Kemnader See Radtour Informationen: Entdecken Sie Bochum mit dem Fahrrad

Erkunden Sie Bochum auf verschiedenen, erlebnisreichen Radwanderwegen. Die Stadt bietet eine Vielzahl von Routen, die sowohl für entspannte Freizeittouren als auch für sportliche Herausforderungen geeignet sind. Viele Radwege führen durch die Stadt und beeindrucken mit ungeahnter Natur und imposanter Industriekultur. Fahrradfreundlich: Ein neues Wegenetz auf ehemaligen Trassen, Fahrradverleihe, kostenfreie Ladestationen für E-Bikes und jede Menge Radwege machen Bochum beliebt bei Radfahrenden.

Auch mit ihrer Lage punktet die Stadt, denn sie ist ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren in die Nachbarstädte: Herne, Witten, Gelsenkirchen, Essen und Dortmund sind schnell mit dem Rad erreicht. Und damit auch bedeutende Standorte der Industriekultur wie die Jahrhunderthalle, das UNESCO-Welterbe Zollverein oder das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall.

Schon gewusst? 40 Prozent der Stadt Bochum sind Grünflächen.

Wichtige Hinweise für Radfahrer

Grundsätzlich sind alle ausgebauten ehemaligen Bahntrassen als gemeinsame Geh- und Radwege ausgewiesen. Das bedeutet, dass alle Menschen, die hier unterwegs sind, aufeinander Rücksicht nehmen müssen, keine Nutzergruppe ist hier bevorrechtigt.

RuhrtalRadweg

Die Route begleitet die Ruhr von ihrer Quelle in Winterberg im Sauerland bis zu ihrer Mündung in den Rhein in Duisburg. Das Bochumer Stadtgebiet erreichen die Radfahrenden kurz vor dem Kemnader See, der auf der Nordseite umfahren wird. Ab dem Ende des Sees führt der Radweg auf älteren kleinen Wegen entlang der Ruhr weiter in Richtung Hattingen.

Bisher führt der Weg nach dem Standort der ehemaligen Ruhrfähre südliche der historisch bedeutsamen Stiepeler Dorfkirche von der Ruhr fort und verläuft anschließend auf ruhigen Straßen bis zur Grenze des Ortsteils Linden, wo das Hattinger Stadtgebiet erreicht wird. Voraussichtlich wird die Route künftig näher an der Ruhr verlaufen: Bisher wurden hier Flächen als Wassergewinnungsgebiet genutzt, mittlerweile stammt die Bochumer Wasserversorgung aber aus Witten, was demnächst eine interessantere Routenführung ermöglicht.

Anschlussrouten

Direkt an den RuhrtalRadweg schließen weitere interessante Bochumer Radrouten an.

  • Parkway Emscher-Ruhr: Führt vom Kemnader See aus bis zum Schiffshebewerk Henrichenburg.
  • Route der Industriekultur per Rad: Besteht insbesondere aus dem Emscher Park Radweg und dem Rundkurs Ruhrgebiet.

Parkway Emscher-Ruhr

Bochum wird dabei zunächst auf dem RuhrtalRadweg zwischen der Schwimmbrücke in Dahlhausen und dem Eisenbahnmuseum berührt. Die Jahrhunderthalle im Westpark wird hier genauso angefahren wie das Bochumer Stadtzentrum und natürlich das VfL-Stadion.

Im Folgenden wird über die Lothringen-Trasse Gerthe erreicht, wo eine Verknüpfung mit dem Parkway Emscher-Ruhr zwischen Kemnader See und Schiffshebewerk Henrichenburg besteht. Über Bövinghausen wird anschließende das Bochumer Stadtgebiet nach Dortmund hin verlassen.

Zwischen dem Kemnader See im Bochumer Süden und dem Schiffshebewerk Henrichenburg in Castrop-Rauxel erstreckt sich der teilweise ganz neu errichtete Parkway EmscherRuhr über etwa 30 Kilometer. Auf Bochumer Stadtgebiet sind hierbei besonders die Teilstücke entlang des Ümminger Sees und der Harpener Teiche hervorzuheben - und natürlich der Kemnader See. Zusammen mit dem direkten Anschluss an die Lothringen-Trasse in Gerthe und den verschiedenen Verbindungen in- bzw.

Der Weg ist weitestgehend asphaltiert und damit auch für Rennräder geeignet. Zwischen Ümminger See und Werner Hellweg muss eine noch aktive Bahnlinie gequert werden. Hier befinden sich zur Sicherung des Gleises Umlaufsperren, die nicht mit großen Fahrrädern oder mit Anhänger durchfahren werden können.

Route der Industriekultur per Rad

Wird der Radweg im Uhrzeigersinn befahren, so wird Bochum von Dortmund kommend in Hiltrop erreicht. Auf der Lothringen-Trasse fährt man zunächst bis zum Heizkraftwerk Hiltrop und von dort aus weiter in Richtung der Grummer Teiche. Bisher verläuft die Route nördlich abseits der Teiche, der RVR plant aber einen Ausbau der Wege bzw. die Sanierung der bestehenden Wege direkt an den Teichen.

