Die Ursprünge von Kawasaki Heavy Industries reichen bis ins Jahr 1878 zurück, als Shozo Kawasaki eine Werft gründete, um stählerne Ozeanschiffe zu bauen. Von Anfang an spielte Mobilität eine zentrale Rolle in der Unternehmensgeschichte - nicht nur zu Wasser, sondern auch zu Lande und in der Luft.
Bereits 1906 wurde das Geschäftsfeld erweitert: Neben dem Schiffbau begann Kawasaki mit der Produktion von Lokomotiven sowie Güter- und Personenwagen. Im Jahr 1918 kam eine eigene Luftfahrt-Abteilung hinzu. Die Motorradsparte entwickelte sich schnell zu einem der international bekanntesten Markenzeichen von Kawasaki.
Bereits 1952 hatte das Unternehmen mit dem KE-1 den ersten eigenen Motorradmotor gebaut - ein luftgekühltes Einzylinder-Viertaktaggregat. Ende der 1960er-Jahre sorgte Kawasaki mit leistungsstarken Dreizylinder-Zweitaktmodellen für weltweites Aufsehen.
Der endgültige Durchbruch gelang 1972 mit der Vorstellung der legendären Kawasaki 900 Z1, dem damals leistungsstärksten Serienmotorrad der Welt. In den folgenden Jahrzehnten festigte Kawasaki diesen Ruf mit zahlreichen weiteren Meilensteinen der Motorradtechnik. 1983 erschien mit der GPZ 900R das erste Modell der Ninja-Reihe, 1990 folgte mit der ZZ-R 1100 das seinerzeit schnellste Serienmotorrad der Welt, und im Jahr 2000 setzte die Ninja ZX-12R neue Maßstäbe in puncto Leistung und Technik.
Mit der Einführung der Z1000 kehrte Kawasaki schließlich zu seinen Wurzeln zurück: Die Supernaked ist eine moderne Hommage an die Z1 - leistungsstark, expressiv im Design und voller Emotion.
Kawasaki Modelle für die Saison 2022
Kawasaki bringt neue Modelle und überarbeitet bestehende für die Saison 2022.
Neue Modelle und Updates
Z650 RS: Als neues Bike auf bekannter Basis hat Kawasaki die Z650 RS für 2022 angekündigt. Das Retrobike nimmt sich hierfür die Technik der Z650 und packt es in ein charmantes und sehr glaubwürdiges Paket, das wohl eine ganz andere Kundschaft ansprechen könnte, als das aggressiv designte Naked Bike.
Z900 SE: Für 2022 erhält die beliebte Z900 das SE-Kürzel spendiert, das edle Komponenten mit sich bringt. Im Detail bedeutet das ein neues Öhlins S46 Federbein mit hydraulischem Federvorspannungsversteller, das über einen ø46 mm Hauptkolben sowie durch einen schwimmenden Kolben getrennte Innenkammern für Öl und Gas verfügt. Die 41 mm Upside-Down-Gabel wurde passend dazu gold eloxiert und neu abgestimmt. Die vordere Bremsanlage wurde zusätzlich durch Brembo M4.32 Monobloc-Bremszangen und 300 mm Brembo-Bremsscheiben aufgewertet.
Z900 RS SE: Für das Retrobike Z900 RS bietet Kawasaki nun dieselbe SE-Behandlung wie auch beim Vierzylinder-Supernaked an. Das bedeutet ebenfalls das neue Öhlins S46 Federbein mit hydraulischem Federvorspannungsversteller, sowie der Gold eloxierten und überarbeiteten Gabel. Auf Seiten der Bremsen finden wir zudem die Brembo M4.32 Monobloc-Bremszangen und 300 mm Brembo-Bremsscheiben.
Z900 RS Standard: Für die Standard Z900 RS verfolgt man ebenfalls denselben Ansatz wie beim Naked Bike und spendiert neue Farben. Unter Candytone Blue (Blau/Gold) und Metallic Dark Green (Grün/Weiß) können ab November 2021 die neuen Farben der Z900RS bestellt werden.
