Die Motorradkette ist ein oft vernachlässigtes Bauteil. Dabei ist die Kettenpflege unerlässlich für die Sicherheit und die Lebensdauer der Kette und Antriebskomponenten. Eine gut gepflegte Kette sorgt für die Übertragung der Motorleistung auf das Hinterrad. Eine schlecht gewartete Kette kann reißen oder überspringen, was zu einem plötzlichen Verlust der Antriebskraft führen kann.
Warum ist Kettenpflege wichtig?
- Sicherheit: Eine defekte Kette kann zu einem Kontrollverlust über das Motorrad führen.
- Leistung: Eine verschlissene Kette beeinträchtigt die Gesamtleistung des Motorrads.
- Schäden vermeiden: Eine gerissene Kette kann schwerwiegende Schäden am Fahrzeug verursachen.
Um diese Gefahren zu minimieren, sollte die Kettenpflege zu einem festen Bestandteil deiner Motorradwartungsroutine gehören. Werden Motorrad-Ketten nicht regelmäßig gepflegt, können sie reißen.
Wartungsintervalle
Wie oft eine Kette beim Motorrad gepflegt werden muss, ist von extrem vielen Faktoren abhängig. So ist es zum Beispiel nicht unerheblich, ob du nur bei Schönwetter oder auch im Regen fährst. Auch der Untergrund spielt eine Rolle. Offroadfahrer sollten ihre Kette öfter warten, als reine Straßenfahrer. Zudem ist die Wahl des Schmiermittels maßgeblich für den Wartungsintervall verantwortlich. Ganz allgemein kann man von einem gesunden Wartungsintervall von 250-500 Kilometern ausgehen.
Reinigung der Motorradkette
Zunächst legst du den Leerlauf ein, damit sich das Hinterrad frei drehen lässt. Anschließend sprühst du die Kette mit einem Kettenreiniger ein, drehe dabei das Hinterrad um alle Kettenglieder zu erwischen. Nach einer kurzen Einwirkzeit, kannst du nun mit der Kettenbürste die Kette säubern. Versuche die Kette in verschiedenen Positionen aufzusetzen, um auch in alle Winkel der Glieder zu gelangen.
Dies entfernt die letzten Rückstände und vor allem auch den Kettenreiniger, der die Anhaftung des Öls oder Schmierfetts später verhindert. Im Idealfall lässt du die Kette nach der Reinigung noch ca. Ggf.
Schmierung der Motorradkette
Nachdem du deine Kette gründlich gereinigt und getrocknet hast, geht es an das Schmieren. Trage dazu Kettenöl oder Kettenfett gleichmäßig auf. Es geht hier nicht darum, die Kette seitlich einzusprühen, sondern die Rollen, Verbinder und O- bzw. Drehe dazu das Hinterrad, damit du die Kette quasi permanent durchdrehst.
Beginne nun gleichmäßig Kettenfett auf die Rollen und Verbinder aufzutragen. Führe diese Schritt an der linken und rechten Seite der Kette aus. Nach dem Auftragen des Kettenfetts solltest du im Idealfall ca. 24 Stunden warten, damit dieses aushärten kann und die bestmögliche Haftung auf der Kette erzielt. In der Regel sind die meisten Kettensprays aber schon nach rund 1-2 Stunden einsatzbereit.
Kettensprays im Test
Auf dieser Seite finden Sie die besten Motorrad-Kettensprays aus Tests und Erfahrungsberichten, die wir unabhängig für Sie recherchiert haben. Hier ist eine Zusammenfassung einiger getesteter Kettensprays:
Testsieger: S100 Weißes Kettenspray 2.0
- Anbieter: Dr. O. K. Wack
- Füllmenge: 400 ml
- Anwendung: Perfekt dosierbar, kaum Vernebelung, sehr gute Sichtbarkeit, sehr gute Bedienungsanleitung, sehr gute Materialverträglichkeit
- Fazit: Überragende Schmierleistung, befriedigendes Abschleuderverhalten, ausreichend geringe Anschmutzung, sehr guter Korrosionsschutz, sehr gutes Kriechvermögen - Testsieg!
- MOTORRAD-Bewertung: Sehr gut
Kauftipp: Louis Dry Lube Kettenspray, ehem. Procycle
- Anbieter: Louis
- Füllmenge: 400 ml
- Anwendung: Gut dosierbar, praxisgerechter Sprühstrahl, kaum Vernebelung, geringe Sichtbarkeit, gute Bedienungsanleitung; schlechte Materialverträglichkeit (ABS)
- Fazit: Sehr gute Schmierleistung, sehr gutes Abschleuderverhalten, geringe Anschmutzung, mäßiger Korrosionsschutz, sehr gutes Kriechvermögen - Preis-Leistung top, klarer Kauftipp!
