Der Innradweg: Etappen von Wasserburg nach Passau

Erleben Sie Ihren Fernwanderweg perfekt organisiert und genießen Sie die Landschaft in vollen Zügen mit unseren Reisen! Wie auch bei anderen Radwegen, können Sie die Etappen beim Innradweg an Ihre Kondition und Vorlieben anpassen.

Der Innradweg von Maloja bis Passau führt von den stolzen Zwei- und Dreitausendern im Engadin und in Tirol bis zu den sanften Hügeln am Unteren Inn in Bayern und Oberösterreich. Der Innradweg von Maloja in der Schweiz führt bis nach 3-Flüsse Stadt Passau und zählt mit einer Gesamtlänge von ca. 500 km zu den längsten europäischen Radwanderwegen. Aus dem Masiv der Alpen kommend führt er teils beidseitig des Flusses Inn bis nach Dreiflüsse-Stadt Passau. Bei Ihren Etappen radeln Sie durch Auen, beindruckende Uferlandschaften und durch historische Innstädte.

Im schweizerischen Engadin verlässt der Inn als Bergbach den Lunghiner See. Seinem Verlauf folgend können Radwanderer bizarre Felsengebirge, weite Hochebenen und klare Gebirgsseen bewundern. Jenseits der österreichischen Grenze setzt der Inn seine Reise durch das schöne Tirol fort. Streckenweise fließt er noch so wild dahin, wie es die schroffen Berggipfel sind, die seinen Weg begleiten. Zwischen Kufstein und Rosenheim nimmt der Inn Abschied von den Alpen und fließt nun durch die für das oberbayerische Alpenvorland typische Hügellandschaft.

Weiter geht es durch die malerischen Städte Wasserburg und Mühldorf zum weltbekannten Wallfahrtsort Altötting. In Burghausen kann die weltlängste Burg bewundert werden.

Etappen auf dem bayerischen Innradweg

Das Praktische an seinem bayerischen Teil: es lassen sich wirklich gut einzelne Etappen des Innradwegs als Tagestouren fahren. Wichtig bei Tagestouren ist ja der Rückweg, bei den hier beschriebenen Etappen geht das sehr gut mit Zügen ca alle Stunde und das Fahrrad darf kostenlos in der Südostbayernbahn mitfahren (Ausnahme Simbach-Passau, dazu später mehr).

Hier sind einige empfohlene Etappen für den bayerischen Innradweg, ideal für Tagesausflüge:

1. Etappe: Kiefersfelden - Wasserburg (ca. 60 km)

Von Kiefersfelden aus beginnen Sie das Voralpenland zu durchradeln. Weiter geht es am Schloss Neubeuren vorbei Richtung Rosenheim. Hier können Sie etwas Zeit in der uralten Handelsstadt verbringen. Zielort der ersten Etappe ist Wasserburg.

Diese Etappe des bayrischen Teils des Innradwegs hat sicher das schönste Etappenziel: man erreicht die imposante Innbrücke von Wasserburg, fährt (bzw schiebt) durch das hübsche Stadttor und landet in der Altstadt mit wunderschönen bunten Häusern, mit Eisdielen und Restaurants und viel Leben. In Wasserburg überqueren wir die Rote Brücke und folgen im Anschluss dem Straßenverlauf nach rechts. Bei der ersten Kreuzung biegen wir links in die Salzburger Straße ein, radeln bergauf und fahren nach der Volkshochschule links in die Achatzstraße, über die wir weiter bergauf strampeln. Sobald die Straße eine Rechtskurve vollzieht, fahren wir geradeaus weiter und erreichen über einen steilen Fuß- und Radweg die Salzburger Straße.