Nördlich von Hordel ist die Zeche Hannover, die mit ihrem markanten Malakowturm schon von außen interessant ist, an den Radweg angebunden. Von hier aus ist es noch etwas mehr als ein Kilometer bis zur Erzbahntrasse, auf der Bochum zunächst nach Norden hin verlassen wird.

Parkband West

Der im November 2016 eröffnete Fuß- und Radweg Parkband West verbindet auf etwa 8 Kilometern Länge die Erzbahntrasse am Westpark mit der Springorumtrasse am Park Haus Weitmar. Mit dem Parkband West können drei große, jedoch unterschiedlich geprägte Parkanlagen in Bochum direkt erreicht werden: Im Norden beginnt die Route im Westpark praktisch am Ende der Erzbahntrasse vor der Jahrhunderthalle.

Der Park „Saure Wiesen“ war während des zweiten Weltkrieges der Standort eines Zwangsarbeiterlagers - heute erinnert das Kunstwerk „Laute Stille“ daran. Der geschichtsträchtige Park Haus Weitmar war unter anderem Sitz eines Rittergutes, heute zeigen Situation Kunst, Museum unter Tage und Kubus Ausstellungen und dienen als Veranstaltungsorte. Der Park selber lädt zum Flanieren ein.

Die Route nutzt teils schon vorher bestehende Wege und Straßen, teilweise wurden ehemalige Bahntrassen freigelegt und für den Rad- und Fußverkehr nutzbar gemacht. Auf einer Länge von 3,9 Kilometern wurden Wege ganz neu angelegt oder ausgebaut, es wurden bisherigen Hindernisse abgebaut und Wege zur gemeinsamen Nutzung zu Fuß und mit dem Rad freigegeben.

Da verschiedene Infrastrukturelemente genutzt werden, sind auch die Untergründe nicht einheitlich gestaltet. In den Parkanlagen befindet sich die Route teilweise und auf nur kurzen Abschnitten auf wassergebundenen Decken, die ehemaligen Bahntrassen wurden asphaltiert.

Zum Eröffnungstermin konnte noch keine Beschilderung des Parkbandes West installiert werden. Diese Arbeiten werden im Jahr 2017 im Zusammenhang mit einer umfassenden Ausweitung des Bochumer Wegweisungsnetzes für den Radverkehr vorgenommen. Momentan ist es daher empfehlenswert, die Route nach Karte zu befahren - hierfür bietet sich z.B. die Bochumer Freizeitkarte an.

Weitere wichtige Verbindungsrouten durch Bochum

Neben den überregionalen Radwanderwegen existieren in Bochum weitere gut erschlossene Radwege abseits von Straßen insbesondere auf alten Bahntrassen. Hinweis der Nahmobilitätsbeauftragten: Die Trassen sind für den Rad- und Fußverkehr freigegeben. Es handelt sich nicht ausschließlich um Radwege.

Die wichtigsten ehemaligen Bahntrassen sind:

  • Erzbahntrasse: Verbindet den Westpark und die Jahrhunderthalle nahe der Bochumer Innenstadt mit dem Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen und mit der Zeche Zollverein in Essen.
  • Springorumtrasse: Verbindet das Ortsteilzentrum Dahlhausen mit der Bochumer Innenstadt.
  • Lothringentrasse: Erstreckt sich zwischen Harpen und Gerthe.
  • Kray-Wanner-Bahn: Berührt Bochum an seinem äußersten westlichen Ende und bildet den Lückenschluss zwischen der Erzbahntrasse und dem R25.
  • Rheinischer Esel: Verläuft im äußersten Bochumer Osten auf der Grenze zwischen Bochum und Witten.

Erzbahntrasse

Sie verbindet den Westpark und die Jahrhunderthalle nahe der Bochumer Innenstadt mit dem Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen und mit der Zeche Zollverein in Essen. Sowohl touristisch als auch als Alltagsstrecke ist die Route interessant.

Springorumtrasse

Die Verbindung verläuft weitestgehend auf der ehemaligen Bahntrasse der Neveltalbahn und der Springorumbahn. Dabei steigt diese Trasse in Richtung Innenstadt in den meisten Abschnitten gleichmäßig und gemäßigt um etwa 60 Meter an. Dass dies von vielen in Bochum Lebenden aber auch Personen, die zur Arbeit pendeln und nicht zuletzt im Freizeitverkehr geschätzt wird, ist an den Zahlen der zwei Zählstellen ablesbar. Es ist weiterhin geplant, die Springorumtrasse an den Ostring anzuschließen.

Lothringentrasse

Seitdem die Straße „In der Grume“ für den Kfz-Verkehr gesperrt ist, verläuft die Route weitestgehend abseits vom Kfz-Verkehr. Über die Amtmann-Ibing-Straße ist das Gerther Zentrum direkt an die Bahntrasse angebunden, rund um die Halde Lothringen gibt es mehrere Verknüpfungspunkte mit dem Parkway EmscherRuhr, über den Castrop-Rauxel erreicht wird. Springorum- und Lothringentrasse verknüpfen bis auf eine Lücke von ca. 1,6 Kilometern Länge den äußersten Bochumer Südwesten mit dem äußersten Bochumer Nordosten. Der Radschnellweg Ruhr wird direkt an den Enden der beiden Trassen entlang verlaufen und sie dann direkt miteinander verknüpfen.

