Eine gerissene Fahrradkette gehört zu den unangenehmen Erlebnissen beim Radfahren. Mit dem richtigen Werkzeug und etwas Geschicklichkeit kann eine gerissene Kette jedoch schnell repariert werden.
Ursachen für Kettenverschleiß und Kettenriss
Alle drei Kurbelumdrehungen läuft die Kette einmal komplett im Kreis. Wenn man bedenkt, wie viele Runden das im Jahr sind, kann man besser einschätzen, welche Belastungen und welche Bedeutung das mit sich bringt. Bei einer Leistung von 3000 Kilometern pro Jahr und einer Entfaltung von ungefähr vier Metern kommen wir auf eine Viertelmillion Kettenrunden.
Eine beeindruckende Zahl, selbst bei optimaler Schmierung und Reinigung. Mit täglichem Sand, Dreck, Regen und Salz im Winter kommen selbst qualitativ gute Ketten, Ritzel und Kettenblätter an ihre Grenzen. Die Herstellerangaben bezüglich dieser Teile und ihrer Haltbarkeit sind sehr unterschiedlich hinsichtlich der verschiedenen Qualitätsstufen. Zusätzlich macht die Breite der Kette einen großen Unterschied. Deshalb gibt es Unterschiede bei Singlespeed-Antrieben und solchen mit mehreren Ritzeln am Hinterrad.
Ein weiterer wichtiger Faktor, besonders für E-Bike-Fahrer, ist der Antriebsverschleiß. Heutige Motoren an E-Bikes erreichen ein Drehmoment zwischen 50 und 120 Nm. Wenn das Fahrrad immer mit voller Motorunterstützung und niedriger Trittfrequenz gefahren wird, ist der Kettenverschleiß entsprechend viel höher. Auch kann eine Kette bei starker Beanspruchung deutlich eher reißen als bei geringer Krafteinwirkung.
Weitere Ursachen für einen Kettenriss können sein:
- Überbelastung
- Abnutzung
- Falsches Schalten
- Zu viel Spannung
- Ein Produktionsfehler
- Beschädigung
Den Kettenverschleiß feststellen
Es gibt mehrere Möglichkeiten festzustellen, ob man die Verschleißteile des Antriebs, insbesondere die Kette, ersetzen sollte. Durch Abrieb der Kettenoberflächen und minimalste Verformungen zwischen Laschen und Bolzen dehnt sich jedes Glied um einen Hauch aus. Eine Messlehre erfasst die "Längung" von sieben Gliedern und zeigt den Verschleißzustand in Stufen an.
Ein simples aber effektives Werkzeug ist die Verschleißlehre. Die beiden hinteren Dorne werden zum Messen fest in die Kette gesteckt. Fällt der vordere zur Hälfte oder komplett in die Öse, ist die Kette fast oder komplett verschlissen.
Weitere Methoden zur Überprüfung des Kettenverschleißes:
- Nach Herstellerangaben: Es gibt eine klare Empfehlung für jedes Kettenmodell, an die man sich halten kann.
- Zupftest: Hinten das kleinste Ritzel auflegen, vorne das größte Kettenblatt, an dessen in Fahrtrichtung vorderstem Ende versuchen, die Kette Richtung Vorderrad wegzuziehen. Entsteht ein Spalt größer als ein Streichholzkopf, sollte die Kette runter.
Nicht zu empfehlen sind Millimeterangaben, die frische und verbrauchte Ketten zwischen den Nieten von insgesamt zehn Gliedern haben sollen. Theoretisch ist das genauso präzise wie die Messlehre, aber jeweils exakt die Mitte des Niets zu treffen ist praktisch nicht möglich.
Ein Kettenglied ist weltweit 0,5 Inch lang, das entspricht 12,7 mm. Die Unterschiede liegen einzig in ihrer Breite.
Rechtzeitige Kettenwartung: Sicherer und günstiger
Man könnte meinen, mit dem Tausch der Kette könne man warten, bis die Funktion wirklich spürbar durch den Ketten-Verschleiß leidet. Aber wem schon mal beim Treten die Kette gerissen ist, weiß einen zuverlässigen Antrieb sehr zu schätzen. Meistens geht dieser Worst Case mit einem Unfall einher, von dem Totalausfall des Antriebs mal ganz abgesehen. Rechtzeitige Wartung hat aber noch einen großen Vorteil: Bei einer “gelängten” Kette passen die Abstände der Glieder nicht mehr zu denen der Zahnräder. Dadurch reiben oder besser mahlen die Metallteile beim Umlauf hart aneinander. Der Verschleiß der Zahnräder steigt exponentiell.
