Fahrradtachos helfen, Tempo, Distanz und Zeit jederzeit im Blick zu behalten. Sie sind praktische Begleiter für Freizeit, Training und den täglichen Weg zur Arbeit. AUTO BILD hat verschiedene preiswerte Modelle getestet und gibt wertvolle Tipps für die Auswahl.
Fahrradtachos sind längst nicht mehr nur einfache Kilometerzähler. Sie liefern umfassende Informationen über Geschwindigkeit, Strecke, Fahrzeit und manchmal sogar Herzfrequenz oder Navigation. Egal ob ambitionierter Rennradfahrer, Gravelbiker oder Alltagsradler - ein moderner Fahrradtacho hilft, Trainingserfolge zu dokumentieren, Routen zu planen und den Überblick über jede Fahrt zu behalten. AUTO BILD hat verschiedene Modelle getestet und zeigt, worauf es beim Kauf ankommt.
Das Wichtigste in Kürze
- Geschwindigkeit: Eine übersichtliche Anzeige von aktueller, durchschnittlicher und maximaler Geschwindigkeit ermöglicht eine präzise Einschätzung der Fahrleistung.
- Distanz & Zeit: Dank der Erfassung von Tages- und Gesamtstrecken bekommt man als Nutzer verlässliche Daten für Training, Tourenplanung und die Leistungsanalyse.
- Montage & Bedienung: Einfache Befestigung am Lenker und intuitive Steuerung gewährleisten komfortable Nutzung vor und während jeder Fahrt.
Testsieger im AUTO BILD-Fahrradcomputer-Test (2025): Bryton Rider 460 E
Der Bryton Rider 460 überzeugt in unserem Test als leistungsstarker Fahrradcomputer mit klaren Stärken und nur wenigen Schwächen. Besonders positiv hervorzuheben ist das 2,6 Zoll große Monochrom-Display, das mit sehr guter Lesbarkeit bei Sonneneinstrahlung und Dunkelheit punktet. Die Darstellung ist klar, die große Schrift erleichtert das Ablesen. Zusätzlicher Pluspunkt: Der Kontrast des Displays lässt sich sogar individuell einstellen.
In Sachen Bedienung bietet das Gerät fünf beschriftete Tasten seitlich des Gehäuses. Kennzeichnung und angenehmer Druckpunkt erleichtern den Wechsel der konfigurierbaren Anzeigenseiten während der Fahrt. Schon bei der ersten Inbetriebnahme entpuppt sich die Benutzerführung als intuitiv. Ein Nachteil: Viele Funktionen - wie die Einstellung des Signaltons bei Tastendruck sowie die Einrichtung der Datenfelder - können nur über die App konfiguriert werden.
Der Rider 460 unterstützt ESS-Schaltsysteme (Shimano Di2, SRAM eTap, Campagnolo EPS), Fahrradradare, E-Bike-Systeme sowie Smart Trainer über ANT+ FE-C. Gezieltes Training nach Leistungszonen, Zeit, Distanz oder Intervallen ist ebenfalls möglich, da sich über die App geplante Workouts auf den Rider übertragen und ohne Probleme draußen nachfahren lassen. Auch die Navigation ist über die Active-App einfach zu planen - Routeninformationen zu Höhenmetern und Abbiegehinweise helfen beim Planen. Wer mag, kann den Computer aber auch mit Komoot oder Strava verknüpfen.
Das Gerät ist IPX7-zertifiziert, also spritzwassergeschützt. Der USB-C-Anschluss ist zeitgemäß, und das Gerät kann mit Bryton-Brustgurt und Kadenzmesser genutzt werden. Der Bryton Rider bietet eine große Funktionsvielfalt, ohne dabei die wesentlichen Wünsche der Nutzer aus den Augen zu verlieren!
Preis-Leistungs-Sieger (2025): Ciclo Protos 213
Unkompliziert und zuverlässig im Test: Der Protos 213 eignet sich vorrangig für Pendler, Tourenfahrer und Freizeitradler. Die Informationen auf dem gut ablesbarem Display verteilen sich auf vier übersichtliche Zeilen. Zwei davon sind mit Uhrzeit und Geschwindigkeit fix. Die linke Taste blättert das untere Datenfeld durch, die rechte Taste wechselt die Information im anderen Datenfeld - auch wenn die Tasten unbeschriftet sind, ist die Bedienung denkbar simpel. Die automatische Aufzeichnung beim Losfahren erleichtert den Start jeder Tour ganz ohne Fummelei, und durch die sehr lange Batterielaufzeit empfiehlt sich das Gerät für regelmäßige und häufige Nutzung.
