Kettler Fahrradergometer im Test: Finden Sie den perfekten Heimtrainer

Wer fit bleiben will, braucht neben Ehrgeiz auch das richtige Trainingsgerät, um sein Fitnesslevel zu verbessern und gesund zu bleiben. Fahrrad-Ergometer und Fahrrad-Heimtrainer sind Fitnessgeräte, die aufgrund ihrer Bauart einem Fahrrad und zum Teil auch einem Liegerad ähneln. So sitzt der Sportler auf einem Sattel, hat die Hände am Lenker und tritt in die Pedale. Anstatt des Hinterrades wird eine Schwungscheibe angetrieben, welche über eine Bremse verfügt. Die Masse des Schwungrades bestimmt maßgeblich den Rundlauf. Die Bremswirkung, also den Widerstand, den der Sportler zu überwinden hat, kann mit einem Display oder einem Drehrad eingestellt und verändert werden. Die Bremse selbst ist meist eine Magnet- oder Wirbelstrombremse beziehungsweise eine elektrische oder konventionelle Backenbremse. Ergometer besitzen zusätzlich noch Pulssensoren oder lassen sich mit einem Pulsmessgurt koppeln.

Ein Ergometer muss laut der Norm EN 957-1/5, Unterklasse A, über eine Anzeige mit der erbrachten Leistung in Watt verfügen und der einstellbare Wattbereich muss mindestens um 250 Watt veränderbar sein.

Heimtrainer vs. Ergometer: Was ist der Unterschied?

Um gleich zu Beginn eine wichtige Frage zu klären: Ein Heimtrainer und ein Ergometer sind klar voneinander zu unterscheiden und nach Europäischer Norm voneinander getrennt.

Kettler Fahrradergometer: Eine Übersicht

Das deutsche Unternehmen Kettler hat bereits seit Jahrzehnten hochwertige Fahrradergometer auf dem Markt und ermöglicht es Sportlerinnen und Sportlern sowie Gelegenheitsradlern, sich in den eigenen vier Wänden fit zu halten. Wer über den Erwerb eines Kettler Fahrradergometers nachdenkt, sollte wissen, dass es mehrere Klassen und andere Merkmale gibt, auf die man achten muss. Je nach Anforderungsprofil können die Anschaffungskosten für ein solches Gerät erheblich auseinandergehen.

Merkmale und Funktionen

Grundsätzlich lassen sich Fahrradergometer in drei Kategorien einteilen - so natürlich auch die Modelle von Kettler. Das Traditionsunternehmen aus Nordrhein-Westfalen hat Speedbikes und Liege-Ergometer im Portfolio. Die größte Gruppe bilden jedoch die klassischen Fahrradergometer. Während professionelle Radfahrer Speedbikes für das anspruchsvolle Indoor-Leistungs-Training nutzen, werden Liege- oder Sitz-Ergometer dank des leichten Einstiegs und einer bequemen Rückenlehne vor allem von Senioren oder Verletzten in der Rehabilitation verwendet. Wer das Herz-Kreislauf-System trainieren möchte, schaut sich nach einem gewöhnlichen Ergometer um.

Im Gegensatz zum Jogging schont das Training auf einem Ergometer die Gelenke. Vor allem schwere Kunden können also ihre Ausdauer auf einem Fahrradergometer optimieren. Aber auch Einsteiger oder Fortgeschrittene kommen als potenzielle Nutzer in Frage. Der Widerstand lässt sich bei einem Ergometer nämlich elektronisch verstellen. Bei einem einfachen Heimtrainer ist dies nicht der Fall. So gibt es Fahrradergometer von Kettler für unterschiedliche Könnerstufen.

Um die Herzfrequenz im Auge zu behalten, haben die meisten Ergometer integrierte Pulssensoren in den Griffen. Für eine genauere Herzfrequenzmessung werden jedoch Brustgurte empfohlen. Wer einen Brustgurt nutzen möchte, sollte sicherstellen, dass der Computer des Ergometers über einen entsprechenden Sensor verfügt.

Ein weiteres wichtiges Merkmal von Fahrradergometern ist das Gewicht. Aber nicht das Gewicht des Gerätes, sondern besonders die Schwungmasse sowie die maximal zulässige Gewichtsbelastung sind zu beachten. Je höher die Schwungmasse, desto geschmeidiger fällt der Rundlauf aus und somit ist auch die Trainingswirkung effizienter. Außerdem haben Modelle mit einer hohen Schwungmasse ein leiseres Betriebsgeräusch und können problemlos während dem Fernsehen benutzt werden.

