Damit das Motorrad zuverlässig bei jedem Wetter fährt, sind Kettensprays oder Kettenöle notwendig. Auch die Kette eines Motorrads benötigt regelmäßige Pflege. Ein Kettenspray oder Kettenöl sorgt für einwandfreie Funktion und beugt Verschleiß und Korrosion vor.
Die Antriebskette eines Motorrades oder Leichtkraftrades muss viel aushalten. Bis zu 200 Nm reißen an der Kette des Motorrads. Vor allem muss sie die Antriebskraft des Motors vom Getriebe ans Hinterrad liefern. Nicht nur bei trockener Straße, sondern auch bei Regen, Kälte und manchmal Schnee oder Frost. Dafür muss die Kette einwandfrei funktionieren.
Damit die vielen kleinen Glieder geschmeidig über die Ritzel laufen, müssen sie geschmiert werden. Ein Kettenspray hilft dabei und verringert Verschleiß und Korrosion. Gleichzeitig muss ein Kettenspray gut haften, damit es nicht auf umliegende Teile wie Bremsen, Felgen, Verkleidung des Motorrades oder Kleidung der Motorradfahrer:innen geschleudert wird.
Wofür wird Kettenspray benötigt?
Jede mechanische Kette, ganz gleich, ob für ein Fahrrad, Moped, Leichtkraftrad oder Motorrad, benötigt regelmäßig Zuwendung. Neben dem Nachspannen nach einiger Zeit, zählt dazu auch die Pflege mit dem Kettenspray oder Kettenöl. Das Öl im Spray dringt tief in die Zwischenräume der Kettenglieder ein und schmiert die beweglichen Teile.
Damit läuft die Kette gleichmäßig und geschmeidig über die Ritzel und springt nicht. Gleichzeitig pflegt das Kettenspray die Kette und verhindert Korrosion und schützt vor Spritzwasser. Ein gutes Kettenspray oder Öl haftet dabei stark an den Kettengliedern und spritzt nicht durch die schnelle Rotation von der Kette ab. Sollten Felgen oder Karosserie doch einmal in Mitleidenschaft gezogen werden, helfen Entfetter oder Motorradreiniger.
Vor dem Einfetten Kette reinigen
Vor der Anwendung des Kettenöls oder Kettensprays sollte nach Angaben der Hersteller der Antrieb des Motorrades gereinigt werden. Statt Benzin oder Petroleum hilft spezieller Kettenreiniger wie von Nigrin, die Kette von Schmutz, Sand und alten Fetten zu befreien. Erst nach der Pflege mit dem Kettenreiniger können und sollten Motorradfahrer:innen die Schmierung an den Gliedern wieder aufbauen - als Korrosionsschutz und Schmiermittel für die Glieder.
Die besten Kettensprays für Motorräder im Vergleich
Über den Preis spricht man einmal, über die Qualität immer. Der Handwerks-Spruch passt auch besonders bei Sprays für Ketten. Billige Motorrad-Sprays von eher unbekannten Herstellern schützen die Kette häufig nur kurze Zeit, dann muss die Spraydose wieder in die Hand genommen werden. Ein gutes Kettenspray eines renommierten Herstellers hingegen pflegt alle Sorten von Ketten, egal, ob mit oder ohne O-Ring.
Es dringt zwischen die Glieder, schützt vor Korrosion und haftet lange. Wichtig ist auch, dass die Fette schmutzabweisend sind. Spezielle Polymere-Verbindungen haben den Vorteil, dass sie die Kettenfette geschmeidig machen und dadurch die innere Reibung reduzieren - wichtig für einen möglichst geringen Reibungs- und damit Leistungsverlust.
Empfohlene Kettensprays:
- Dr. Wack S100 Dry Lube Kettenspray 400ml: Das Motorrad-Kettenspray S100 von Dr. Wack zählt mittlerweile zu den Klassikern unter den Ketten-Pflegeprodukten.
- Dr. Wack - S100 weißes Kettenspray: Für weniger Reibung sorgt auch die weiße Flüssigkeit S100 weißes Kettenspray von Dr. Wack Chemie. Die Pflege durch das Motorrad-Kettenspray S100 besticht durch eine hohe Abwaschbeständigkeit selbst bei Regenfahrten sowie eine sehr hohe Haftung an den Gliedern.
- Motul 103008 C2+Chain Lube Road Plus: Motul stellt hochwertige Schmierstoffe für viele Bereiche her. Das Motul Chain Lube Road Plus Kettenspray in der 400-ml-Flasche lässt sich einfach verarbeiten und pflegt die Kette über einen langen Zeitraum. Es eignet sich daher gut als Motorrad-Kettenspray für alle Maschinen.
