E-Bike Kaufberatung: So finden Sie das Richtige für sich

Zahlreiche E-Bike-Typen für vielfältige Einsatzmöglichkeiten und mit unterschiedlichen Ausstattungen sind bereits heute am Markt verfügbar und der Markt wächst weiter. Der Zweirad- Industrie-Verband schätzt, dass in der ersten Jahreshälfte 2021 1,2 Mio. Es verwundert nicht, dass man zu Beginn noch viele Fragen hat. Sie sind noch unsicher, welches E-Bike und vor allem welches Cube E-Bike für Sie das Richtige ist?

Was ist ein E-Bike?

Ein E-Bike ist ein Fahrrad mit elektrischem Hilfsmotor. Allerdings wird der Begriff E-Bike heute synonym mit dem Begriff Pedelec benutzt (Pedal Electric Cycle), bei dem zusätzlich die Pedale betätigt werden müssen, um sich fortzubewegen. Streng genommen kann es eigentlich nicht als Fahrrad bezeichnet werden, da es prinzipiell auch ohne Pedalunterstützung funktioniert. Wir reden also immer von E-Bikes, meinen aber streng genommen Pedelecs, diese sind auch einem normalen Fahrrad rechtlich gleichgestellt.

E-Bike vs. Pedelec vs. S-Pedelec

In der Fachsprache jedoch ist ein E-Bike ein mit einem Elektromotor bestücktes Kleinkraftrad, das auch ohne Strampeln von selbst fährt. Der korrekte Begriff für das landläufig als „E-Bike“ bezeichnete Fahrrad ist Pedelec: Das steht für „Pedal Electric Cyle“ - ein Fahrrad, bei dem der Elektromotor bis zu Tempo 25 unterstützt, solange Radelnde selbst in die Pedale treten. Es kann auch schneller fahren - dann schaltet der Motor aber ab. Anders das S-Pedelec: Das S steht für „Speed“. Das Rad unterstützt elektrisch das Fahren durch Muskelkraft bis zu 45 km/h.

Essentiell für ein E-Bike ist der verbaute Elektromotor, der den Fahrer beim Treten unterstützt. Die Motoren leisten bis zu 250 Watt und dürfen bis maximal 25 km/h unterstützen, darüber hinaus ist Muskelkraft gefragt. Der Elektromotor unterstützt den Fahrer abhängig von der gewählten Unterstützungsstufe. Die meisten E-Bikes haben zwischen drei und fünf Unterstützungslevel. Die jeweilige Stufe wählt man über die Steuereinheit am Lenker. Man darf/muss Fahrradwege benutzen und es gibt kein Mindestalter oder eine Versicherungspflicht.

Die Unterstützungsstufen sind aber von den Gängen zu unterscheiden, wie man sie von normalen Fahrrädern kennt. Auch E-Bikes besitzen entweder eine Ketten-, oder Nabenschaltung, die man entsprechend den Fahrbedingungen wählt.

Warum ein E-Bike kaufen?

Warum sollte ich ein CUBE E-Biker werden? Die Gründe dafür sind so vielfältig wie die Menschen selbst. E-Bike fahren macht einfach Spaß und hat natürlich, durch die zusätzliche Bewegung, positive Effekte auf die Gesundheit, aber darüber wollen wir hier nicht philosophieren.

Wichtige Fragen vor dem Kauf

Di. Vor dem Kauf eines Elektrofahrrads stellen sich einige Fragen: Welches Budget habe ich, welcher Antrieb ist sinnvoll und für welchen Zweck möchte ich das Fahrrad vor allem einsetzen?

  • Was benötige ich für Zubehör?
  • Wie hoch ist mein Budget?
  • Wofür will ich das Fahrrad benutzen und was muss es deshalb gut können?

Die Antworten sollte man unbedingt beim Festlegen des Budgets berücksichtigen, denn schnell kommen für Fahrradschlösser, Gepäcktaschen, Helm, Radhose und weiteres Zubehör mehrere hundert Euro zusammen.

Die richtige Rahmengröße und Geometrie

Worauf muss ich beim Rahmen achten? Kernpunkt einer guten Kaufberatung ist immer die Rahmengröße, sie muss genauso wie der Einsatzbereich auf Sie abgestimmt sein. Die Rahmengröße ist essenziell, um sich auf dem Pedelec wohlzufühlen. Bei einem City-E-Bike kann der Rahmen aber zum Beispiel völlig andere Maße haben als bei einem E-Mountainbike-Fully. Deshalb machen die meisten Hersteller Vorgaben für eine erste Orientierung (z. B. Eine grobe Ahnung, welche E-Bike-Rahmengröße passen könnte, gibt die Schrittlänge. Nimm ein Buch oder eine Wasserwaage zwischen die Beine. Der Buchrücken/die Waage sollte sachte im Schritt anliegen, nicht hochziehen! Die senkrechte Buch- bzw.