Grundsätzlich sind die Funktionen des Protos 213 auf das Wesentliche reduziert. Die Kalorienanzeige wirkt aufgrund fehlender Sensorbasis (kein Puls) wenig exakt, erfüllt aber den Zweck einer groben Orientierung. Die Verbindung zum Speedsensor an der Gabel läuft störungsfrei, jedoch ist die Befestigung und Ausrichtung mit Kabelbindern etwas mühsamer - der Sensor ist aufgrund eines fehlenden Gelenks nicht verstellbar. Auch die Ablesbarkeit des Displays bei direkter Sonneneinstrahlung ist im Vergleich etwas schlechter. Für Nutzer, die Wert auf einfache Technik, solide Anzeigeleistung und geringe Wartung legen, ist der Protos 213 dennoch ein durchdachter Begleiter im täglichen Einsatz.
So hat AUTO BILD getestet
Bevor es aufs Rad ging, haben wir uns die Bedienungsanleitungen und Sicherheitshinweise angeschaut, um zu prüfen, ob die wichtigsten Hinweise vorhanden und verständlich sind. Danach landeten alle Geräte samt Zubehör auf der Waage, um das tatsächliche Gewicht für den Einsatz am Rad zu ermitteln. Im Anschluss ging es um die Bedienbarkeit der Modelle. Wir haben getestet, wie gut sich die Tachos ohne große Einarbeitung einrichten und bedienen lassen. Dabei war uns besonders wichtig, wie flexibel sich die Anzeigenseiten konfigurieren lassen.
Und dann natürlich der wichtigste Teil: die Praxis. Hierfür haben wir uns zunächst die Montage der Halterungen genauer angeschaut. Bei den meisten Modellen war die Befestigung am Lenker schnell erledigt - oft mit flexiblen Gummiringen, teilweise aber auch mit Kabelbindern oder speziellen Clipsystemen. War der Computer einmal fest mit dem Lenker verbunden, zeigte sich schnell, wie unterschiedlich das Handling ist: Manche Tachos lassen sich mit einem Dreh abnehmen, bei anderen braucht man Fingerspitzengefühl oder muss sogar die komplette Halterung abfummeln.
Auch das Thema Stabilität war uns wichtig - auf unseren Testfahrten haben wir genau hingeschaut (und gespürt), ob die Geräte sicher sitzen oder bei Fahrten über Kopfsteinpflaster bzw. anderen Bodeunebenheiten zu klappern beginnen. Wir wollten wissen, welche Daten man unterwegs angezeigt bekommt und wie gut sie zu lesen sind. Bei den Geräten mit Navigation haben wir außerdem getestet, wie gut sie einen ans Ziel bringen. Zum Schluss sind wir mit mehreren Tachos gleichzeitig auf dieselbe Teststrecke gegangen und haben die Werte verglichen: Wie genau messen die Geräte? Kommt am Ende bei Strecke, Geschwindigkeit und Höhenmetern überall das Gleiche raus oder gibt's signifikante Abweichungen?
Auch die passenden Apps der Tachos haben wir uns angesehen. Dabei ging es nicht nur um die Einrichtung und das Einstellen der Anzeigenseiten, sondern auch darum, wie gut sich Routen planen und auf das Gerät übertragen lassen - und wie reibungslos die Verbindung zu Drittanbietern wie Strava oder Komoot klappt. Schließlich will man seine Touren ja nicht nur fahren, sondern auch später in der App auswerten oder teilen.
Die Testergebisse im Überblick
Montage
Für die Modelle mit Speedsensor ist neben der Befestigung der Lenkerhalter auch die des Sensors an der Gabel und des Magneten an der Speiche notwendig. Dafür braucht es im Vergleich mehr Zeit. Vor allem mit Kabelbindern ist die Befestigung der Kleinteile mitunter nervig. Praktischer sind da Gummiringe - mit ihnen geht es schneller und unkomplizierter von der Hand. Außerdem kann die Position immer noch mal verändert werden, während man bei Kabelbindern neue Plastikteile benötigt. Zwar halten die Gummiringe - wenn sie dauerhafter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind - nicht so lange wie Kabelbinder, da sie mit der Zeit porös werden, dafür haben alle Hersteller im Test gleich mehrere dieser Helferlein hinzugelegt.
