Der Bahnradsport ist eine Radrennsportart für Männer und Frauen, die auf einer speziellen Bahn mit überhöhten Kurven ausgetragen wird. Die Längen der Bahnen variieren heute zwischen 200 und 500 Metern. Bahnradsport ist eine Sportart mit einer langen Geschichte.
Geschichte des Bahnradsports
Bereits am 31. Mai 1868 wurde im Park von Saint-Cloud in Paris das erste Bahnrennen in Form einer Art Flieger- oder Sprinterrennen über eine Distanz von 1.200 Metern auf einer Erdbahn mit leicht erhöhten Kurven ausgetragen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden in den USA und Europa immer mehr Radrennbahnen gebaut. In Deutschland errichtete der „Münchner Velociped-Club“ die erste Bahn mit einer Länge von insgesamt 333 Metern. Das erste Rennen dort fand am 26. Juni 1880 statt. Etwas mehr als ein Jahr später, am 31. Juli 1881, veranstaltete dieser Münchner Club das erste Bahnrennen in Deutschland, bei dem auch ausländische Fahrer an den Start gingen.
Zu dieser Zeit bildeten sich überall in Europa nationale Verbände. In Deutschland kam es 1884 zur Gründung des „Deutschen Radfahrer Bundes“, der sich 1919 in den heutigen „Bund Deutscher Radfahrer“ umbenannte. Im Jahr 1893 fand die erste Weltmeisterschaft der Amateur-Steher und -Sprinter in Chicago statt. Auf einer neuen Asphaltbahn in Köln wurden 1895 die ersten Weltmeisterschaften der Profis ausgetragen. 1896 stand der Bahnradsport auf dem Programm der I. Olympischen Spiele in Athen. Die Bahnlängen lagen damals in der Regel zwischen 250 und 666 2/3 Metern auf Sommerbahnen und 115 bis 200 Metern auf Winterbahnen. Der Belag der Sommerbahnen bestand zunächst aus Makadam, später dann aus Asphalt. Die Winterbahnen wurden relativ schnell aus Holz gebaut.
Deutschland entwickelte sich in jener Zeit zur führenden Nation, was den Bau von Radrennbahnen betraf. Vor allem das Münsteraner Architektenbüro Schürmann spezialisierte sich auf die Konstruktion von Holzbahnen. Clemens Schürmann war in den 1920er Jahren selbst ein erfolgreicher Bahnradsportler und galt nach dem Ende seiner Karriere bald als Experte für den Bau moderner Radrennbahnen. Er war es auch, der die hohe Kurvenlage zum Standard machte, obwohl dies anfangs noch Kritik bei vielen Experten hervorrief. Auch heute noch zählt das Architektenbüro Schürmann im Bahnradsport zu den führenden der Welt.
Olympische Disziplinen im Bahnradsport
Die olympischen Disziplinen sind Sprintrennen, Verfolgungsrennen, Punktefahren, Zeitfahren, Keirin, Olympischer Sprint und Madison. Bereits bei den ersten modernen Olympischen Spielen 1896 in Athen gehörten Disziplinen des Bahnradsports zum olympischen Programm, womit der Bahnradsport eine der wenigen Sportarten ist, die von Anfang an bis heute zu den Olympischen Spielen gehört. Allerdings war der olympische Bahnradsport zunächst ausschließlich den Männern vorbehalten. Erst bei den Olympischen Spielen in Seoul 1988 durften mit dem Bahn-Sprint erstmals auch Frauen eine Disziplin des Bahnradsports bestreiten. 1992 folgte in Barcelona die Bahn-Verfolgung. Bei den Olympischen Spielen in Atlanta 1996 kamen weitere Disziplinen dazu und bei den Frauen fanden erstmals Wettkämpfe im Punktefahren statt.
Bei den Olympischen Spielen in Sydney im Jahr 2000 wurde erstmals das 500 Meter-Zeitfahren der Frauen ausgetragen und bei den Männern kamen die moderneren Disziplinen Keirin, Madison sowie Olympischer Sprint dazu. Auf den zuvor absolvierten Bahnen werden Positionskämpfe ausgetragen.
