Viele Menschen träumen davon, den Motorradführerschein zu machen. Wer wenig Zeit hat, zieht oft einen Intensivkurs in Betracht. Doch was erwartet einen dort, und ist diese Art der Ausbildung für jeden geeignet? Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen mit Motorradführerschein-Intensivkursen.
Ablauf eines Intensivkurses
Ein typischer Intensivkurs für den Motorradführerschein kann wie folgt ablaufen:
- Theorie: Am ersten Tag starten viele Kurse mit mehreren Doppelstunden Theorie. Die Theoriefragen sollte man vorher schon 100% drauf haben, da während des Kurses kaum Zeit zum lernen gibt.
- Übungsplatz: Am Nachmittag geht es dann auf den Übungsplatz, wo sofort mit Grundfahrübungen wie Slalom bei 30 km/h begonnen wird.
- Praxis auf der Straße: An den folgenden Tagen stehen mehrstündige Fahrten auf der Straße sowie weitere Theoriestunden auf dem Programm.
- Prüfung: Donnerstagnachmittag findet oft die Theorieprüfung statt, und Freitagmorgen direkt die praktische Prüfung. Wer Donnerstag durch die Theorieprüfung fällt kann Freitag die praktische Prüfung vergessen.
Kosten eines Intensivkurses
Die Kosten für einen Intensivkurs können variieren. Ein Teilnehmer berichtete von folgenden Ausgaben:
- Ca. 2600 € an die Fahrschule
- Ca. 200 € Prüfungsgebühr an den TÜV
- 50 € Führerscheinanmeldung beim Amt
- Ca. 80 € für Sprit
Der Preis ist aber happig. Bei 20 Fahrstunden, gibt der Beispielrechner stolze 2300€ an. Es ist wichtig, die Kosten der einzelnen Fahrstunden zu beachten. Allerdings hat die Freundin dort im Vergleich zu den Führerscheinkosten meiner älteren Tochter bei ungefähr gleicher Stundenzahl fast 1000 Euro mehr bezahlt.
Erfolgsquote und Voraussetzungen
Die Erfolgsraten von Intensivfahrschulen liegen oft bei etwa 90%. Liegt natürlich auch daran, dass alle die da teilnehmen echt Bock haben und motiviert sind.
Allerdings sollte man folgende Punkte beachten:
- Theorie: Die Theoriefragen sollte man vorher schon 100% drauf haben, da während des Kurses kaum Zeit zum lernen gibt.
- Motivation: Alle die da teilnehmen echt Bock haben und motiviert sind.
- Ausnahmeantrag: Da muss ein Ausnahmeantrag mit Begründung gestellt werden. Manche Landkreise sind da problematischer, manche Landkreise winken das einfach durch. Begründung kann sein, dass man berufstätig ist und die Intensivfahrschule die sinnvollste Option ist, 1 Woche Urlaub und durchziehen.
Regionale Unterschiede und Ausnahmeanträge
Ja da gibt es starke regionale Unterschiede. Die Intensivfahrschule ist "aufm Dorf" im schönen Münsterland. "Aufm Dorf" ist oft günstiger als in der Stadt und es braucht oft weniger Fahrstunden, da einfach wenig Verkehr ist und man nicht so viel falsch machen kann wie in der Großstadt.
In 90 % der Fälle wird eine Ausnahme problemlos genehmigt, wenn man bei der Antragstellung deutlich darauf hinweist, dass man eine Führerscheinerweiterung macht und kein Fahranfänger ist (siehe auch Tipps zur Antragstellung weiter unten). Faustregel: je kleiner meine Stadt ist - je weniger Probleme habe ich, je grösser meine Stadt ist - je schwieriger ist es, eine Ausnahme zu bekommen. Im Land Brandenburg und Nordrhein-Westfalen hat man meistens keine Probleme. In Berlin, Hamburg oder München ist es schon viel schwieriger eine Ausnahme zu bekommen (sprechen Sie uns an - auch hier gibt es Lösungswege). Leider ist das Ganze nur eine Kann-Bestimmung und man hat kein Anrecht auf eine Ausnahme.
Vor- und Nachteile von Intensivkursen
Ich finde das Konzept auch recht gut. Man hat halt ab Start nichts anderes als Motorradfahren im Kopf.
Vorteile:
- Zeitersparnis: Führerschein in kurzer Zeit
- Fokussierung: Volle Konzentration auf das Motorradfahren
Nachteile:
- Hoher Lerndruck: Viel Stoff in kurzer Zeit
- Kosten: Oft teurer als reguläre Kurse
- Verarbeitung des Gelernten: Es kann schwierig sein, das Gelernte ausreichend zu verarbeiten
Weitere Aspekte und Erfahrungen
- Wartezeiten: "Beantragungsdauer beim Führerscheinamt zur Zeit 8-10 Wochen". Keine Ahnung, wie die damit umgehen, da würde ich erst nachfragen.
- Alternative: Würde auch die Kosten der einzelnen Fahrstunden beachten. Allerdings hat die Freundin dort im Vergleich zu den Führerscheinkosten meiner älteren Tochter bei ungefähr gleicher Stundenzahl fast 1000 Euro mehr bezahlt.
- Nicht für jeden geeignet: So Intensivkurse finde ich für Menschen die schon länger beim Verkehr teilnehmen prima. Für Fahranfänger fände ich das der Führerschein, „am Stück“ gemacht werden sollte, auf ein paar Wochen aufgeteilt.
Tabelle: Vor- und Nachteile von Intensivkursen
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Zeitersparnis | Hoher Lerndruck |
| Fokussierung | Höhere Kosten |
| Verarbeitung des Gelernten |
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