Kalorienverbrauch beim E-Bike: Erfahrungen und Vergleich

Elektrobikes liegen voll im Trend und verdrängen das normale Fahrrad immer mehr. Doch hat das E-Bike auch in Sachen Trainingseffekt seine Berechtigung? Wir räumen mit Vorurteilen auf und stellen Ihnen Informationen zum Thema Kalorienverbrauch beim E-Bike fahren bereit.

Bewegung: Wichtig für Körperbau und Immunsystem

Dabei ist Bewegung für den Organismus überaus wichtig. Nicht nur für den Körperbau, auch für das Immunsystem. Wer sich viel bewegt, wird nachweislich seltener krank. Der Zusammenhang zwischen Bewegung und Gesundheit wurde bereits durch eine Vielzahl von Studien belegt.

Mit dem E-Bike zur Arbeit?

Es gibt ja z.B. E-Bikes, die sogenannten Pedelecs, welche den Biker bis 25 Km/h unterstützen. Man muss ja immer noch selbst treten, um voranzukommen. Also könnte es für Freizeit-Sportler durchaus Sinn machen, sich ein solches E-Bike anzuschaffen - wären da nicht die Vorurteile. Hat es auch denselben Trainingseffekt wie ein unmotorisiertes Rad? Und ist das E-Bike auch für den fitten Biker eine sinnvolle Alternative?

Studie belegt: E-Bike fahren macht fitter

Im Juni 2022 wurde im European Journal of Apllied Physiology eine Studie veröffentlicht, in der sich Forscher der University of Colorado mit dem Thema E-Bikes befassten. Dabei ging es den Amerikanern vor allem darum, zu testen, ob das Fahren auf dem E-Bike für Menschen, welche sonst nicht oft trainieren, ein vollwertiges Workout sein kann.

20 Probanden - männlich wie weiblich - sollten mindestens dreimal pro Woche 40 Minuten mit dem E-Bike unterwegs sein. Einen Monat lang. Die Geschwindigkeit sollte nach eigenem Wohlbefinden frei gewählt werden. Dabei benutzten die Teilnehmer der Studie Pedelecs, also E-Bikes, die nicht von allein fahren. Im Voraus wurden die Probanden im Labor auf Herz und Nieren geprüft.

Das Ergebnis: Alle Teilnehmer hatten sich an die zeitliche Vorgabe gehalten, die meisten saßen sogar bis zu 50 Prozent länger im Sattel als verlangt. Auch die Intensität war durchaus hoch. Der durchschnittliche Puls lag bei 75 Prozent der jeweiligen Höchstgrenze. Die Probanden hatten also ein moderates Workout. Und am wichtigsten: Jeder einzelne hatte deutlich bessere Fitness- und Gesundheitswerte im abschließenden zweiten Labor-Test.

Mehr Motivation mit E-Bike

Diese beiden Ergebnisse der Studie zeigen, dass das E-Bike allein schon durch die sich bietenden erweiterten Möglichkeiten positive Effekte mit sich bringt. Die Motivation, sich öfter und länger zu bewegen, stieg bei allen Studienteilnehmern. Die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Gesundheit und Fitness sind ebenfalls nicht von der Hand zu weisen.

Auch eine Studie aus dem Jahr 2015 zeigte außerdem einen weiteren positiven Effekt der elektrisch unterstützten Räder. Das norwegische Institut für Transportwirtschaft ermöglichte 66 Norwegern aus der Hauptstadt Oslo für zwei bis vier Wochen unbegrenzten Zugang zu E-Bikes und verglich im Anschluss deren Fahrgewohnheiten mit 160 Teilnehmern mit Fahrrädern.

Die Auswertung der Daten ergab, dass die Probanden mit Elektrobike-Zugang signifikant öfter und auch länger unterwegs waren. Der Studie nach war die durchschnittliche Anzahl an täglichen Fahrten mit dem E-Bike höher (1,4) als die Fahrten mit dem normalen Rad (0,9). Auch die durchschnittlich zurückgelegte Distanz betrug bei den E-Bike-Fahrern mit 10,3 Km deutlich mehr als die Fahrten mit dem unmotorisierten Pendant (4,8 Km).

