Ex-Radprofi Jan Ullrich versteigert mit Hilfe des Fahrradmarktplatzes buycycle sein Original-Rennrad aus dem Jahr 1998 inklusive signiertem Gelben Trikot.
Mit dem Erlös der Auktion unterstützt Ullrich deutsche Förderprogramme für den Radsportnachwuchs. Jan Ullrich versteigert sein Pinarello-Rennrad von 1998 inklusive signiertem gelben Trikot.
Die Auktion findet auf dem Online-Marktplatz Buycycle statt.
Ab dem 25. Juni 2024, vier Tage vor dem Start der Tour de France findet die Versteigerung des Pinarello-Rads auf buycycle.com, einem Marktplatz für gebrauchte Sporträder, statt.
Die Auktion läuft über die gesamte Dauer der Tour de France hinweg bis zum 21. Juli und der gesamte Erlös wird ausschließlich an Nachwuchsförderprogramme gespendet.
Die Auktion läuft über die gesamte Dauer der Tour de France hinweg bis zum 21.
Der Erlös wird an Förderprogramme für Nachwuchsradsportler gespendet.
Details zum Rennrad
Das historische Rennrad des Team Telekom Pinarello aus dem Jahr 1998 befindet sich in tadellosen Originalzustand und trägt für Jan Ullrich, so er selbst, Erinnerungen an seine härtesten Trainingseinheiten und wichtigsten Rennen seiner Karriere in sich.
Die Tour de France beendete er damals als Zweiter hinter Marco Pantani.
Alle Komponenten, auch das Lenkerband, die Continental-Reifen, die Campagnolo Record Titanium-Gruppe und die markante Telekom-Lackierung, sind in unverändertem und originalem Zustand.
Das Pinarello steht aktuell noch im Jan Ullrich Museum in Bad Dürrheim und befindet sich im Originalzustand von damals, erklärte Ullrich selbst.
Alle Komponenten, auch das Lenkerband, die Continental-Reifen, die Campagnolo Record Titanium-Gruppe sind noch genau so am Rad, wie Ullrich sie damals bei der Tour fuhr - und selbst der Sigma-Radcomputer von damals ist noch dabei.
Und auch ein kleines Geheimnis bringt dieses besondere Fahrrad mit sich: seinen Sigma-Radcomputer.
Ullrich ist selbst neugierig, wie viele Jahreskilometer dieser gespeichert hat.
Ullrich ist selbst neugierig, wie viele Jahreskilometer dieser gespeichert hat: “ich hoffe etwas über 40.000 km", wird er in der Pressemitteilung zur Auktion zitiert.
„Ich hoffe etwas über 40.000 Kilometer“, sagte er dem Buycycle Team mit einem Augenzwinkern.
Ob er Recht hat oder nicht, das kann bald nur der Meistbietende herausfinden.
Mit der Versteigerung des historischen Pinarellos wird somit nicht nur das Geheimnis um den Zählerstand des Radcomputers gelüftet, sondern auch ein beachtlicher Beitrag zur Zukunft des Radsports geleistet.
Mit der Versteigerung des historischen Pinarellos wird ein Beitrag zur Zukunft des Radsports geleistet.
Ullrichs Engagement für den Radsportnachwuchs
Jan Ullrich betont: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, den Nachwuchs des Radsportes zu unterstützen.
“Es ist mir eine Herzensangelegenheit, den Nachwuchs des Radsports zu unterstützen. Mit dieser Auktion möchte ich jungen Talenten die Chance geben, ihre Träume zu verwirklichen und den Sport, den ich so sehr liebe, fördern", wird Ullrich in der Pressemitteilung zur Versteigerung zitiert.
Mit dieser Auktion möchte ich jungen Talenten die Chance geben, ihre Träume zu verwirklichen und den Sport, den ich so sehr liebe, weiter zu fördern”, begründet er seine Motive.
“Wir sind stolz darauf, Teil dieser großartigen Initiative zu sein und die Versteigerung zu begleiten.
Diese Auktion ist ein Highlight für alle Radsportfans.
Jan Ullrich und Rose Bikes
Um Jan Ullrich war es in Deutschland still geworden.
Das letzte Mal tauchte der ehemalige Tour-de-France-Sieger (Titel aberkannt) 2014 groß in den Schlagzeilen auf.
Damals hatte der heute 43-Jährige unter Alkoholeinfluss einen Autounfall in der Schweiz verursacht.
Nicht nur deshalb ist der ehemalige Rad-Profi in seinem Heimatland umstritten, sondern auch aufgrund seiner Doping-Vergangenheit.
„Die Deutschen vergessen nicht so schnell.
Das ist zumindest im Radsport in anderen Ländern anders.