- Caramba Kettenspray: Caramba bietet in der 300-ml-Flasche sein 646404 Kettenspray an. Der Spray schützt gut gegen Verschleiß, Längung und Korrosion und gilt als sehr abschleuderfest.
Was ist besser: Kettenöl oder Spray?
Ein Kettenöl schützt auch vor Korrosion und Verschleiß, bleibt aber selten lange an den Kettengliedern haften. Denn die Flüssigkeit kann durch die Rotation schneller abgeschleudert. Vorteil beim Spray: Es haftet je nach Fahrverhalten und Gelände besser an den Kettengliedern und kann dadurch bei hoher Belastung von Vorteil sein.
Der Nachteil des schnelleren Abschleuderns lässt sich allerdings mithilfe eines permanenten Schmiersystems ausgleichen. Dieses nutzt einen Vorratsbehälter, der mithilfe von Unterdruck oder elektrischer Ansteuerung durch eine Versorgungsleitung das Schmiermittel direkt richtig dosiert auf die Motorradkette tropfen lässt.
Alternative Schmiersysteme:
- Scottoiler micro-vSystem: Ein beliebtes Komplettpaket für die permanente Schmierung mit Kettenöl bietet das micro-vSystem von Scottoiler. Das System fasst 35 ml Öl und soll eine ausreichende Schmierung der Motorradkette über eine Strecke von 1200 km garantieren.
- Scottoiler Scottoil: Ebenfalls im Sortiment des Herstellers finden sich die passenden Motorradkettenöle.
- Cobrra Nemo 2: Eine Alternative stellt der Motorradkettenöler Cobrra Nemo 2 dar. Der 30 ml fassende Behälter soll für bis zu 5000 km die Schmierung der Kette sicherstellen.
Was bringt weißes Kettenfett?
Weißes Kettenfett wie das von Dr. Wack S100 sieht vor allem neutral aus. Je nach Produkt kann ein weißes Kettenfett auf Motorrad-Ketten deutlich besser haften und besser vor Korrosion schützen.
Wie oft muss man die Motorradkette schmieren?
Wie häufig Motorradfahrer:innen den Antrieb ihrer Maschine schmieren müssen, hängt stark vom Einsatz ab. Wer viel fährt, stark beschleunigt oder viel im Regen oder Schlamm unterwegs ist, sollte die Motorradkette regelmäßig reinigen und anschließend schmieren. Das kann wöchentlich nötig werden, meist reicht es jedoch einmal im Monat. Beim Kettenfett-Check kontrollieren Motorradfahrer:innen gleichzeitig die Länge der Kette. Hängt sie durch, muss man sie spannen. Wie das funktioniert, steht meist in der Bedienungsanleitung der Maschine.
Kettenspray Vergleichstest
Schmieren, pflegen, Verschleiß reduzieren. Im großen Labor- und Anwendertest treten 13 Motorrad-Kettensprays verschiedener Hersteller gegeneinander an. Welches Kettenspray holt sich den Sieg im Vergleichstest? Welche Arten von Schmiermitteln für Motorradketten gibt es überhaupt? Und worauf ist bei der Pflege der Motorradkette zu achten? Diese und weitere Fragen beantworten wir euch.
Ergebnisse des Kettenspray Vergleichstests:
| Platz | Produkt | Anbieter | Füllmenge | MOTORRAD-Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| 1 | S100 Weißes Kettenspray 2.0 | Dr. O. K. Wack | 400 ml | Sehr gut |
| 2 | Louis Dry Lube Kettenspray, ehem. Procycle (Kauftipp) | Louis | 400 ml | Sehr gut |
| 3 | S100 Dry Lube Kettenspray | Dr. O. K. Wack | 400 ml | Sehr gut |
| 4 | Castrol Chain Spray O-R | Castrol | 400 ml | Gut |
| 5 | Louis Weißes Kettenspray, ehem. Procycle | Louis | 300 ml | Gut |
| 6 | Racing Dynamite Weißes Kettenspray | Polo | 400 ml | Gut |
| 7 | Racing Dynamic Dry Lube Kettenspray | Polo | 400 ml | Gut |
| 8 | WD-40 Specialist Motorbike Kettenspray | WD-40 Company | 400 ml | Gut |
| 9 | Caramba Motorrad Ketten-Spray weiß | Caramba | 300 ml | Gut |
| 10 | Liqui Moly Kettenspray Weiß | Liqui Moly | 400 ml | Gut |
| 11 | Motul Chain Lube Road+ C2+ | Motul | 400 ml | Befriedigend |
| 12 | PDL Profi Dry Lube | Profi-Products | 400 ml | Befriedigend |
| 13 | Motorex Chain Lube Road Strong | Motorex | 500 ml | Befriedigend |
Fetthaltig oder fettfreies Motorrad-Kettenspray?
