Wenn es ein Motorrad-Unternehmen gibt, das einen höheren Wiedererkennungswert hat als jedes andere, dann ist es sicherlich Harley-Davidson. Das Geschäft mit gebrauchten und neuen Harley-Davidson Motorrädern boomt in Deutschland. Doch welche Modelle gibt es überhaupt?
Modellübersicht: Welches Harley-Davidson Modell passt zu Ihnen?
Wir bei Börjes American Bikes bieten Dir ein umfangreiches Produktsortiment an unterschiedlichen Modellen und Baureihen. Die Eigenschaften der Bikes sind von Modell zu Modell verschieden - egal ob Gebrauchtmotorrad oder Neufahrzeug. Lass Dir daher ausreichend Zeit für Deine Entscheidung und informiere Dich umfassend, welches Bike genau Deinen Anforderungen entspricht.
- Harley-Davidson Softail: Power und Stil verbunden mit Individualität und Tradition treffen auf modernste Technologie. Hierzu gehören zum Beispiel die Modelle Harley-Davidson Fat Boy, Sport Glide, Low Rider S, Heritage Classic, Softail Standard, Softail Deluxe oder die Harley-Davidson Breakout FXSB.
- Harley-Davidson Dyna: Fahrdynamische Alternative zur Softail. Beliebte Modelle sind Street Bob, Fat Bob, Dyna Wide Glide oder Low Rider.
- Harley-Davidson Tourer: Diese klassischen Modelle bieten mit Power und luxuriöser Ausstattung besonders für Langstrecken die perfekte Performance. Dazu gehören Road Glide, Road King, Ultra Limited, Pan America und natürlich die Harley-Davidson Street Glide und Harley-Davidson Electra Glide bzw. Electra Glide Ultra Limited FLHTK.
- Harley-Davidson Sportster: Die amerikanische Legende unter den Harleys zählt zu den absoluten Klassikern und verkörpert Geschwindigkeit, Stil und Dynamik. Die Sportster umfasst die Modelle Super Low, Roadster, Forty Eight und Iron.
- Harley-Davidson CVO Sondermodelle: Wie der Name bereits verrät, steht die CVO-Reihe für exklusive und vollausgestattete Harleys in limitierter Auflage. Dazu gehören beispielsweise die CVO Limited, CVO Street Glide oder CVO Road Glide.
- Harley-Davidson V-Rod Familie: Die leistungsstarken “Power Cruiser” mit faszinierendem Look der Harley-Davidson Dragster und viel Hubraum, die nur noch als Gebrauchtbikes erhältlich sind.
Nicht zu vergessen ein individuelles Custom Bike von Harley-Davidson, das durch gezielte Custom-Maßnahmen seinen Look verändert hat. Dabei gehören die Bobber zu den beliebtesten Umbauten im Oldschool-Look.
Zustandsbewertung: Worauf Sie achten müssen
Du möchtest Dir eine gebrauchte Harley-Davidson kaufen, die nicht nur optisch zu Dir passt, sondern auch allerhöchste Ansprüche erfüllt? Jedes gebrauchte Fahrzeug hat seine ganz eigene Geschichte, aber nicht immer ist diese gut. Selbst wenn das Bike erst ein paar Monate oder ein Jahr alt ist, kann es bereits Mängel und Schäden aufweisen. Daher ist es wichtig, die Historie der Harley zu checken und sich genau über den Zustand der Maschine zu informieren.
Der erste Eindruck täuscht oft
Der erste Eindruck zählt - sagt man ja so oft. Doch anders verhält es sich beim Kauf einer gebrauchten Harley-Davidson. Lass Dich nicht vom ersten Eindruck blenden. Denn meistens sind Harley-Davidson Motorräder, die zum Verkauf angeboten werden, frisch geputzt und auf Hochglanz poliert. Daher ist hier der zweite Eindruck entscheidend! Nimm Dir Zeit und begutachte das Bike in seinem Gesamtzustand kritisch. Am besten Du notierst alle Schäden und Mängel direkt. Ein unschönes Erscheinungsbild, das jedoch nicht auf einen Schaden hinweist, sollte auf jeden Fall als Argument für die Preisverhandlung genutzt werden!