Da wird das Thema eher abgehakt und in die Zukunft geschaut“, sagte Ullrich jetzt während seines Antrittsbesuchs beim Bocholter Fahrradhersteller Rose Bikes.
Dieser gibt dem einstigen Aushängeschild des deutschen Radsports eine neue Chance in Deutschland und hat ihn trotz dessen Fehltritten nun für drei Jahre als Markenbotschafter verpflichtet.
„Wir kennen natürlich auch diese Seite von Jan Ullrichs Vergangenheit.
Insofern ist unsere Zusammenarbeit auch eine Herausforderung, weil das Ganze nicht völlig unkritisch ist“, sagt Thorsten Heckrath-Rose, Geschäftsführer von Rose Bikes.
Aber zum einen habe Ullrich seine aktive Karriere schon vor zehn Jahren beendet, zum anderen „muss man Leuten wie ihm, der nach wie vor so fürs Radfahren brennt, auch eine zweite Chance geben“, so Heckrath-Rose.
Ullrich sei schließlich immer noch ein „Radfahrer mit Leib und Seele“.
Das bestätigt auch der Ex-Sportler, der inzwischen mit seiner Familie auf Mallorca lebt.
Dort veranstaltet er zahlreiche Rad-Camps, die von vielen Deutschen besucht werden.
„Ich habe eine sehr lange Historie mit vielen Siegen.
Klar, über das Ende brauchen wir nicht zu reden.
Man erinnert sich aber trotzdem noch an Jan Ullrich und den ersten und bislang einzigen Tour-de-France-Sieg eines Deutschen“, sagt er selbst und fügt hinzu: „Das bleibt in den Köpfen hängen.
Die Nachfrage ist bei den Leuten da.
Ich habe mich danach auch nie bewusst in die Szene hineingedrängt.
Die Leute sind auf mich zugekommen.“
So wie jetzt Rose Bikes.
Dass es negative Kommentare und Meinungen zu der Verpflichtung geben werde, habe das Unternehmen einkalkuliert.
„Aber wir stellen uns dem ganz bewusst“, sagt Heckrath-Rose.
Es sei gerade in der heutigen Zeit der sozialen Medien nicht richtig, Leute immer nur nach dem zu beurteilen, was in der Öffentlichkeit hochgekocht werde.
Man müsse auch den Menschen hinter der Fassade sehen.
Gerade das Beispiel Ullrich zeige, dass eine Sportkarriere oft mit Hindernissen gespickt sei.
Der enorme Druck führe dabei auch zu Fehlern.
Heckrath-Rose betont aber auch deutlich: „Wir sind gegen Doping.“
Durch Ullrichs Verpflichtung solle die Marke Rose Bikes weiterentwickelt und vorangetrieben werden.
Ein Imagefilm wurde bereits gedreht.
Ullrich fährt bei seinen Camps Rose-Bikes.
Außerdem arbeiten das Unternehmen und der Ex-Profi jetzt bei einigen Rad-Events eng zusammen.
Bevor es zu Unterschrift kam, habe Ullrich sich im vergangenen Jahr ein Bild vom Unternehmen und den Mitarbeitern gemacht.
„Wir haben an deren Reaktionen auch gemerkt, dass die, die dem Radsport verbunden sind, Ullrichs Karriere bewusst differenziert betrachten“, sagt Heckrath-Rose.
Weitere Auktion für den guten Zweck
Jan Ullrich wurde mit seinem überraschenden Tour de France-Sieg 1997 schlagartig zu einem der bekanntesten deutschen Sportler aller Zeiten.
Bis heute ist er der einzige deutsche Radrennfahrer, der das Prestigerennen in Frankreich jemals gewann.
Zugunsten der Ukraine-Hilfe von „Ein Herz für Kinder“ hat er nun eine ganz besondere Auktion zur Verfügung gestellt: Eines seiner persönlichen Telekom Team-Räder aus dem Jahr 1998, das extra für Jan Ullrich angefertigt wurde!
Exakt dieses Modell hatte Jan Ullrich bei der Tour de France gefahren und das hier zu ersteigernde Exemplar war eines seiner Ersatz-Räder bei der Tour.
Bieten Sie jetzt mit und sichern Sie sich dieses absolut einmalige und handsignierte Sammlerstück!
Entdecken Sie bei uns auch weitere einzigartige Auktionen für den guten Zweck!
Den Erlös der Auktion „Mega Rarität! Jan Ullrich stiftet sein persönliches Team-Rennrad von der Tour de France 1998“ leiten wir direkt, ohne Abzug von Kosten, an die Ukraine-Hilfe von Ein Herz für Kinder weiter.
BILD hilft e.V. BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“ ist eine international tätige Kinderhilfsorganisation, die weltweit Kinder in Not unterstützt.