Trainingseffekt dank E-Biken?

Wenn es um den Trainingseffekt von Elektrobikes geht, könnte man sich vorstellen, dass dieser lediglich für nicht ganz so fitte Hobbysportler relevant ist. Doch auch der Mountainbike-Marathon-Profi Tim Böhme vom Team Bulls, der zudem als Fitness-Experte für das Radlabor Frankfurt aktiv ist, sitzt immer wieder gerne auf dem E-Bike. So startete Böhme im April 2022 auch bei einem E-Bike-Rennen in den USA.

"Das war ein großer Spaß", berichtet der MTB-Profi. "Zwar war es eher ein Show-Event mit noch relativ losen Regeln, doch da steckt unheimliches Potenzial darin." Vor allem habe er gemerkt, dass der athletische Anspruch auf dem Elektrobike "um einiges höher" als beim normalen Bike sei, da man Masse bewege. "Das habe ich auch am Muskelkater am Tag danach festgestellt", so der Fitness-Experte weiter, "außerdem hatte es den positiven Nebeneffekt, dass das normale Rad danach vom Handling her leichter wirkte."

Auch sonst sei der Trainingseffekt beim E-Bike fahren nicht zu unterschätzen - nicht nur für Hobbysportler. "Grundsätzlich ist es gleich anstrengend", vergleicht Böhme die beiden Rad-Typen. "Man ist auf dem E-Bike nur schneller unterwegs." Zwar verleitet die Motorunterstützung laut Böhme dazu, sich weniger anzustrengen und mit weniger Aufwand das gleiche Tempo wie sonst zu fahren, "aber es macht doch viel mehr Spaß, mit 18 km/h bergauf zu fahren als mit 10 km/h oder weniger. Das spornt sogar an, noch eher an die Belastungsgrenze zu gehen."

Für sich selbst als MTB-Marathon-Fahrer könne er sich zudem durchaus einen positiven Effekt für die Rennvorbereitung vorstellen. "Downhill-Fahrer fahren ihren Kurs vor dem Rennen mit Motocross-Bikes ab, um die hohen Geschwindigkeiten zu trainieren", weiß der Fitness-Experte. "Als Marathon-Fahrer könnte man mit einem E-Bike die Strecke mit Trainingsanstrengung abfahren und durch die Unterstützung dennoch Renngeschwindigkeit fahren - und die richtige Linienwahl trainieren."

Von Vorurteilen gegenüber den elektrisch unterstützten Rädern hält Böhme nichts. "Mit dem E-Bike ist es im Prinzip wie mit dem Handicap im Golf, nur gesellschaftlich nicht so toleriert", so der Mountainbike-Profi. "Das muss jeder selbst mal probieren." Beim Golf bietet das Handicap schwächeren Spielern die Möglichkeit, mit stärkeren zusammenzuspielen.

Für Fahrten in Gruppen mit Sportlern auf unterschiedlichem Leistungsstand könnte das E-Bike genauso Abhilfe schaffen, spinnt Böhme den Gedanken weiter. "So könnte man ohne Probleme zusammenfahren und dennoch kann jeder seinen eigenen Möglichkeiten entsprechend fahren. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das für Pärchen eine interessante Sache wäre." Nur, dass eben beim E-Bike der Profi nicht wie beim Golf ein Handicap bekommt, sondern der Hobbyfahrer einen unterstützenden Elektromotor.

Das Fazit: Training mit dem E-Bike

Bewegung ist für den Organismus wichtig. Doch genau davon haben viele berufstätige Erwachsene zu wenig. Nicht nur die mangelnde Zeit ist dabei ein Problem, vielen fehlt die Motivation. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass die Top-Form oft in dunkler Vergangenheit liegt. Da fällt es schwer, sich zu einer Radtour aufzurappeln, wenn bereits eine kurze Ausfahrt anstrengend ist wie ein Marathon.

Die Vorteile der E-Bikes für untrainierte Hobbyfahrer liegen auf der Hand. Nachweislich erhöht die elektrische Unterstützung die Motivation zur Bewegung. Dies kann bereits nach einigen Wochen vieles bewirken. Gerade als Einstieg nach langer Zeit ohne Training ist das E-Bike eine gute Alternative, um spielerisch wieder eine gewisse Grundfitness aufzubauen.