Die Rechnung ist einfach: Lieber tauscht man doch eine Kette für 20 oder 30 Euro als die Ritzel für das Drei- oder Vierfache. Ein schlecht laufender Antrieb mit dreckiger oder verschlissener Kette kostet rund 20 Watt Tretleistung, für den Normalradler sind das 15 bis 20 Prozent seiner Power! Regelmäßiges Säubern und Schmieren der Kette verlängert deren Lebenszeit um das Vielfache. Lange Standzeiten im Regen dagegen beschleunigen den Ketten-Verschleiß. Akribisch gepflegt, halten Ketten auf Shimano-XT-Niveau schon mal 15.000 Kilometer statt der empfohlenen 2.000!
Ketten an Einfach-Schaltungen halten länger
Singlespeed-Ketten sind breiter und auch ohne dieses Maß an Zuwendung ziemlich robust. Ein gewisser Abrieb am Metall der Glieder beeinflusst weder den Schaltkomfort noch die Zugstabilität negativ. Auch dass solche Ketten bei großer Pedalkraft übers Zahnrad rutschen, kommt nur vor, wenn deren Spannung nicht ausreichend ist. Getauscht werden müssen die breiten Modelle erst bei einem Ketten-Verschleiß von einem Prozent oder wenn sie durch Dreck und Wetter steif geworden sind.
Tipp: In rostfreies Material investieren! Gerade weil Singlespeed-Ketten länger auf dem Rad bleiben und um die Wartungsfreundlichkeit des Antriebs zu erhalten, lohnt sich hier ein rostfreies Modell für 30 bis 40 Euro!
Bei Kettenschaltungen mit acht, neun oder zehn Ritzeln “darf” die Kette bis 0,75 Prozent verschleißen, also länger werden. Moderne Schaltungen mit elf oder zwölf Zahnrädern am Hinterrad arbeiten mit so wenig Toleranz, dass hier schon bei einem halben Prozent getauscht werden sollte, außerdem wären die ebenfalls schmalen Zahnräder nochmals teurer, wenn man zu lange wartet.
Shimano- und Sram-Produkte sind übrigens offiziell untereinander kompatibel, die Erfahrung zeigt aber, dass gerade bei Letzteren die hauseigenen Ketten am besten funktionieren. KMC oder Connex zum Beispiel liefern hervorragende Qualität, sie müssen nur Shimano-/Sram-kompatibel etikettiert sein.
So funktioniert der Fahrradketten-Tausch
Ab Werk bekommt ein Rad meist eine endlose Kette, es gibt also keine Stelle, die zum Öffnen vorgesehen ist. Um das zu tun, muss man irgendeinen der Bolzen mit dem Kettennieter wie mit einer Schraubzwinge aus der Kette herausdrücken. Achtung: Liegt der neuen Kette kein Verschlussstück oder ein neuer Bolzen bei, den Niet nicht ganz herausdrücken!
Nach dem Entfernen der alten Kette ist übrigens ein sehr guter Zeitpunkt, alle Zahnräder gründlich mit einer Bürste und idealerweise einem Kettenreiniger zu säubern, auch die vom Schaltwerk. Wenn klar ist, dass die Kette entsorgt werden soll, kann man sie natürlich auch mit einem Bolzenschneider öffnen. Die alte Kette vor dem Wegwerfen aber erst als Blaupause für die Länge der neuen nutzen. Neue Ketten sind nämlich fast immer etwas zu lang. Die überschüssigen Glieder müssen - ebenfalls durch Herausdrücken des Nietstifts - entfernt werden, spätestens jetzt braucht man das entsprechende Werkzeug.
Das passende Werkzeug: Soll ein Kettenschloss verwendet werden, müssen zwei Innenlaschenglieder übrig bleiben, also die schmaleren Teile der Kette. Soll der Verschluss mittels Niet beziehungsweise Bolzen geschehen, je ein Paar Innenlaschen und ein Paar Außenlaschen.
