Ignitech Zündung in Ducati: Erfahrungen und Optimierung

Viele Ducati-Fahrer kennen das Problem des unruhigen Motorlaufs, besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten. Eine Lösung könnte der Einbau einer frei programmierbaren Ignitech-Zündung sein. Dieser Artikel fasst Erfahrungen von Ducati-Fahrern zusammen, die die Ignitech-Zündung in ihren Motorrädern verbaut haben.

Erste Schritte und Verbesserungen

Zunächst wurde die Ignitech-Zündung mit der Zündkurve "maisy" aus dem Ducati Forum bespielt, was bereits eine Verbesserung brachte. Anschließend wurden die Vergaser penibelst synchronisiert, wobei eine zweite Vergaserbatterie auf der Werkbank half, um die korrekte Einstellung zu finden. Die Ducati fuhr schon viel besser,- aber noch immer nicht rund.

Schlussendlich wurde die hochgelegte Spark-Edelstahl-Auspuffanlage durch die originale Auspuffanlage ersetzt. Die Ducati ist jetzt leiser -nicht unangenehm- aber vor allem fährt sie sich jetzt richtig smooth, mit gefühlt mehr Dampf im mitleren Drehzahlbereich und leichten Einbußen ganz oben.

Probleme und Lösungen

Einige Anwender berichteten von anfänglichen Schwierigkeiten mit der Ignitech-Zündung. Ein häufiges Problem war ein unruhiges Laufverhalten. Es stellte sich heraus, dass die Verdrahtung des Kabelbaums fehlerhaft war, was eine zeitaufwendige Überarbeitung erforderte. Nach Behebung dieser Probleme konnte die Zündung jedoch erfolgreich in Betrieb genommen werden.

Es gab auch Berichte über defekte Kabelbäume, die ausgetauscht werden mussten. Die Parameter und Begriffe aus der Software sind teilweise ziemlich mysteriös übersetzt, was die Einstellung erschweren kann.

Detaillierte Einstellungen und Parameter

Die Parameter der Ignitech-Zündung sind vielfältig und erfordern einiges an Einarbeitung. Hier einige wichtige Punkte:

  • Dwell-Time: Die Ladedauer der Zündspule.
  • Dwell Dynamic Addition: Ein dynamischer Zuschlag zur Ladedauer.
  • Max. Time: Die maximale Ladedauer.
  • Min. Funkenbrenndauer: Die minimale Zeit, in der der Funke brennt.

Es ist wichtig, die Geberpolarität korrekt einzustellen und sicherzustellen, dass die Geberscheibe korrekt zum Sensor ausgerichtet ist. Die Zündkurve sollte zunächst geladen und dann ggf. zur Kontrolle abgeblitzt werden. Es wurde auch empfohlen, alle Pins im Multistecker zu überprüfen und ggf. nicht benötigte Pins zu entfernen.

Software und Hardware

Die Software zur Programmierung der Ignitech-Zündung kann von der Webseite des Herstellers heruntergeladen werden. Es gibt verschiedene Hardware-Versionen der Ignitech, wie z.B. die V88 und die V96. Die zugehörigen Firmwareversionen tragen Namen wie V75, V80, V88 und V96. Das Aktualisieren der Software wird meist als "Flashen" bezeichnet.

Hallgeber und Abschirmung

Einige Anwender haben den Hallgeber von einer Dignition-Zündung verwendet und einen Eigenbaurotor mit 45° Aufspreizung eingesetzt. Es ist wichtig, die Kabel vom Sensor zur Steuereinheit korrekt zu verlegen und auf eine gute Abschirmung zu achten.

Zündspulen und Parameter

Es gab Diskussionen über die Verwendung verschiedener Zündspulen, wie z.B. Silent Hektik (SH) und PVL. Einige Anwender berichteten von Problemen mit hochohmigen Spulen, während andere gute Erfahrungen mit niederohmigen Spulen machten. Es ist wichtig, die Parameter für die Zündspulen korrekt einzustellen, um eine optimale Leistung zu erzielen.

Abgastest und Optimierung

Es ist möglich, eine Lambdasonde anzuschließen, um die Verbrennung zu überwachen und die Zündung weiter zu optimieren. Die veränderten Werte werden dann automatisch vom Ignijet gespeichert.

Erfolgsmeldungen

Viele Anwender berichteten von deutlichen Verbesserungen nach dem Einbau und der Optimierung der Ignitech-Zündung. So lief beispielsweise ein getunter 900 -2V Monster Motor nach der Anpassung der Zündkurve härter und drehte sauber hoch. Ein anderer Anwender erreichte mit seiner Monster eine Höchstgeschwindigkeit von 247 km/h.

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