Kray-Wanner-Bahn

Sie berührt Bochum an seinem äußersten westlichen Ende, stellt aber trotzdem eine interessante Verbindung für den Bochumer Freizeitverkehr dar: Sie bildet den Lückenschluss zwischen der Erzbahntrasse und dem R25, der über Sevinghausen nach Dahlhausen führt. An der Bahntrasse liegt auch die Halde Rheinelbe mit der Himmelstreppe, von wo aus sich ein eindrucksvoller Ausblick hinunter zum Lohrheidestadion, dem Gewerbepark Holland und über den ganzen Bochumer Westen bietet. Der Weg hinauf bis zur Himmelstreppe kann fast vollständig mit dem Fahrrad befahren werden.

Rheinischer Esel

Im äußersten Bochumer Osten verläuft der Rheinische Esel auf der Grenze zwischen Bochum und Witten. Von Langendreer aus kann hierüber Dortmund-Löttringhausen erreicht werden. Im Freizeitverkehr bieten sich hier Kombinationen mit den „Eselsohren“ an, die ausgeschildert zum Ümminger- und Kemnader See bzw.

Radtourenvorschläge

Hier sind einige empfohlene Radtouren in und um Bochum:

  • Rundfahrt für einen Abstecher in die Bochumer Innenstadt: Hinweg auf dem Radverkehrsnetz NRW zum Schlosspark Weitmar, über die ehemalige Bahntrasse nach Dahlhausen, ruhraufwärts entlang der Ruhr über Hattingen zum Kemnader See. Rückweg vom Hafen Heveney durch das Lottental und über die Königsalle nach Bochum zurück. (37 km)
  • Erzbahntrasse: Vorbei an Sehenswürdigkeiten wie der Jahrhunderthalle Bochum, der Siedlung Dahlhauser Heide und dem Malakowturm. (13 km)
  • Radtour Dahlhausen/Wattenscheid: Eine landschaftlich sehr reizvolle Tour mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten am Wegesrand. (30 km)
  • Radtour Jahrhunderthalle Bochum: Über Erzbahntrasse und Erzbahnschwinge vorbei an der Zeche Carolinenglück zur ehemaligen Bergarbeitersiedlung Dahlhauser Heide. (18 km)
  • Rund um Bochum: Kombiniert Abschnitte des RuhrtalRadweges, des Parkway EmscherRuhr, des Emscher Park Radweges und der R25. (66 km)

Detaillierte Routenbeschreibungen

Die Stadt Bochum bietet detaillierte Routenbeschreibungen zum kostenlosen Download an. Diese beinhalten:

  • Radrunde durch den Bochumer Norden (32 km)
  • Radrunde durch den Bochumer Osten (40,8 km)
  • Radrunde durch den Bochumer Süden (31,8 km)
  • Radrunde durch den Bochumer Westen (33 km)

Kemnader See: Eine Oase im Ruhrgebiet

Der Kemnader See erstreckt sich auf einer Wasserfläche von 125 Hektar. Er begeistert mit weit mehr als nur seiner großen Wasserfläche und seiner idyllischen Lage direkt am Bergischen Land und am Rand des Ruhrgebietes. Wanderer, Spaziergänger und Radler schätzen die Rad- und Wegenetz, das ihn umgibt.

Der kürzeste Weg um den See beträgt ca. Jeder Couleur kaum Wünsche offen lässt: Weder zu Lande noch zu Wasser. Ideal für lange E-Bike-Touren! Die neue Ökostrom-Station in Form einer Solarbank am Kemnader See ist eine Sitzbank mit vielen Möglichkeiten, denn sie gibt die gespeicherte Energie wieder ab. So könnt Ihr nicht nur die Aussicht genießen, sondern auch gleichzeitig das Smartphone laden - zum einen über USB-Anschluss, zum anderen über Induktion.

Besonderheiten am Kemnader See

  • Spielplätze: Ideal für Kinder, um sich im Freien auszutoben.
  • Tierwelt: Der See zieht viele Tierarten magisch an, einschließlich Bienen.
  • Hunde: Hunde sind am Kemnader See erlaubt. Auf der Hundewiese in Herbede dürfen sie sich ohne Leine austoben und ins Wasser hüpfen.

Weitere Informationen

Eine gute Orientierung bietet Ihnen das Online-Geoportal der Stadt Bochum. Wichtige Punkte und Sehenswürdigkeiten sowie Radwege sind hier eingezeichnet.

Fahrradfreundliche Services

  • Fahrradverleih: Leihstationen im gesamten Stadtgebiet.
  • Ladestationen für E-Bikes: Kostenfreie Ladestationen verfügbar.
  • Fahrradboxen: 185 Fahrradboxen an 14 Standorten für sicheres Abstellen.

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