Bevor man die Ketten endgültig verschließt, sollte man die Länge testen. Ein superpraktisches Tool dazu kann man sich leicht selbst aus etwas festerem Draht bauen, dessen Enden man umbiegt und so provisorisch die Kette schließt. Um die korrekte Länge der Kette zu testen, muss sie über die jeweils kleinsten Zahnräder des Antriebs laufen, also am Hinterrad ganz nach rechts und am Tretlager - falls es mehrere gibt, aufs linke Kettenblatt. Der Kettenspanner des Schaltwerks sollte nun etwa waagerecht stehen und die Kette nicht durchhängen, sondern schon unter Spannung stehen. Hängt sie durch, müssen zwei oder vier Glieder mehr raus. Zeigt das Schaltwerk bereits deutlich nach unten, probiert man es lieber noch mal mit zwei Gliedern mehr.
Achtung: Ist die neue Kette nach dem Wechsel zu lang, lässt sie sich in manchen Gängen nicht mehr spannen und fällt von der Kurbel.
Kettenverschluss
Es gibt viele Wege beziehungsweise Produkte, eine Kette wieder zu verschließen. Das macht es etwas unübersichtlich. Die Auswahl der Verschlussteile zeigt einen neuen Kettenniet mit Einführhilfe, die nach dem Eindrücken mit einem Kettennietdrücker einfach abgebrochen wird. Daneben sieht man ein Kettenschloss, bei dem eine der Außenlaschen abnehmbar ist. Die beiden Stifte an der festen Lasche werden durch die Enden der neuen Kette geschoben, die einzelne Lasche wird aufgesetzt und der silberne Sicherungsschieber von vorne über die Stiftenden geschoben, bis er einrastet.
Die Stifte passen genau in die verbreiterte Aussparung des Gegenstücks, durch Zug auf der Kette ziehen sich die Stifte in den schmaleren Teil der Ösen und rasten ein. Zum Öffnen müssen die Enden des Verschlussglieds zueinander gedrückt werden, bis die Bolzen sich aus der Arretierung lösen und an der breiteren Stelle der Öffnung herausnehmbar sind.
Das hintere Teilstück wird in die Kettenenden eingeschoben, die „freie“ Außenlasche passt nur auf beziehungsweise über die Stiftenden, wenn man die Kette zur offenen Seite hin krümmt. Sitzen beide Löcher auf den Einkerbungen der Bolzenenden und lässt man die Kette wieder los, reicht das tatsächlich, um einen festen Sitz zu gewährleisten.
Den meisten Ketten liegt übrigens ein Verschlussstück bei, man kann sie aber auch separat für durchschnittlich einen Euro kaufen.
Was passiert nach dem Tausch der Kette?
Fahrer der meisten Nabenschaltungen und Getriebe müssen dran denken, nach der Kettenmontage deren Spannung wieder herzustellen. Dazu muss im Allgemeinen das Hinterrad wieder etwas weiter hinten im Ausfallende fixiert werden. Ab Werk kommen Ketten schon mit Schmierung. Wurden die Ritzel nicht mit getauscht, kann das Laufgeräusch der Kette auf den ersten Kilometern etwas rau sein, das gibt sich aber. Die entfernten, überzähligen Glieder heben sich einige Radler auf, um eine optische Referenz zum Zustand ihrer Kette zu haben.
Werkzeug für den Kettenwechsel
- Kettennieter
- Kettenschlosszange
- Kettenschloss oder Nietstift
- Neue Kette
- Kettenmesslehre (optional)
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Alte Kette entfernen und die neue Kette montieren
Wenn du deine alte Fahrradkette entfernen möchtest, stelle deine Gangschaltung hierfür hinten auf das kleinste Ritzel und vorne auf das kleinste Kettenblatt. So hat die Kette so wenig Spannung wie möglich. Es gibt auch die Möglichkeit, die Kette komplett vom vorderen Kettenblatt zu nehmen.
Schritt 1: Alte Kette öffnen & ausbauen
- Mit Kettenschloss: Öffne die Kette an einem Kettenschloss. An der Stelle des Kettenbolzens befindet sich eine weitere Aussparung, so dass der Bolzen verschoben werden kann. Die Aussparung des Gegenstücks ist also um einen Stift versetzt. Um dieses zu öffnen, legst du die Kettenschlosszange an den zwei Stiften an und klemmst damit das Kettenschloss ein. Drücke anschließend das Kettenschloss zusammen, bis dieses aufspringt und du die beiden Teile auseinandernehmen kannst. Die Kette ist nun geöffnet.