Für einige Zeitgenossen aber doch. Und so herrscht nun schon seit vielen Jahren ein gewisser Glaubenskrieg in Sachen Kettenschmierung. Gutes Aussehen ist nicht alles. Die eher pragmatisch, also technikorientierte Fraktion griff bislang zu fetthaltigen Sprays. Durch abgeschleudertes Schmiermittel vollgeferkelte Felgen und Schwingen? Ekelige Fettklumpen, die sich bei etwas nachlässiger Pflege zum Dauerschmodder hinter Ritzelabdeckung und Kettenrad entwickeln? Der Fett-Fraktion völlig egal; denn gutes Schmiervermögen, bestmöglicher Korrosionsschutz, möglichst lange Pflege-Intervalle und ordentliche Sichtbarkeit beim Aufsprühen gingen den Fetties über alles. Dass sie damit wohl ziemlich richtig lagen, bestätigte der letzte MOTORRAD-Kettenspraytest: Fett lag eindeutig vorn, fettfrei hatte damals nicht den Hauch einer Chance.
Wie gut sind Dry-Lube-Kettensprays?
Und trotzdem schworen einige Ketten-Ästheten weiterhin auf "trockene" Kettensprays, neudeutsch "Dry Lube". Und so erweiterten die Hersteller ihr Kettenspray-Programm um Dry-Lube-Produkte. Die haben offensichtlich nur noch wenig mit den technisch doch arg hinterherhinkenden Produkten von 2010 zu tun. Wie kommt’s? Zum einen hat sich in Sachen Rohstoff-Angebot eine Menge getan. Zum anderen haben aber wohl viele Chemiker eine Menge Hirnschmalz investiert, um neue Rezepturen zu entwickeln, die es schaffen, die zum Teil gegensätzlichen Anforderungen unter einen Hut zu bringen - der Marktdruck hat es möglich gemacht.
Besonders bei der Schmierleistung, und dabei insbesondere beim Verschleißschutz, haben die Dry-Lube-Kettensprays gewaltig auf- und ihre fettigen Mitbewerber teilweise sogar überholt. Das war 2010 nahezu undenkbar.
Testsieger ist fettiges Kettenspray
Doch zaubern können auch die cleversten Weißkittel nicht. Um nämlich die Zusammensetzung besonders gut schmierender Dry-Lube-Kettensprays zu stabilisieren, kommen in einigen Rezepturen keine "klassischen" Kohlenwasserstoffe als Lösemittelmatrix zum Einsatz. Eine alternativ gewählte polare Lösemittelbasis verhilft dem Mittel zwar zu besagten Schmierleistungs-Bestleistungen, verträgt sich aber leider nicht mit ABS-Kunststoff. Theoretisch (und im Laborversuch) kann das zu Spannungsrissen führen.
Für die Praxis gibt es aber Entwarnung: Unlackiertes ABS kommt am Motorrad praktisch nicht vor, da besagte Plaste im "Rohzustand" nicht UV-stabil ist. Dieser Sachverhalt zeigt aber exemplarisch, wo für Kettenspray-Entwickler die Herausforderungen liegen. Für den Kunden liegt die Sache etwas einfacher: Wer partout den technisch besten Testteilnehmer will, greift weiterhin zum fettigen Testsieger. Wer aber auf Dry Lube steht, wird mittlerweile ebenfalls "sehr gut" bedient.
Pflegetipps für die Motorradkette
Sie lackieren gern Rost und tapezieren mit Vorliebe Staub? Kein Problem, dann muss Sie das Thema Kettenreinigung auch nicht weiter belasten. Kleistern Sie weiterhin fleißig Kettenspray auf die bereits vorhandene Dreckkruste. Das Schmiermittel hat dann zwar wenig Chance, dorthin zu gelangen, wo es benötigt wird; und Schmutz ist auch ein denkbar ungeeigneter Haftgrund. Aber irgendjemand muss ja schließlich für florierende Umsätze bei Kettensatz-Herstellern sorgen.