Kettler Ergometer im Detail

Suchst du allerdings nach einem passenden Kettler Ergometer für zu Hause, stehst du vor der Qual der Wahl. Kettler setzt bei der Tour-Familie auf eine große Bandbreite an unterschiedlichen Ausstattungen.

Kettler Tour Serie

Die Tour-Serie von Kettler ist der Versuch des Unternehmens, nach dem Aufkauf ein Comeback zu starten. Das war es bei weitem noch nicht mit dem Kettler-Namensdschungel. Was das Fahrgefühl betrifft, findest du bei der Tour-Familie absolute Kettler-Qualität. Kettler teilt seine Ergometer in vier Kategorien von Standard bis Premium Plus ein, die mich alle mit ihrem angenehmen Trainingsgefühl überzeugen.

Ein modernes Ergometer ohne Bordcomputer und Konnektivität ist so gut wie undenkbar. Das weiß auch Kettler und hat seiner Tour-Serie deshalb selbstredend einen Computer spendiert.

Insgesamt stelle ich wieder fest, dass Kettler nach wie vor für Qualität steht. Auf der Webseite findest du für jedes Gerät die entsprechenden Spezifikationen sowie eine Bedienungsanleitung. Bei anderen Händlern zeichnet sich allerdings ein gutes bis sehr gutes Bild ab. Insbesondere gefallen den Kunden die Leichtläufigkeit und die gute Verarbeitung.

Alle vier Modelle bieten dir eine gute Grundlage für ein solides Training.

Hier eine Übersicht der Kettler Tour Modelle:

Produktdaten Kettler Ergometer Tour 300 Kettler Ergometer Tour 400 Kettler Ergometer Tour 600 Kettler Ergometer Tour 800
Schwungmasse (kg) 8 6 10 10
Bremssystem Motorgesteuertes Magnetbremssystem Induktionsbremse Induktionsbremse Induktionsbremse
Sitz höhenverstellbar Ja Ja Ja Ja
Sitz horizontal verstellbar Ja Ja Ja Ja
Lenker verstellbar Ja Ja Ja Ja
Maximalgewicht Nutzung (kg) 130 130 150 150
Maße in cm 119 x 55 x 137 119 x 55 x 137 119 x 55 x 137 119 x 55 x 137
Gewicht Ergometer (kg) 34,8 38,5 45 46,5
Tablet-Halterung Ja Ja Ja Ja

Kettler Axos Cycle M

Wer ein einfaches, günstiges und dennoch stabiles Einstiegsgerät für das Ausdauertraining sucht, findet es in dem Kettler Heimtrainer Axos Cycle M. So sind hier keine zusätzlichen Features, wie Belastungsprogramme oder pulsgesteuertes Training integriert und das drehzahlabhängige Magnet-Bremssystem lässt kein therapeutisches Training zu. Auch die Auswahl zwischen 8 Schwierigkeitsstufen ist sehr knapp gehalten und über Drehknopf gelöst, anstatt über Tastendruck. Durch die wenigen Anzahl an Stufen lässt sich das Schwierigkeitslevel nicht besonders fein anpassen, wie es z.B. bei 16 oder 32 Stufen der Fall wäre.

Zwei hilfreiche Zusatz-Features besitzt der Kettler Heimtrainer Axos Cycle M dennoch: Die Anzeige der Pulsobergrenze durch ein optisches Warnsignal und die Möglichkeit der Erholungspulsmessung mit Fitnessnote. Um die Erholungspulsmessung zu starten, drückt man nach dem Training auf die RECOVERY-Taste am Computer und beginnt mit der Pulsmessung. Nach einer Minute erscheint im Display die Fitnessnote. Diese ergibt sich aus den gemessenen Anfangs- und Endpulswerten der Minute. Wird immer das gleiche Training wiederholt, kann anhand der Fitnessnote festgestellt werden, ob man sein Fitnesslevel gesteigert hat.

Der Puls wird allerdings lediglich mit den bereits integrierten Handpulssensoren gemessen und es wird kein Brustgurt zur drahtlosen Messung mitgeliefert.

