Kamera für Radfahrer Test: Actioncams im Vergleich

Seit über 15 Jahren erfreuen sich Actioncams größter Beliebtheit, seit der Einführung der ersten GoPro Hero. Mittlerweile sind die kleinen, aber robusten Kameras beim Mountainbiken, Graveln oder Pässe fahren mit dem Rennrad neben dem Smartphone unverzichtbar.

Moderne Actioncams sind wahre Alleskönner und für Radfahrer, die ihre Abenteuer auf zwei Rädern festhalten wollen. Die neuen Modelle bieten eine beeindruckende Auswahl an Features - von Auflösungen jenseits von Ultra-HD, superhohen Bildfrequenzen für Zeitlupen bis hin zu stabilisierten Aufnahmen, die selbst die krassesten Mountainbike-Trails beinahe ruckelfrei halten.

Wir werfen einen Blick auf die aktuellsten Modelle und helfen dir dabei, die perfekte Actioncam für deine Gravel-, Mountainbike- oder E-Bike-Abenteuer zu finden.

Top 3 Actioncams im Test

GoPro Hero 13 Black

Der Platzhirsch im Actioncam-Game: An GoPros Hero-Reihe kommt seit Jahren niemand vorbei. Das gilt einmal mehr für das aktuelle Modell:

  • Gewicht: 159 Gramm
  • max. Auflösung: 5,3k bei 60 FPS / 4k bei 120 FPS
  • Akkulaufzeit: bis zu 90 Minuten (4k 30 FPS)

Neu hinzugekommen sind beim Topmodell Hero 13 Black austauschbare Objektive, neben dem bekannten Ultraweitwinkel gibt es nun eine Makro-Linse für Nahaufnahmen sowie ein ultrabreites Anamorph-Objektiv für den ganz speziellen Filmlook. Ebenfalls neu dabei ist ein GPS-Modul, Daten wie Geschwindigkeit können jetzt direkt in der Kamera eingeblendet werden. Der neue Akku soll länger halten als der alte, die Hero 13 ist aber nicht kompatibel mit den Stromspeichern vorangegangener Heros.

Vorteile:

  • Hervorragende Bildqualität, beste Bildstabilisierung
  • GPS, Dateneinblendung, bis zu 400 Bilder/Sek. im Foto-Modus
  • Gehäuse unterstützt neue Objektiv-Module (Makro, Ultraweit, Anamorph)

Nachteile:

  • Neuer Akku, nicht rückwärtskompatibel mit den alten
  • Teuer, erst recht mit Extra-Objektiven

DJI Osmo Action 5 Pro

DJI ist Branchenprimus GoPro dicht auf den Fersen!

  • Gewicht: 146 Gramm

Auch die Osmo Action 5 Pro ist auf dem Papier ein richtig guter Deal. Die Bildstabilisierung schaut top aus, zudem gibt es einen internen Speicher, mit rund vier Stunden soll die Osmo zudem sehr lange aufzeichnen können. Und knapp 80 Euro günstiger als die Hero 13 Black ist sie auch noch.

Vorteile:

  • Hervorragende Bildqualität, super Bildstabilisierung
  • Interner Speicher, erweiterbar, OLED-Displays vorn/hinten
  • Sehr gute Akkulaufzeit gerade im Vergleich zur GoPro recht günstig

Nachteile:

  • Kein Makro- oder Anamorph-Objektiv verfügbar
  • Magnethalterung nicht ideal für ruckelige Action

Insta360 Ace Pro 2

Mit Leica-Objektiv und fetter 8k-Auflösung ist Insta360 auf Kundenfang.

  • Gewicht: 177 Gramm
  • max. Auflösung: 8k bei 30 FPS / 4k bei 120 FPS
  • Akkulaufzeit: bis zu 180 Minuten (Full-HD 24 FPS)

Nicht minder innovativ geht die Ace Pro 2 in den Kampf um die Gunst der Käuferschaft: Satte 8k Videoauflösung soll sie bieten - das ist Rekord in dieser Übersicht. Zwar gibt es nur vereinzelt entsprechende Fernseher, die solche Pixelmassen unterstützen, im Videoschnitt eröffnen sich so aber größere Nachbearbeitungsmöglichkeiten. Das Leica-Objektiv ist leider nicht wechselbar, dafür gibt's eine Anbindung zu Garmin-Geräten und Apple-Watches. Cool zudem: Insta360 verspricht dank eines neuentwickelten Mikrofons den besten Sound der Klasse.

Vorteile:

  • Erste Actioncam mit 8k-Aufnahme
  • Nach vorne schwenkbares Display (Mitbewerber sind starr)
  • Kompatibel mit Garmin- und Apple-Geräten für Datenaufzeichnung

Nachteile:

  • Eher teuer
  • Keine Extra-Objektive verfügbar
  • Schwache Akkulaufzeit laut Herstellerangabe

Weitere Modelle in der Übersicht

Actioncams von DJI, GoPro und Insta360 dominieren den Markt, doch auch abseits dieser großen Namen gibt es spannende Alternativen, die besonders für Radfahrer interessant sein können. 2024 zeigen weniger bekannte Hersteller, was sie zu bieten haben - und setzen auf innovative Features, die oft in Preis und Leistung überzeugen.