Sprint
Der Sprint ist die älteste Disziplin im Bahnradsport. Die gesamte Strecke eines Sprintrennens beträgt in der Regel lediglich zwischen 750 und 1.000 Metern. Besonders beliebt sind die Sprintrennen vor allem aufgrund des gegenseitigen Belauerns der Fahrer. Teilweise stehen die Fahrer dabei beinahe mitten auf der Bahn, dürfen den Fuß aber nicht aufsetzen. Erlaubt sind maximal 30 Sekunden, in denen so verharrt werden darf. Derjenige, der zuerst den Sprint eröffnet, befindet sich tendenziell im Nachteil, da sich so der Gegner zunächst in den Windschatten setzen und später aus diesem heraus kontern kann. Der richtigen Taktik kommt daher im Sprint die womöglich größte Bedeutung zu. Sprintrennen werden in Turnierform ausgetragen. Die Läufe der ersten Runden werden über eine vorgeschaltete Zeitqualifikation zusammengestellt. Der schnellste Fahrer der Qualifikation fährt gegen den langsamsten, der zweitschnellste Fahrer gegen den zweitlangsamsten usw. In den ersten Runden haben unterlegene Fahrer zudem noch eine weitere Chance im sogenannten Hoffnungslauf. Ab dem Viertelfinale werden die Sieger dann in jeweils zwei Läufen ermittelt. Der siegreiche Fahrer kommt eine Runde weiter, der unterlegene scheidet aus.
Olympischer Sprint (Teamsprint)
Der Olympische Sprint, auch Teamsprint genannt, ist ein Verfolgungsrennen, bei dem zwei Teams aus jeweils drei Fahrern auf den gegenüberliegenden Seiten starten. Jeder dieser Fahrer führt sein Team über eine Runde an, danach schert er nach rechts aus, verlässt die Bahn und der Fahrer hinter ihm übernimmt die Führung. Am Ende ist pro Team nur noch ein Fahrer auf der Strecke. Gelingt es einem Team, das andere einzuholen, hat es gewonnen. Gelingt dies keinem der beiden Teams, hat das gewonnen, das die drei Runden am schnellsten zurückgelegt hat. Der Olympische Sprint ist noch eine relativ junge Disziplin des Bahnradsports. Offizielle Titel in dieser Kurzzeit-Mannschaftssportart wurden erst 1995 bei den Weltmeisterschaften erstmals vergeben. Der Olympische Sprint wird immer in Turnierform ausgetragen.
In den Ausscheidungsläufen qualifizieren sich die acht besten Mannschaften für die zweite Runde, in der das schnellste Team gegen das achtschnellste, das zweitschnellste gegen das siebtschnellste usw. antritt. Die vier Siegermannschaften bestreiten schließlich das Finale. Hier kämpfen die beiden besten Teams aus der zweiten Runde um Platz eins und zwei und die beiden nächstplatzierten Teams um die Plätze drei und vier.
Zeitfahren
Beim Zeitfahren ist es das Ziel, eine festgesetzte Strecke in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen. Gefahren wird ausschließlich gegen die Uhr und nicht gegen einen direkten Konkurrenten. Gestartet wird in Abständen von einer Minute. Bei den Männern beträgt die Strecke eines Zeitfahrens insgesamt 1.000 Meter, bei den Frauen 500 m. Das Zeitfahren stellt die einzige Bahnradsport-Disziplin ohne Qualifikation sowie Vor- und Zwischenläufe dar. Taktik oder Krafteinteilung spielen nahezu keine Rolle. Es geht nur darum, nach dem stehenden Start so schnell wie möglich die Maximalgeschwindigkeit zu erreichen und diese dann bis zum Ende durchzuhalten.
Keirin
Beim Keirin fahren auf einer Strecke von etwa 2.000 Metern immer maximal neun Fahrer während der ersten drei bis vier Runden hinter einem sogenannten Schrittmacher her und tragen dabei Positionskämpfe aus. Etwa 600 Meter vor dem Ziel fährt der Schrittmacher von der Bahn und der Finalkampf beginnt. Am Ende erfolgt der Endspurt. Anders als beim Sprint ist beim Keirin sogar Körpereinsatz erlaubt, solange die Hände am Lenker bleiben. Keirin ist im Vergleich zu den anderen Disziplinen noch relativ neu. Entstanden ist die Disziplin nach dem 2. Weltkrieg in Japan. Je nachdem, wie hoch die Anzahl der Teilnehmer ist, werden zunächst Vorrunden bis zu einem Halbfinale gefahren, aus denen sich eine vorher festgelegte Anzahl an Fahrern für die nächste Runde qualifiziert. Nach den Vorläufen gibt es für die Unterlegenen eine weitere Chance in Hoffnungsläufen.