Der Sitz ist sehr bequem und ergonomisch aufrecht. Wer mit dem Sattel des Heimtrainers Axos Cycle M nicht zufrieden ist, kann ihn gegen einen normalen Fahrradsattel austauschen. Positiv ist auch, dass der Sattel in der Höhe verstellbar ist, und zwar um insgesamt 30 cm. So finden Menschen mit einer Körpergröße zwischen ca. 1,6 Meter und 1,9 Meter eine gute Sitzposition auf dem Heimtrainer. Leider lässt sich der Sitz nicht in horizontaler Richtung, oder in der Neigung einstellen. Der neigungsverstellbare Lenker ermöglicht jedoch ein Individualisieren der Sitzpositionen.

Stabil und leise, mit einem angenehmen Rundtritt (trotz der 6 kg-leichten Schwungmasse) zeigt sich der Kettler Heimtrainer Axos Cycle M in unserem Test. Bei einem maximal zulässigen Gewicht von 110 kg hat uns die gute Stabilität des Heimtrainers positiv überrascht. Durch den Höhenausgleich wird sogar bei unebenen Böden eine gute Standsicherheit erreicht.

Diejenigen, die nicht so viel Platz zur Verfügung haben, werden sich ebenfalls über die platzsparenden Maße des Heimtrainers freuen (nur 86 cm Länge und 59 cm Breite). Dank der Stromversorgung mit Batterien kann der Kettler Axos Cycle M überall aufgestellt werden, d.h. auch dort wo es kein Stromnetz gibt.

Kettler Avior Serie

Der Heimtrainer Kettler AVIOR M ist in der unteren Preisklasse und der AVIOR P in der mittleren Preisklasse zu finden. Ich habe mich beim Test der beiden Heimtrainer fast schon gefragt, ob Kettler den AVIOR P absichtlich so viel besser gemacht hat. Natürlich sind beide Geräte aufgrund der unterschiedlichen Preisklassen nicht direkt vergleichbar. Ich kann dir aber schon vorab sagen, dass das AVIOR P aber mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis aufwartet.

Hier eine Übersicht der Kettler Avior Modelle:

Produktdaten Kettler Heimtrainer Avior P Kettler Heimtrainer Avior M
Schwungmasse (kg) 9 6
Bremssystem Motorgesteuertes Magnetbremssystem Manuelles Magnetbremssystem
Sitz höhenverstellbar Ja Ja
Sitz horizontal verstellbar Ja Nein
Lenker verstellbar Ja Ja
Maximalgewicht Nutzung (kg) 110 130
Maße in cm 90 x 60 x 146 80 x 40 x 144
Gewicht Heimtrainer (kg) 34 34
Trainingsprogramme 16 8

Kettler Hoi Ride+ Stone

Das HOI Ride+ Stone ist ein Ergometer der deutschen Marke Kettler. Der Hersteller gibt zwar an, dass das Gerät nur bis zu 130 Kilogramm belastbar ist, doch in unserem Test zeigte sich das Ergometer stabil, vergleichbar mit Wettbewerbsprodukten, die eine höhere Belastungsgrenze bieten. Aufgrund seiner kompakten Bauweise empfehlen wir es jedoch weniger für große Personen.

Für die Pulsmessung sind keine Kontaktsensoren vorhanden, aber das Gerät lässt sich problemlos mit einem Brustgurt oder anderen Wearables verbinden. Zudem ist der Ergometer mit gängigen Fitness-Apps kompatibel, und die Halterung für Smartphones und Tablets ist gut durchdacht.

Die Verarbeitungsqualität des Ergometers ist hoch, allerdings könnte die Montageanleitung verbessert werden, um den Aufbau zu erleichtern. In unserem Test hat der Bordcomputer leider nicht überzeugt; das Menü ist unübersichtlich, und um zwischen den Programmen zu wechseln, muss ständig der "Reset"-Knopf gedrückt werden. Die Trittfrequenz wird leider nicht angezeigt.

Mit einer Schwungmasse von acht Kilogramm sind die Bewegungen jedoch angenehm ruhig und gleichmäßig.

Weitere Empfehlungen für Fahrradergometer

Wir haben insgesamt 32 Heimtrainer und Ergometer auf Herz und Nieren getestet.

