Motorrad-Headsets und In-Ear-Kopfhörer: Ein umfassender Test

Motorrad-Headsets sind zu einer unverzichtbaren Ausrüstung für ein angenehmes und sicheres Fahrerlebnis geworden. Ob erfahrener Motorradfahrer oder Anfänger - es ist wichtig, das richtige Modell für Ihre Bedürfnisse zu wählen.

Was ist ein Motorrad-Headset?

Ein Motorrad-Headset ist, einfach ausgedrückt, ein drahtloses Kommunikationsgerät, das Motorradfahrern die Kommunikation untereinander sowie mit Mobiltelefon, GPS oder Bordaudiosystem ermöglicht. Die Headsets verbinden sich in der Regel über Bluetooth und bieten so eine stabile und zuverlässige Verbindung.

Reichweite und Signalqualität

Die Reichweite variiert je nach Modell und Nutzungsbedingungen von einigen zehn Metern bis zu mehreren Kilometern. Auch die Signalqualität muss berücksichtigt werden, da sie direkten Einfluss auf die Kommunikationsklarheit hat.

Akkulaufzeit und Audioqualität

Es ist wichtig, die Akkulaufzeit zu überprüfen, um sicherzustellen, dass diese für die geplanten Fahrten ausreicht. Die Audioqualität muss außergewöhnlich sein, um ein optimales Benutzererlebnis zu bieten.

Kompatibilität und Preis-Leistungs-Verhältnis

Es ist unerlässlich, die Kompatibilität Ihres Motorrad-Headsets mit Ihrem Helm sowie mit anderen Geräten (Smartphone, GPS usw.) zu überprüfen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ein wichtiger Faktor. Es ist nicht unbedingt notwendig, in das teuerste Motorrad-Headset zu investieren, um ein Qualitätsprodukt zu erhalten.

Installation und Positionierung

Bei der Installation eines Motorrad-Headsets sind folgende Punkte zu beachten:

  • Positionierung: Platzieren Sie das Headset an einer zugänglichen und bequemen Stelle am Helm.
  • Lautsprecher: Die Lautsprecher sollten in der Nähe Ihrer Ohren installiert werden, ohne dabei den Komfort zu beeinträchtigen.
  • Verkabelung: Verstauen Sie die Kabel sorgfältig, damit sie nicht beim Fahren stören und sich nicht mit der Zeit beschädigen.

Beliebte Modelle im Vergleich

Wir haben zahlreiche Headset-Modelle getestet, die Sie auf dieser Seite entdecken können. Beachten Sie auch, dass die beiden beliebtesten Marken für Motorrad-Headsets Cardo und Sena sind.

Sena SMH10

Das Sena SMH10 ist eines der beliebtesten Headsets aufgrund seiner zahlreichen Funktionen und des interessanten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Mit einer Reichweite von bis zu 900 Metern und einer Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden ist dieses Gerät ideal für Motorradfahrer, die sich während längerer Fahrten mit ihren Mitfahrern oder anderen Motorradfahrern unterhalten möchten.

Cardo Scala Rider PACKTALK

Das Cardo Scala Rider PACKTALK ist ein weiteres beliebtes Modell, insbesondere dank seines innovativen Dynamic Mesh Communication (DMC) Systems. Diese Technologie ermöglicht ein dynamisches Netzwerk zwischen Motorradfahrern und erleichtert so den Sprachaustausch. Die Reichweite des PACKTALK ist mit bis zu 5 Kilometern ebenfalls sehr beeindruckend!

Lexin LX-B4FM

Für kleinere Budgets bietet das Lexin LX-B4FM interessante Leistungen zu einem erschwinglichen Preis. Mit einer Reichweite von 1,6 Kilometern und einer Akkulaufzeit von 8 Stunden ist dieses Bluetooth-kompatible Headset nicht nur für die Kommunikation zwischen Motorradfahrern geeignet, sondern auch für Telefonanrufe und Musikwiedergabe.