- MOTORRAD-Bewertung: Sehr gut
Weitere Kettensprays im Test:
- S100 Dry Lube Kettenspray (MOTORRAD-Bewertung: Sehr gut)
- Castrol Chain Spray O-R (MOTORRAD-Bewertung: Gut)
- Louis Weißes Kettenspray, ehem. Procycle (MOTORRAD-Bewertung: Gut)
- Racing Dynamite Weißes Kettenspray (MOTORRAD-Bewertung: Gut)
- Racing Dynamic Dry Lube Kettenspray (MOTORRAD-Bewertung: Gut)
- WD-40 Specialist Motorbike Kettenspray (MOTORRAD-Bewertung: Gut)
- Caramba Motorrad Ketten-Spray weiß (MOTORRAD-Bewertung: Gut)
- Liqui Moly Kettenspray Weiß (MOTORRAD-Bewertung: Gut)
- Motul Chain Lube Road+ C2+ (MOTORRAD-Bewertung: Befriedigend)
- PDL Profi Dry Lube (MOTORRAD-Bewertung: Befriedigend)
- Motorex Chain Lube Road Strong (MOTORRAD-Bewertung: Befriedigend)
Fettig oder fettfrei?
Es gibt einen Glaubenskrieg in Sachen Kettenschmierung. Die pragmatische Fraktion griff bislang zu fetthaltigen Sprays, während Ketten-Ästheten auf "trockene" Kettensprays schwören. Mittlerweile haben Dry-Lube-Kettensprays in Sachen Schmierleistung und Verschleißschutz gewaltig aufgeholt.
Pflegetipps für die Motorradkette
Technikaffine Geizhälse bevorzugen eine andere Pflegetechnik. Und die beginnt mit der Kettenreinigung, einer je nach Einsatzbedingungen spätestens alle 3.000 bis 5.000 Kilometer anstehenden Arbeit. Dabei sollte möglichst keine Chemiekeule wie zum Beispiel Bremsenreiniger zum Einsatz kommen, denn darauf reagieren manche O- oder X-Ringe allergisch. Also besser Kettenreiniger verwenden.
Beim Reinigen auch unter die Ritzelabdeckung und hinters Kettenrad schauen, denn da sammelt sich besonders gern Schmutz, und in Verbindung mit (fetthaltigem) Kettenspray bilden sich dort eindrucksvolle Altfettklumpen. Wer von "fett" auf "trocken" umstellen möchte, sollte das Thema Reinigung ganz besonders ernst nehmen. Nur eine zuvor völlig entfettete, gereinigte Motorradkette sorgt dafür, dass die DryLube-Produkte ihre Stärken wirklich ausspielen können.
Beim eigentlichen Schmieren geht es dann darum, die richtigen Stellen zu treffen: Das Kettenspray gehört hauptsächlich auf die Innenseite der Kette, also auf den Teil, der Ritzel und Kettenrad direkt zugewandt ist. Zwei Durchläufe sollten es beim Einsprühen schon sein. Die Außenseite kann dann zum Schluss noch eine eher oberflächliche Sprayrunde spendiert bekommen, muss es aber nicht unbedingt. Viel wichtiger: Nicht sofort losfahren; denn das Kettenspray sollte minimal 30 Minuten ablüften. Ansonsten droht frühzeitiges Abschleudern.
Spezielle Kettensprays
Es gibt verschiedene Arten von Kettensprays für unterschiedliche Anforderungen:
- Offroad-Kettensprays: Robuster und bieten verbesserten Verschleißschutz.
- Weiße Kettensprays: Bessere Sichtbarkeit auf der Kette.
- Trockene Kettensprays: Ziehen weniger Schmutz an.
Beliebte Marken
Zu den beliebtesten Marken für Motorrad Kettensprays gehören MOTUL, Dr. Wack, HKS Czech Extrem, WD-40 und LIQUI MOLY.
Ein Motorrad Kettenspray ist ein unverzichtbares Produkt für die Wartung und Pflege der Motorradkette. Es schützt nicht nur vor Verschleiß und Korrosion, sondern sorgt auch für eine reibungslose Leistung des Antriebssystems.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Wahl des richtigen Kettensprays und die regelmäßige Pflege der Kette entscheidend für die Sicherheit, Leistung und Lebensdauer Ihres Motorrads sind.
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