Die Rahmengeometrie des jeweiligen E-Bike-Modells bestimmt auch die Sitzposition. „Vorteile einer aufrechten Haltung sind unter anderem, dass sie rückenschonend ist, die Handgelenke nicht stark belastet, man frei atmen kann und eine gute Übersicht über das behält, was um einen herum passiert", erklärt Frank Bering von Fahrrad Rückenwind in Hessen. Wer dagegen mit dem Pedelec hauptsächlich sportlich unterwegs sein möchte, braucht eine flachere Sitzposition, die die Kraftübertragung aufs Pedal verbessert und windschnittiger ist. Das Wichtigste jedoch: Man muss sich wohlfühlen.

Rahmenformen

  • Diamantrahmen: Bei diesem sportlichen „Herrenrahmen“ verläuft das Oberrohr nahezu horizontal und sorgt so für eine hohe Fahrstabilität. Er wird häufig bei eher sportlichen E-Bikes eingesetzt, wie bei den Trekking-E-Bikes im Test 2024.
  • Wave-Rahmen: Der tief geschwungene Wave-Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen. Er gilt als tendenziell weniger fahrstabil - in unserem Test von City-E-Bikes 2023 bewiesen die Modelle jedoch durchweg eine gute oder sehr gute Fahrstabilität.
  • Trapezrahmen: Bei dieser Rahmenform senkt sich das Oberrohr nach hinten ab, sodass das Aufsatteln deutlich komfortabler als beim Diamantrahmen ist. Das Oberrohr soll den Rahmen versteifen und so für mehr Fahrstabilität sorgen.

Tipp: Wählen Sie die Rahmenform, mit der Sie auch beim Fahrrad ohne Motor gut klargekommen sind. Sind Sie nicht so fit oder lange nicht geradelt, wählen Sie besser einen tieferen Einstieg.

E-Bike Typen

Welches Pedelec infrage kommt, hängt vor allem von der gewünschten Nutzung ab. Egal ob Sie auf der Suche nach einem Bike sind, um auf der täglichen Pendelstrecke oder dem Wochenendausflug doppelt so schnell zu sein oder um echte Off-Road-Abenteuer zu erleben.

City-E-Bikes

City-E-Bikes eignen sich für bequeme Radlerinnen und Radler, die keine größeren Strecken zurücklegen wollen. Die aufrechte Sitzposition verschafft Überblick im Verkehr. Da dieser E-Bike-Typ häufig mit Nabenschaltung und immer häufiger auch mit einem Riemenantrieb ausgerüstet ist, fallen selten Wartungsarbeiten an. Weit verbreitet sind Tiefeinsteiger mit V-förmigem Rahmen. Er erleichtert Menschen, die weniger beweglich sind, das Aufsteigen beträchtlich. City-E-Bikes werden aber auch mit Diamant- und Trapezrahmen angeboten. Eine jüngere Form des Cityrads sind Urban-E-Bikes. Ausstattung und Design sind oft minimalistisch, dadurch sind sie oft auch leichter und günstiger als andere E-Bikes.

Trekking-E-Bikes

Sportlicher als City-, aber komfortabler als Mountainbikes sind Trekking-E-Bikes. Sie sind eine gute Allround-Lösung für Menschen, die viel radeln und das Bike sowohl im Alltag als auch auf Touren nutzen wollen. Die Hersteller statten ihre Trekkingräder daher üblicherweise mit Lichtanlage, Schutzblechen und Gepäckträger aus - so auch die elf von uns getesteten Trekking-E-Bikes. Typisch sind außerdem eine leicht nach vorn geneigte Sitzposition, eine Kettenschaltung und ein belastbarer Gepäckträger.

