Radkarten: Ein Überblick für Fahrradfahrer

Radkarten sind unverzichtbare Hilfsmittel für Fahrradfahrer, die neue Routen erkunden oder ihre täglichen Fahrten optimieren möchten. Sie bieten detaillierte Informationen über Radwege, Wegbeschaffenheit und fahrradrelevante Einrichtungen.

Arten von Radkarten

Radkarten haben einen Maßstab zwischen 1:50.000 und 1:150.000, sind meist topografische Karten und haben vor allem die unterschiedlichen Radwege, oftmals auch mit Wegbeschaffenheit markiert. Unterkünfte, Werkstätten und Einkehrmöglichkeiten sind genauso angegeben. Weitere hilfreiche Details sind Steigungspfeile und die Bezeichnung von Fernradrouten.

Beispiele für Radkarten

  • Deutschland: Radkarten für Deutschland gibt es von Kompass (violette Serie 1:70.000), Bikeline und dem ADFC in Maßstäben zwischen 1:50.000 und 1:150.000.
  • Frankreich: Für Frankreich sind die topographischen Landkarten von IGN in 1:100.000 zu empfehlen, hier werden auch die kleinsten Straßen und Radwege klar dargestellt auch sind Freizeitmöglichkeiten verzeichnet.

VeloMap: Eine herausragende Radkarte

VeloMap zeichnet sich durch mehrere Besonderheiten aus, die sie zu einer der besten Radkarten machen:

  • Hoher Kontrast: Kartendesign optimiert fuer die kleinen Displays (1.8”-4”) von Outdoor GPS.
  • Straßentypen: Klar unterschiedene Farben je nach Wegart/Straße. Brücken und Tunnel hervorgehoben.
  • Radwege und Radspuren: Detailliert dargestellt. Pfeile fuer Einbahnstraßen… Mehr dazu in der Kartenlegende.
  • Fahrradrelevante Informationen: Hervorgehoben und suchbar. Etwa Trinkwasserbrunnen, City Bike Stationen oder Fahrradshops.
  • Fahrradrouten: Nicht nur nach Wichtigkeit unterschiedlich NEBEN der Straße dargestellt, sondern wie auch alle anderen Dargestellten Informationen fuers Autorouting beruecksichtigt. Andere Karten zeigen zwar Fahrradrouten, lassen dafuer aber die Straße weg.

Navigation und Tourenplanung mit VeloMap

VeloMap bietet hochentwickelte Funktionen für Navigation und Tourenplanung:

  • Autorouting: Hoch ausgetüfteltes Autorouting optimiert fuer Radfahrer (Tour/Trekking) und Rennradfahrer.
  • Einfache Installation: In Garmin Mapsource, Garmin Basecamp oder Qlandkarte GT um am PC Routen zu planen (dies geht durch das Autorouting auch fuer Wochentouren sehr schnell).
  • Ausfuehrliche Dokumentation: Alles Wissenswerte zur Benutzung der Karten findet sich auf VeloMap.org
  • Höhenkonturlinien: Basierend auf viewfinderpanoramas.org Daten - integriert bei fast allen Ländern. Deutlich höhere Qualität wie die normal benutzten „void filled SRTM3" Daten.

Openstreetmap und VeloMap

Was macht Openstreetmap und damit die VeloMap besonders? Sie sind fuer GPS Geräte in der Lagegenauigkeit ungenügend, und vor allem fokussieren sie hautpsächlich Wanderer. Herkömmliche topographische Karten basieren auf den Daten der Landesvermessungsämter. Deren Daten sind oft schon vor Jahrzehnten aufgenommen worden.

Zum Rennradfahren oder Fahrradfahren fehlen aber die relevanten Informationen, damit man weiß, ob man einen Weg fahren kann oder nicht. In Openstreetmap dagegen werden solche Daten eingetragen. Die Karten zeigen daher zusätzliche Weginformationen, wie Fahrradspuren und Fahrradwege neben Straßen , Einbahnstraßenpfeile, Fahrradrouten, Wegzustand,.....