Skandika Morpheus

Das Skandika Morpheus hat im Test insgesamt am meisten überzeugt. Es ist einfach aufzubauen, wirkt sehr hochwertig und kommt mit vernünftigem Werkzeug. Als einziges Ergometer im Test ist es mit einem Brustgurt für die Pulsmessung ausgestattet. Das Fahrradergometer lässt sich gut auf kleine wie auch auf große Personen einstellen, wodurch ein bequemes Training für alle ermöglicht wird. Das Display und die Bedienbarkeit sind übersichtlich und einfach. Auch der Rundlauf überzeugt - nur bei höherer Watt-Zahl und gleichzeitig niederen Trittfrequenzen wirkt der Rundlauf etwas hakelig.

Mit dem Morpheus bekommt man ein vollwertiges Trainingsgerät mit gutem Rundlauf und großem Einstellbereich. Wie die meisten Ergometer im Test kommt das Morpheus zwar vorinstalliert bei uns an, muss aber noch final zusammengebaut werden. Hierfür ist im Lieferumfang alles Nötige enthalten. Lediglich die Aufbauanleitung fällt hier etwas kurz aus, der Aufbau ist jedoch selbsterklärend und geht schnell. Das Eigengewicht des Ergometers beträgt ca. 36 Kilogramm, wobei die Schwungmasse mit 12 Kilogramm zu Buche schlägt. Das hohe Gewicht verspricht einen stabilen Stand und die hohe Schwungmasse einen guten Rundlauf. Dennoch lässt sich das Ergometer dank der integrierten Rollen leicht an den gewünschten Standort rollen.

Insgesamt wirkt das Ergometer sehr massiv und stabil, nur bei genauem Hinsehen kann man kleine Mängel in der Lackierung der Verkleidung erkennen. Positiv ist, dass am Morpheus neben dem mitgelieferten Sattel auch jeder andere Fahrradsattel montiert werden kann. So kann der Sportler seinen eigenen, gewohnten Sattel verwenden. Ein weiteres Plus ist der große Verstellbereich. So lässt sich der Lenker sowie auch der Sattel in der Neigung verstellen. Der Abstand Lenker zu Sattel lässt sich ebenfalls einstellen, wie auch die Sattelhöhe, und das sogar um bis zu 30 cm.

Die Bedienung des Ergometers ist sehr verständlich. Mit Hilfe der Tasten kann zwischen 24 Programmen gewählt werden. Hier hat der Sportler die Wahl zwischen dem manuellen Programm beim Schnellstart sowie zwischen zwölf voreingestellten Programmen für Kraft-, Ausdauer- und Intervalltraining. Mit der UP- und DOWN-Taste kann hier jeweils der Widerstand verändert werden. Hier stehen dem Sportler insgesamt 32 Widerstandslevel zur Verfügung. Weiter können bis zu vier selbst erstellte Profile gespeichert werden. Zusätzlich gibt es noch Programme, die eine Pulsmessung erfordern - dementsprechend kann man eine Zielherzfrequenz eintragen. Ein weiteres Programm hält die Watt-Zahl stets konstant, selbst bei Reduzierung der Geschwindigkeit. Alle nötigen Informationen werden während des Trainings auf dem übersichtlichen und gut ablesbaren Display auf einen Blick angezeigt.

Das Fahrgefühl auf dem Fahrradergometer hat uns im Test ebenfalls überzeugt. Das Morpheus kommt zwar nicht an den Rundlauf des Bluefin Fitness Tour 5.0 heran, dieser ist jedoch bis zu einer Watt-Zahl von ca. 200 Watt vergleichbar. Erst bei höheren Werten wird der Rundlauf etwas hakelig. Bei höheren Trittfrequenzen um die 70 bis 80 Umdrehungen wird der Rundlauf jedoch wieder besser. Alternativ lässt sich der Ergometer auch mit der DelighTech Fitness App steuern, die man auf der Webseite appfit.biz finden kann.

Letztlich überzeugt das Skandika Morpheus in unserem Test und im Gesamtpaket ist es das aus den getesteten Ergometern für uns das Beste.