Aber auch für trainierte Fahrer kann das Pedelec in vieler Hinsicht eine Alternative sein. Der Trainingseffekt ist hier zwar nicht mehr ganz so hoch, doch für Regenerationsmaßnahmen ist das E-Bike ebenso denkbar wie nach Verletzungen. Gesundheitlich haben die elektrisch unterstützten Räder nämlich den Vorteil, dass sie die Maximalbelastungen reduzieren und damit Gelenke und Kreislauf schonen. Das E-Bike hat also in vielen Bereichen seine Daseinsberechtigung. Ob für jung oder alt, Mann oder Frau, fit oder untrainiert. Vorurteile zum E-Bike sind fehl am Platz. Die positiven Effekte überwiegen - auch in Sachen Training.

Für den berufstätigen Familienvater wäre der Weg zur Arbeit mit dem E-Bike auf jeden Fall die perfekte Möglichkeit, um wieder fit zu werden.

Kalorienverbrauch Rad vs. eBike vs. Sportuhr?

Gibt es eigentlich irgendwo einen vernünftigen Artikel, der den realen Kalorienverbrauch beim Radfahren erklärt? Diese trackt bei einer e-Bike Fahrt weniger Kalorien als bei einer Fahrt mit normalem Bike. Am ehesten würde ich noch dem eBike trauen, weil dieses anhand der Drehmomentsensoren noch am besten abschätzen kann, wieviel Energie du ins Fahrrad hast fließen lassen.

Die Sportuhr mag einen Unterschied erkennen an der Herzfrequenz, das Rad wahrscheinlich nicht. Auch weisen ja einige Artikel darauf hin, dass ein anderer BMI zu einem anderen Kalorienverbrauch führt. Kalorienverbrauch Rad vs. eBike vs. Sportuhr?

Garmin geht halt nicht vom Pedelec, sondern vom Biorad aus. Insofern dürfte dieser Wert irrelevant zu hoch sein.

Beide haben nur Schätzwerte, aber Bosch dürfte deutlich näher an der Realität sein - ganz einfach deshalb, weil der bessere Daten zur Verfügung hat (so es sich dabei um ein Gerät mit Leistungsmessung handelt - ich gehe mal von einem Nyon aus).

Einfach Sport treiben, ohne diese ganzen "Fitness"-Daten. Allenfalls den Puls beobachten, der Rest ist m.E. nicht wichtig.

Radfahren - der Kalorienkiller?

Wir alle treiben Sport doch nur aus einem Grund: Damit wir mehr futtern können! Fahrrad fahren bietet sich hier ja auch prima an. Es ist gelenkschonend, macht Spaß und bietet Anfängern einen leichten Einstieg. Jedenfalls hat man, wenn man mit Sporttreiben beginnt, schneller 20 km geradelt als 5 km gelaufen. Das soll hier aber jetzt nicht zu einem Abnehm-Post abdriften.

Um diese Frage zu beantworten, schauen wir uns zuallererst einige Parameter an, die auf den Kalorienverbrauch beim Radfahren Einfluss nehmen:

  • Die Intensität: Je welliger die Strecke ist oder je mehr Gegenwind sich uns in den Weg stellt, desto anstrengender wird das Ganze.
  • Der Trainingszustand: Sind wir gut in Form, verbrauchen wir auf gleicher Strecke, bei gleicher Intensität weniger Kalorien - zumindest in der Theorie.
  • Alter, Geschlecht und Gewicht: Ohne jetzt zu tief in das Thema „Energiestoffwechsel“ einzutauchen, kann man festhalten, dass der Energieverbrauch auch von diesen Faktoren maßgeblich bestimmt wird.

Ein 80 kg schwerer Mann verbrennt bei einer gemütlichen Radtour ca. 400-500 kcal. Bei intensiver Belastung dürfte sich dieser Wert auf ca. 900-1000 kcal erhöhen. Bei einer Frau um die 60 kg läge der Kalorienverbrauch bei ca. Eine ganz normale Radausfahrt dürfte immer in einem Kalorienverbrauch am unteren Ende der Skala liegen.

