Gefederte Hundeanhänger für E-Bikes im Test

Hundeanhänger gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Dabei geht die Bandbreite weit auseinander: Man kann zwischen 100 und 1.000 Euro investieren.

Radsportbegeisterte Hundebesitzer wollen ihren Liebling natürlich bei der Radtour dabeihaben - keine Frage. Ein Fahrradanhänger für Hunde ist da die ideale Wahl. Damit auch dein Liebling die Ausfahrt in vollen Zügen genießen kann, eignet sich am besten ein gefederter Hundeanhänger. Warum eine Federung für deinen Vierbeiner so wichtig ist, wird im Folgenden erläutert.

Warum ein gefederter Hundeanhänger?

Eine Federung sorgt bei sehr holprigen Untergründen für eine ruhige Fahrt. Die Federung macht die Fahrt für deinen Mitfahrer deutlich angenehmer und sorgt für maximalen Komfort. Besonders bei holprigen Untergründen wird jede Unebenheit direkt auf den Sitz und den Körper übertragen. Das ist für das Tier dauerhaft sehr unangenehm und möglicherweise mit Schmerzen verbunden. Bei zahlreichen Tests konnte nachgewiesen werden, dass Hundeanhänger mit Federung schonend für die Gelenke der Tiere sind.

Nicht nur dein Hund profitiert von einer Federung - auch du als Radler. Die Federung fängt Schwingungen ab und sorgt so für ein stabileres Fahrgefühl. Es lohnt sich in Qualität und Komfort zu investieren.

Kaufkriterien für gefederte Hundeanhänger

Bevor du dich für einen Hundeanhänger mit Federung entscheidest, solltest du dir vorab ein paar Gedanken machen.

  • Platzangebot: Dein Hund sollte sowohl in der Liege- als auch in der Sitzposition ausreichend Platz im Anhänger haben. Die ausgestreckte Liegeposition sollte auch gewährleistet sein, damit sich dein Liebling nach längerem Auslauf entspannen kann.
  • Federung: Gerade wenn du regelmäßig Offroad unterwegs bist, sollte die Federung ein entscheidendes Kaufkriterium sein.
  • Maximales Ladungsgewicht: Manche Anhänger sind groß gebaut, aber trotzdem für ein verhältnismäßig geringes Gewicht zugelassen. Deshalb solltest du beim Kauf vorab auf das maximale Ladungsgewicht achten.
  • Materialien: Hochwertige und stabile Materialien zahlen sich aus! Materialmängel und schnelle Abnutzung bzw. Verschleißerscheinungen werden von Käufern mit am häufigsten kritisiert.
  • Multifunktionalität: Wenn du den Hundeanhänger abseits vom Fahrradmodus auch noch anderweitig einsetzen möchtest, solltest unbedingt auf multifunktionale Eigenschaften achten. Die Jogger-Funktion beispielsweise ist praktisch, wenn du deinen Begleiter beim Laufen mitnehmen möchtest - er mit dir aber nicht Schritt halten kann.
  • Belüftung: Neben ausreichend Platzangebot, solltest du auch auf das Klima bzw. eine gute Luftzirkulation im Inneren des Anhängers achten. Gibt es Belüftungsmöglichkeiten zum Öffnen? Gibt es diverse Einstiege (hinten und vorne)?
  • Weitere Aspekte: Mückenschutz und Basis-Wetterschutz sind meist in einem 2in1 Verdeck integriert. Außerdem sollte eine Leine integriert sein, sich die Bodenwanne zum Reinigen einfach entfernen lassen und die Unterlage gut gepolstert sein.

Empfehlenswerte Modelle

Noch sind Fahrradanhänger für Hunde mit Federung rar am Markt. Dank zahlreicher Produkttests haben wir uns Expertenwissen im Bereich Fahrradtransport-Lösungen angeeignet.

DoggyTourer

Mitten in den Plänen dazu stießen wir dann durch weitere Recherchen auf DoggyTourer, dem so ziemlich einzigen Anbieter für gefederte Fahrradanhänger für Hunde. Nicht billig (sind entsprechende Kinderanhänger auch nicht!), aber sehr in die Richtung gehend, die wir uns vorstellten.

Vor Ort begrüßten uns mehrere Hunde und gefühlte 100 Hänger. Wir konnten uns alles in Ruhe ansehen und bekamen jedes Detail erklärt. Man merkt gleich, dass hier echte Hundeprofies (und Liebhaber) am Werk sind. Völlig begeistert, voller Vorfreude und mit einem brandneuem Doggytourer in Größe S und leuchtendem Orange verließen wir das Geschäft.

Vorteile des DoggyTourer:

  • Der Doggytourer ist einer der wenigen gefederten Fahrradanhänger für Hunde am Markt.
  • Der Doggytourer ist super leicht.
  • Der Doggytourer ist hochwertig.
  • Der Doggytourer ist sicher.
  • Der Doggytourer ist klein verpackbar und leicht aufbaubar.
  • Der Doggytourer ist nachhaltig.
  • Es gibt extrem viel Zubehör.
  • Er sieht schick aus.