Technikaffine Geizhälse bevorzugen allerdings eine etwas andere Pflegetechnik. Und die beginnt mit der Kettenreinigung, einer je nach Einsatzbedingungen spätestens alle 3.000 bis 5.000 Kilometer anstehenden Arbeit. Dabei sollte möglichst keine Chemiekeule wie zum Beispiel Bremsenreiniger zum Einsatz kommen, denn darauf reagieren manche O- oder X-Ringe allergisch: Sie quellen auf, verspröden gegebenenfalls, und das läuft ihrer abdichtenden Funktion zuwider. Also besser Kettenreiniger verwenden (16 Kettenreiniger im Vergleich). Fast alle Kettenspray-Anbieter haben solchen für sehr überschaubares Geld im Programm.
Beim Reinigen auch unter die Ritzelabdeckung und hinters Kettenrad schauen, denn da sammelt sich besonders gern Schmutz, und in Verbindung mit (fetthaltigem) Kettenspray bilden sich dort eindrucksvolle Altfettklumpen. Wer von "fett" auf "trocken" umstellen möchte, sollte das Thema Reinigung ganz besonders ernst nehmen. Nur eine zuvor völlig entfettete, gereinigte Motorradkette sorgt dafür, dass die DryLube-Produkte ihre Stärken wirklich ausspielen können.
Beim eigentlichen Schmieren geht es dann darum, die richtigen Stellen zu treffen: Das Kettenspray gehört hauptsächlich auf die Innenseite der Kette, also auf den Teil, der Ritzel und Kettenrad direkt zugewandt ist. Zwei Durchläufe sollten es beim Einsprühen schon sein. Die Außenseite kann dann zum Schluss noch eine eher oberflächliche Sprayrunde spendiert bekommen, muss es aber nicht unbedingt. Viel wichtiger: Nicht sofort losfahren; denn das Kettenspray sollte minimal 30 Minuten ablüften. Ansonsten droht frühzeitiges Abschleudern.
Kettenpflege Motorrad
Die Motorradkette ist ein Bauteil, das oftmals vernachlässigt wird. Ehrlich gesagt nervt die Kettenpflege auch ein wenig, da es eben keine saubere Sache ist. Trotzdem solltest du die Kettenreinigung und das Ölen bzw. Schmieren der Kette in keinem Fall vernachlässigen. Dies verspricht eine deutlich längere Lebensdauer der Kette und Antriebskomponenten und spart am Ende Geld oder verhindert sogar Schäden am Fahrzeug selbst. Wie oft eine Kette beim Motorrad gepflegt werden muss, ist von extrem vielen Faktoren abhängig.
So ist es zum Beispiel nicht unerheblich, ob du nur bei Schönwetter oder auch im Regen fährst. Nässe schadet dem Kettenöl bzw. Kettenfett und die Kette muss somit öfter gewartet werden. Auch der Untergrund spielt eine Rolle. Offroadfahrer sollten ihre Kette öfter warten, als reine Straßenfahrer. Zudem ist die Wahl des Schmiermittels maßgeblich für den Wartungsintervall verantwortlich. Neben diesen Faktoren spielt aber auch die Kettenbauart eine Rolle. Ganz allgemein kann man von einem gesunden Wartungsintervall von 250-500 Kilometern ausgehen. In einigen Handbüchern der Fahrzeuge ist aber auch von 1.000 Kilometern die Rede, was wir aber für deutlich zu lange halten.
Warum ist Kettenpflege wichtig?
Erstens ist eine gut gepflegte Kette für die Sicherheit unerlässlich. Die Kette ist ein wesentliches Element des Antriebssystems und sorgt für die Übertragung der Motorleistung auf das Hinterrad. Eine schlecht gewartete Kette kann reißen oder überspringen, was zu einem plötzlichen Verlust der Antriebskraft führen kann. Dies kann besonders gefährlich sein, wenn du gerade in einer Kurve fährst oder beschleunigst, da es zu einem Kontrollverlust über das Motorrad kommen kann. Außerdem ist es möglich, dass die gerissene Kette schwerwiegende Schäden am Fahrzeug hervorruft (z.B. Darüber hinaus kann eine verschlissene Kette die Gesamtleistung des Motorrads beeinträchtigen.
Ein weiteres Risiko besteht darin, dass eine schlecht gepflegte Kette Schmutz, Staub und Ablagerungen ansammeln kann. Um diese Gefahren zu minimieren, sollte die Kettenpflege zu einem festen Bestandteil deiner Motorradwartungsroutine gehören.
Wie reinigt und schmiert man die Kette richtig?