Weitere Modelle

Dieses Motorrad-Headset bietet eine Reichweite von 2 km und die Möglichkeit, bis zu 8 Benutzer gleichzeitig zu verbinden. Die angegebene Akkulaufzeit beträgt 13 Stunden, mit einer vollständigen Aufladung in 3 Stunden.

Spezielle Kopfhörer für das Motorradfahren

Für das Motorradfahren werden spezielle Kopfhörer empfohlen, die speziell für den Einsatz auf dem Motorrad entwickelt wurden. Diese Kopfhörer sind in der Regel robust und wetterfest, um den Anforderungen des Motorradfahrens gerecht zu werden. Sie sind oft mit Geräuschunterdrückungstechnologie ausgestattet, um den Straßenlärm zu reduzieren und eine klare Klangqualität zu gewährleisten. Einige Modelle verfügen über integrierte Mikrofone und Bluetooth-Konnektivität, um Anrufe entgegenzunehmen oder Musik drahtlos zu streamen. Es gibt auch spezielle Helmkopfhörer, die in den Helm integriert werden können, um eine nahtlose Integration zu ermöglichen.

Geräuschunterdrückende Kopfhörer

Geräuschunterdrückende Kopfhörer sind speziell entwickelt, um Umgebungsgeräusche zu reduzieren, während sie gleichzeitig hochwertigen Klang liefern. Sie verwenden aktive Geräuschunterdrückungstechnologie, um störende Geräusche wie Windgeräusche oder Verkehrslärm zu minimieren.

In-Ear-Kopfhörer

Einige Modelle sind In-Ear-Kopfhörer, die direkt im Ohr getragen werden. Diese bieten eine gute Geräuschisolierung und sind leicht und kompakt.

Wichtige Aspekte bei der Auswahl

Bei der Auswahl von geräuschunterdrückenden Kopfhörern für das Motorradfahren sollten jedoch einige Punkte beachtet werden.

Passform und Komfort

Es ist wichtig, dass die Kopfhörer eine gute Passform haben und bequem zu tragen sind, da sie während der Fahrt nicht verrutschen oder unangenehm werden sollten.

Gesetzliche Einschränkungen

Es ist auch wichtig zu beachten, dass das Tragen von Kopfhörern während des Motorradfahrens in einigen Ländern gesetzlich eingeschränkt oder verboten sein kann.

Vorteile von Bluetooth-Kopfhörern

Bluetooth-Kopfhörer sind eine gute Wahl für das Motorradfahren, da sie eine drahtlose Verbindung ermöglichen und eine gute Geräuschunterdrückung bieten.

Wasserdichte Kopfhörer

Wasserdichte Kopfhörer bieten den Vorteil, dass sie vor Feuchtigkeit und Schweiß geschützt sind. Dies ist besonders wichtig, wenn man bedenkt, dass Motorradfahrer oft längere Strecken zurücklegen und dabei verschiedenen Wetterbedingungen ausgesetzt sind.

Sicherheit

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Auswahl von Kopfhörern zum Motorradfahren ist die Sicherheit. Es ist wichtig, dass die Kopfhörer nicht zu viel Umgebungsgeräusche blockieren, damit der Fahrer noch alle wichtigen Geräusche im Straßenverkehr wahrnehmen kann.

In-Ear-Kopfhörer: Komfort und Klangqualität

In-Ear-Kopfhörer sind klein und leicht, was bedeutet, dass sie nicht störend sind und den Helm nicht beeinträchtigen. Sie passen sich gut an die Ohren an und bieten eine gute Geräuschisolierung, sodass Sie Ihre Musik oder Anrufe klar und deutlich hören können, ohne von den Umgebungsgeräuschen abgelenkt zu werden. Ein weiterer Vorteil von In-Ear-Kopfhörern ist, dass sie kabellos sein können. Dies bedeutet, dass Sie keine Kabel haben, die sich während der Fahrt verheddern könnten. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass das Tragen von Kopfhörern beim Motorradfahren in einigen Ländern gesetzlich eingeschränkt oder verboten sein kann.