TrendPet DogBus

Im Programm ist der DogBus, welchen wir aktuell gefahren sind. In drei Größen verfügbar, gefedert und mit Aluboden.

  • Verarbeitung: Die Verarbeitung ist gut. Es können alle Seiten geöffnet werden, was praktisch zum Ein- und Aussteigen ist. Die Reißverschlüsse sind stabil.
  • Handhabung und Falten: Der Ein- und Ausstieg empfiehlt sich von hinten. Der Anhänger ist komplett mit Mesh-Fenstern versehen und daher super belüftet.
  • Federung: Die gesamte Kabine des DogBus ist auf einer Schwinge mit doppelten Federbeinen befestigt.
  • Zubehör: Es gibt Zubehör wie eine Regenhaube oder eine wasserabweisende orthopädische Matte.

Klarfit Husky City Fahrradanhänger

Der beste Hundefahrradanhänger in unserem Test ist der Fahrradanhänger von Klarfit*. Denn er bringt viele Extras mit, die schon zahlreiche Hundehalter begeistert haben:

  • Hundebuggy mit Federung
  • leicht verstaubar, kann zusammengefalten werden
  • rutsch- und wasserfest
  • Befestigung ganz ohne Werkzeug
  • alle Fenster aufklappbar

Der Fahrradanhänger von Klarfit* kann mit bis zu 40 Kilogramm belastet werden und ist damit auch für mittelgroße Hunde geeignet. Sie können den Fahrradanhänger für Hunde von Klarfit* sogar am E-Bike nutzen. Außerdem ist er mit Reflektoren ausgestattet, damit Sie auch in der Dunkelheit sicher ausgestattet sind.

Taxxi Dog

Beim Taxxi Dog stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis wie bei keinem anderen Anhänger im Test. Für faire 500 Euro erhält man einen schön designten, umfassend und hochwertig ausgestatteten Hundeanhänger mit überzeugenden Details, viel Stauraum für Zubehör und verstellbarer Federung.

Beim Taxxi Dog ist alles dabei, was die Herzen von Hundebesitzern (und Hunden) höher schlagen lässt. Auch die Verarbeitungsqualität und die Details des rund 550 Euro teuren Anhängers haben uns gefallen. Taxxi packt dem Anhänger darüber hinaus ein Buggy-Kit bei, das sich mit wenigen Handgriffen befestigen lässt.

Hamax Pluto

Hamax hat mit seinem Pluto einen Hundeanhänger im Programm, der wie aus einem Guss erscheint. Funktional, wenig Schnickschnack, abgerundete Details - die Designer des Anhänger setzen auf eine schnörkellose Optik und ein hohes Maß an Alltagspraktikabilität.

Gleich fällt auf, dass der Anhänger über ein integratives Design verfügt. Sitzt der Hund im Hänger, überzeugen die einfach handhabbaren Lüftungsklappen an der Seite und die einfach per Hand verstellbare Federung.

Mit seinem kompakten Faltmaß und einer Zuladung bis 35 Kilo begeistert der Hamax Pluto insbesondere Nutzer, die im Kofferraum nicht viel Platz haben.

Croozer Dog Enna

Hochwertiger, sehr schön verarbeiteter Hundeanhänger mit tollen Details für qualitätsbewusste Nutzer. Der Croozer Dog Enna setzt hinsichtlich Verarbeitung und Wertigkeit der Komponenten Maßstäbe. Zwar kostet der Hundeanhänger deutlich mehr als die meisten anderen Modelle, dafür spielt er qualitativ aber auch in der höchsten Liga.

Der für mittelgroße Hunde bis 35 Kilogramm Gewicht geeignete Anhänger verfügt über eine integrierte »Airpad«-Federung. Die Handhabung des Anhängers macht ganz einfach Spaß. Die mit wertigen Lagern ausgestatteten Räder werden sehr einfach per Knopfdruck auf die Nabe montiert und abgenommen, es ist kein umständliches Umkippen des Anhängers wie bei einigen anderen Modellen nötig.

Die Kupplung der einklappbaren Deichsel lässt sich abschließen. Diese Option bietet ebenfalls kein anderer Anhänger im Testfeld. Lässt man also das Gespann für kurze Zeit unbeobachtet - zum Beispiel in der Stadt - braucht man nicht gleich nervös zu werden.

Trixie 12796

Schön gestalteter, in drei Größen erhältlicher Hundeanhänger mit optionaler Buggy-Funktion. Gute Bedienbarkeit und Schnellfaltfunktion. Der Trixie 12796 mit Schnellfaltfunktion bringt alles mit, was man für den Einstieg in den Hunde-Radtransport braucht.

Der Anhänger mit Schnellfaltfunktion lässt sich mithilfe von recht einfach bedienbaren Druckknöpfen mit wenigen Handgriffen zusammenklappen. Die beiden Netz-Einsätze an der Ober- und Vorderseite können per Reißverschluss im Nu mit einem Klarsicht-Regenschutz versehen werden, an der mit Reflektoren ausgestatteten Rückseite befindet sich der Hauptzugang zum gut gepolsterten Innenraum.