Im Folgenden sind Zirkaangaben angeben, wie viele Kalorien du innerhalb 60 Minuten bei bestimmten Geschwindigkeiten verbrennst:

Wie wird Rad gefahren? Kalorienverbrauch (kcal) in 60 Minuten
langsamer als 15 km/h 280
15-18 km/h 420
18-21 km/h 550
21-24 km/h 700
24-28 km/h 850
schneller als 28 km/h 950

Ist der Kalorienverbrauch abhängig vom Fahrrad?

Die Frage liegt nahe, kann aber an sich auch verneint werden. Denn letztlich ist es ja egal, ob man auf dem Rennrad oder Mountainbike sitzt. Wie wir schon gelernt haben, bestimmt die Intensität bzw. die Leistung den Kalorienverbrauch. Auf dem Rennrad fährt man halt nur etwas schneller, als auf den breiten Reifen des Mountainbikes.

Wie ist der Kalorienverbrauch beim E-Bike-Fahren?

Jeder, der schon einmal auf einem E-Bike gesessen ist, müsste den Unterschied zum Fahren mit einem herkömmlichen Rad gespürt haben. Mithilfe des installierten Elektroantriebs sparst du beim Vortrieb Kraft. So musst du, im Vergleich zur aufgebrachten Leistung auf einem herkömmlichen Rad, je nach Unterstützungsstufe deutlich weniger in die Pedale treten, um ein bestimmtes Stundenmittel zu erreichen.

Um eine konkrete Zahl zu nennen, geht man bei einer durchschnittlichen Nutzung der verschiedenen Unterstützungsstufen von rund 300 kcal/h (pro Stunde) aus.

Wie schneidet Radfahren im Vergleich zu anderen Sportarten ab?

Schaut man sich den Kalorienverbrauch beim Radfahren im Vergleich zu anderen Sportarten an, dann können wir feststellen: Wir liegen in einem gesunden Mittelfeld. Das kann man am besten durch den Vergleich mit zwei anderen beliebten Ausdauersportarten erläutern: dem Laufen und dem Schwimmen.

Sportart Kalorienverbrauch (kcal) in 60 Minuten (Durchschnittswerte für eine 80 kg schwere Person)
Rudern 780
Kraulschwimmen 500
Laufen 480
Aerobic 450
Badminton 320

So lange musst du Radfahren, um deinen Lieblingssnack zu verbrennen

Es ist erwiesen: Naschen macht glücklich, zumindest für den Moment. Weniger glücklich dürfte man darüber sein, wenn Schokolade, Chips und Co. in kurzer Zeit zu ein paar Pfunden mehr führen. Diesem Umstand können wir immerhin mit ausreichend Sporttreiben entgegenwirken.

In folgender Tabelle gehen wir von einem Kalorienverbrauch von 450 kcal pro Stunde aus.

Nährwerte pro 100 g (in kcal) So lange musst du dafür Radfahren (in Minuten)
Milka Vollmilchschokolade (530) 71
Milka Weiße Schokolade (530) 71
Lindt Excellence Mild 90 % Cacao (592) 79
Snickers (481) 64
Prinzen Rolle (491) 65
Nutella (539) 72
Haribo Gummibärchen (343) 46
Funnyfrisch Chips (539) 72
Lorentz Erdnüsse (620) 83
Popcorn (375) 50

Um die Frage nach dem Kalorien-Killer zu beantworten: Nein, Fahrradfahren ist kein reinrassiger Kalorien-Killer. Es ist somit bestens geeignet für Einsteiger oder Gelegenheitssportler, die sich fit halten und schnelle Erfolge sehen wollen.

Wieviel muss man mit dem Ebike fahren damit man die gleiche Menge an Kalorien verbrennt wie auf einem Mountainbike?