E-Mountainbikes

Der am häufigsten verkaufte E-Bike-Typ in Deutschland ist das E-Mountainbike. Ausgestattet sind diese Bikes mit breiten, geländetauglichen Stollenreifen, einer fest zupackenden Scheibenbremse, einer fein abgestimmten breit gefächerten Schaltung und einer Federgabel für den Einsatz im Gelände. Fahrwerk, Geometrie und Ausstattung sind optimal auf den jeweiligen Einsatzzweck und den passenden Fahrertyp abgestimmt. Optimaler Federweg an Vorder- und Hinterrad bringt Fahrstabilität durch verbesserte Traktion. Ketten­schaltung und kräftige Motoren sind da Standard. Typisch ist außerdem ein sogenannter Sloping-Rahmen, bei dem das Oberrohr in Richtung Sattel leicht abfällt. Zunehmend werden E-Mountainbikes aber auch in anderen Rahmenvarianten angeboten.

Wenn das E-Mountainbike nicht als reines Sportgerät im Gelände genutzt wird, sondern auch im Straßenverkehr, ist es häufig notwendig, eine Ausstattung nach Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) nachzurüsten.

SUV-E-Bikes (Allroad/Crossover)

Von den Anbietern auch als Allroad- oder Crossover-E-Bikes angepriesen, stellen die SUV-Bikes eine Mischform dar, die Radlern eine Entscheidung zwischen Komfort und Sportlichkeit abnehmen soll. 2022 hat die Stiftung Warentest neun solcher SUV-E-Bikes getestet.

Lasten-E-Bikes

Sie sind die Packesel unter den E-Rädern und werden viel häufiger mit als ohne Motor gekauft. 2022 machten sie acht Prozent aller verkauften E-Bikes aus. Von ihnen sind wiederum etliche Typen und Transportvarianten erhältlich.

S-Pedelecs

Während der Motor bei „normalen“ Pedelecs nur bis Tempo 25 unterstützt, hilft er beim S-Pedelec bis Tempo 45. Die schweren, oft teuren Räder sind vor allem für Menschen sinnvoll, die etwa lange Strecken mit dem Rad pendeln.

Weitere E-Bike-Typen

Vom Lasten- bis zum Rennrad: Mittlerweile gibt es jeden Fahrradtyp auch als Pedelec mit einem Elektromotor. Wie die Variante ohne Motor lassen sich E-Falträder beziehungsweise E-Klappräder oft mit wenigen Handgriffen kompakt zusammenlegen. Sie sind deshalb besonders beliebt bei Menschen, die im Alltag mit der Bahn pendeln. Bei E-Rennrädern sind Akku und Motor oft so kompakt im Rahmen verborgen, dass sie optisch kaum auffallen. Diese Räder sind Sportgeräte. Im Normalbetrieb sind Rennräder schneller als 25 km/h unterwegs, sodass der Motor nicht unterstützt.

E-Bike Technik und Ausstattung

Wichtige Bestandteile der E-Bike-Technik sind der E-Bike Motor und der E-Bike Akku, die es in unterschiedlichen und für den Einsatzzweck optimierten Ausprägungen gibt. Die smarte Schaltzentrale des hybriden Fahrrades ist das E-Bike Display oder der Bordcomputer, hier laufen alle wichtigen Informationen für das voll vernetzte E-Bike-Erlebnis zusammen.

Motor

Welcher E-Bike Motor passt zu mir? Seit dem Modelljahr 2014 setzt Cube für E-Bikes auf Antriebssysteme des Premiumlieferanten Bosch und bieten damit inzwischen über 100 verschiedene Modelle, vom komfortablen Tiefeinsteiger bis hin zum voll Enduro-tauglichen E-Mountainbike an.

Grundsätzlich gibt es den Naben- und den Mittelmotor. Ein Mittelmotor sitzt im Tretlager - also dort, wo die Pedalkurbeln zusammentreffen. Außerdem lässt sich die Schaltung problemlos mitnutzen - der Motor läuft dadurch immer im idealen Bereich.

Die elektrische Antriebseinheit eines Pedelecs umfasst Motor, Akku und eine Steuereinheit mit Display am Lenker, außerdem Sensoren - etwa für Trittfrequenz, Drehmoment und Geschwindigkeit - sowie Kabel, die diese Teile verbinden. Für viele ist ein bestimmter Motor- oder Antriebshersteller eines der wichtigsten Kaufkriterien. Unsere Tests zeigen aber: Das ist nicht unbedingt sinnvoll. Denn das Fahrverhalten entsteht im Zusammenspiel von Motor und restlichen Komponenten des Fahrrads. Grundsätzlich halten wir es für sinnvoll, sich für den Antrieb eines eher großen Anbieters zu entscheiden.

