Motorrad Kennzeichenhalterungen können nicht nur die gesetzliche Vorschrift der Kennzeichenbefestigung erfüllen, sondern auch das Erscheinungsbild des eigenen Motorrads verbessern. Viele Biker bevorzugen eine sportliche und stilvolle Optik ihres Bikes, weshalb es zahlreiche Varianten von Kennzeichenhalterungen auf dem Markt gibt, die diesen Anspruch erfüllen. Hier ist vom minimalistischen Designs bis hin zu aufwendigen Konstruktionen Kennzeichen Halterungen alles dabei. Da hat jeder Motorradfahrer seine eigenen Ansprüche, die es zu erfüllen gibt.
Gesetzliche Grundlagen und Vorschriften
Sobald du mit deinem Motorrad am Straßenverkehr teilnimmst, benötigst du ein gültiges Kennzeichen. Denn anhand des Kennzeichens lassen sich das Fahrzeug und Fahrzeugeigentümer:innen eindeutig identifizieren. Zur Erfüllung der Kennzeichenpflicht reicht es nicht, ein beliebiges Kennzeichen am Fahrzeug anzubringen. Denn sowohl das Aussehen als auch die Größe des Kennzeichens unterliegen gesetzlichen Vorschriften. Diese sind in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) zu finden.
Kennzeichengrößen
Prinzipiell gibt es beim Kfz-Kennzeichen zwei verschiedene Größen: Die Standardgröße und die verkürzte Größe. Für einen klassischen Pkw wirst du meist die Standard-Kennzeichengröße brauchen. Diese Kennzeichengröße hat die Maße 520 x 110 Millimeter. In diesem Fall kann ein kürzeres Kennzeichen zum Einsatz kommen. Alle anderen Vorschriften wie die Zeichenanzahl, Abstände und die verwendete Schrift müssen dabei aber dennoch eingehalten werden. Alledings gibt es auch Modelle, bei denen der Platz für das Kennzeichen nicht ausreicht. Das können zum Beispiel Oldtimer oder importierte Fahrzeuge sein. Aber auch Sondermodelle, die in erster Linie für einen ausländischen Markt produziert wurden, können aus dem Rahmen fallen.
Bei einem einzeiligen Kennzeichen beträgt die Kennzeichengröße in der Breite maximal 520 Millimeter und in der Höhe 110 Millimeter. Das zweizeilige Kennzeichen hat eine maximale Breite von 340 Millimeter und eine Höhe von 200 Millimeter. Handelt es sich um ein verkürztes zweizeiliges Kennzeichen, darf es maximal 280 Millimeter breit und 200 Millimeter hoch sein. Jedoch sind die Schriftart, die Zeichenanzahl sowie die Abstände zwischen den einzelnen Zahlen und Buchstaben genau festgelegt. Auch darf die vorgegebene Maximalhöhe beziehungsweise -breite nicht überschritten werden. Schließlich darf das Kennzeichen auf keinen Fall größer sein als der vorgesehene Platz am Fahrzeug.
Motorrad-Kennzeichen
Während man am Pkw und Lkw meist kein Problem mit der Kennzeichengröße hat, sieht es beim Motorrad schon anders aus. Hier ist der zur Verfügung stehende Platz meist sehr eingeschränkt. Motorradfahrende benötigen ein einziges Kennzeichen, welches an der Hinterseite des Fahrzeugs befestigt wird. So musste die Breite von Motorrad-Kennzeichen lange Zeit 280 Millimeter betragen, bei einer Höhe von 200 Millimeter. Allerdings wurde diese Vorschrift inzwischen geändert, sodass auch kleinere Kennzeichen für Motorräder zulässig sind. Für viele Motorradfans ist dies nicht unerheblich. Aktuell kannst du bei der Wahl deines Motorradkennzeichens zwischen drei verschiedenen Kennzeichengrößen entscheiden: 180, 200 oder 220 Millimeter. Die Höhe ist dabei gleichbleibend. Sie muss stets 200 Millimeter betragen.
Hat das Kennzeichen eine Breite von 180 Millimetern, dürfen in der zweiten Zeile maximal vier Zeichen stehen. Falls du dich für ein Kennzeichen mit der Breite von 220 Millimetern entscheidest, sind es höchstens fünf Zeichen. Handelt es sich allerdings um ein Leichtkraftrad, wird stets ein zweizeiliges Kennzeichen verwendet. Die Breite beträgt 255 Millimeter. Die gleiche Kennzeichengröße gilt im Übrigen auch für Traktoren.
Schriftart und Gestaltung
Auch hier gibt es genaue Vorschriften, die für eine ordnungsgemäße Zulassung des Fahrzeugs von Bedeutung sind. Bei der Schrift handelt es sich um die sogenannte FE-Schrift. Diese Schriftart gilt als besonders sicher und schwierig zu fälschen. Durch die unterschiedlichen Kennzeichengrößen gibt es diese Schriftart in drei verschiedenen Varianten. So kannst du die für dein Fahrzeug passende Schriftvariante wählen.