Kommunikationssysteme für Motorradfahrer

Auf einer Motorradtour kommt es häufig zu Situationen, in denen sich Biker absprechen möchten. Allerdings gestaltet sich die Kommunikation während der Fahrt mitunter schwierig: Nicht nur der Helm dämpft das Gesagte, sondern auch der Fahrtwind, die Wetterbedingungen, das Geräusch des eigenen Zweirades sowie der Lärm der anderen Verkehrsteilnehmer bedingen, dass man dem Sozius oder einem anderen Biker etwas zuruft, aber nur die Hälfte ankommt. Abhilfe schafft ein Kommunikationssystem für das Motorrad. Ein solches Motorrad-Headset besteht in der Regel aus einer Sende- und Empfangseinheit, die seitlich am Helm montiert wird.

Nutzung von Kopfhörern und Lautstärke

Generell ist die Nutzung von Kopfhörern zum Kommunizieren und Musikhören auf dem Motorrad erlaubt. Wie im Auto gilt aber, dass Sie die Lautstärke so einrichten sollten, dass Sie Martinshorn und warnendes Hupen wahrnehmen können. Bei Nichtbeachtung kann Ihnen bei einem Unfall eine Teilschuld zugesprochen werden, auch die Versicherung kann Leistungen kürzen. Muschel- und In-Ear-Kopfhörer schotten besonders von der Außenwelt ab.

Funktionen von Motorrad-Gegensprechanlagen

Grundfunktion einer Motorrad-Gegensprechanlage ist die Sprachkommunikation mit anderen Motorradfahrern. Zudem dienen die kleinen Kommunikationshilfen der Unterhaltung: Viele Modelle verfügen über einen integrierten Radiotuner. Dabei handelt es sich in der Regel um einen UKW-Empfänger, zukünftig wird aber vermehrt auf DAB+-Empfänger gesetzt. Einige Modelle haben zusätzlich eine MP3-Funktion an Bord. Darüber hinaus lassen sich die meisten Motorrad-Headsets per Bluetooth mit dem Smartphone koppeln.

Vorteile der Smartphone-Kopplung

Das ist gleich aus mehreren Gründen praktisch: Der offensichtlichste Nutzen besteht darin, während des Motorradfahrens telefonieren zu können. Eine Smartphone-Kopplung bringt aber noch mehr Vorteile mit sich: Wenn Sie beim Fahren Navigationsanwendungen wie Google Maps nutzen, lassen sich die Routen-Anweisungen praktischerweise in den Helm übertragen. Sofern Sie das Smartphone am Lenker befestigt haben, brauchen Sie sich nicht auf die visuelle Routenbeschreibung beschränken. Die Sprachanweisungen helfen dabei, auf der gewünschten Route zu bleiben. Nicht zuletzt bieten viele klassische Navigationsgeräte die Kopplung per Bluetooth an.

Wie beim Autofahren gilt: Während der Fahrt darf das Smartphone nicht mit den Händen bedient werden. Anders sieht es bei der Sprachsteuerung aus.

Technische Unterschiede und Reichweite

Beim Kauf eines Motorrad-Intercoms sind einige technische Unterschiede zu beachten. Beispielsweise können die maximale Sendereichweite des Funksystems, die Bluetooth-Version oder die Akkulaufzeit entscheidend sein. Sie lassen sich an allen Helmarten montieren. Von der Reichweite des Gerätes hängt ab, wie weit Biker voneinander entfernt sein dürfen, bevor die Funkverbindung abreißt. Das ist sowohl bei Kolonnenfahren über die Landstraße von Bedeutung, bei denen die Gruppe schon an einer Kreuzung oder einer roten Ampel getrennt wird, als auch bei Fahrten über die Autobahn, bei denen die Gruppe zeitweise außer Sichtweite gelangt. In der Praxis zeigt sich, dass die Maximalwerte nur bei freier Sicht gelten.