Verfolgungsrennen
Verfolgungsrennen starten immer an den gegenüberliegenden Geraden der Bahn. Das Ziel ist es, den gegnerischen Fahrer irgendwann einzuholen. Wenn dies - wie in den meisten Fällen - keinem der beiden Fahrer gelingt, gewinnt derjenige mit der schnellsten Zeit. Die Distanz der Verfolgungsrennen bei den Männern beträgt insgesamt 4.000 Meter und bei den Frauen 3.000 Meter.
Mannschaftsverfolgung
Die Mannschaftsverfolgung funktioniert nach denselben Regeln wie die Einzel-Verfolgungsrennen. Eine Mannschaft besteht aus insgesamt vier Fahrern, allerdings werden nur die besten drei gewertet. Die Mannschaftsverfolgung ist eine Disziplin, die bereits 1908 zum ersten Mal zum Programm der Olympischen Spiele gehörte, allerdings lange Zeit den Männern vorbehalten war. Die Mannschaftsverfolgung gilt als Königsdisziplin im Bahnradsport. Entscheidend für den Erfolg ist, dass alle vier Fahrer hervorragend miteinander harmonieren. Die Fahrer eines Bahnvierers müssen nicht nur individuell sehr stark sein, sondern auch dazu in der Lage sein, extrem nah am Hinterrad des Vordermanns fahren zu können, um dessen Windschatten optimal nutzen zu können. Aber auch die Ablösungen jeweils in den Kurven nach einer halben oder ganzen Runde setzen ein hohes Maß an technischem Können voraus. Gefahren wird die die Mannschaftsverfolgung wie die Einer-Verfolgung in Turnierform.
Punktefahren
Das Ziel beim Punktefahren ist es, möglichst viele Punkte einzufahren, die für eine oder mehrere Runden vergeben werden. Der Fahrer mit den meisten Punkten ist am Ende der Sieger. Bei den Männern beträgt die Distanz beim Punktefahren insgesamt 40 Kilometer, bei den Frauen 25 Kilometer. Gestartet wird beim Punktefahren immer mit einem fliegenden Massenstart. Der Sieger der Punktewertung erhält fünf Punkte, der Zweitplatzierte drei, der Drittplatzierte zwei und der Viertplatzierte einen Punkt. Zur Halbzeit- und Schluss-Wertung wird die doppelte Punktzahl vergeben. Gelingen einem oder mehreren Fahrern Überrundungen, gibt es insgesamt 20 Punkte, außerdem zählen Rundengewinne vor Punktgewinne. Sind zwei oder mehr Fahrer am Schluss runden- und punktgleich, zählt die Anzahl der gewonnenen Wertungen. Sind diese ebenfalls gleich, entscheidet die bessere Platzierung in der Schlusswertung.
Madison
Madison hat seine Ursprünge bei den Sechstagerennen, die 1899 zum ersten Mal in New York im „Madison Square Garden“ ausgerichtet wurden. Die Strecke beim Madison beträgt immer 50 Kilometer. Beim Madison findet ein Rennen zwischen mehreren Mannschaften statt, die aus zwei Fahrern pro Team bestehen. Es befindet sich allerdings immer nur jeweils ein Fahrer des Teams auf der Bahn. Wann und wie oft gewechselt wird, können die Teams selbst entscheiden, in der Regel wird allerdings nach eineinhalb Runden gewechselt. Die Wertung orientiert sich an der beim Punktefahren. Gewonnen hat demnach das Team, das am Ende auf den einzelnen Runden die meisten Punkte gesammelt hat. Der Fahrer, der sich ablösen lässt, zieht seinen Teamkollegen zunächst kurz mit und stößt bzw. Madison ist eine noch recht junge Disziplin des Bahnradsports.