- Mit Nietstift: Sofern du die Kette nicht wieder verwendest, kannst du die Kette mit einer Kneifzange oder einem Seitenschneider öffnen. Hierbei legst du eines der Kettenglieder in den Kettennieter, sodass der Bolzen des Kettennieters parallel zu dem Nietstift im Kettenglied liegt. Drehe nun vorsichtig den Bolzen auf den Nietstift, bis sich Druck aufbaut und der Stift mit einem Knacken aus dem Kettenglied geschoben wird. Drehe anschließend weiter, bis der Stift komplett aus dem Kettenglied entfernt ist und die Kette auseinander geht.
Schritt 2: Kettenlänge bestimmen
Damit die Kette in jedem Gang die richtige Spannung hat, ist es wichtig, dass du die optimale Länge der Kette bestimmst. Hierfür kannst du die Anzahl der Glieder der alten Kette zählen, oder du berechnest die Länge über eine bestimmte Formel.
- Variante 1: Zähle die Kettenglieder oder lege die alte Kette neben die neue Kette.
- Variante 2: Fahrradkette kürzen und richtige Kettenlänge berechnen
- Variante 3: Kette komplett einfädeln und auf das kleinste Kettenblatt vorne und das kleinste Ritzel hinten legen. Kette unten zusammenführen und spannen, so das mindesten ein oder zwei Glieder sich überlappen. Sofern diese Glieder nicht aufeinanderpassen, muss ein weiteres Kettenglied abgezogen werden.
Achte darauf, dass die Kette immer eine gerade Zahl an Kettengliedern hat, sofern du einen Nietstift verwendest, damit ein innenliegendes Glied auf ein außenliegendes trifft. Bei einem Kettenschloss ersetzt das Schloss ein außenliegendes Glied. Daher müssen zwei innenliegende Glieder aufeinandertreffen und ein Kettenglied mehr abgezogen werden, da das Kettenschloss ein äußeres Kettenglied ersetzt.
Schritt 3: Kette kürzen
Nachdem du die richtige Kettenlänge bestimmt hast, kannst du die Kette kürzen. Spanne das markierte Ketteglied in den Kettennieter Drehe den Bolzen auf den Stift, bis ein Knacken zu hören ist. Schraube den Bolzen des Kettennieters bis der Nietstift komplett entfernt ist.
Schritt 4: Neue Kette montieren / einbauen
Führe die neue Kette mit der Schrift zu dir zeigend hinten über die Umlenkröllchen. Achte dabei darauf, dass die Kette richtig durch den Schaltarm läuft und nicht an den Führungsstäbchen hängen bleibt. Anschließend führst du die Kette zurück um das kleinste Ritzel.
Schritt 5: Kette mit Kettenschloss oder Nietstift verschließen
- Kette mit Kettenschloss verschließen: Setze die eine Hälfte des Schlosses mit dem gekennzeichneten Pfeil in Bewegungsrichtung der Kette mit der Schrift zu dir zeigend. Der Stift der einen Hälfte des Kettenschlosses wird in das eine innenliegende Glied der offenen Kette gehängt und die andere Hälfte spiegelverkehrt mit dem Stift an das andere innenliegende Kettenglied gesteckt. Anschließend werden die beiden Hälften ineinander gehakt. Trete die Pedale einmal fest, während du die Hinterradbremse ziehst. Das Kettenschloss sollte mit einem Klacken einrasten.
- Kette mit Nietstift verschließen: Verbinde das innere Kettenglied mit dem äußeren Kettenglied mit dem spitzen Verbindungsnietstift. Lege anschließend das Kettenglied in den Kettennieter ein. Dreh nun mit dem Bolzen den Nietstift in das Kettenglied, bis ein Widerstand zu spüren ist. Arbeite dich jetzt langsam weiter und stelle sicher, dass du den Stift nicht zu weit drehst. Überprüfe dabei, ob der Stift noch übersteht oder ob dieser auf gleicher Höhe mit den anderen Stiften ist. Sitz der Führungsstift perfekt, kannst du den überstehenden Führungsstift mit einer Zange abbrechen.