Jeder kann Mitmachen und die Karten vebessern!: Wenn Wege oder sonstige Daten in den Karten fehlen, dann surfe zu www.openstreetmap.org und ergänze die fehlenden Informationen, Straßen, Wege, Gleise, POI.... auf der Tagging Anleitung gibt es eine Übersicht wie man die Fahrradrelevanten Informationen in "OSM einträgt"

Wird eine in Openstreetmap berücksichtigte Information die für Fahrradfahrer wichtig nicht dargestellt? Einfach Kommentar schreiben und ich werde es wenn möglich einbauen. So werden die Karten Woche für Woche besser und kompletter. Zum wöchentlichen Kartenupdate werden immer die neuesten Daten aus Openstreetmap berücksichtigt. "Weiße Karte" oder fehlender Fahrradweg?

Karten-Layout und Navigation mit Garmin

Die Karten sind optimiert auf die kleinen Displays der OutdoorGPS und daher sehr Kontrastreich. Da am Desktop die kontrastreiche Darstellung suboptimal ist, gibt es ein eigenes Layout zum planen am PC (mit Basecamp, Mapsource oder Qlandkarte GT). Schließlich will man auch bei Licht/Schattenwechsel nich nur sicher erkennen können wo es langgeht, sondern auch wie der Wegzustand ist, oder um was für eine Straße es sich handelt.

Garmin unterstützt in allen Programmen und GPS zwei Autoroutingmodi. Mit dem Modi Schnellere Zeit, wird dagegen nach dem Motto "schönste / attraktivste" Strecke geroutet. In Verwendung mit den VeloMaps, ist kürzere Strecke auch wirklich kurz (im Vergleich zu allen anderen Karten die ich ausprobiert habe), obwohl dabei versucht wird nur auf Nebenstraßen und Fahrradwegen zu routen. Schnellere Zeit und Kürzere Strecke.

Da man mit dem Fahrrad deutlich häufiger abbiegt als mit einem Auto, dauert die Berechnung der Route etwas länger als mit Karten für PKW. Am PC mit Mapsource 6.16 oder Basecamp v3 funktioniert Routing ohne Viapunkte bis zu 400km. 200-300km sind immerhin auf Nuvi/Oregon/Dakota/new Generation etrex/GPSmaps möglich. Und bis zu 100km auf alten GPS wie Legend/Vista HCx obwohl primär Nebenstraßen, Fahrradwege und Fahrradrouten bevorzugt werden (etwa 30-40km wenn eine Großstadt im Weg liegt).

Somit kann man mit allen modernen GPS eine Tagesroute ohne Viapunkt berechnen, auf einem Vista HCx, sollte man mit 2-3 Viapunkten auch Tagestouren am GPS selber planen können.

Für wen sind diese Karten gedacht?

Primär Fahrradfahrer und Rennradfahrer, die übersichtliche und detailreiche Fahrradkarten suchen. Umso mehr natürlich für Besitzer von Garmin GPS, oder PDA Besitzer, die Garmin Mobile XT installiert haben - welches die Karten auch benutzen kann. Jedoch ist das Besitzen von Garmin Geräten nicht erforderlich.

Neben der kostenlosen Software Garmin Basecamp oder Garmin Mapsource kann auch www.qlandkarte.org die Karten hervorragend darstellen bzw. sogar über Rasterkarten transparent darstellen (nur unterstützt es leider noch kein Autorouting). Du bist Mountainbiker oder Wanderer und suchst Karten? Dann bist du auf OpenMTBMap.org genau richtig!

Die OpenMTBMaps zeigen detaillierte Infos ob man etwa einen Trail nur bergab befahren kann, oder auch bergauf, und welche Schwierigkeiten man zu erwarten hat. Dazu sind die Wegeklassifizierungen noch deutlich detaillierter wie auf der VeloMap Karte. Das Autorouting dabei nicht auf Nebenstraßen, sondern MTB Strecken und Singletrails spezialisiert.