Diese folgen wir über den Radweg vorbei am Gasthof Huberwirt am Kellerberg nordostwärts. Wenig später zweigt von der Landstraße eine Teerstraße ab, in die wir linkshaltend einbiegen. Wir unterqueren die B 304 und erreichen über Neudeck das Ortsschild von Penzing. Noch vor dem Ortsschild wenden wir uns nach links und radeln in ein Waldstück hinein. Nach dem Wald biegen wir links ab und kommen nach Würmetsham. Dort treffen wir auf eine Querstraße, halten uns links und nach einer Abfahrt bei der folgenden Verzweigung rechts Richtung Troitsham. Noch vor Troitsham biegen wir bei der nächsten Möglichkeit nochmal rechts und bald darauf bei der folgenden Gelegenheit links ab. In einem Waldstück überqueren wir den Graben des Mühlbachs und erreichen Rieden.

Wir fahren durch Rieden hindurch und kommen nach einer Rechtskurve zu einer Querstraße. Wir halten uns links, passieren den Weiler Sagerer und radeln durch ein Waldstück. Es folgt eine steile Abfahrt und nun heißt es Vorsicht! Kurz vor Mernham zweigt der Innradweg nach rechts ab. Hier das Tempo drosseln, um nicht vom Abzweig überrascht zu werden. Es folgt ein längerer, steiler Anstieg, der uns hinauf zu einem Waldstück bringt. Von dort leitet uns die kurvige Straße vorbei an den Weilern Dobl, Walterstetten und Nemeden hinunter zu einer Querstraße. Wir biegen links in die Landstraße ein und fahren durch Schambach hindurch. Nach einer Linkskurve verlassen wir die Landstraße linkshaltend und biegen in den Radweg Richtung Mühldorf und Gars ein. Dieser leitet uns durch den Wald zu einer Kreuzung. Hier biegen wir links ab und fahren steil durch ein Waldstück bergab. Nach dem Wald passieren wir die Weiler Hochleiten sowie Eder und kommen nach Au im Wald. Dort biegen wir rechts in einen Karrenweg ein, unterqueren die Bahngleise und wenden uns im Anschluss nach rechts. In einer steilen Abfahrt erreichen wir über den Schotterweg das Innufer.

Nun folgen wir für einige Zeit dem Inn und passieren später das Sportheim Gars. Nach einer Unterführung kommen wir zu einer Querstraße, die wir überqueren. In einem Gegenanstieg radeln wir zu einer Kapelle hinauf und folgen den Bahngleisen nach Gars Bahnhof. Bei der ersten Querstraße fahren wir nach rechts, überqueren die Gleise und biegen links in die Bahnhofstraße ein. Wir radeln am Bahnhofsgebäude vorbei und sobald die Bahnhofstraße eine Rechtskurve vollzieht, fahren wir geradeaus weiter. Kurz darauf halten wir uns bei der ersten Gelegenheit links, überqueren nochmals die Bahngleise und folgen der Innwerkstraße über Kaming aus Gars Bahnhof hinaus. Nach den letzten Häusern halten wir uns an der Weggabelung rechts und radeln immer geradeaus weiter nach Mittergars.

In Mittergars passieren wir eine Marienfigur und fahren nach einer kurzen Abfahrt nach rechts in den Steinberg. Bei der folgenden Weggabelung halten wir uns links und erreichen über einen Schotterweg eine Querstraße. Nun wenden wir uns nach links, fahren am Weiler Krücklham vorbei und biegen auf Höhe des Weilers Binder rechts in einen Waldweg ein. Der kurvige Weg leitet uns durch schattigen Wald zurück zu den Bahngleisen. Wir folgen diesen ein Stück und überqueren die Gleise wenig später nach rechts. Nach der Brücke wenden wir uns nach links und radeln parallel zu einer Landstraße nach Jettenbach. Wir fahren durch Jettenbach hindurch und biegen bei der ersten Gelegenheit schräg links ab. Dann folgen wir den Gleisen zur Stauanlage Jettenbach, überqueren zuerst den Inn und anschließend linkshaltend den Innkanal.