Ninja H2 SX: Die Ninja H2 SX ist zurück! Kawasaki hat heute das Modelljahr 2022 des brutalen Sporttourers präsentiert, der neben aufgefrischter Optik nun auch von einem Radarsystem profitiert.
Versys 650: Die Versys 650 ist ein zuverlässiges, straßenorientiertes Adventure-Bike, welches auf überflüssigen Schnick-Schnack verzichtet und sich aufs Wesentliche fokussiert. Das gilt auch für das 2022er-Modell.
Z H2: Kawasaki bleibt mit der Z H2 bei den bekannten Grün-Schwarz- und Rot-Schwarz-Farbkombinationen, möbelt diese optisch aber etwas auf und traut sich sogar mehr Farbakzente zu.
Z650 und Ninja 650: Das 650er Geschwisterpaar Kawasaki Z650 und Ninja 650 bleibt sich für kommende Saison technisch treu - die Farben werden trotzdem aufgefrischt. Die vollverkleidete Ninja 650 wird ab Mitte Dezember in den Farben KRT Lackierung (Lime green/ Ebony/ Pearl Blizzard White), Weiß/ Grau/ Grün (Pearl Robotic White / Metallic Carbon Gray) und Grau (Metallic Matte Graphenesteel Gray) erhältlich sein.
Z125 und Ninja 125: Dasselbe Konzept der 650er Zwillinge verfolgen auch Z125 und Ninja 125: Eine Basis und zwei unterschiedliche Bikes. Da auch hier kein Bedarf an Verbesserungen ansteht, werden für kommende Saison ebenfalls die Farben aufgefrischt.
Ninja 1000SX: Wer sich mit einer neuen Kawasaki Ninja 1000SX zu Weihnachten belohnen will, kann sich freuen! Ab Mitte Dezember will Kawasaki die 2022er Ninja 1000SX bei den Händlern stehen haben.
Vulcan S: Absoluter Dauerläufer im Kawasaki Programm! Seit 2015 ist der Cruiser bis auf das Euro5 Update nahezu unverändert im Programm. Daran ändert sich auch für 2022 nichts, denn einzig die Farben werden geupdatet. Doch die Fangemeinde ist groß und die Vulcan S fährt auch heute noch ausgesprochen gut. In seiner siebten Saison wird der 650 Kubik Cruiser in den Farben Schwarz matt (Metallic Flat Spark Black), Schwarz/grün (Metallic Matte Graphenesteel Gray/ Metallic Matt Graphite Gray) und Rot (Candy Crimson Red) erhältlich sein.
W800: Nicht nur traumhaft schön, sondern auch ein wichtiger Teil der Kawasaki Geschichte. Die W800 wird uns auch 2022 tief ins Herz fahren und punktet mit neuen Farben. Die Kawasaki W800 wird in der Saison 2022 in der Farbe Candy Fire Red / Metallic Diablo Black gegen Ende 2021 in den Schauräumen autorisierter Kawasaki Händler zu bewundern sein.
Ninja H2 R: Keine wirkliche Neuheit, doch weiterhin im Programm: Die Kawasaki Ninja H2 R. Wer mit dem Gedanken spielt, eines der extremsten Motorräder aller Zeiten zu besitzen, kann sich bis 22. November 2021 entscheiden.
Ausblick auf zukünftige Modelle
Gespannt warten wir auf eine Überarbeitung der kleinen Versys, die im Gegensatz zu ihrer sportlichen nackten Schwester Z650 noch auf ein schnödes LC-Display setzt und auch sonst schon leicht in die Jahre gekommen ist. Auch auf Basis des supergeilen Kompressormotors hatten wir schon einmal eine breitere Modellpallette bei den Grünen und hoffen - hoffentlich nicht umsonst - auf Zuwachs.