Tipp: Die meisten neuen Ketten kommen mit einem Kettenschloss, auch Quicklink bei Shimano genannt. Sollte kein Ketteschloss dabei sein kannst du diese separat kaufen, achte hierbei drauf, dass dieses genau auf deine Kette und deinen Antrieb passt. Beispiel: Für eine 11-fach Kette von Shimano brauchst du ein 11-fach Kettenschloss von Shimano.
Wie reparierst du deine gerissene Fahrradkette unterwegs?
Wenn dir unterwegs die Kette reißt und kein Fahrradladen in der Nähe ist, musst du die Kette selbst reparieren, damit du weiterfahren kannst. Dazu brauchst du einen Kettennieter und etwas Fingerspitzengefühl beim Öffnen der Kettenglieder. Ein Kettenschloss macht das anschließende Verschließen der Kette deutlich einfacher und sicherer.
Tipp: So kannst du ohne Kettennieter den Nietstift entfernen: Solltest du keinen Kettennieter dabeihaben, kannst du bei dem nächsten Haus oder Werkstatt nach einem Hammer, Nagel und Brett fragen, um den Stift des defekten Gliedes zu entfernen. Schlage ein Loch in das Brett und platziere den zu entfernenden Stift des defekten Kettengliedes genau über dem Loch. Schlage den Stift mit dem Nagel aus dem Kettenglied. Der Nagel muss entsprechend durch das Loch der Kettenglieder passen.
Schritte zur Reparatur unterwegs:
- Entfernen des defekten Kettengliedes: Entferne das defekte Glied und achte darauf, dass die Kettenglieder am Ende wieder richtig aufeinanderpassen.
- Ketten richtig einfädeln und die richtige Laufrichtung bestimmen: Fädel anschließend die Kette wieder richtig ein. Achte dabei auf die Laufrichtung. Sofern nur eine Seite beschriftet ist, muss diese zu dir zeigen.
- Kettenschloss anlegen oder alten Nietstift verwenden: Die Kette sollte zwei innenliegende Glieder haben, die aufeinandertreffen, da das Kettenschloss ein äußeres Glied ist. Zum Verschließen des Kettenschlosses gehe wie oben beschrieben vor.
- Kettenglied mit Nietstift oder Kettenschloss mobilisieren: Biege die beiden neu verbundenen Kettenglieder entgegen der Beugerichtung hin und her, sofern die Kettenglieder sich vorher nur schwer bewegen lassen haben.
Kosten einer Fahrradkette / E-Bike-Kette
Der Preis einer Fahrradkette liegt bei den meisten Antrieben zwischen 10 und 40 Euro für die meisten Antriebe. Es gibt aber auch Ketten, die bis zu 90 Euro kosten. Diese sind aber nur für entsprechende Antriebe und bei maximaler Performance sinnvoll. Eine neue Kette zum richtigen Zeitpunkt zu wechseln, spart also Geld.
Anzeichen für eine abgenutzte oder defekte Fahrradkette
- Die Kette springt beim Schalten nicht mehr richtig rüber auf das nächste Ritzel
- Die Kette vibriert beim Treten
- Laute Knackgeräusche beim Treten
Wie finde ich die richtige Kette?
Es gibt drei wichtige Merkmale, auf die du achten solltest, damit du die richtige Kette kaufst:
- Beachte den Hersteller deiner Gangschaltung (Shimano und SRAM sind nicht kompatibel).
- Die Anzahl der Ritzel deiner Kassette (Zahnräder am Hinterrad) ist entscheidend beim Kauf der passenden Fahrradkette.
- Die Anzahl der Glieder der neuen Kette muss gleich oder größer als die der alten Kette sein.
Zusammenfassung der empfohlenen Intervalle für den Kettenwechsel am E-Bike / Fahrrad
Der Zeitpunkt, wann du deine Fahrradkette wechseln solltest, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Generell lässt sich sagen:
| Fahrradtyp | Empfohlene Kilometer bis zur Überprüfung |
|---|---|
| Fahrräder (hauptsächlich Straße) | 1500 - 2000 km |
| Mountainbikes / E-MTBs | 500 km |
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