Nach dem Wehr wenden wir uns vor Klugham nach rechts und fahren über Moos, Stockham und Hart zu einer Brücke. Dort überqueren wir rechtshaltend den Innkanal, biegen nach der Brücke links ab und radeln weiter nach Pürten. In Pürten treffen wir auf eine Querstraße, unterqueren diese bei einer Fußgängerunterführung und wenden uns im Anschluss nach links. Wir folgen ein Stück der Staatsstraße, biegen bei der ersten Möglichkeit rechts ab und radeln an der Wallfahrtskirche Mariä Himmerlfahrt vorbei. Zu guter Letzt verlassen wir Pürten, passieren die Siedlung Innthal und radeln steil hinauf nach Rausching. Nach Rausching fahren wir immer geradeaus weiter nach Ebing, passieren die Ortschaft und tauchen bei der Ebinger Alm in ein Waldstück ein.

Nach einem großzügigen Rechtsbogen erreichen wir am Waldrand den Abzweig Richtung Ecksberg. Hier halten wir uns rechts und erreichen die Gebäude der Stiftung Ecksberg. Bei der ersten Gelegenheit biegen wir rechts ab und folgen der kurvigen Straße an den Pferdekoppeln vorbei. Am südlichen Ende von Ecksberg wenden wir uns nach links und fahren hinunter Richtung Inn. Der Feldweg leitet uns kurz darauf wieder vom Fluss weg. An einer Weggabelung vor einem Gehöft halten wir uns rechts und kurz vor einer Querstraße biegen wir links in einen weiteren Feldweg ein. Dieser führt uns in einer Rechtskurve unter einer Brücke hindurch und schließlich parallel zur Landstraße nach Mühldorf am Inn. Nach dem Ortsschild radeln wir ein Stück am Fluss entlang und treffen dann auf die Innstraße, der wir rechtshaltend folgen. In einem großzügigen Linksbogen bleiben wir immer auf der Innstraße, unterqueren die Brückenstraße und beenden nahe der Statue des Heiligen Nepomuk unsere Etappe.

Nach der Eispause geht es noch mal ein paar Kilometer und Höhenmeter weiter, der Bahnhof ist 5 km außerhalb in Reitmehring.

2. Etappe: Wasserburg - Mühldorf (ca. 50 Kilometer)

Etappe 2 startet in Wasserburg und führt von Kraiburg nach Ebing mit sehr schönen Stadtbildern. Weiter geht es nach Waldkraiburg. Diese sehr junge Stadt war die erste Vertriebenengemeinde Deutschlands.

Wer von Wasserburg nach Mühldorf radelt, sieht über weite Strecken gar nichts vom Inn und muss mehr als 400 Höhenmeter bergauf und bergab fahren. Für den Frühling für mich aber genau richtig! Im Wald bekommen die Bäume die ersten hellgrünen Blätter, die Wiesen sehen bereits saftig aus und es grasen sogar schon Kühe! In den Vorgärten blühen Osterglocken und die vereinzelten Orte, durch die man fährt, haben Blumen angepflanzt und österlich dekoriert. Kurz vor der Ankunft in Mühldorf verlieren wir tatsächlich den Weg und fahren mit Hilfe von Google Maps durch ein Industriegebiet zum Bahnhof.

3. Etappe: Mühldorf - Braunau (ca. 53 Kilometer)

Bald nach Aufbruch steht ein Abstecher zum etwas abseits des Inn gelegenen, berühmten Wallfahrtsortes Altötting an, der jährlich 1 Million Besucher anzieht. Weiter geht es am Kraftwerk Perach vorbei. Lohnenswert ist die Variante über Burghausen an der Salzach, den Inn erreicht man dann wieder bei Haiming.

4. Etappe: Braunau nach Passau (ca. 71 km)

Die letzte Etappe ist wohl landschaftlich die schönste Reiseetappe mit dem Fahrrad. Denn diese führt direkt durch das Europareservat Unterer Inn. Hier sehen Sie entlang der Stauseen Brutplätze für Wasservögel. Von Braunau aus können Sie zwischen zwei unterschiedlichen Varianten wählen. Die linke Seite verläuft unspektakulärer und ist schneller.