Kompatibilität und Gesprächsteilnehmer

Die Kompatibilität eines Motorrad-Kommunikationssystems spielt vor allem dann eine Rolle, wenn Sie des Öfteren mit wechselnden Personen oder in großen Gruppen Touren unternehmen. Konnten Sie vor einigen Jahren lediglich mit Personen kommunizieren, die ein Motorrad-Funkgerät desselben Herstellers besaßen, gibt es inzwischen viele Modelle, die herstellerübergreifend funktionieren. Auf diese Weise können Sie mit jedem Teilnehmer, der sich in Funkreichweite befindet und dieselbe Frequenz wie Sie gewählt hat, kommunizieren. Die Motorrad-Intercoms unterscheiden sich außerdem darin, wie viele Personen an einem Gespräch teilnehmen können. Teilweise senden und empfangen sie nicht einfach wie ein Walkie-Talkie frei in einem Kanal, sondern müssen miteinander gekoppelt werden.

Rauschunterdrückung und Akkulaufzeit

Die Rauschunterdrückung kommt beim Motorradfahren eine besondere Bedeutung zu. Allein das Motorgeräusch und der Fahrtwind würden das Mikrofon eines gewöhnlichen Funkgerätes dauerhaft veranlassen, diese Geräusche zu übertragen. Ein unverständliches Dauergewusel im Ohr wäre die Folge. Moderne Motorrad-Headsets übertragen nur dann, wenn gesprochen wird. Außerdem werden lästige Nebengeräusche zuverlässig herausgefiltert. Die durchschnittliche Akkulaufzeit der Motorrad-Headsets liegt bei 8 bis 13 Stunden. So lange können Sie miteinander kommunizieren, mit dem Smartphone telefonieren oder sich beim Cruisen unterhalten lassen. Der Ladevorgang selbst findet häufig per Micro-USB-Kabel statt - es handelt sich um die Ladekabel von älteren Smartphones.

Bedienung und Wetterbeständigkeit

Da bei der Fahrt das Konzentrieren auf die Straße und die herrschende Verkehrslage oberste Priorität hat, sollten die Systeme kontaktlos bedienbar sein. Der Hersteller Sena ermöglicht es beispielsweise, die komplette Steuerung unterwegs über Sprachbefehle abzuwickeln. Ähnlich wie bei der von Apple eingeführten Sprachassistentin Siri hören viele Systeme dieses Herstellers auf den Zuruf „Hey Sena“. Optional bietet der Hersteller bei einigen Modellen Fernbedienungs-Möglichkeiten an. Viele Einstellungen lassen sich auch per Knopfdruck vornehmen, was mit Handschuhen mitunter aber nicht so einfach ist. Da die Motorrad-Gegensprechanlage während der Fahrt ständig dem Wetter ausgesetzt ist, sollten Staub und Sand im Fahrtwind, aber auch Feuchtigkeit durch Regen den Geräten nichts ausmachen dürfen. Achten Sie beim Kauf auf eine sogenannte IP-Zertifizierung, die den Schutzgrad vor Staub- und Wassereinwirkung angibt. Einige Hersteller verzichten auch auf eine konkrete IP-Zertifizierung. Stattdessen geben sie beispielsweise an, dass Fahrtwind und Regenschauer dem Funkgerät nichts anhaben können.

Apps und Abmessungen

Apps für iPhones und Android-Smartphones bieten die Möglichkeit, Einstellungen einfach vorzunehmen. Einige Hersteller-Apps haben aber noch deutlich mehr Funktion: So bietet Sena mit seiner App RideConnected die Möglichkeit, mit einer nahezu unbegrenzten Anzahl an Fahrern ohne Reichweitenbegrenzung zu sprechen, solange Sie mit einem Mobilfunknetz verbunden sind. In ihren Abmessungen unterscheiden sich die einzelnen Motorrad-Gegensprechanlagen nicht groß: In der Regel handelt es sich um etwa 10 x 5 x 3 Zentimeter große Boxen, die seitlich am Helm befestigt wird. Die Ohrhörer und das Mikrofon werden von dort aus mittels Kabel in oder an den Helm geführt. Wichtig für den Tragekomfort ist auch das Gewicht: Die Sende- und Empfangseinheit ist nicht nur der größte, sondern mit ihrem integrierten Akku auch der schwerste Teil des Motorrad-Headsets. Mit einem Gewicht von gerade einmal 60 bis 200 Gramm an einer Seite des Helms stört sie allerdings noch nicht das Gleichgewicht beziehungsweise die Nackenmuskulatur.