Tipp: Machen Sie die Auswahl nicht per se vom Motor abhängig, sondern fahren Sie - wenn möglich - verschiedene Antriebe Probe. Dabei zeigt sich auch, ob die Sensorik gut abgestimmt ist. In unseren Tests hatten einige günstige Modelle in diesem Punkt Probleme.

Motorpositionen

  • Frontmotor: Mitunter ist er an der Nabe des Vorderrads befestigt. Wie im Test von City-Pedelecs ist diese Motorvariante fast ausschließlich bei eher günstigen E-Bikes zu finden. Insbesondere für Menschen, die auf dem Fahrrad eher unsicher sind, ist diese Motorposition nicht optimal: Das Vorderrad kann auf glattem oder losem Untergrund leichter wegrutschen.
  • Hinterradantrieb: Ein Motor an der Hinterradnabe ist oft leise und bewirkt wenig Verschleiß an der Kette. Er kommt vor allem im Mountainbike-Bereich zum Einsatz. Bei einem Defekt lässt er sich vergleichsweise leicht ausbauen. Gleichzeitig erschwert diese Motorposition den Ausbau des Hinterrads.
  • Mittelmotor: Bei E-Bikes haben sich die Mittelmotoren als Standard-Ausstattung durchgesetzt. Auch die meisten E-Bikes in unseren Tests haben einen Mittelmotor. Er sorgt für einen tiefen Schwerpunkt, das Gewicht ist gleichmäßig verteilt. Als Übersetzung sind Ketten- oder Nabenschaltungen möglich.

Tipp: In unserer Testdatenbank finden Sie etliche gute E-Bikes mit Mittelmotor. Manche Antriebe helfen kraftvoller mit als andere. Das liegt wesentlich am Drehmoment des Motors. Tendenziell werden E-Bike-Motoren immer leistungsstärker. Antriebe, die einst nur E-Mountainbikes hatten, stecken nun in City-Rädern. Der ohnehin schon kräftige Motor Bosch Performance CX etwa hat 85 statt bisher 75 Newtonmeter maximales Drehmoment, der Antrieb des 2022 geprüften Flyers sogar bis zu 95 Newtonmeter.

Tipp: Wenn Sie auf dem Fahrrad nicht ganz so fit oder lange nicht gefahren sind, wählen Sie einen moderaten Motor mit rund 50 Newtonmeter Drehmoment, wie ihn die meisten Modelle im Test der City-E-Bikes haben. Wenn Sie dagegen oft Anstiege mit dem Rad bewältigen möchten und fit sind, ist ein Motor mit mehr Power für Sie sinnvoll.

Je genauer Sensoren − etwa für Trittfrequenz, Drehmoment und Geschwindigkeit − die Tretbewegungen der Radelnden erfassen, desto passender kann der Motor die Leistungsabgabe darauf abstimmen, sodass der Antrieb beispielsweise nicht abrupt „anschiebt“ oder nachläuft, wenn Radelnde nicht mehr mittreten.

Akku

Welcher E-Bike Akku passt zu mir? Ob bei einer Tour durch die Natur oder beim Cruisen in der Stadt - mit PowerPack oder PowerTube von Bosch sind dem Fahrvergnügen kaum Grenzen gesetzt.

Den Akku eines E-Bikes findest du entweder in den Gepäckträger eingebaut, am Rahmen montiert oder in den Rahmen integriert, wobei die vollintegrierten Akkus wie z.B. der PowerTube von Bosch aktuell am häufigsten verbaut werden. Sie fallen optisch nicht weiter auf, sind durch das Rohr vor äußeren Einflüssen geschützt und beeinflussen den Schwerpunkt des Fahrrads und somit die Fahreigenschaften weniger. Die Reichweite hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Akku-Kapazität (von 400Wh bis 750Wh, mit Range Extender oder Dual Akku auch gerne bis zu 1500Wh), das Alter des Akkus, das Gewicht des Fahrrads und auch die Qualität des Akkus und des Motors spielen eine Rolle. Da aber auch Faktoren wie Gegenwind, gewählte Unterstützungsstufe oder Steigungen die Reichweite beeinflussen, können die Hersteller nur ungefähre Angaben machen. Versuche deswegen nicht nur die angegebene Reichweite zu vergleichen, sondern auch das Gesamtgewicht des E-Bikes, den Motor und natürlich die effektive Akku-Kapazität mit in deine Entscheidung einfließen zu lassen. Faustregel ist aber: Je mehr Qualität du dir hier leistest, desto weiter wirst du damit kommen.