Sehenswürdigkeiten entlang des Innradwegs

Schon am Anfang der Reise können Sie in der schroffen Bergkulisse der Schweiz traumhafte Ausblicke genießen. Schneebedeckte Berggipfel spiegeln sich in kristallklaren Seen und idyllisch gelegene Dörfer geben Ihnen Einblicke in die dortige Kultur. Nach der landschaftlich reizvollen Landschaft des Ober- und Unterengadins fahren Sie weiter durch Tirol. Hier erwarten Sie die schönen Städte Innsbruck und Hall in Tirol, wo Sie sich unbedingt Zeit für Sightseeing nehmen sollten. Auch in der Dreiflüssestadt Passau am Ende des Innradwegs sollten Sie sich unbedingt nochmal etwas Zeit nehmen. Zudem kommen Sie durch weitere schöne Städte und Orte wie Rattenberg, Kraiburg, Mühldorf oder auch Wasserburg.

Hier sind einige Highlights:

  • St. Moritz: Bekannt für die Olympischen Spiele und unzählige 5*-Hotels.
  • Innsbruck und Hall in Tirol: Historische Städte mit beeindruckenden Sehenswürdigkeiten.
  • Wasserburg: Eine malerische Stadt, die von einer Innschleife umschlossen wird.
  • Burghausen: Hier befindet sich die längste Burganlage der Welt.
  • Passau: Die Dreiflüssestadt, wo Inn, Ilz und Donau zusammenfließen.

Tipps für Ihre Radtour

Der Innradweg ist nicht schwierig zu befahren. In Bayern gibt es allerdings ein paar Schotterabschnitte, wofür sich ein Rennrad nicht eignet. Stattdessen kann die gesamte Strecke gut mit Trekkingrädern befahren werden. E-Bikes sind auch möglich.

Das Wetter in den Alpen ist oft unbeständig und kann rasch umschlagen. Wenn Niederschlag kommt, fällt die Temperatur meist sehr schnell um einige Grad ab. Sie sollten also am besten immer ein warmes Kleidungsstück dabeihaben und im Falle eines Gewitters Unterschlupf suchen.

Generell war alles gut beschildert, Karten sind eigentlich nicht notwendig, ab und zu in Google Maps schauen schadet nicht, wenn es einem komisch vorkommt.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für den Innradweg ist von Mai bis Oktober.

Ausrüstung

Überprüfen Sie vor dem Start immer die Lichtanlage, Bremsen, Reifen und Reflektoren Ihres Fahrrades! Tragen Sie bei schlechter Sicht (Dämmerung, Dunkelheit, Nebel, etc.) helle, reflektierende Kleidung. Alternativ: Weste oder Fußbänder mit Reflektorstreifen. Besonders im Herbst und kann am Boden liegendes Laub mögliche Unebenheiten, Wurzeln, Steine oder Löcher im Weg verdecken. Bringen Sie am Fahrrad Ihrer Kinder zusätzlich hohe Fahrradwimpel an, damit auch die kleinsten Fahrer im Straßenverkehr gut wahrgenommen werden.

Sonnenschutz für Haut und Kopf ist der unverzichtbare Begleiter auf längeren Radtouren. Ein Erste-Hilfe-Set, Luftpumpe und Ersatzschlauch sollten nie fehlen. Unterwegs genügend trinken und an einen Notfall-Müsliriegel denken. Kleidung sollte nach dem Zwiebelprinzip gewechselt werden können und atmungsaktiv sein. Wind- und Regenschutz ist wichtig! Fahrradhelm und Sonnenbrille ist zu empfehlen.

Impressionen entlang des Innradwegs

Manchmal glitzert der Inn. Oft ist er grün, oft blau oder türkis. Der Fluss Inn selber ist leider relativ langweilig - es fahren keine Schiffe, weder Fracht- noch Personenschiffe, was z.B. den Rhein sehr spannend macht.

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