Ich radle durchschnittl. 25km 3x in der Woche, würde mir gerne aber auch ein Ebike anschaffen. Nur der Kalorienverbrauch macht mir sorgen. Das kommt drauf an, wie viel Kraft deine Fahrerei braucht und wie viel davon der E-Motor abnimmt. Wenn du den Motor auf die maximale Unterstützung stellst, verbrauchst du ggf. durch die Fahrerei effektiv gar keine Energie mehr.

Beim moderaten E-Bike fahren verbrennt der Körper durchschnittlich 300 Kalorien pro Stunde, im Vergleich zum normalen Rad sind das nur 100 Kalorien weniger.

Mehr Kalorien beim Radfahren verbrennen?

  1. Je mehr Gewicht du mit dir trägst, desto mehr Kalorien verbrennst du.
  2. Lange Fahrten sind nicht nur herrlich, sie fordern auch mehr von deinem Körper. Fährst du zum Beispiel jeden Tag 20 Kilometer zur Arbeit auf deinem Gazelle E-Bike? Dann verbrennst du, je nach Unterstützung, locker 200 bis 250 Kalorien pro Fahrt.
  3. Wähle die hügelige Route oder den abenteuerlichen Waldweg.
  4. Je mehr du deine Muskeln beim Radfahren auf einem E-Bike oder normalen Fahrrad einsetzt, desto mehr Kalorien verbrennst du.
  5. Trittst du kräftig in die Pedale, kämpfst du gegen den Wind oder wählst du bewusst ein höheres Tempo?
  6. Wenn du weniger Unterstützung nutzt, leistest du selbst mehr Arbeit und verbrennst somit mehr Kalorien.

Wie hoch ist eigentlich der Kalorienverbrauch beim Fahren mit einem E-Bike?

Das Pedalieren auf dem E-Bike erfordert reichlich Energie. Diese stellt unser Körper bereits ab der ersten Pedalumdrehung bereit.

Die Faktoren, die den Kalorienverbrauch beim E-Biken beeinflussen

  1. Durch seine Unterstützung sorgt der Motor dafür, dass uns das Radfahren auf einem E-Bike weniger Energie kostet als auf einem herkömmlichen Fahrrad.
  2. Ein höheres Drehmoment zaubert euch ein Lächeln ins Gesicht, wenn ihr merkt, dass bereits geringere Trittfrequenzen und weniger Kraftaufwand genügen, um euer E-Bike kräftig beschleunigen zu lassen.
  3. Den größten Einfluss auf den Kalorienverbrauch beim Fahren mit dem E-Bike hat sicher der jeweilige Fahrmodus.
  4. Während der Motor den Energieverbrauch beim E-Biken senkt, lässt ihn das höhere Gewicht des E-Bikes im Vergleich zu einem Fahrrad ohne E-Antrieb wiederum ansteigen.

Viele Quellen sprechen übereinstimmend von einer Marke von ungefähr 300 Kilokalorien, die im Laufe einer Stunde zusammenkommen. Canyon bemerkt, dass dabei stets auch das Körpergewicht der Fahrenden betrachtet werden müsse. So erreiche ein Mensch mit einem Körpergewicht von 90 Kilogramm diesen Wert deutlich leichter als eine leichtere Person.

Berechnung des Kalorienverbrauchs beim E-Biken

Glücklicherweise braucht ihr euch nicht mit diesen allgemeinen Werten zufriedengeben. Die Sportwissenschaft liefert auch etwas komplexere Formeln, die sich mit ein paar Erklärungen dennoch gut erschließen lassen.

E-Bike-Hersteller Himiway geht von einem um 20 Prozent niedrigeren MET-Wert aus. Werte für ein Fahren mit dem E-Bike bei moderater Intensität liegen zwischen 3,7 und 8,5.

Der E-Bike-Hersteller Tenways hat für verschiedene Konstellationen drei Tabellen mit Beispielwerten berechnet.

Selbstversuch starten

Wer wissen möchte, wie stark der eigene Kalorienverbrauch genau in verschiedenen Szenarien schwankt, kann gern einen Selbstversuch starten.

Versucht, für jeden Durchgang so viele Parameter wie möglich konstant zu halten. Legt beispielsweise eine Fahrgeschwindigkeit fest, die ihr bei allen Versuchen möglichst konstant beibehaltet. Am einfachsten gelingt das auf einer nahezu ebenen Strecke.