Technologien und Features von Kawasaki Motorrädern
Kawasaki Motorräder sind mit einer Vielzahl von fortschrittlichen Technologien ausgestattet, die das Fahrerlebnis verbessern. Hier sind einige der wichtigsten Features:
- IMU (Inertial Measurement Unit): Die kompakte IMU arbeitet in 6 DOF (Freiheitsgraden): 5 gemessen + 1 berechnet. Sie sorgt für ein verbessertes Bewusstsein für die Chassis Ausrichtung.
- Elektronischer Cruise Control: Dieses System ermöglicht entspanntes Cruisen, da der Fahrer die Geschwindigkeit festlegen kann. Einmal aktiviert, muss der Fahrer nicht ständig Gas geben.
- Power-Modi: Die verschiedenen Power-Modi erlauben es dem Fahrer, die Leistungsabgabe so zu steuern, dass sie zur momentanen Fahrsituation passt. Er kann zwischen „Full“ und „Low” wählen.
- RIDEOLOGY-App: Mit der RIDEOLOGY-App kann auf zahlreiche Funktionen und Einstellungen des Bikes zugegriffen werden. Beispielsweise können Kilometerstand, Tankanzeige oder das nächste Service-Intervall abgerufen werden.
- KTRC (Kawasaki Traction Control): Die dreistufige KTRC ist für eine Vielzahl von Fahrsituationen geeignet. Die Stufen 1 und 2 bieten erweiterte Möglichkeiten für eine sportliche Fahrweise.
- Elektronische Drosselklappensteuerung: Aus der idealen Abstimmung von Drosselklappenposition und Einspritzmenge resultiert eine optimale Gasannahme und Leistungsausbeute. Gleichzeitig leistet dieses System einen wesentlichen Beitrag zur Verminderung des Schadstoffausstoßes.
- Assist- und Rutschkupplung: Basierend auf Feedback aus Rennaktivitäten, verwendet die Assist- und Rutschkupplung zwei Nocken, um entweder den Kupplungskorb und die Druckplatte zusammenzudrücken oder zu trennen. Dies verringert den Druck auf die Kupplungsscheiben und damit auch das Rückdrehmoment und hilft so, ein Stempeln und Rutschen des Hinterrads zu verhindern.
- KQS (Kawasaki Quick Shifter): KQS wurde entwickelt, um Fahrern zu ermöglichen, die Beschleunigung auf der Rennstrecke zu maximieren, indem es kupplungsloses Hochschalten bei vollständig geöffnetem Gashebel ermöglicht.
- Horizontal Back-Link-Hinterradaufhängung: Bei Kawasakis ursprünglicher Aufhängungsanordnung liegt das Federbein sehr nahe am Schwerpunkt des Motorrads, was erheblich zur Zentralisierung der Massen beiträgt.
- Soundtuning: Speziell dafür entwickelt, dass der Fahrer sein Motorrad nicht nur physisch, sondern auch akustisch genießen kann.
- ERGO-FIT: ERGO-FIT ist ein Schnittstellensystem, mit dem der Fahrer seine ideale Sitzposition finden kann. Verschiedene Punkte der Fahrwerksschnittstelle (Lenker, Fußrasten, Sitz usw.) können angepasst werden.
- Anzeige für sparsames Fahren: Das System überwacht kontinuierlich den Kraftstoffverbrauch. Wenn der Kraftstoffverbrauch bei einer bestimmten Geschwindigkeit niedrig ist (d. h. die Kraftstoffeffizienz hoch ist), erscheint ein „ECO“-Symbol im Kombiinstrument.
- ABS (Antiblockiersystem): Die ABS-Systeme von Kawasaki werden durch eine hochpräzise und äußerst zuverlässige Programmierung gesteuert. Durch die Gewährleistung einer stabilen Bremsleistung bieten sie dem Fahrer ein beruhigendes Gefühl.
- KIBS (Kawasaki Intelligentes Antiblockiersystem): KIBS ist ein hochpräzises Bremssystem, das speziell für Supersportler entwickelt wurde und einem breiteren Spektrum von Fahrern sportliches Fahren ermöglicht.
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