Als einziger Hundefahrradanhänger im Test lässt sich beim Trixie die Bodenplatte zur Reinigung herausnehmen. Baut man das für knapp 30 Euro optional erhältliche Vorderrad an, lässt sich der Anhänger auch als Buggy nutzen. Die integrierte, beidseitige und per Fuß bedienbare Feststellbremse macht sich im Hundebuggy-Einsatz besonders schnell bezahlt.

Sicherheitshinweise

Was die Sicherheit angeht, sollten 16 km/h nicht überschritten werden - ein Wert, den die Hersteller in ihren Betriebsanleitungen gerne erwähnen. In der Praxis sind diese 16 km/h schnell erreicht. Aus der Erfahrung können wir sagen, dass auch 20 km/h kein Problem darstellen.

Vor der ersten Ausfahrt empfiehlt es sich, den Hund an den Anhänger zu gewöhnen. Ein Hundeanhänger bewegt sich und wackelt. Zudem ist das Tier „eingesperrt“. Ist der Hund sensibel oder schreckhaft, sollte er nicht einfach in den Anhänger „gestopft“ werden. Denn das kann Stress für die Fellnase bedeuten. Unter Umständen macht es ihm so nie Spaß mit auf Tour zu gehen.

Egal ob der Anhänger gefedert ist oder nicht - legen Sie stets eine bequeme und rutschhemmende Hundematte in den Anhänger. Einen kurzen Schauer halten die meisten Anhänger aus. Daher sind Regencover ein sinnvolles Zubehör.

E-Bike-Eignung

Bei einem mittelgroßen Hund im Anhänger kommt schnell mal ein Zentner zusammen. Ganz klar macht eine Tour mit Anhänger erst mit einem E-Bike so richtig Spaß. Heute sind die allermeisten E-Bikes für den Betrieb mit einem Anhänger zugelassen und geeignet.

Einige Hersteller wie Riese und Müller oder Simplon bieten sogar Räder direkt mit einem Anhängeradapter an. In jedem Fall muss die Freigabe für den Anhängerbetrieb vom Hersteller eingeholt werden.

Wichtig: Richtige Beleuchtung

Je nach Breite des Radanhängers gibt es besondere Vorschriften für die Beleuchtung. Fahrradanhänger müssen immer an der Front und am Heck mit Rückstrahlern beleuchtet sein. Ist der Anhänger breiter als einen Meter, benötigt man zusätzlich links eine weiße Frontleuchte.

Das zulässige Gesamtgewicht von Fahrrad und Anhänger muss deshalb immer eingehalten werden. Bevor man sich für einen Fahrradanhänger entscheidet, sollte man seinen Vierbeiner im Fachhandel einmal Probe sitzen lassen, die Fahreigenschaften mit Anhänger testen und sich informieren, ob das Fahrrad zum Ziehen des Anhängers geeignet ist.

Zubehör

  • Ein Sicherungsseil an der Kupplung des Radanhängers sollte immer montiert sein.
  • Beide Räder des Fahrradanhängers sollten eine Feststellbremse haben, damit der Anhänger sicher abgestellt werden kann.
  • Eine Fahne in einer Signalfarbe am Anhänger anbringen, um im Straßenverkehr sichtbarer zu sein.
  • Auf eine einheitliche Kupplungsmöglichkeit bzw. Adapter achten, die bei allen Fahrrädern passen.
  • Der Anhänger sollte über eine integrierte Leine verfügen. Den Vierbeiner immer am Hundegeschirr mit der Leine im Anhänger sichern.
  • Den Anhänger mit Insektengitter und wasserdichter Regenplane ausstatten.
  • In der Abdeckung sollten genügend Belüftungsoptionen vorhanden sein.
  • Eine dicke, weiche Unterlegematte für den Hund in den Anhänger legen.
  • Ideal: eine herausnehmbare Sitzwanne für eine einfache Reinigung.
  • Wer bergige Strecken fährt, sollte größere Bremsscheiben am Fahrrad montieren.

Größenübersicht

Die speziellen Anhänger für Hunde orientieren sich am Gewicht des Vierbeiners - so gibt es Anhänger für Tiere bis 15 Kilo, bis 50 Kilo und im XXL-Format. Wichtig ist dabei, die Produktabmessungen im Innenbereich des Anhängers mit der Größe des Tieres abzugleichen. Der Hund sollte immer die Möglichkeit haben zu sitzen oder sich bequem hinzulegen.

Die Länge des Anhängers sollte der Länge des Hundes im Stehen entsprechen plus die halbe Vorderbeinlänge. Der Innenraum sollte mindestens doppelt so breit sein wie die Brustbreite des Hundes. Das ist für den Hund besonders auf unebenen Strecken oder auch bei längeren Radtouren mit wechselndem Untergrund wichtig.

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