Die Energiequellen des Körpers beim E-Biken

Die Energie, die das Fahren mit dem E-Bike erfordert, bezieht er primär aus zwei Quellen: aus Kohlenhydraten und aus Fetten. Den Energiewert beider geben wir in Kilokalorien (kcal) an.

Beim aeroben Stoffwechsel wandelt unser Körper Stoffe in Energie um, während genügend Luft dafür bereitsteht. Fahrt ihr auf dem E-Bike und könnt euch entspannt dabei mit jemandem unterhalten, arbeitet euer Körper gerade aerob. Die Energie stammt dabei zu maximal 50 Prozent aus körpereigenen Fetten.

Geht uns beim E-Bike-Fahren die Puste aus, sprich wird die Luft knapp, wechselt unser Körper vom vorwiegend aeroben auf den vorwiegend anaeroben Stoffwechsel. Unter dem Mangel an Sauerstoff bauen wir vorrangig Kohlenhydrate ab. Als Nebenprodukt entsteht dabei Milchsäure, dessen Salz, das die meisten von euch sicher als Laktat kennen, in unsere Muskeln gelangt.

Aerobes und anaerobes Training beim E-Biken

Mit ein wenig Erfahrung kann man sich mit einem E-Bike ganz gezielt in beiden Zonen bewegen. An der Stelle hilft der Motor, um die Belastung wunderbar zu dosieren. Manchmal, indem ihr ihn zum Beispiel komplett ausschaltet. Von einem solch gesteuerten Training profitiert ihr ganzheitlich.

Mit dem Fahren in der aeroben Zone stärkt ihr die grundlegende Fitness. Ihr schafft eine Basis, die euch widerstandfähiger gegenüber intensiveren Belastungen werden lässt.

Während des E-Bikens in der anaeroben Zone werden dagegen vermehrt Muskeln gestärkt und aufgebaut. Hier verlängert sich die Phase des Kalorienverbrauchs bis hinein in den Ruhezustand.

Die Veränderung der Geschwindigkeit

Zu den effektivsten Drehschrauben in diesem Zusammenhang zählt die Veränderung der Geschwindigkeit.

Durch ein Erhöhen der durchschnittlichen Fahrgeschwindigkeit steigt der Energiebedarf schnell an, sobald ihr den Motor des E-Bikes bei gleicher oder niedrigerer Unterstützungsstufe nutzt.

Radfahren und Abnehmen - funktioniert das?

Ausdauertraining fördert die Fettverbrennung. Mit dem Fahrrad lässt sich das Training individuell gestalten und ganz leicht an die eigenen körperlichen Voraussetzungen anpassen.

Wichtig für eine optimale Fettverbrennung ist die Herzfrequenz. Mit ihr lässt sich der individuelle Fettverbrennungsbereich ermitteln. Der liegt zwischen 60 und 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz.

Wie viele Kalorien beim Fahrradfahren tatsächlich verbrannt werden, lässt sich pauschal nicht sagen. Denn der Verbrauch richtet sich nach unterschiedlichen Faktoren. Zum einen nach dem eigenen Gewicht und Alter, der Herzfrequenz, dem Tempo und der Zeit, die gefahren wird. Dazu kommen noch weitere Faktoren wie die Wetterverhältnisse und die Schwierigkeit der Strecke.

Im Vergleich zum typischen Bauch-Beine-Po-Training schneidet das Fahrradfahren gut ab.

Was ist gesünder: draußen Fahrradfahren oder Ergometer?

Wer draußen Fahrrad fährt, sorgt außerdem für eine bessere Sauerstoffversorgung. Dies hilft bei der Fettverbrennung. Das Radfahren bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen stärkt zudem das Immunsystem. Denn der Körper muss sich immer wieder neuen Gegebenheiten anpassen.

Gerade im Herbst und Winter ist es wichtig, die Vitamin-D-Speicher regelmäßig aufzufüllen, da es das Immunsystem, den Knochen- und Muskelaufbau stärkt und präventiv gegen Demenzerkrankungen, Schlaganfälle sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen wirken kann.

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