Detaillierte Prüfung
Gebrauchtspuren sind bei einem Motorrad unvermeidbar. Ist das Ergebnis des optischen Checks in Ordnung, geht’s ans Eingemachte. Bei Maschinen, die lange nicht gefahren wurden oder auf die Einlagerung bzw. Standzeit nicht vorbereitet waren, raten wir die Prüfung folgender Teile:
- Gummiteile und Kunststoffkomponenten
- farbige Verkleidungsteile (lackiert oder durchgefärbt)
- elektrische Anlage (auch die Batterie)
- Kraftstoffleitungen und -tank
- Bremse: Bremszangen und -kolben
Weitere wichtige Punkte
Unsere Tipps für den Gebrauchtkauf eines Motorrads:
- Beurteile den Zustand der Maschine im Detail
- Als erstes die Fahrgestellnummer am Motorradrahmen mit dem Fahrzeugbrief abgleichen
- Ist etwas undicht an Motor, Kühlsystem, Kraftstoffanlage oder Getriebe?
Schleifspuren an den Enden des Lenkers, der Schwingungsdämpfer und den Armaturen können Hinweise auf einen Sturz geben. Grobe Schleifspuren am Rahmen sind oft Zeugen eines Off-Road-Einsatzes oder deuten auf Unfälle hin.
Umbauten
An dieser Stelle ist es sehr wichtig, mit dem Verkäufer zu klären, welche Bauteile und Komponenten umgebaut wurden, weshalb dies vorgenommen wurde und ob diese auch eingetragen sind. Wenn an einem gebrauchten Motorrad elektrische Veränderungen vorgenommen wurden, sollten Sie sich die Verkabelung und die Qualität der Arbeiten genau prüfen.
Die Probefahrt: Ein Muss vor dem Kauf
Egal ob vom Händler oder von privat - eine Probefahrt ist ein absolutes MUSS. Damit Du weißt, worauf Du bei der Fahrt achten musst, haben wir Dir ein paar wichtige Kontrollpunkte für die Probefahrt zusammengestellt:
- Wie verhält sich das Bike beim Start? Start bei kaltem Motor, merkwürdige Geräusche, Startschwierigkeiten?
- Blauer Rauch aus der Auspuffanlage wird meist durch einen Defekt der Ventilschaftdichtung verursacht.
- Eine holprige Kupplung deutet auf klar auf Verschleiß hin.
- Vibriert der Motor stark oder macht merkwürdige Geräusche, liegt meist ein Defekt vor.
- Bremsen unbedingt mehrmals testen!
- Die Lenkung darf nicht nach rechts oder links ziehen.
- Teste bei der Probefahrt die Geschwindigkeit auch im Bereich zwischen 80 und 130 km/h.
Fragen an den Verkäufer: Was Sie unbedingt wissen sollten
Wer nach einem Gebrauchtfahrzeug sucht, kommt besonders im Internet oft auf interessante Angebote aus weit entfernten Standorten oder aus dem Ausland. Besonders wichtig sind hier klare Fragen, um durch die Antworten vorab die Entscheidungsfindung zu erleichtern. Wir empfehlen Dir außerdem, die online-Anzeige sowie alle Bilder abzuspeichern, denn das alles dient als Grundlage für den Kaufvertrag.
Hier ein paar Fragen, die Du vor dem Kauf einer gebrauchten Harley-Davidson stellen solltest:
- Ist der Verkäufer der Harley-Davidson auch der Eigentümer oder nur der Besitzer?
- Fragen nach genauer Modellbezeichnung, Baujahr und Leistungsvariante.
- Wann wurde das Motorrad erstmals zugelassen?