Wiedereinführung des Thin .typfile und Anpassungen für Firmware-Fehler bei Garmin Edge x40 Geräten

Garmin hat kürzlich eine sehr fehlerhafte neue Firmware für Edge 1040, 840 und 540 veröffentlicht. Diese neue Firmware (21.x) weist zwei große Probleme in Bezug auf die Kartendarstellung auf. Daher haben alle Karten die ich seit 02.06 veröffentlicht habe hierfür eine Änderung. Du kannst Updates von Garmin Edge-GPS-Geräten verhindern, indem Du eine Dummy-GUPDATE.GCD-Datei in den Ordner /garmin legst (benenn eine Textdatei ohne Inhalt, aber mit Leerzeichen, in diese um).

Ich hatte zuvor beschlossen, das „Thin“-Layout aus den OpenMTBMaps zu entfernen, um mir Zeit für die Anpassung zu sparen, wenn ich Dinge am Layout ändere. Nach mehreren Anfragen habe ich jetzt das Thin-Layout für die OpenMTBMaps wieder eingeführt und auch ein Thin-Layout zur VeloMap hinzugefügt. Es ist 1 Pixel dünner als das klassische/Velo-Layout (Legacy).

Welche .typ-Datei soll ich wählen (VeloMap) - Sortiert von Dünn bis Extrabreit?

  • Dünn - optimiert für GPSMap 60/62/64/65 *vthn --- Thin Layout - wie Velo Legacy, aber noch dünnere Linien. Für Garmin-GPS-Geräte mit niedriger Auflösung wie die GPSMaps-Serie.
  • Mittlere Breite - optimiert für Vista/Legend/edge_705 *velo --- Velo - Das Layout, das auf Ihrem GPS-Gerät verwendet werden soll. Hoher Kontrast - für Geräte mit niedrigerer DPI - rot-gelbe Straßen *vllg --- Velo Legacy - dasselbe wie oben - aber blau-grün-rot-gelbe Straßen
  • Breit - optimiert für Oregon/Colorado/edge x30/edge x40/GPSMap 66/67 (und modernere Geräte) *velw --- Velo Wide - Das Layout, das auf Ihrem GPS-Gerät mit hoher DPI verwendet werden soll - z. B. Oregon _ GPS-Gerät. Gleiche, aber breitere Linien im Vergleich zu Velo - rot-gelbe Straßen *vwlg --- Velo Wide Legacy Gleiches wie oben - das Wide Legacy Layout für VeloMap - aber blau-grün-rot-gelbe Straßen
  • *esyv --- Wide Easy - einfaches Layout mit (fast) keinen zusätzlichen Informationen gegenüber herkömmlichen topografischen Karten. Große Breite. Moderne Straßen. *race --- Racing Bicycle - Das beste Layout für Renn-/Straßenradfahren. Hoher Kontrast - rot-gelbe Straßen
  • *topv --- Simple Topo - Einfacher topografisch gestalteter Kartenstil - Leicht verständlich - hoher Kontrast. Sehr anderes Farbschema als die anderen Karten. *trdn --- Desktop - Mapsource/Basecamp/Qlandkarte_GT/Desktop - Allgemeines Layout für große Bildschirme/Auflösung. Es ist das am einfachsten zu verstehende Layout und optimiert für große Bildschirme (800 x 600 oder
  • Extrabreit - für 64-Farben-Display von Fenix-Uhren/Uhren mit MIP-Display *vfnx --- Fenix ähnlich wie Velo Wide Legacy, aber optimiert für Uhren der Fenix-Serien 5/6/7, die nur 64 Farben anzeigen können

Aktuelle Updates und Farbgebung

Im Allgemeinen bieten dunkle Farben einen besseren Kontrast auf MIP-Displays von Garmin-GPS-Geräten - aber einige Farben wie Lila, Türkis, Gelb, Grün oder Rot heben sich auch gut ab. Lila wird jedoch normalerweise für Routen/Tracks verwendet, während Türkis verwendet wird, um den zurückgelegten Weg für Trackback anzuzeigen, und wenn es für Straßen verwendet wird, könnte es leicht mit Wasserobjekten verwechselt werden.