Die Geräte müssen so fest am Lenker sitzen, dass sie sich auch beim Fahren über Kopfsteinpflaster nicht bewegen.
Ablesbarkeit
Ob bei tiefster Nacht oder im grellen Sonnenlicht - die Fahrradtachos sollten ihre Informationen immer gut lesbar anzeigen. Nur der Cateye Padrone bleibt dunkel und ist somit ungeeignet für nächtliche Ausflüge. Bei allen anderen Produkte ließ sich stets alles gut lesen. Besonderes Merkmal beim Bryton Rider: Hier kann man sogar individuell den Kontrast des Bildschirms einstellen.
In der Praxis haben wir verglichen, wie gut ablesbar die Displays sind und wie klar die Modelle Informationen anzeigen.
Aufzeichnung
Wie zuverlässig ist die Aufzeichnung? Vorweg lässt sich sagen, dass die Geschwindigkeitsmessung via Speedsensor stabiler und präziser ist als die über GPS - sofern der Reifenumfang vor der Erstbenutzung korrekt eingegeben wurde. Dennoch haben wir uns bei der Datenaufzeichnung des Ciclo Protos 213 bei einer Fahrt verwundert den Kopf gerieben: Über 60 km/h auf ebener Strecke mit dem Stadtrad sind dann doch utopisch. Hier sollte man vielleicht doch auf die Variante Ciclo Protos 113 mit störungsfreier Kabelverbindung setzen. Beim Sigma Rox 4.0 gab es ähnlich unrealistische Messwerte, allerdings in puncto Höhenmeter. Da konnte man mal eben 140 Höhenmeter auf einer zwei Kilometer langen Fahrt durchs Flachland sammeln.
Die Modelle mit GPS-Signal zeigten ebenfalls ein paar Aussetzer oder Sprünge. Das ist allerdings normal, da das Signal mal gestört sein beziehungsweise verloren gehen kann. Wer es eilig mit der Aufzeichnung hat, sollte daran denken, die Modelle von Cicplus und Rockbros frühzeitig zu starten, da sie immer einige Sekunden benötigen, bis der Empfang hergestellt ist.
Dank zuverlässiger Aufzeichnung und übersichtlicher Anzeige sorgen die technischen Helfer am Lenker für zusätzlichen Fahrspaß.
Konnektivität
Alle getesteten GPS-Radcomputer bieten zumindest grundlegende Konnektivitätsfunktionen. Über Bluetooth oder ANT+ lassen sie sich mit dem Smartphone, Fitness-Sensoren oder E-Bikes koppeln. Während die Smartphone-App für die Einrichtung und das Auslesen von Tourdaten noch als sinnvoller Standard gilt, gehen die Meinungen bei der Einbindung externer Fitness-Sensoren auseinander - je nach Anspruch reicht das Spektrum von netter Spielerei bis hin zum wertvollen Trainings- oder Gesundheitstool. Vor allem Trittfrequenz- und Pulssensoren können helfen, die Belastung gezielt im gesunden oder besonders effektiven Bereich zu steuern.
Fazit zum AUTO BILD-Test von Fahrradnavis
Wer wirklich nur die Basisdaten wie Geschwindigkeit und Strecke im Blick haben möchte, ist mit einem günstigen Tacho - auch in der kabelgebundenen Variante - bestens bedient. Die Installation ist einfach, die Datenübertragung störungsfrei und für viele Alltagsradler völlig ausreichend.
Wer jedoch mehr Informationen wünscht oder seine Touren dokumentieren möchte, greift besser direkt zu einem GPS-Radcomputer. Hier profitiert man nicht nur von erweiterten Datenfeldern wie Höhenmeter, Herz- oder Trittfrequenz, sondern auch von einer komfortableren Montage. Zudem lassen sich GPS-Tachos flexibel an mehreren Rädern nutzen. Ein echter Mehrwert ist die Möglichkeit, die exakten Strecken aufzuzeichnen und für das digitale Tourtagebuch oder zum Teilen mit Freunden festzuhalten. So wird der Radcomputer zum vielseitigen Begleiter für ambitionierte Touren und gezieltes Training.