Zunächst legst du den Leerlauf ein, damit sich das Hinterrad frei drehen lässt. Anschließend sprühst du die Kette mit einem Kettenreiniger ein, drehe dabei das Hinterrad um alle Kettenglieder zu erwischen. Nach einer kurzen Einwirkzeit, kannst du nun mit der Kettenbürste die Kette säubern. Versuche die Kette in verschiedenen Positionen aufzusetzen, um auch in alle Winkel der Glieder zu gelangen.
Dies entfernt die letzten Rückstände und vor allem auch den Kettenreiniger, der die Anhaftung des Öls oder Schmierfetts später verhindert. Im Idealfall lässt du die Kette nach der Reinigung noch ca. Ggf. Nachdem du deine Kette gründlich gereinigt und getrocknet hast, geht es an das Schmieren. Trage dazu Kettenöl oder Kettenfett gleichmäßig auf. Es geht hier nicht darum, die Kette seitlich einzusprühen, sondern die Rollen, Verbinder und O- bzw. Drehe dazu das Hinterrad, damit du die Kette quasi permanent durchdrehst. Beginne nun gleichmäßig Kettenfett auf die Rollen und Verbinder aufzutragen. Führe diese Schritt an der linken und rechten Seite der Kette aus.
Nach dem Auftragen des Kettenfetts solltest du im Idealfall ca. 24 Stunden warten, damit dieses aushärten kann und die bestmögliche Haftung auf der Kette erzielt. In der Regel sind die meisten Kettensprays aber schon nach rund 1-2 Stunden einsatzbereit. Wer ein Scott Oiler Kettenschmiersystem* verbaut hat, kann sich die Arbeit übrigens sparen.
Empfohlene Kettenschmiermittel von Motorex:
- Chainlube Racing: Bietet sich nicht nur für den Rennstreckeneinsatz an, sondern ist auch für alle Straßenfahrer bestens geeignet. Das Racing Kettenspray hat den großen Vorteil, dass es sehr gut aushärtet und somit nicht abschleudert.
- Road Strong: Ist weißer Kettenschmierstoff, ähnlich dem altbekannten S100 Produkt. Die speziell für die Straße entwickelte Mixtur hinterlässt einen zuverlässigen und lang anhaftenden Schmierfilm, der auch bei Nässe gut schützt.
- Offroad Kettenspray: Verfügt über exzellente Kriecheigenschaften. Dadurch kann es tief in die Kette eindringen und Schmutz und Wasser verdrängen. Das Chainlube Offroad geht eher in Richtung Öl und eignet sich aus unserer Sicht nicht wirklich gut für den Straßeneinsatz. Außerdem ist die Haltbarkeit des Offroad Sprays nur beschränkt, was regelmäßiges Nachschmieren notwendig macht.
- Adventure Chainlube: Ist ein spezieller Kettenschmierstoff, der sowohl im Alltag als auch auf längeren Touren mit zahlreichen Vorteilen überzeugt. Der weiße Kettenschmierstoff glänzt abseits befestigter Strassen durch seine wasserfesten und staubabweisenden Eigenschaften. Gleichzeitig riskiert er aber keine Kompromisse bei der Tourentauglichkeit, da durch die spezielle Formulierung eine maximale Haftkraft erzielt wird.
- S100 Dry Lube Kettenspray: Ist am besten mit Haarspray zu vergleichen. Es haftet an, trocknet fest und bildet einen hauchdünnen Schutz- und Schmierfilm. Da Spray ist vollkommen abschleuderfrei und eine sehr saubere Sache. Ablagerungen, Fettpakete und Schmutz in der Kettenabdeckung gehören hiermit der Vergangenheit an. So sehr uns das Spray in diesen Punkten auch überzeugen konnte, hat es leider auch einige Nachteile. So hält es nicht besonders lange und die Schmierschicht ist bereits nach wenigen hundert Kilometern aufzufrischen.
Kriterien für ein gutes Kettenspray
Kettensprays sollten folgende Kriterien erfüllen: Sie schmieren die Kette und sorgen dafür, dass die Reibung zwischen Kette und Kettenrad minimiert wird. Dadurch schützt das Kettenspray die Kette vor Verschleiß. Neben dem Verschleißschutz sollte ein Kettenspray auch vor Korrosion schützen, gut haften, Schmutz abweisen und leicht anwendbar sein.
Neben den „normalen“ Kettensprays mit gewöhnlichen ölhaltigen Schmiermitteln gibt es seit geraumer Zeit eine Trockenschmierung, die sogenannten Dry-Lube-Kettensprays. Das Besondere daran ist, dass die Umgebung rund um die Kette sauber bleibt, da keine kleinen Teilchen abgeschleudert werden. So kann sich später kein Dreck festsetzen.
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