderlich, wie auch bei einem Mofa ohne Anhänger. Mofafahrer müssen allerdings eine Prüfbescheinigung von einer Fahrschule fürs Mofa vorweisen können. Wie schwer die tatsächliche Gesamtmasse des Anhängers - und damit die Anhängelast für Ihr Mofa - maximal sein darf, entnehmen Sie dessen Betriebsanleitung.

Die Mindeststützlast muss nach § 44 Abs. 3 StVZO mindestens 4 % der tatsächlichen Gesamtmasse des Anhängers betragen, um die Fahrsicherheit zu gewährleisten. Während Kraftfahrzeuge generell so gebaut werden müssen, dass sie eine Stützlast von mindestens 25 kg verkraften, darf die technisch zulässige Stützlast bei Krafträdern auch darunter liegen.

Ein Anhänger für ein Mofa darf zusammen mit seiner Ladung maximal einen Meter breit, zwei Meter lang und 1,4 Meter hoch sein, wie auch für Fahrräder. Der Anhänger muss außerdem ausreichend beleuchtet sein. Nach § 66a StVZO bedeutet dies, dass der Anhänger hinten mindestens eine rote Schlussleuchte (auf der linken Seite) und zwei rote Rückstrahler aufweisen muss.

An der linken Vorderseite muss mindestens ein weißes Licht angebracht sein, wenn der Anhänger mehr als 0,8 Meter breit ist (bei 0,6 bis 0,8 m sind zwei weiße Rückstrahler erforderlich). § 32a StVZO verbietet es außerdem, mehr als einen Anhänger an einem Kraftfahrzeug anzubringen, wenn dieses keine Zugmaschine ist. Wie § 3 Absatz 2 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) vorgibt, sind einachsige Anhänger hinter Kleinkrafträdern ausgenommen von Vorschriften des Zulassungsverfahrens.

Für Anhänger am Mofa gelten laut § 61a der StVZO dieselben Bau- und Betriebsvorschriften wie für Anhänger hinter Fahrrädern, wenn sie vor dem 1. April 1961 zum ersten Mal in den Verkehr gekommen sind. Allerdings finden sich in der StVZO keine expliziten Bestimmungen für Fahrräder, weshalb für diese - wie auch für Mofas - gemäß § 63 StVZO prinzipiell dieselben Regeln gelten wie für Kraftfahrzeuge.

Wenn Sie einen geeigneten Anhänger für Ihr Mofa gekauft oder gar selbst gebaut haben, müssen Sie ihn nun sicher an Ihrem Mofa mit einer Anhängerkupplung befestigen. Entsprechende Modelle können Sie in diversen Läden und Online-Shops finden. Sie sollten sich eine ausreichend stabile Kupplung kaufen, die entsprechend geprüft wurde. Die Stützlast auf der Kupplung muss außerdem mindestens 4 % der tatsächlichen Gesamtmasse des Anhängers betragen, da ansonsten die Fahrsicherheit gefährdet ist.

Auswahl des richtigen Hundeanhängers

Bei Hundeanhängern handelt es sich um ein Transportmittel, mit dem der Hund von A nach B befördert werden kann, beziehungsweise mit dessen Hilfe man ihn auf Fahrten und Reisen dabei hat. Hierzu hält der Handel unterschiedliche Modelle für verschiedene Hunde und Gelegenheiten bereit.

Man findet Hundeanhänger fürs Auto, fürs Fahrrad und für andere Zweiräder. Auch bezüglich des Komforts unterscheiden sich die Hundeanhänger: Solche mit Federung sorgen für die Entlastung des Tieres, Hundeanhänger mit Klimaanlage - das gilt in erster Linie für Hundeanhänger für den PKW - tragen Sorge, dass sich der Vierbeiner während des Transports wohl fühlt. Wer mag, kann gebrauchte Hundeanhänger käuflich erwerben, was keinesfalls heißt, dass die Qualität nicht stimmt, - auf jeden Fall besteht so die Möglichkeit, zu einem preiswerten aber qualitativ hochwertigen Hundeanhänger zu kommen.

Hundeanhänger für den PKW findet man in vielfältigen Ausführungen. Das fängt beim Hundetransportanhänger für einen Hund in Standardausführung an und endet beim Anhänger für mehrere Hunde - etwa für den Transport von Schlittenhunden - in der Luxusklassenausführung. Der Anhänger sollte über eine gute Belüftung verfügen und diese beim Transport auch offen bzw. Wer seinem Hund den Anhänger komfortabel - also mit Decken und Kissen sowie einem geliebten Spielzeug - ausstattet, der ermöglicht ihm eine stressfreie Reise. Außerdem verringert sich so die Verletzungsgefahr.