Bei der Mittelschrift beträgt die Schrifthöhe 75 Millimeter, die Buchstabenbreite 47,5 Millimeter und die Zahlenbreite 44,5 Millimeter. Die Engschrift hat ebenfalls eine Schrifthöhe von 75 Millimeter. Die Buchstabenbreite beträgt jedoch 40,5 Millimeter und die Zahlenbreite 38,5 Millimeter. Für die Schrifthöhe der Mittelschrift und Engschrift ist allerdings eine Toleranz von plus 2 bis minus 1 Millimeter vorgesehen. Die Schrifthöhe der verkleinerten Mittelschrift beträgt 49 Millimeter. Die Buchstabenbreite entspricht 31 Millimeter und die Zahlenbreite 29 Millimeter. Hier gilt eine Toleranz von plus 1 bis minus 0,5 Millimeter bei der Schrifthöhe.
Generell muss die Beschriftung zur seitlichen Umrandung einen Abstand von 13 Millimeter haben. Außerdem muss der Platz zwischen der letzten Zahl und dem Rand mindestens 8 Millimeter betragen. Der Abstand zwischen dem letzten Buchstaben und der ersten Zahl hat im Bereich von 24 bis 30 Millimeter zu liegen.
Anbringung und Montage
Die Montage eines Kennzeichenhalters an einem Motorrad erfordert einiges an Vorarbeit und Sorgfalt. Denn nur wenn der Halter sicher und legal montiert wird, kann man Bußgelder oder sogar eine Gefährdung des Straßenverkehrs vermeiden. Zunächst sollte man prüfen, ob der ausgewählte Kennzeichenhalter für das eigene Motorradmodell zugelassen ist. Nach der Demontage des Originalhalters sollte dann der Zubehör-Kennzeichenhalter nach den vom Hersteller angegebenen Montagehinweisen montiert werden. Somit ist eine sichere und stabile Befestigung gewährleistet.
Wichtige Aspekte bei der Montage
- Kennzeichenwinkel: Der Kennzeichenwinkel darf maximal 30° betragen. Das Kennzeichen kann leicht geneigt montiert werden, wobei der Winkel 30 Grad von der Senkrechten nicht übersteigen darf. Es muss also zwischen 60 und 90 Grad zum Boden stehen.
- Abstand zum Boden: Die Unterkante des Kennzeichens muss mindestens 30 cm über dem Boden sein. Ein Kennzeichen muss bei belastetem Fahrzeug min. 300 mm mit der Unterkante von der Fahrbahn entfernt sein, jedoch mit der Oberkante nicht mehr als 1200 mm.
- Beleuchtung: Eine Kennzeichenbeleuchtung ist vorgeschrieben und muss das Nummernschild ausreichend ausleuchten. Das Motorradkennzeichen muss auf 20 m erkennbar sein.
- Reflektor: Es muss ein Reflektor angebracht sein. Genau wie Reflektor pflicht ist.
Spezifische Anforderungen und Empfehlungen
Viele Fahrzeughalter:innen wollen die Wahl ihres Autokennzeichens nicht dem Zufall überlassen - sie versuchen daher, sich vorab ein bestimmtes Kennzeichen zu reservieren. Doch was das Wunschkennzeichen angeht, müssen Autofahrende einige Vorgaben beachten. So kann bereits eine falsche Kennzeichengröße dazu führen, dass dein Fahrzeug keine Zulassung erhält. Daher solltest du unbedingt darauf achten, wo du dein Kennzeichen anfertigen lässt. Hier ist es empfehlenswert, eine professionelle Firma zu wählen, die dir garantiert, dass das Kennzeichen allen gängigen Vorschriften entspricht. Darüber hinaus ist es sinnvoll, wenn du dich ebenfalls mit den gesetzlichen Regelungen auseinandersetzt.
Tipps für den Umbau
- Vorab informieren: Am besten vor dem Umbau zu DEKRA. Wer plant, ein Motorrad umzubauen, dem sei geraten, diese Pläne vorab mit einem DEKRA Prüfer zu besprechen. Mit dem Rat vom Prüfingenieur ist man einfach auf der sicheren Seite, spart sich unter Umständen manche spätere Enttäuschung sowie Zeit und Geld.
- ABE und E-Prüfzeichen: Am einfachsten ist es, wenn die Komponente über eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder eine KBA-Nummer (für Kraftfahrt-Bundesamt) verfügt, denn dann wurde sie schon geprüft. Vergleichbar ist ein E-Prüfzeichen, das eine entsprechende Prüfung auf europäischer Ebene bescheinigt. Ein TÜV-Besuch ist dann nicht erforderlich.
- Vorbesprechung vor Einzelabnahme: Bei größeren Umbauten kommt man an einer Einzelabnahme nicht vorbei: Um unnötigen Ärger zu vermeiden, empfiehlt es sich, Kontakt zu einem kompetenten, auf die Abnahme von Motorrädern spezialisierten Mitarbeiter bei den Prüfstellen (in Westdeutschland der TÜV, in Ostdeutschland die DEKRA) aufzunehmen und im Vorfeld bereits abzuklären, was möglich ist und was man besser unterlassen sollte.
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