Alternative: Bluetooth-Kopfhörer

Als einfache Alternative zu Motorrad-Headsets können die kabellosen Bluetooth-Kopfhörer angesehen werden, die von vielen Smartphone-Nutzern ohnehin bereits im Alltag Verwendung finden. Allerdings sind ihre Anwendungsmöglichkeiten hier sehr begrenzt. Außerdem ist keine Rauschunterdrückung vorhanden, sodass Fahr- und Windgeräusche zum Ärgernis für den Gesprächspartner werden können. Viele dieser Kopfhörer schotten den Anwender darüber hinaus zu sehr von seiner Umwelt ab, sodass der Gebrauch auf dem Motorrad gefährlich werden kann. Daher könnte die Verwendung von In-Ear-Kopfhörern sogar zu Problemen bei einer Polizeikontrolle führen.

Motorrad-Headsets im Test (2024)

Klarer Sound auf zwei Rädern: Mit dem richtigen Bluetooth-Headset bleiben Biker in Verbindung - ob mit den Begleitern, dem Navi oder dem Lieblingssong. AUTO BILD hat beliebte Modelle in verschiedenen Preislagen getestet.

Rechtliche Aspekte

Die Nutzung von Headsets beim Motorradfahren ist grundsätzlich gestattet, solange Umgebungsgeräusche weiterhin gut wahrnehmbar bleiben. Deshalb sind handelsübliche Motorrad-Headsets mit integrierten Lautsprechern ausgestattet, die im Helm verbaut werden - statt mit abschirmenden In-Ear-Kopfhörern.

Testkriterien

Im Alltagstest funktionierten alle Modelle zuverlässig, Navigation, Musik und Anrufe liefen reibungslos. Kritikpunkt Reichweite: Die vom Hersteller angegebenen Distanzen von 1,2 bis 2 Kilometern für Intercom-Verbindungen erwiesen sich als überambitioniert. In der Praxis lag die stabile Reichweite meist nur bei 200 bis 600 Metern - abhängig vom Gelände, Helmtyp und anderen Störfaktoren. Besonders bei Carbonhelmen sinkt die Reichweite. Gut: die Akkulaufzeiten. Je nach Modell halten die Headsets zwischen 10 und 20 Stunden durch - genug für einen ausgedehnten Tag auf zwei Rädern.

Testsieger: Sena 50R

Bereits beim Design macht das 50R deutlich, dass es zu den Topmodellen zählt. Doch dient die schicke Formgestaltung nicht dem Selbstzweck, sondern unterstützt eine einfache Handhabung über drei große, leicht zu ertastende Schalter. Ein Knopfdruck auf den mittleren Taster "Hey Sena" - und schon ist das Gerät per Sprachsteuerung bedienbar. Beeindruckend: Die Harmann-Kardon-Lautsprecher begeistern auch bei hoher Lautstärke mit einem ausgewogenen Verhältnis von Höhen und Tiefen. Besonders wirkungsvoll reduziert die Advanced Noise Control sämtliche Hintergrundgeräusche während der Intercom-Kommunikation. Unterm Strich ist das Sena 50R ein tolles Gerät mit einem stattlichen Anschaffungspreis - unser Testsieger.

Preis-Leistungs-Sieger: Albrecht BPA 600

Das BPA 600 des deutschen Herstellers Albrecht sieht schick aus, bietet alle wesentlichen Funktionen - und es ist günstig. Das Gerät verfügt über ein integriertes, zentral zu steuerndes FM-Radio, es unterstützt Smartphones mit Sprachsteuerung (Siri/Ok Google) und baut bis zu zwei parallele Verbindungen gleichzeitig auf, etwa Navi und Telefon. Grundsätzlich kann das Albrecht-Headset seinen günstigen Preis nicht verbergen. Die vier kleinen Taster lassen sich erst nach einiger Gewöhnung zuverlässig bedienen und wirken wackelig, die Lautsprecher sind scharfkantig, die Kabel dünner als bei den Konkurrenten. Unterm Strich kann das Gerät alles, was man von ihm erwartet und wird zu Recht Preis-Leistungs-Sieger des Tests.