Der Hundeanhänger fürs Fahrrad ist die beste Alternative, um den Hund auch auf Radtouren mit dabei zu haben. Besonders ideal sind Hundeanhänger für kranke oder alte Hunde sowie für Welpen. Wichtig ist es, dass man sich zunächst darüber im Klaren ist, wofür genau der Hundeanhänger sein soll, um anschließend entsprechend nach Stabilität und Ausführung zu entscheiden: Wird der Hundeanhänger auf Radwegen und Straßen, im Gelände, für längere oder kurze Strecken eingesetzt? Soll er leicht abzuhängen und zu verstauen sein oder kann er konstant am Fahrrad bleiben?

Beim Kauf ist darauf zu achten, dass der Hund seiner Größe und seinem Gewicht entsprechend genügend Platz im Hundeanhänger hat. Der Handel bietet kleine Anhänger für Hunde bis zu einem Körpergewicht von etwa 55 kg aber auch große in XXL-Format für Tiere bis zu 70 kg an. Zwar muss der Hundeanhänger stabil sein, dennoch sollte man auf ein geringes Eigengewicht achten, da - gerade auf bergigen Touren - das Ziehen eines Anhängers eine gewisse Kraftanstrengung bedeutet.

Bezüglich des Materials ist zu beachten, dass die Außenhülle wetter- und witterungsbeständig sowie leicht zu reinigen ist. Ideal sind Produkte mit einem Aluminiumrahmen und Kunststoffteilen. Diese rosten nicht und sind von geringem Gewicht. Das Innere sollte - schon alleine wegen der drohenden Verletzungsgefahr - gut gepolstert sein. Nicht zuletzt sollte man Wert darauf legen, dass der Hundeanhänger sicher und leicht an das eigene Fahrrad anzubringen ist.

Die etwas günstigeren Modelle werden direkt an den Gepäckträger angekuppelt, was den Nachteil hat, dass dieser dann nicht mehr als solcher zu benutzen ist. Teurere Produkte werden mit einer eigenen Anhängerkupplung an die Hinterachse des Rades montiert. Hundeanhänger fürs Fahrrad müssen vom Hund - vor allem vom kranken, alten und großen - leicht und bequem zu besteigen sein. Das bedeutet, dass der Ein- und Ausstieg im Idealfall sowohl von hinten als auch von oben ist.

Sicherheitsaspekte

Abschließend ist noch ein Blick auf die allgemeine Sicherheit zu werfen: Ausreichend viele, richtig platzierte Reflektoren sind ebenso wichtig wie Sicherheitswimpel und passende Reifen. Vieles, was fürs Fahrrad und den PKW gilt, gilt auch für den Hundeanhänger für den Roller, für das Moped oder fürs Motorrad. In erster Linie muss er stabil sein und die Fahreigenschaften des Zweirades nicht behindern. Natürlich müssen auch hier Größe und Geräumigkeit stimmen. Auch hier bietet sich eine zusätzliche Sicherung des Hundes mittels einer Kurzleine im Inneren des Hundeanhängers an.

Generell entspricht das Fahren mit dem Hundeanhänger dem Fahren mit einem anderen Anhänger. Selbstverständlich sind das zulässige Gesamtgewicht sowie das zugelassene Nutzlastgewicht zu beachten. Fahren mit dem Hänger impliziert vorausschauendes Fahren. Auch die Fahrt mit dem Zweirad und einem Hundeanhänger gestaltet sich anders als ohne. Und auch hier ist umsichtiges Fahren gefragt. Besonders in den Kurven verliert das Zweirad eventuell an Stabilität, darüber sollte man sich im Klaren sein.

Gerade mit dem Fahrrad muss man wissen, dass eine größere Kraftanstrengung gefragt ist. Grundsätzlich gilt: Bei Nachtfahrten, beim Fahren in der Dämmerung oder bei schlechten Sichtverhältnissen müssen die Beleuchtungen sowie das Vorhandensein ausreichender Reflektoren unbedingt vor Fahrtantritt kontrolliert werden. Bei großer Hitze ist für ausreichende Belüftung sowie für Wasser zu sorgen.

Alternativen zum Hundeanhänger

Kann das Hündchen einmal nicht mitlaufen - sei es, weil es nicht will, kann oder soll - ist ein Hunderucksack eine praktische, angenehme Lösung für Zwei- und Vierbeiner. Grundsätzlich lassen sich Hunderucksäcke in zwei Typen unterteilen: Zum einen gibt es Modelle, in denen der Hund transportiert wird. Zum anderen gibt es Rucksäcke, die der Hund selbst trägt, um kleinere Lasten - etwa bei längeren Wanderungen - zu übernehmen. Der beste Hunderucksack ist für uns der Pecute Hunderucksack mit Netzfenster. Er ist stabil, bietet viel Platz und lässt sich gut tragen.