Erst im Jahr 1995 nahm die UCI Madison ins Programm der Weltmeisterschaften auf der Bahn mit auf. Bei Scratch-Rennen starten alle Fahrer gleichzeitig. Bei Ausscheidungsfahren scheidet in vorher festgelegten Abständen jeweils der letzte Fahrer nach dem Überfahren der Ziellinie aus und wird aus dem Rennen genommen. Steherennen galten früher bei vielen Zuschauern als attraktivste Disziplin des Bahnradsports. Inzwischen gibt es allerdings kaum noch Steherennen und ihre Zahl nimmt immer weiter ab.
Omnium
Weder zu den Ausdauer-, noch zu den Kurzzeitdisziplinen gehört das Ominium. Das Omnium ist vermutlich die komplexeste Disziplin des Bahnradsports. Wer hier erfolgreich sein will, muss ein sehr kompletter Fahrer sein. Das Omnium umfasst mit dem Sprintrennen über 250 Meter mit fliegendem Start, dem Punktefahren, dem Ausscheidungsfahren, der Einer-Verfolgung, dem Scratchrennen und dem Zeitfahren insgesamt sechs Disziplinen. Bei den einzelnen Rennen werden die jeweiligen Platzierungen gezählt und am Ende zusammen addiert.
Sechstagerennen
Sechstagerennen gibt es bereits seit über 140 Jahren und damit länger als die Tour de France oder Paris-Roubaix. Die ersten Sechstagerennen fanden bereits in den 1870er Jahren statt. Gefahren wurde sechs Tage lang durchgehend, lediglich ein paar kürzere Pausen wurden eingelegt. Da allerdings aufgrund der Erschöpfung dabei zahlreiche Fahrer unter Halluzinationen litten, wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts festgelegt, dass die Fahrer maximal 12 Stunden ohne Pause fahren durften. Nun wurde also sechs Tage lang immer 12 Stunden ohne Unterbrechung gefahren. Die Strapazen, denen die Fahrer dabei allerdings nach wie vor noch ausgesetzt waren, müssen zum Teil immer noch zu grotesken Szenen geführt haben.
Das Bahnrad und seine Besonderheiten
Das Bahnradfahren unterscheidet sich in erster Linie darin von anderen Disziplinen, dass die Wettkämpfe ausschließlich auf speziellen Rennradbahnen (sogenannten Velodromen) ausgetragen werden. Die Rennstrecken sind aus Zement, Asphalt oder Holz gebaut und die Gesamtlänge variiert je nach Velodrom. (200 m, 250 m, 333 m). Es hat weder einen Freilauf noch eine Gangschaltung, sondern ein einzelnes, fixes Kettenrad, wodurch der Fahrer ständig weitertreten muss. Es ist wichtig, dass der Rahmen eine hohe Steifigkeit hat, damit er Erschütterungen beim Beschleunigen abfängt.
Keirin: Mehr als nur ein Kampfsprint
Keirin ist eine Disziplin, die aus Japan stammt und auch umgangssprachlich als Kampfsprint bezeichnet wird. Es fahren mehrere Fahrer und Fahrerinnen eine Distanz von 1500 Metern. Die ersten 750 Meter fährt auf einem motorisierten Zweirad ein Schrittmacher voraus um langsam auf etwa 50 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. In den ersten Runden müssen die Sportler und Sportlerinnen in einer zuvor ausgelosten Reihenfolge hinter dem Schrittmacher bleiben.
Im olympischen Gastgeberland gibt es keine Wettlokale wie in London, Hongkong oder Berlin, wo man über riesige Bildschirme unzählige Fußballspiele gleichzeitig verfolgen und auf das nächste Tor oder den übernächsten Eckstoß wetten kann. Glücksspiel ist in Japan verboten. Doch wie überall gibt es Ausnahmen. Hier fällt diese Rolle einem Sport zu, der ohne einen solchen Sonderstatus nie entstanden, geschweige denn olympische Disziplin geworden wäre: Es ist der Bahnradsport Keirin.