Generell gilt: „Je mehr Wattstunden, desto größere Reichweite. Aber auch umso schwerer ist der E-Bike-Akku", sagt Frank Bering. „Entscheidend ist die Nutzung des E-Bikes", erklärt Cem Tokgözoglu. Bei gleichem Akku kann das mit dem Pedelec 40 oder 120 Kilometer pro Ladung bedeuten. „Insgesamt aber liegen die Reichweiten heutiger Akkus über den Strecken, die der durchschnittliche Radler fährt.

Im Test von Trekking-E-Bikes hatten die Lithium-Ionen-Akkus einen Energieinhalt von bis zu 625 Wattstunden. Die bringen mehr Reichweite als die getesteten City-E-Bikes mit meist 500 Wattstunden Energieinhalt. Viel entscheidender als die Akku­kapazität sind für die Reichweite ohnehin Temperatur, Streckenprofil, Eigenleistung der Radelnden, Kraftübertragung des Rades - und vor allem die gewählte Unterstützung des Motors. In einem Vortest reichten 500 Wattstunden bergauf mit maximaler Unterstützung für rund 20 Kilometer, in der Ebene im Eco-Modus für rund 85 Kilometer.

Fazit: Für Kurz- und Mittelstrecken reicht ein Akku mit 500 Wattstunden in der Regel aus.

Akkus sind die teuersten Verschleißteile am Elektrorad, daher sollte man sich erkundigen, ob es auch in einigen Jahren noch Ersatz dafür gibt.

Im Alltag kommt es vor allem darauf an, dass der Akku leicht ein- und auszubauen ist. E-Bike-Akkus sind heute oft ganz oder teils im Rahmen integriert. Dort sind sie geschützt und verschlechtern das Fahrverhalten kaum.

Tipp: Kaufen Sie ein Modell, bei dem der Akku von oben oder seitlich in den Rahmen eingesetzt wird. Von unten eingesetzte Akkus können beim Entnehmen oder Einsetzen schnell mal herabfallen. Dabei kann die teure Batterie Schaden nehmen.

Display

Welches E-Bike DISPLAY passt zu mir? Ein oft unterschätzter Punkt beim E-Bike Kauf ist das Display, es muss zum gewähltem Motor, Fahrrad und Einsatzbereich passen. Das smarte System - voll vernetzt und durch regelmäßige Updates „over-the-air“ immer auf dem neuesten Stand. eBike Flow App, Akkus, Displays und Drive Units von Bosch eBike Systems bieten jedem eBiker ein individuelles Erlebnis.

Die Displays zeigen je nach Hersteller verschiedene Parameter wie Geschwindigkeit, Restreichweite, zurückgelegte Strecke und Unterstützungsstufe an. Besonders hilfreich ist eine präzise Anzeige des Akku­stands. Die Anzeige lässt sich per Touchscreen auf dem Bildschirm, mit Knöpfen am Display oder mit sogenannten Remote Controllern bedienen - das sind kleine separate Schalter am Lenker, die per Daumen betätigt werden.

Immer häufiger wird auch das Smartphone als Steuerungselement und Display verwendet. Es kann per Bluetooth mit der Motor-/Antriebseinheit verbunden werden. Über Hersteller-Apps lassen sich so Änderungen - auch an der Leistungscharakteristik - vornehmen.

Schaltung und Bremsen

Verschiedene Brems- oder Schaltungsarten können sich zwar für eine Nutzungsart eignen, für eine andere aber weniger. Besonders wartungsarm sind Nabenschaltungen. Sie lassen sich im Stand schalten, sind bergauf aber etwas im Nachteil. Nabenschaltungen sind ein typisches Merkmal von City-E-Bikes. Eine Kettenschaltung erlaubt oft einen dynamischeren Fahrstil, darum ist sie an sportlicheren Rädern wie Trekking- oder Mountainbikes beliebt. Nachteil: die Kette muss gepflegt werden.

Tipp: Wenn Sie mit dem E-Bike sportlich und öfter mal bergauf unterwegs sein wollen, sollten Sie sich für eine Kettenschaltung entscheiden. In Kombination mit Nabenschaltung und Mittelmotor kann ein Riemen aus Kunstfasern die klassische Fahrradkette ersetzen - wie beim 2022 getesteten Modell von Simplon. Ein Riemenantrieb überträgt die Kraft minimal schlechter als eine Kette, ist dafür aber leise und besonders pflegeleicht.