Für einen Hunderucksack gibt es die verschiedensten Einsatzzwecke. Ein Hund, der älter oder verletzt ist und nicht mehr so lange Strecken laufen kann, wird durch den Transport im Hunderucksack entlastet, wenn er erschöpft ist. Eine weitere Einsatzmöglichkeit für einen Hunderucksack sind Wege, die über Terrain führen, das der Hund - egal ob Welpe oder ausgewachsen - nicht bewältigen kann. Dies können zum Beispiel sehr steinige Untergründe oder schmale Grate sein.

Hunde sind sehr unterschiedlich - es gibt unzählige Rassen und noch mehr Mischlinge. Deshalb ist die erste Frage: Hat mein Hund genügend Platz im Rucksack? Wenn der Transport nur eine kurze Strecke umfasst, reicht es, wenn der Hund bequem sitzen kann. Soll der Aufenthalt im Rucksack länger dauern, ist es gut, wenn das Tier sich auf dem Boden zusammenrollen und ausruhen kann. Das Gewicht spielt sowohl bei der Haltbarkeit des Rucksacks als auch bei der Kraft des tragenden Menschen eine Rolle.

Wie lange ein Hund im Hunderucksack bleiben kann, ist individuell verschieden. Allerdings gilt für alle Hunde, dass sie Bewegungstiere sind, die nicht lange in nur einer Position verharren können und wollen, ohne dass es für sie unangenehm wird. Hier sollte man seinen Hund aufmerksam beobachten sowie kennen und immer auf sein Wohlergehen achten.

Achten Sie darauf, dass das Innere des Rucksacks gut belüftet ist. Je länger die Strecken sind, die Sie mit dem Hund im Rucksack zurücklegen wollen, desto wichtiger ist eine gute Luftzirkulation. Die meisten Hunderucksäcke haben für diesen Zweck Netzeinsätze. Andere Hersteller verwenden atmungsaktives Material. Hierbei spielt auch eine Rolle, ob der Hund komplett im Rucksack sitzt oder ob er oben herausschaut.

Weitere Transportmittel für Hunde

Neben Hundeanhängern und Hunderucksäcken gibt es noch weitere Möglichkeiten, Hunde zu transportieren. Lastenfahrräder und E-Scooter erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und können ebenfalls für den Transport von Hunden genutzt werden.

Lastenfahrrad Hund

Lastenfahrräder sind eine umweltfreundliche und nachhaltige Alternative zum Auto und bieten viel Platz für den Transport von Hunden. Es gibt spezielle Modelle, die für den Hundetransport optimiert sind und über einen einfachen Einstieg, eine sichere Transportbox und eine komfortable Ausstattung verfügen.

Einige der besten Lastenfahrräder für Hunde sind:

  • Cargo C2426 von Zündapp
  • SachsenRAD T1
  • T9 Grand Modern von SachsenRad
  • Adore Cargo e-Bike Straight
  • Qivelo Curve 3 DR7

Bei der Auswahl eines Lastenfahrrads für Hunde sollten Sie auf eine stabile Transportbox, rutschfeste Bodenmatten, Anschnallmöglichkeiten und eine gute Federung achten. Für große Hunde ist ein Modell mit Einstiegstür oder Rampe empfehlenswert.

E-Scooter mit Hund

E-Scooter erfreuen sich großer Beliebtheit für den Weg zur Arbeit, Ausflüge in der Freizeit oder sogar Stadtrundfahrten. Wer nicht mehr ganz so gut zu Fuß ist und einen aktiven Hund besitzt, überlegt mitunter, ob es nicht auch möglich ist, auf dem E-Scooter mit einem Hund Gassi zu gehen.

Die Mitnahme von Tieren ist auf dem E-Scooter nicht grundsätzlich untersagt, allerdings gilt es die gesetzlichen Vorschriften zu beachten. Dabei können unter anderem die Vorgaben zur Ladungssicherung von Bedeutung sein. Damit ein Hund auf dem E-Scooter mitfahren darf, muss dieser sicher verstaut sein. Möglich ist dies bei kleineren Rassen etwa in einem Rucksack. Hundekorb und Hundeanhänger für E-Scooter sind hingegen häufig nicht geeignet.

Es ist laut Straßenverkehrs-Ordnung nicht gestattet, ein Tier von einem Kraftfahrzeug aus zu führen. Dies schließt auch E-Scooter ein, weshalb bei einem Verstoß gegen diese Verkehrsregel gemäß Bußgeldkatalog ein Verwarngeld in Höhe 5 Euro droht.

Fazit

Letztendlich sollte man sich beim Kauf von einem Fachmann beraten lassen. Jedoch nützt der sicherste Hundeanhänger nichts, wenn das Zugfahrzeug nicht verkehrstauglich oder nur eingeschränkt sicher ist. Auch die Fahrt mit dem Zweirad und einem Hundeanhänger gestaltet sich anders als ohne. Und auch hier ist umsichtiges Fahren gefragt.

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