Der japanische Keirinverband ist eine Unterbehörde des japanischen Wirtschaftsministeriums. "Keirin wurde erfunden, um durch Sportwetten Geld für den japanischen Wiederaufbau einzuspielen", sagte Hideki Shibahashi, Angestellter des Keirinverbands, einmal in einem Interview. "Das Land brauchte dringend Schulen und Krankenhäuser. Man wusste damals schon, dass viele Menschen gerne ihr Geld verwetten. Binnen fünf Jahren baute Japan 63 Rennbahnen
WM-Titelkämpfe im Bahnradsport
Roubaix (dpa) - In Höchstgeschwindigkeit kreiseln: Bahnradsport sieht so einfach aus - und ist doch relativ kompliziert. Anders als bei klassischen Straßenrennen geht es nicht ausschließlich und immer darum, als erstes über die Ziellinie zu fahren.
Es gibt eine Vielfalt an Wettbewerben, bei denen auch bei den am 20. Oktober beginnenden WM-Titelkämpfen in Roubaix (bis 24. Oktober) Gold, Silber und Bronze vergeben werden. Die Deutsche Presse-Agentur erklärt vor dem zweiten Saisonhighlight nach den Olympischen Spielen Fachbegriffe des Bahnradsports:
Scratch
Diese Disziplin wird als Massenstart eines größeren Feldes ausgetragen und ist relativ einfach zu verstehen. Es wird eine gewisse Rundenzahl (zum Beispiel 40) absolviert, wer nach dieser langen Distanz am Ende als Erster, Zweiter und Dritter über die Ziellinie fährt, gewinnt die Medaillen. Ein Rundengewinn verschafft einen großen Vorteil.
Keirin
Wird in Fachkreisen auch als „Kampfsprint“ bezeichnet und ist eine Disziplinenvariante mit Ursprung in Japan. Üblicherweise gehen sechs Fahrer auf eine sechs Runden lange Distanz, von denen ein Schrittmacher die erste Rennhälfte anführt und das Tempo in diesem Zeitraum Stück für Stück erhöht. Auf den letzten drei Runden ist das Rennen dann frei und eröffnet, eine bestimmte Anzahl an Sportlern kommt weiter.
Punkterennen
Auch hierbei handelt es sich um einen Massenstart. An vorher festgelegten Stellen können Punkte für eine bestimmte Platzierung gesammelt werden. Sportler, die einen Rundengewinn schaffen, können sich zusätzlich 20 Punkte sichern. Sieger ist der Starter mit den meisten gesammelten Punkten.
Omnium
Beim Omnium gibt es vier Teildisziplinen, die alle an einem Tag ausgefahren werden. Teil des Wettkampfs sind Scratch (siehe oben), das Temporennen (am Ende jeder Runde gibt es einen Punkt für den Führenden, zudem 20 Punkte für das Überrunden des Hauptfeldes), das Ausscheidungsrennen, bei dem alle zwei Runden der Letzte des Feldes ausscheidet, sowie das Punkterennen. Dieses ähnelt dem Temporennen, wird aber über eine längere Distanz ausgetragen.
Einsteiger-Tipps für den Bahnradsport
Die Grundlage jeder Fahrt ist die richtige Sitzposition. Sie beeinflusst nicht nur deine Aerodynamik und Effizienz, sondern auch deine Fähigkeit, das Fahrrad sicher zu kontrollieren. Das Gleichgewicht ist im Bahnradsport besonders wichtig, da du auf einer geneigten Bahn fährst. Das Fahren in den Steilkurven des Velodroms kann anfangs einschüchternd wirken. Beginne langsam und steigere allmählich dein Tempo, während du lernst, wie du die Zentrifugalkraft zu deinem Vorteil nutzen kannst.
Der Start ist ein kritischer Moment in vielen Bahnradsportdisziplinen. Übe verschiedene Starttechniken, wie den stehenden Start für Sprintrennen oder den fliegenden Start für Zeitfahren. Beim Sprint kommt es darauf an, die maximale Geschwindigkeit in kürzester Zeit zu erreichen. Das Fahren in einer Gruppe, auch Peloton genannt, erfordert besondere Aufmerksamkeit und Fähigkeiten. Bahnradsport erfordert eine Kombination aus Ausdauer und explosiver Geschwindigkeit. Integriere Intervall- und Ausdauertraining in dein Programm, um deine Leistungsfähigkeit auf der Bahn zu steigern.
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