Hammer Cardio XT6 BT

Das Hammer Cardio XT6 BT ist mit das hochwertigste Ergometer im Test. Die Verarbeitung ist einwandfrei, und das Gerät sieht dank der mattschwarzen Lackierung sehr schick aus. Der Aufbau ist einfach und die Bedingungen sind kinderleicht. So kann über ein Drehrad der Widerstand in 16 Stufen verstellt und die zwölf Trainingsprogramme gewählt werden. Der Einstellbereich der Sitzposition ist groß und auch für größere Personen geeignet. Das Trainieren macht ebenfalls viel Freude.

Doch zunächst der Aufbau. Dieser geht wirklich schnell und ist von jedem zu bewerkstelligen. Bereits beim Aufbau merkt man, wie hochwertig das Ergometer ist. Von allen getesteten Fahrradergometern hinterlässt es mit den besten Eindruck in dieser Hinsicht. Auch die mattschwarze Lackierung trägt dazu bei. Das Cardio XT6 lässt sich sehr gut an die jeweilige Person anpassen. Schön ist hier ebenfalls, dass der mitgelieferte Sattel gegen einen eigenen getauscht werden kann. Der Sattel ist zusätzlich noch in der Vertikalen stufenlos verschiebbar. Schön ist der tiefe Einstieg, was das Aufsitzen für verletzte oder ältere Personen erleichtert.

Auch das Display wirkt sehr hochwertig. So stehen dem Sportler alle nötigen Informationen zur Verfügung. Zwölf Trainingsprogramme stehen zur Verfügung, die zum Teil optisch unterhalb des Displays angedeutet sind. Der Widerstand ist in 16 Stufen unterteilt, wobei hier ein Bereich von 10 bis 350 Watt abgedeckt wird. Die Wahl der Programme bzw. des Widerstandes erfolgt mittels des mittig angebrachten Drehrades. Zudem verfügt das Ergometer über einen Recovery und Bodyfat-Modus.

Das Fahrgefühl ist dank der 8 Kilogramm schweren Schwungmasse angenehm und der Rundlauf ordentlich. Auch lässt sich ein Tablet oder Smartphone mit dem Gerät koppeln und Apps wie BitGym oder iConsole sorgen für Abwechslung.

Insgesamt ist das Hammer ein durchdachtes, leises und gut verarbeitetes Ergometer mit tiefem Einstieg für einen bequemen Aufsitz. Dem Testsieger kann es aber nicht ganz das Wasser reichen und verpasst den Testsieg nur sehr knapp.

Schwinn 590U

Das Schwinn 590U ist ein semiprofessionelles Ergometer mit elektromagnetischem Bremssystem für den täglichen und intensiven Trainingsgebrauch. Es bietet viele nützliche Details, besitzt einen guten Rundlauf und lässt sich optimal an die eigene Größe anpassen, wodurch auch sehr große Personen auf dem Gerät Platz finden. Uns hat das 590U bis auf wenige Details gut gefallen, wodurch es sich einen Platz unter unseren Empfehlungen sichert.

Da das Schwinn-Ergometer bereits aufgebaut bei uns angeliefert wurde, können wir zur Montage keine Bewertung abgeben. Insgesamt macht das Trainingsgerät einen soliden und qualitativ hochwertigen Eindruck. Zu bemängeln sind höchstens das etwas lockere Verkleidungselement zwischen Sattelstange und Lenkerstange sowie die Sattelstütze, die bei hoher Einstellung etwas wackelt.

Das Ergometer kann optimal auf die eigene Größe angepasst werden. So lässt sich die Neigung des Lenkers und des Sattels sowie der Abstand zwischen Lenker und Sattel einstellen. Gut hat uns der Verstellmechanismus gefallen, auch während des Trainings kann die Sitzhöhe mit nur einem Handgriff verändert werden.

Das Training mit dem Schwinn 590U gestaltet sich generell sehr angenehm. Die Bedienung des großen Displays ist sehr einfach und intuitiv, ein Blick in die Bedienungsanleitung ist nicht notwendig. Insgesamt stehen dem Trainierenden 12 vorinstallierte Trainingsprogramme und 25 Widerstandsstufen zur Verfügung. Praktisch finden wir, dass man mit zehn Tasten am Display direkt eine Widerstandsstufe auswählen kann und nicht wie wild auf den Pfeiltasten für die Einzelverstellung herumdrücken muss. So kann z. B. mit einem Knopfdruck von der schwersten auf die leichteste Stufe geschaltet werden.