Hier eine Übersicht verschiedener Helmkameras / Action Cams:

Modell Auflösung Laufzeit Preis Anbieter
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AKASO Action Cam 4K 20MP WiFi 4K Nutzen wir aktiv 189,99 € - 229,99 € Amazon
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Worauf man beim Kauf einer Helmkamera achten sollte

Die Helmkamera wird, wie der Name schon sagt, auf dem Helm montiert. Dies hat den Vorteil, dass die Kamera immer dahin schaut und die Bereiche aufzeichnet, die der Fahrradfahrer gerade sieht.

Gewicht und Größe

Bei der Auswahl der richtigen Kamera, sollte man genau auf das Gewicht achten. Trägt man den Fahrradhelm für eine längere Zeit, kann sich eine schwere, an der Seite befestigte Helmkamera durchaus beim Tragen bemerklich machen. Je weniger die Kamera und die Halterung wiegt, umso besser ist dies. Dabei darf man jedoch nicht auf eine ausreichende Akkulaufzeit verzichten.

Akkulaufzeit

Wer umfangreiche Videoaufnahmen machen möchte und die Kamera nicht immer wieder ausschalten will, der sollte auf eine hohe Akkulaufzeit achten. Hat die Kamera ein Display, sollte man dies, sofern möglich, ausschalten - So spart man viel Strom. Einen Live-View wird während der Fahrt nicht benötigt.

Einfache Bedienung

Ist die Kamera am Helm und in der Halterung, sollte diese möglichst einfach und mit wenig Fingereinsatz gut zu bedienen sein. Optimaler Weise lassen sich alle wichtigen Funktionen wie Einschalten / Ausschalten, Videoaufnahme starten und stoppen, über einen eigenen Knopf an der Kamera bedienen. So hat man den Vorteil, dass man den Helm nicht immer vom Kopf oder die Kamera aus der Halterung nehmen muss.

Befestigung der Kamera am Fahrradhelm

Die Kameras werden mit spezifischen Halterungen befestigt. Bei den Halterungen gibt es verschiedene Modelle, welche zum Kleben oder zum Klippen. Fahrradhelme mit Belüftungsschlitzen können als Grundlage für die Befestigung dienen. Sind keine Löcher oder Lüftungsschlitze an den richtigen und passenden Stellen vorhanden, kann eine leistungsstarke genutzt werden. Die Halterung sollte nun so angebracht werden, dass die Kamera geradeaus zeigt und im richtigen Winkel filmt. Dabei muss man sich die Frage stellen, möchte ich vorrausschauend filmen oder direkt vor dem Fahrrad.

Speicherkarte und Aufnahmekapazitäten

Da man nie weiß wann einem etwas Spektakuläres während der Fahrt passiert, filmen viele Helmkamerabesitzer die ganze Zeit. Dies geht jedoch nur, wenn die Kamera ausreichend Speicherplatz hat bzw. die Speicherkarte ausreichen groß ist. Man sollte also darauf achten, dass die Kamera nicht nur 32 GB Karten erkennt. Bei Full HD und 4k Auflösung sollte es möglich sein 64 GB bis 128 GB Speicherkarten einzusetzen.

Aufnahmen bei Nacht

Die Mini-Kameras können wirklich atemberaubende Bilder aufnehmen. Oft ist dies aber nur bei ausreichender Belichtung der Fall und in der Nacht kommen viele Kameras an ihre Grenzen. Unsere Erfahrung zeigt, schnelle Nachtaufnahmen sind bei vielen Action Cams noch ein Problem.

Technische Details und Funktionen

Hilfreich aber kein Muss, ein GPS Empfänger. Mit diesen Daten weiß man später immer, welche Videominute an welchem Ort aufgenommen wurde. Ebenfalls hilfreich, ein Beschleunigungssensor, hiermit kann man z.B. die aktuelle Geschwindigkeit abbilden. Per WLAN lassen sich die Bilder z.B. Live auf ein Smartphone oder Tablet übertragen. Auch lässt sich die Kamera meist per WLAN und App steuern.

Alles auf einem Blick, darauf sollte man vor dem Kauf achten:

  • Hohe Akkulaufzeit
  • Hohe Auflösung bei Videoaufnahmen
  • Speicherkartenerkennung mit hoher Speicherkapazität
  • Einfache Bedienung innerhalb der Halterung
  • Halterung mit vielen Winkeleinstellungen
  • Erweiterungsmöglichkeiten der Akkulaufzeit oder Schnellladesystem

Bekannte Hersteller und Marken von Helmkameras

Ein der bekanntesten Hersteller dürfte die Marke GoPro sein. Auch bekannte Hersteller wie Sony oder Panasonic stellen kleine Action Kameras her.

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