Neue Höhenlinien für Europa

Die nächsten Kartenupdates, die an diesem Wochenende erscheinen, werden neue Höhenlinien enthalten. Das nächste Kartenupdate für Länder wie Spanien, Norwegen, die Türkei und den europäischen Kontinent wird also auch ein Update der Höhenlinien erfordern. LIDAR-DEM-Quellen bedeuten in der Regel, dass der Fehler in der Höhe weniger als 2-3 m beträgt...

Typen von Radfahrenden

Es gibt unterschiedliche Typen von Radfahrenden. Eine Typologie von Radfahrenden aus den USA hilft auch hierzulande dabei, eine einladende Infrastruktur für alle Menschen zu errichten. Sie legt den Fokus auf potenzielle Radfahrende, die durch schlechte Infrastruktur vom Radfahren abgehalten werden. Die Klassifizierung „Four Types of Cyclists“ (dt. „Vier Typen von Radfahrenden“) stammt von Roger Geller.

Im Fokus stehen dabei vor allem potenzielle Radfahrende, als größte zu erschließende Zielgruppe für die Fahrradnutzung. Die Mehrheit der Bevölkerung hat grundsätzlich Interesse, Rad zu fahren, wird aber häufig durch die fehlende separate Radverkehrsinfrastruktur davon abgehalten. Diese Menschen fahren gerne Rad, aber nur auf stressarmen Strecken. Sie bevorzugen besonders sichere Radverkehrsanlagen.

2006 veröffentlichte Roger Geller, der Fahrradkoordinator von Portland, seine Typologie von Radfahrenden „Four Types of Cyclists“ (dt. „Vier Typen von Radfahrenden“). Sie führt die Erkenntnisse zum Zusammenhang von Sicherheitsempfinden und Radverkehrsinfrastruktur zusammen.Roger Geller identifiziert unterschiedliche Typen von Radfahrer*innen und wendet diese bei der Planung der Radverkehrsinfrastruktur an, um einem möglichst breiten Spektrum von Nutzer*innen gerecht zu werden.

Im Fokus stehen dabei insbesondere potenzielle Radfahrende als größte zu erschließende Zielgruppe für die Fahrradnutzung. 60 % sind „interessiert, aber besorgt“: Die Mehrheit der Bevölkerung hat grundsätzlich Interesse, Rad zu fahren, wird aber häufig durch die fehlende separate Radverkehrsinfrastruktur davon abgehalten. Diese Menschen fahren gerne Rad, aber nur auf stressarmen Strecken. Sie bevorzugen besonders sichere Radverkehrsanlagen. Rund 60 % dieser Gruppe sind Frauen, Kinder (und deren Eltern) sowie ältere Menschen.

  • 6,5 % sind „begeisterte und überzeugte“ Radfahrende: Sie fahren mit wenig Angst, allerdings nicht unter allen Umständen. Wenn vorhanden, nutzen auch sie gerne eine gut ausgebaute Radverkehrsinfrastruktur.
  • 0,5 % der Einwohner*innen einer Stadt sind „stark und furchtlos“: Sie fahren selbstbewusst und ohne Angst Fahrrad. Sie benötigen keine separate Radverkehrsinfrastruktur, lehnen diese teilweise sogar dezidiert ab.

ADFC: Einsatz für den Radverkehr

Was macht der ADFC? Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 240.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen.

Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen. Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht.

Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür - auch dank Ihrer Mitgliedschaft - nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrenden ein. Als ADFC-Mitglied profitieren Sie außerdem von umfangreichen Serviceleistungen: Sie können, egal wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen.

Mit dem ADFC-Bundesverband, den Landesverbänden und den Kreisverbänden in mehr als 450 Städten und Ortschaften in ganz Deutschland finden Sie mit Sicherheit auch in Ihrer Nähe die passende Ansprechperson. Nutzen Sie als ADFC-Mitglied außerdem vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Unternehmen sowie Versicherungen ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

Verkehrssicherheit und Verhalten im Straßenverkehr

Wie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt.