Der Rundlauf des 590U ist gut und erst bei hohem Widerstand, etwa ab Stufe 21 von 25, verspürt man einen etwas unrunder werdenden Lauf. Ein kleiner Kritikpunkt sind die fehlenden Pulssensoren am Lenker. Über die integrierte Bluetooth-Schnittstelle lassen sich aber Pulsgurte mit dem Ergometer koppeln, was bei einem professionelleren Gerät und ernsthaftem Training sowieso meist Anwendung findet. Auch lassen sich per Bluetooth Fitness-Apps wie ZWIFT oder JRNY mit dem Gerät verwenden.

Am Ende bekommt man mit dem Schwinn 590U ein gutes und - wie der Hersteller verspricht - semi-professionelles Ergometer für regelmäßiges und intensives Training zu Hause.

Tunturi Cardio Fit E 30

Das Tunturi Cardio Fit E 30 ist ein einfaches, aber dennoch gut funktionierendes Fahrradergometer zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Rundlauf des Ergometers ist bis etwa zur 13. von insgesamt 16 Intensitätsstufen ordentlich und die Sitzposition kann gut an den Sportler angepasst werden. Gestört hat uns jedoch die verzögerte Widerstandsschaltung.

Der Aufbau des Ergometers geht auch dank der übersichtlichen Anleitung schnell und unkompliziert vonstatten. Die Qualität des Tunturi Cardio Fit ist gut, nur die Spaltmaße der Verkleidung sind etwas unregelmäßig. Insgesamt wirkt das Ergometer recht klein. Menschen um die 1,80 Meter finden noch Platz und können gut trainieren, für größere Menschen können wir es jedoch nur bedingt empfehlen.

Der Sattel des Ergometers lässt sich in der Höhe und in der Entfernung zum Lenker einstellen. Das Display ist zwar etwas klein geraten, dennoch lassen sich alle Informationen gut ablesen. Die Bedienung ist einfach, und der Sportler kann zwischen zwölf Programmen wählen, um sein Training abwechslungsreicher zu gestalten.

Das Training selbst mit dem Cardio Fit E30 ist recht gut. Der Rundlauf ist ordentlich und erst ab der 13. von insgesamt 16 Intensitätsstufen wird es zunehmend hakeliger. Etwas gestört hat uns, dass das Ergometer den Widerstand verzögert nach der Wahl der Stufe geschaltet hat, was gerade im manuellen Programm nervig war.

SportPlus SP-RB-9500-iE

Das SportPlus SP-RB-9500-iE ist ein gutes und relativ günstiges Liegeergometer. Auf dem Ergometer finden selbst Personen über 1,90 m bequem Platz. Das Training gestaltet sich problemlos und es kann zwischen sechs Programmen und 24 Intensitätsstufen gewählt werden. Der Rundlauf ist gut und die Sitzlängenverstellung durchdacht.

Der Aufbau des Ergometers ist dank der guten Anleitung einfach, dauert aber etwas länger. Ist es einmal aufgebaut und mit den integrierten Rollen in Position gebracht, kann auch schon mit dem Training begonnen werden. Dank der Rückenlehne sowie des breiten Sattels lässt es sich durchaus bequem sitzen. Besonders gut hat uns die Sitzlängenverstellung gefallen.

Bei den bisher getesteten Liegeergometern musste stets erst eine Schraube gelöst werden, bevor die Sitzlänge Stufenweise eingestellt werden konnte. Beim SportPlus ist das jedoch sehr elegant gelöst: Dank eines Hebels kann der Sitz einfach und stufenlos verstellt werden. Das lässt sich sogar problemlos während des Trainings bewerkstelligen.

Der Rundlauf des Ergometers ist gut, wird aber dennoch in höheren Intensitätsstufen etwas hakelig. Ein kleiner Minuspunkt ist das Display. Nach kurzer Eingewöhnungszeit ist die Bedienung einfach und es lässt sich aus insgesamt sechs Programmen und 24 Intensitätsstufen wählen. Leider ist das Display jedoch recht klein und die Informationen wie Puls oder Geschwindigkeit werden nur im Durchlauf angezeigt.

Das SportPlus SP-RB-9500-iE verfügt außerdem über eine Bluetooth-Schnittstelle und kann so zum Beispiel mit der kostenpflichtigen Kinomap-App genutzt werden.

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