Testmethoden

Begonnen haben wir mit dem Einbau der jeweiligen Geräte in unseren Testhelm. Eklatante Unterschiede der einzelnen Modelle ließen sich hierbei nicht feststellen. In den meisten Fällen kann das Bedienteil mit zwei unterschiedlichen Befestigungsmöglichkeiten am Helm fixiert werden, entweder per Klett- oder Magnethalter oder per Steck- bzw. Schiebesockel. Innerhalb von maximal 30 Minuten waren die Headsets jeweils startklar, weitere fünf Minuten später konfiguriert und mit unserem Smartphone verbunden. Dabei bewerteten wir Bedienbarkeit mit (Leder-)Handschuhen, Bedienkomfort allgemein (z. B. den Sprachassistenten), Klangempfinden bei wechselnden Geschwindigkeiten bis hin zu Autobahntempo 130 km/h, Stabilität der Bluetooth-Verbindung sowie Reichweite und vieles mehr.

Helmgebundene Systeme

Parallel zu den fünf universell verwendbaren Headsets haben wir zwei helmgebundene Systeme außerhalb der Wertung mitgetestet. Wir wollten wissen, welchen Unterschied es macht, wenn ein für ein bestimmtes Helmmodell passendes System statt eines Allround-Sets verwendet wird. Erwartungsgemäß passt die Remote Control perfekt zu den jeweiligen Helmen. Lautsprecher und Mikrofon etwa sind beim Schuberth S3 bereits eingebaut und bedürfen keiner Installation.

Unterschiede und Testergebnisse

Der wohl augenscheinlichste Unterschied liegt in der kompakteren Unterbringung der Bedieneinheit links am Helm. So steht etwa das konventionelle Cardo Packtalk Edge 28 Millimeter und das FOD Sports FX8 Pro satte 32 mm vom Helm ab, während das helmgebundene Schuberth SC2 C5 den passenden Schuberth-Helm nur um elf mm überragt. Das Nolan-System liegt ebenfalls homogen am Nolan N-Com-Helm an und kommt zusätzlich mit einem integrierten Sicherheitsfeature, einem zweiten Zusatz-Bremslicht. Die Leuchte zeigt Not- und Gefahrenbremsen, Standlicht und Warnblinkanlage an, hat aber keinerlei Einfluss auf das tadellos funktionierende Headset.

Fazit

Konversation, Musik hören oder telefonieren ist mit allen fünf Geräten sowie den helmgebundenen Systemen problemlos möglich. Wer jedoch höhere Ansprüche an Materialqualität, Bedienbarkeit oder Umfang der Funktionen hat, der muss eines der hochwertigeren Modelle wählen und etwas tiefer in die Tasche greifen.

Häufig gestellte Fragen

Welches ist das beste Headset im Test?
Das Sena R50 hat unseren Test als das beste Motorrad-Headset gewonnen. Es überzeugt durch herausragende Klangqualität, zuverlässige Bluetooth-Verbindung und effektive Noise-Cancelling-Technologie, die klare Kommunikation selbst bei hohen Geschwindigkeiten ermöglicht.

Wie viel kostet ein gutes Motorrad-Headset?
Bei Motorrad-Headsets variiert der Preis je nach Qualität und Funktionen erheblich. Das Albrecht BPA 600 bietet als günstigstes gutes Modell solide Basisfunktionen für rund 80 Euro. Für anspruchsvollere Nutzer ist das Sena 50R mit Top-Leistungen in Klang, Konnektivität und Technologie für über 350 Euro die Premiumoption. Diese Preisspanne zeigt, dass von Einsteiger- bis zu High-End-Modellen für jeden Anspruch etwas dabei ist.