Häufige Fragen zu Fahrrad-Computern
Was misst ein Fahrradcomputer alles?
Neben klassischen Daten wie Geschwindigkeit, Distanz und Fahrzeit erfassen moderne Geräte oft auch Höhenmeter, Trittfrequenz, Herzfrequenz und auch den Kalorienverbrauch. GPS-Modelle speichern zudem Routen und ermöglichen Navigation.
Welche Nachteile können Fahrradcomputer mit GPS haben?
GPS-Modelle sind in der Regel deutlich teurer als einfache kabelgebundene oder kabellose Geräte mit Basisfunktionen, und die GPS-Funktion verbraucht mehr Energie. Bei längeren Touren oder Mehrtagestouren kann der Akku schnell an seine Grenzen kommen - besonders ohne externe Stromquelle. Außerdem kann in dichten Wäldern, Schluchten, Tunneln oder städtischen Gebieten mit hohen Gebäuden der GPS-Empfang gestört sein. Das kann zu ungenauen Daten oder Abbrüchen in der Aufzeichnung führen.
Welche Funktionen bieten Fahrradcomputer ohne GPS?
Fahrradcomputer ohne GPS bieten in der Regel grundlegende Funktionen wie Geschwindigkeits- und Distanzmessung, Uhrzeit, Durchschnittsgeschwindigkeit und Fahrzeit. Einige Modelle können auch Trittfrequenz- und Herzfrequenzdaten erfassen, erfordern jedoch separate Sensoren.
Sind Fahrradcomputer ohne GPS für bestimmte Nutzergruppen besser geeignet?
Fahrradcomputer ohne GPS sind ideal für Nutzer, die keine Notwendigkeit für fortgeschrittene Navigationsfunktionen haben und sich auf grundlegende Daten wie Geschwindigkeit und Distanz konzentrieren möchten. Sie sind auch eine gute Wahl für Fahrer, die lange Touren machen und eine zuverlässige Batterielaufzeit benötigen.
Kann ein Smartphone einen Fahrradcomputer ersetzen?
In vielen Fällen ja, vor allem mit geeigneten Apps und einer Halterung. Nachteile sind begrenzte Akkulaufzeit, schlechtere Ablesbarkeit bei Sonnenlicht und fehlende Robustheit.
Fahrradtacho Vergleichstabelle
Hier habe ich die Modelle nach verschiedenen Kriterien verglichen.
| Fahrradcomputer | Datenübertragung | Funktionen | Preis (12/22) | Mehr Infos |
|---|---|---|---|---|
| Sigma 5* | Funk oder Kabel | Geschwindigkeit, Tageskilometer, Ø Geschwindigkeit, Maximalgeschw. Gesamtkilometer Fahrzeit, Gesamtfahrzeit, Uhrzeit, Stoppuhr | ab 15 € | mehr Infos und Bestellung* |
Günstige Radtacho Alternative: No-Name Produkte
Du findest bei Angeboten auf Amazon noch günstigere Fahrradtachos. Ich bin kein Freund von diesen Produkten. Früher machte ich schlechte Erfahrungen mit den No-Name Modellen. Du bekommst keine Ersatzteile. Trotzdem berichten einige positiv über jene Radtachos. Besonders der Dinoka* ist beliebt.
Welchen Fahrradcomputer würde ich kaufen?
Mein Tipp, wenn du viele Funktionen möchtest.Möchtest du gern mehrere Funktionen und benötigst aber keine Herzfrequenz, empfehle ich dir den Sigma 12*. Bist du mit den fünf Grundfunktionen zufrieden, empfehle ich dir den Sigma BC 8 oder den VDO M1.1* .
Einsteiger Modell mit wichtigsten Funktionen.
Ganz simple Fahrradcomputer Alternative: Der retro Fahrradtacho. Willst du einen ganz einfachen Fahrradcomputer? Dann rate ich dir den analogen Fahrradtacho im 70´er Jahre Stil. Zurzeit bekommst du ihn für ca. 16 Euro* und er beschränkt sich auf Kilometerzähler und aktuelle Geschwindigkeit.
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