- Wie ist der tatsächliche Kilometerstand laut Tacho?
- Wie viele Vorbesitzer hatte das Motorrad bereits?
- Wurde die Maschine umgebaut? Wenn ja, mit Originalteilen oder Fremdteilen?
Preisgestaltung: Was kostet eine gebrauchte Harley-Davidson?
Hat der Verkäufer alle Fragen umfangreich beantwortet und die Maschine macht optisch und technisch einen guten Eindruck, müsst Ihr Euch nur noch preislich einig werden.
Welche ist die günstigste Harley-Davidson?
Die beiden Modellfamilien Sportster und Street sind bei Einsteigern beliebt und werden als die günstigsten und handlichsten Harleys gehandelt. Sie sind auf dem europäischen und somit auch auf dem deutschen Gebrauchtmarkt erhältlich.
Was kostet eine kleine Harley?
Die kleinste und bisher günstigste Harley-Davidson ist die Street 750 für einen Neupreis knapp unter 8.000 Euro. Eine günstige Einsteiger-Harley ist außerdem die Harley-Davidson Sportster XL 883 L Super Low. Auf dem Gebrauchtmarkt kannst Du je nach Alter und Zustand auch andere günstige Modelle und Baureihen bekommen.
Welche Harley-Davidson ist in Deutschland am gefragtesten?
Ob Sportster, Fat Boy oder Street Glide - eine Harley-Davidson steht für das einzigartige Road-66-Feeling. Gemessen an der Zahl der Neuzulassungen sind die drei beliebtesten Harley-Davidson Modelle des letzten Jahrzehnts die Harley-Davidson XL 1200 X Forty-Eight, gefolgt von der Street Bob und der Fat Bob/114. Die Fat Bob, Street Glide und die Forty-Eight sind außerdem in Deutschland die wertstabilsten Modelle mit hohem Wiederverkaufswert.
Kaufen Sie beim Händler mit "HD Originals" Qualitätssiegel
Gebrauchte Harley-Davidson Bikes vom autorisierten Vertragshändler haben das “HD Originals” Qualitätssiegel. Damit garantieren wir, dass Dein Traumbike von erfahrenen Harley-Davidson Mechanikern anhand unseres 99-Punkte Checks umfassend auf Herz und Nieren geprüft wurde. So stellen wir sicher, dass Du nur 100% echte Harley-Qualität und somit technisch einwandfreie Motorräder bei uns kaufst. So viel Sicherheit bekommst Du nur beim H-D Vertragshändler!
Carfax-Check beim Händler
Wer die Fahrgestellnummer hat, kann sich über Dienstleister einen auf Basis der Daten erstellten „Vehicle History Report“ besorgen. Weltweit größter Anbieter und seit Kurzem mit seiner Europa-Zentrale in München ansässig ist Carfax (www.carfax.eu). Der Name resultiert noch aus einer Zeit, als die Reports per Fax verschickt wurden - das Unternehmen existiert schon seit 1984. Heute wird das elektronisch erledigt, pro (englischsprachigem) Report sind knapp 40 Euro fällig.
Doch es geht auch kostenlos, denn die deutschen Harley-Davidson-Vertragshändler nutzen ihre guten Carfax-Kontakte (und so ganz nebenbei auch das prall gefüllte Harley-Intranet), um potenziellen Gebraucht-Harley-Käufern zu verraten, für was sie ihren sauer verdienten Euro raushauen wollen. Wer schon eine Harley-Davidson hat, darf natürlich auch fragen. Die Informationen gibt’s am Händlertresen nur mündlich, denn mit irgendetwas möchte Carfax auch Geld verdienen. Doch Gurken-Info bleibt Gurken-Info und spart gegebenenfalls viel Geld.