Der magische Sommer 1997
Der Sommer 1997 war für mich magisch.
Ich beendete die Schule, und ein gewisser Jan Ullrich fuhr nicht einfach nur Rad - er flog über die Straßen Frankreichs mit einer Leichtigkeit und Dominanz, die Millionen Deutsche und Millionen weltweit fesselte.
In 1996 verhalf er Bjarne Riis zum Sieg bei der Tour, 1997 war es zunächst wieder seine Aufgabe.
Doch plötzlich drehte sich diese Rolle: Riis erkannte, dass er nicht die Form des Vorjahres hatte, und dass Ullrich noch stärker geworden war.
Im Team Telekom entschied man sich, besonders auf einer Etappe, die wohl bei vielen noch heute Gänsehaut hervorruft, alles auf Jan Ullrich zu setzen.
Sein unwiderstehlicher Angriff nach Andorra-Arcalis, die Kraft in jedem Tritt, sein bescheidener Jubel später - all das machte ihn zur Hoffnung einer ganzen Radsportgeneration.
Ich war damals auf jeden Fall infiziert.
Ich fuhr den Sommer über jeden Tag Rad - kein wirkliches Rennrad, eher ein modifiziertes Tourenrad, aber die Faszination Rennrad brach in dieser Zeit in mir aus.
So oder so ähnlich erging es vielen Menschen.
Plötzlich wollten Kinder und Erwachsene auf ein Rennrad steigen, die Berge hinaufklettern, den Fahrtwind spüren.
Radgeschäfte waren ausverkauft, Vereine verzeichneten Rekordzuläufe.
Ullrich war nicht nur der erste deutsche Tour-Sieger - er war der Funke einer Radsport-Euphorie, die irgendwie bis heute nachhallt.
Sein Sieg war mehr als Sport.
Das Team Telekom fuhr auf Pinarello-Maschinen.
Jan Ullrichs Pinarello "Paris" von der Tour de France 1997
Jan Ullrichs Pinarello "Paris" von der Tour de France 1997 war ein Meisterwerk italienischer Handwerkskunst.
Der Aluminiumrahmen wurde nicht direkt von Pinarello gefertigt, sondern von Dario Pegoretti, einem der angesehensten Rahmenbauer seiner Zeit.
Pegoretti war bekannt für seine präzise Verarbeitung und entwickelte viele Rahmen für Profi-Teams, oft im Verborgenen.
Er verstand die Profis und setzte deren Wünsche im Rahmenbau exakt um.
Das Team Telekom wurde zu dieser Zeit von Campagnolo unterstützt.
Die Record-Gruppe war damals noch sehr verbreitet und beliebt im Peloton.
Ein weiteres technisches Highlight waren die Campagnolo Bora Carbon-Laufräder, die Ullrich als einer der ersten Profis fuhr.
Die Carbon-Laufräder boten eine perfekte Kombination aus Aerodynamik und geringem Gewicht, was Ullrichs kraftvollem Fahrstil zugutekam.
Die Optik der Räder änderte sich drastisch.
Ich selbst fuhr damals fünf Stunden mit dem Zug mit einem Freund aus der Heimat in einen Fahrradladen, um eine solche Maschine aus der Nähe betrachten zu können.
Mein hier gezeigtes Rad stammt von einem Jan-Ullrich-Ultra, der damals natürlich nicht als Ultra bezeichnet wurde.
Er verbrachte wie ich jede Minute der Tour 1997 vor dem Fernseher.
Für ihn war klar: Er musste dieses Rad vom Team Telekom haben.
Er verfügte über das nötige Kleingeld, klapperte Radläden ab, die ihm diesen Renner besorgen sollten.
1997 gab es kein Internet, man konnte nicht mal eben schauen, wo es etwas zu welchem Preis gab.
Es dauerte wirklich lange, bis ein Laden ihm helfen konnte - aber Bora Carbon-Laufräder?
Unmöglich!
Die waren für das Team, keine Chance, die bekommen wir als Händler niemals.
Doch die Hartnäckigkeit des Kunden war extrem, und "die Scheine, die ich auf den Tisch legte, waren auch etwas größer", so seine Aussage.
Am Ende bekam er dann das Rad.
Verwandte Beiträge:
- Jan Ullrich Radtour buchen: Termine, Strecken & Anmeldung
- Radtour mit Jan Ullrich buchen: Termine & Angebote
- Radfahren mit Jan Ullrich: Tipps, Touren & Inspiration für Radfahrer
- Moped Transport: Sicheres Befestigen auf der Anhängerkupplung
- Die besten Handyhalterungen für Supersportler Motorräder – Ultimativer Test & Kaufberatung
Kommentar schreiben