Auch zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit je zwei nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern sind Pflicht. Ein rotes Rücklicht und ein weißer Frontscheinwerfer sind vorgeschrieben. Am wichtigsten für die Verkehrssicherheit ist neben den Bremsen die Beleuchtung.

Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Sie haben keine Knautschzone - deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrer*in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmenden zu rechnen.

Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, indem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer*innen nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden.

Radwege und Infrastruktur

Die Infrastruktur für das Fahrrad ist nicht einheitlich und selten uneingeschränkt gut nutzbar. Radfahrstreifen und Schutzstreifen verlaufen beide auf der Fahrbahn und damit im direkten Blickfeld von Autofahrenden. Schutzstreifen haben eine gestrichelte Markierung und dürfen daher bei Bedarf mit dem Auto befahren werden, vor allem, um Gegenverkehr auszuweichen und nur, wenn der Radverkehr nicht gefährdet wird.

Radfahrstreifen hingegen sind mit einer Linie durchgängig auf der Fahrbahn markiert und dürfen von Autofahrenden nicht befahren werden. Der ADFC macht sich für geschützte Radfahrstreifen stark, bei denen Poller, Kübel und markierte Schutzzonen Radfahrende vor dem Autoverkehr, achtlos aufgerissenen Autotüren und unerlaubtem Parken schützen.

Ein Radweg ist durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet und muss in dem Fall von den Radfahrenden genutzt werden. Eine Benutzungspflicht darf aber nur angeordnet werden, wenn es die Verkehrssicherheit erforderlich macht. Behindern Blätter, Schnee oder andere Hindernisse Radfahrende auf Radwegen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen.

In größeren Städten versucht man, den Radfahrern mehr Raum und Sicherheit zu geben. Welche Verkehrswege es für Radler gibt und welche Regeln gelten. Radwege befinden sich zwischen Gehweg und Fahrbahn, von letzterer sind sie meistens durch einen Bordstein abgegrenzt. Sie werden von der Kfz-Fahrbahn mit einem durchgezogenen Strich abgetrennt und können mit Fahrrad-Piktogrammen und Richtungspfeilen gekennzeichnet sein.

Pedelecs und E-Bikes

Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten.

Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben.

Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind - rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

ADFC-Radtouren und Radkarten

Mit fast 3 Mio. verkauften Exemplaren gehören die ADFC-Radtourenkarten weltweit zu den Bestsellern unter den Fahrradkarten. Sie haben einen praktischen Maßstab (1:150.000) und sind mit Hilfe von versierten ADFC-Scouts entstanden, die die Bedürfnisse von Radreisenden verstehen und die Strecken buchstäblich erfahren haben.

Die 27 ADFC-Radtourenkarten für Deutschland haben wir durch besonders spannende und beliebte Radregionen wie den Gardasee oder Mallorca ergänzt. Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten.

Planung von Radtouren und Themenrouten

Auf Radfernwegen ist der Weg das Ziel. In mehreren Etappen mit wechselnden Unterkünften können Sie oft gleich mehrere Regionen oder gar Bundesländer durchqueren und bereisen. Hier können Sie auf regionalen Netzen und Themenrouten abwechslungsreiche Tagesausflüge unternehmen. Sie möchten gerne Ihren Radurlaub in einer festen Unterkunft verbringen oder das Radfahren mit anderen Ausflügen und Aktivitäten verbinden? Dann bietet sich der Urlaub in einer Radregion an.

Themenrouten sind beschilderte Radrouten, die überwiegend dem touristischen Fahrradverkehr dienen und dementsprechend vermarktet werden. Tourentipps Dabei handelt es sich um halb- bis ganztägige Radtouren, die von den Tourismusagenturen erarbeitet werden. User-RoutenHierbei handelt es sich um Routenvorschläge, die von anderen Nutzern hochgeladen und zur Verfügung gestellt wurden.