Worauf muss ich beim Kauf eines Motorrad-Headsets achten?
Beim Kauf eines Bluetooth-Motorrad-Headsets ist es wichtig, auf Klangqualität und effektive Geräuschunterdrückung zu achten, besonders für klare Kommunikation bei hohen Geschwindigkeiten. Achten Sie auch auf eine lange Batterielaufzeit, Kompatibilität mit Ihrem Helm und anderen Geräten sowie einfache Bedienbarkeit, idealerweise auch mit Handschuhen.

Vergleichstabelle beliebter Modelle

Modell Reichweite Akkulaufzeit Besondere Merkmale
Sena SMH10 900 Meter 12 Stunden Beliebtes Modell, viele Funktionen
Cardo Scala Rider PACKTALK 5 Kilometer 13 Stunden Dynamic Mesh Communication (DMC)
Lexin LX-B4FM 1,6 Kilometer 8 Stunden Günstiges Modell, Bluetooth-kompatibel

Empfehlungen für Motorrad Bluetooth Kopfhörer

Motorrad Bluetooth Kopfhörer sind deutlich günstiger als ein klassisches Headset für das Motorrad. Zudem lassen sich diese auch für viele weitere Zwecke einsetzen, da diese schließlich nicht fest an dem Motorradhelm installiert werden müssen. Nachfolgend wird auf die besten Empfehlungen zu Motorrad Bluetooth Kopfhörern eingegangen.

Motorradhelm Headset von YYTFY

Bei dem Motorradhelm Headset handelt es sich um ein System, welches Ähnlichkeiten zu einem Motorrad-Kommunikationssystem aufweist und auf die gleiche Art und Weise im Motorradhelm installiert wird: Die kleinen Lautsprecher werden dazu einfach in den Motorradhelm geklebt, was aufgrund der Größe von diesen bei den meisten Helmen problemlos möglich ist. Ausgestattet ist das Headset zudem mit Bluetooth 5.0, sodass hier stets mit einer guten Verbindung gerechnet werden kann. Eine weitere Besonderheit von dem Motorradhelm Headset der Marke YYTFY besteht darin, dass dieses mit einer Geräuschreduzierung versehen ist, sodass der Sound aus den Lautsprechern auch bei höheren Geschwindigkeiten problemlos wahrgenommen werden kann.

Bluetooth In-Ear Kopfhörer Apico von Avantree

Die Bluetooth In-Ear Kopfhörer Apico von der Marke Avantree zeichnen sich im Test vor allem durch ihre Größe aus, denn diese sind besonders klein und stellen somit unter dem Motorradhelm garantiert kein Problem dar. Auch unter besonders engen Motorradhelmen lassen sich die Kopfhörer dadurch tragen. Designt sind die Kopfhörer ergonomisch, sodass sich diese perfekt dem Gehörgang anpassen.

Ear Buds Pro von Samsung

Bei den Ear Buds Pro handelt es sich um die hochwertigsten In-Ear Kopfhörer mit Bluetooth von der Marke Samsung. Aufgrund der kompakten Maße lassen sich diese Kopfhörer ohne Probleme auch unter allen Motorradhelmen tragen. Ausgestattet sind die Kopfhörer mit hochwertigen Lautsprechern sowie einer aktiven Geräuschunterdrückung, sodass der Sound auch bei hohen Geschwindigkeiten perfekt wahrgenommen werden kann.

Apple Air Pods

Bei den Apple Air Pods handelt es sich um die beliebtesten In-Ear Kopfhörer mit Bluetooth, was unter anderem an der guten Sound-Qualität von diesen liegt. Die Air Pods von Apple zeichnen sich außerdem durch ihr praktisches flaches Design aus, durch welches diese unter allen Motorradhelmen getragen werden können.

Winomo Lautsprecher

Bei den Winomo Lautsprecher handelt es sich um ein weiteres System, welches einfach in einen Motorradhelm geklebt werden kann und auf diese Art und Weise installiert werden kann. Es sollte allerdings beachtet werden, dass es sich um ein System mit einem Klinkenstecker handelt, was wiederum zum Vorteil hat, dass dieses nicht aufgeladen werden muss. Mit dem 3,5 mm Klinkenstecker kann das System mit den meisten Geräten wie Smartphones oder Navis problemlos verbunden werden.

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