Die Harley-Davidson V-Rod Street Rod als Gebrauchtmotorrad
Die Harley-Davidson V-Rod-Modelle, eingeführt im Jahr 2001, markierten eine bedeutende Abweichung von der traditionellen Design- und Motorphilosophie des Unternehmens. Die Street Rod wurde als sportlichste der V-Rods entwickelt, mit einem steileren Lenkkopfwinkel, kürzerem Radstand, Zehnspeichen-Rädern aus Aluminiumguss, vorne statt einer konventionellen Teleskopgabel eine 43-mm-Upside-Down-Gabel von SHOWA, einer 300-mm-Brembo-Doppelscheibenbremse, höherem Heckrahmen, Fußrasten und mehr Schräglagenfreiheit, sowie einem flacheren Lenker. Dies zusammen ergab eine deutlich sportlichere Sitzposition. Das sind vielleicht auch die Gründe für ihre Unbeliebtheit, denn so weit entfernte sich kein Modell von den traditionellen Harley-Werten und tatsächlich verkaufte sie sich am schlechtesten von allen V-Rods.
Technische Daten der Harley-Davidson V-Rod Street Rod (2005)
Der 1.131 cm³ große 60°-V2-Revolution-Motor leistet in der Street Rod 120 PS bei 8.250 U/min und 108 Nm bei 7.000 U/min. Das soll reichen, um den vollgetankt 292 kg wiegenden Sport-Cruiser auf 217 km/h zu beschleunigen.
Gebrauchtmarktpreise
Meine Recherchen auf dem 1000PS Marktplatz und anderen großen Zweiradbörsen ergaben, dass man für eine Harley-Davidson V-Rod Street Rod in Deutschland zwischen 9.000 und 10.500 € hinlegen muss, in Österreich zwischen 13.000 und knappen 20.000 €. Trotz ihrer allgemeinen Unbeliebtheit hat sich um die außergewöhnliche Street Rod über die Jahre eine kleine Fangemeinde gebildet, weshalb sie ihren Preis recht stabil hält.
Die Harley-Davidson Sportster als Gebrauchtmotorrad
Die in ihrer Urform bereits 1957 präsentierte Sportster ist traditionell die Einstiegs-Harley. Als dann aber der alte Shovelhead-Graugussmotor von dem mit Leichtmetall-Zylindern und -köpfen bestückten Evolution-Twin (kurz "Evo") abgelöst wurde, gewann das US-amerikanische Urviech jede Menge Alltagstauglichkeit.
Technische Daten: HD XL 1200 R Modelljahr 2004
Motor:Luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-45-Grad-V-Motor, vier untenliegende, zahnradgetriebene Nockenwellen, zwei Ventile pro Zylinder, Hydrostößel, Stoßstangen, Kipphebel, Trockensumpfschmierung, Gleichdruckvergaser, Ø 40 mm, keine Abgasreinigung, Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Fünfganggetriebe, Zahnriemen.
- Bohrung x Hub 88,8 x 96,8 mm
- Hubraum 1199 cm3
- Nennleistung 49 kW (67 PS) bei 5900/min
Verfügbarkeit und Preise
Das Angebot übersteigt derzeit die Nachfrage. Da eine nagelneue Basis-883 schon für unter 8000 Euro zu bekommen ist, ist der Wertverlust für Harley-Verhältnisse in den ersten Jahren relativ hoch. Gute 1200er (für die die obige Preistabelle gilt) gibt's bereits ab 5000 Euro, Top-Exemplare ab 7000 Euro. Verfügbarkeit am Markt: hoch
Modellpflege 1985 bis 2009
Die 883 Hugger von 1987:- 1985Markteinführung Sportster 883 , Grundpreis 13630 Mark (6969 Euro).
- 1986Markteinführung Sportster 1100, Grundpreis 16670 Mark (8523 Euro).
- 1987Die Sportster 1200 löst die 1100er ab, Grundpreis 15215 Mark (7779 Euro); Markteinführung 883 Hugger; Stoßdämpfer und Schwinge verlängert, stärkere Gabelstandrohre mit Chromkappen, neuer Vergaser.
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