Grundsätzlich sind hydraulische Scheibenbremsen für die schnellen und schweren Pedelecs eine sichere Wahl - bei ihnen sind in unseren vergangenen Tests nie Probleme aufgetreten. Bei mechanischen und hydraulischen Felgenbremsen ist das nicht garantiert. Eins von drei City-E-Bikes mit Felgenbremsen fiel im Bremstest durch.

Tipp: Üben Sie ganz bewusst, zu bremsen. Und trainieren Sie auch Gefahrenbremsungen, damit Sie im Ernstfall nicht vorn über den Lenker fliegen.

Weitere wichtige Aspekte

  • Beleuchtung: Für Energie ist am Pedelec gesorgt - deshalb sollten Sie insbesondere bei teuren Modellen keine Kompromisse bei der Beleuchtung eingehen. Der Frontscheinwerfer sollte Wege hell, breit und gleichmäßig ausleuchten. Eine gute Kenngröße dafür ist eine Beleuchtungsstärke von mindestens 50 Lux.
  • Gepäcktransport und Kindersitze: In unseren Tests von Elektrofahrrädern haben wir häufig festgestellt, dass sich die Räder unterschiedlich gut für die Mitnahme von viel Gepäck oder die Montage eines Fahrradkindersitzes eignen.
  • Zulässiges Gesamtgewicht: Es gibt Pedelecs, bei denen das zulässige Gesamtgewicht nur bei rund 120 Kilogramm liegt. Wiegt der Fahrer 90 Kilo und das Fahrrad knapp 30 Kilogramm, ist das Maximum schon erreicht. Insbesondere, wenn das Rad für Einkäufe, längere Touren oder gar Radreisen genutzt werden soll, ist dieser Punkt wichtig - daher beim Kauf stets auf das zulässige Gesamtgewicht und die Zuladung des Gepäckträgers achten.

Probefahrt und Kauf

Ist geklärt, was das neue E-Bike können soll, kann die Suche nach einem geeigneten Händler beginnen. Egal, wie gut Sie sich informiert haben: Machen Sie unbedingt eine Probefahrt. Wenn möglich, mit verschiedenen Modellen, Antriebssystemen und auch Rahmenformen. Bringen Sie Ihr übliches Gepäck mit zur Probefahrt. Wenn Sie Ihr Rad beispielsweise in den Keller oder in die Wohnung tragen müssen, sollten Sie es vor Ort unbedingt anheben und ein paar Meter tragen. Das kann mitunter ein echter Kraftakt sein - die Modelle im Test wiegen bis zu 30 Kilogramm. Trauen Sie sich das nicht zu, sollten sie unbedingt ein leichteres Modell wählen und darauf achten, dass das E-Bike gute Griffmöglichkeiten am Rahmen bietet.

Wer nach einem bestimmten E-Bike-Modell sucht, kommt mitunter nicht daran vorbei, auch online zu recherchieren - und muss das Rad manchmal im Internet kaufen. Bevor Sie zuschlagen: Checken Sie, ob ein lokaler Händler bei Ihnen vor Ort die Marke betreut. Das kann die Wartung und Ersatzteilbeschaffung vereinfachen.

Wartung und Pflege

Die Wartungsintervalle sind bei einem E-Bike aufgrund komplexer Technik kürzer als bei herkömmlichen Fahrrädern. Wie es für Ihr Laptop oder Handy ganz selbstverständlich ist, gibt es für die Software von Motor, Akku und Display regelmäßige Updates, die aufgespielt werden sollten. Natürlich können Sie das bei entsprechendem Geschick und Werkzeug selber vornehmen, aber oft ist ein Termin beim Fachhändler die Option, da meist nur dieser über die entsprechenden Diagnose- und Auslese-Tools verfügt. Cube E-Bikes werden in der Regel von jedem Cube-Fachhändler repariert und gewartet.

Checkliste vor dem Kauf

  1. Die wichtigste Frage zuerst: Willst du ein E-Bike oder (S-)Pedelec?
  2. Finde den E-Bike Typ, der am besten zu dir passt
  3. Mittelmotor, Heckmotor oder doch Frontantrieb?
  4. Worauf du beim Akku achten solltest
  5. Wer billig kauft, kauft zweimal
  6. Nachrüsten? Lass es bleiben!
  7. Du willst mehr Power? Dann hol dir was extra
  8. Warte auf Schnäppchen - es lohnt sich!
  9. Brauche ich eine Einweisung oder krieg ich das mit der Bedienung hin?
  10. Einfach draufsetzen und losfahren?

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