Aktuelle Verbesserungen der Radwegeinfrastruktur in Berlin

In Berlin werden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Radwegeinfrastruktur zu verbessern und sicherer zu gestalten. Dazu gehören:

  • Adlergestell und Michael-Brückner-Straße: Dauerhafte Markierung des Radfahrstreifens auf einer Strecke von 2,5 Kilometern.
  • Ahornallee: Freigabe der Einbahnstraße für Radfahrende in Richtung Theodor-Heuss-Platz.
  • Albrechtstraße: Einrichtung eines weißmarkierten Radfahrstreifens.
  • Alexanderufer: Einrichtung einer Fahrradstraße.
  • Alfredstraße, Schottstraße und Rüdigerstraße: Schaffung einer Verbindung zur Frankfurter Allee durch Radfahrstreifen.
  • Allee der Kosmonauten: Verbesserung der Situation für Radfahrende auf schmalen Schutzstreifen.
  • Alt-Friedrichsfelde: Verbesserung der Radwegesituation auf einem Teilstück der Bundesstraße B1 und B5.
  • Am Goldmannpark: Schaffung einer besseren Verbindung zwischen Bölschestraße und Scharnweberstraße.
  • Am Wiesenweg: Umwandlung eines Gehwegs in eine Verbindung für Radfahrende.
  • Amrumer Straße: Anlage von Radfahrstreifen auf gesamter Länge, teilweise mit Pollern vom Autoverkehr getrennt.
  • Annenstraße: Einrichtung von Radfahrstreifen auf beiden Straßenseiten.
  • Attilastraße: Anlage eines beidseitigen Radfahrstreifens.
  • August-Fröhlich-Straße: Bau eines Zweirichtungsradwegs.
  • Berliner Straße: Anlage von Radfahrstreifen auf beiden Straßenseiten.
  • Bernauer Straße: Schutzstreifen für Radfahrende auf südlicher Straßenseite.
  • Bizetstraße: Ausweisung als Fahrradstraße zur Erhöhung der Sicherheit und Aufenthaltsqualität.
  • Blumberger Damm: Verbesserung der Radwegesituation an einer Hauptstraße mit Schule, Spielplatz und Sportanlagen.
  • Boelckestraße: Verbesserung der Radwegesituation auf einer wichtigen Nord-Süd-Verbindung.
  • Braunschweiger Straße: Ersatz von Kopfsteinpflaster durch Asphalt zur Attraktivitätssteigerung für Radfahrende.
  • Bülowstraße und Kleiststraße: Ausweisung des östlichen Teils der Bülowstraße als Fahrradstraße.
  • Charlottenstraße: Einrichtung einer Fahrradstraße auf einer Länge von 700 Metern.
  • Clayallee: Sanierung und Verbreiterung des Radwegs auf der östlichen Straßenseite.
  • Danziger Straße: Anlage temporärer Radfahrstreifen zur Schaffung von mehr Platz für den Radverkehr.
  • Donaustraße: Ersatz von Kopfsteinpflaster durch Asphalt zur Erhöhung des Fahrkomforts.
  • Edelhofdamm: Ausweisung als Fahrradstraße.
  • Edisonstraße und Spreestraße: Anlage von Radfahrstreifen zur Schaffung von mehr Platz für Radfahrende.
  • Ernststraße: Ersatz von Kopfsteinpflaster durch Asphalt.
  • Falkenseer Chaussee: Verbreiterung des Radwegs und Beseitigung von Schäden.
  • Fasanenstraße: Einrichtung einer Fahrradstraße.

Fahrradparkhäuser und Abstellanlagen

Am Regional- und S-Bahnhof Schöneweide werden ein Fahrradparkhaus und eine Abstellanlage mit insgesamt rund 1.160 freien und gesicherten Stellplätzen geplant. Für den S-Bahnhof Landsberger Allee im Bezirk Pankow wurde im Rahmen der Standort- und Potenzialanalysen ein sehr hoher Bedarf an Fahrradstellplätzen ermittelt.

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