KFZ Versicherung Moped Vergleich: So finden Sie die passende Versicherung

Sommer, Sonne, Fahrtwind: Spätestens seit Audrey Hepburn und Gregory Peck im Film „Ein Herz und eine Krone“ stilvoll mit einer Vespa durch Rom düsten, versprechen Roller, Mofas und Mopeds Leichtigkeit und sorgenlose Freiheit. Doch auch motorisierte Flitzer müssen haftpflichtversichert sein. Als Nachweis für die Versicherung dient die Fahrzeugplakette des Rollers.

Welche Versicherung braucht Ihr Roller?

  • Haftpflichtversicherung
  • Teilkaskoversicherung (optional)

Die Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung für jedes Fahrzeug. Die Haftpflicht übernimmt den gesetzlichen Schadenersatzanspruch eines Dritten, wenn der Schaden durch Gebrauch Ihres Fahrzeugs verursacht wurde. Die Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die Du anderen Menschen und deren Besitz zufügst - etwa, wenn Du jemanden bei einem Unfall verletzt oder einen Kratzer an einem Auto verursachst.

Die Teilkaskoversicherung

Bei neueren Rollern kann es sich lohnen, zusätzlich zur Haftpflicht eine Teilkaskoversicherung abzuschließen. Die Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt hingegen nicht, wenn der Roller gestohlen wird. Mit einer Teilkaskoversicherung versicherst Du Deinen Roller für solche Fälle. Eine Teilkasko greift aber nicht nur bei Diebstahl, sondern auch bei Wildunfall, Marderbiss oder Kabelkurzschluss.

Versicherungskennzeichen und Gültigkeit

Die Farbe des Schildes ändert sich jährlich. Ab März 2025 muss Dein Roller-Kennzeichen grün sein. Anders als die Kfz-Haftpflichtversicherung für Autos verlängert sich die Versicherung für Deinen Roller nicht automatisch. Du musst sie jedes Jahr neu abschließen. Noch bis Ende Februar eines jeden Jahres darfst Du mit der Plakette vom Vorjahr auf den Straßen fahren. Ab dem 1. März brauchst Du dann ein neues Versicherungskennzeichen - entweder aus Blech oder aus Folie.

Farbe Gültigkeitsjahre
Schwarz 2014, 2017, 2020, 2023, 2026, 2029
Blau 2015, 2018, 2021, 2024, 2027, 2030
Grün 2016, 2019, 2022, 2025, 2028, 2031

Versicherungsjahr: jeweils ab 1. März bis 28./29. Februar des Folgejahres

Welche Krafträder sind versicherungspflichtig?

Neben Motorroller, Mofa oder Moped brauchen auch E-Scooter und Segways einen Versicherungsschutz. Wer ohne Versicherungsschild durch die Straßen rollt, begeht zumindest eine Ordnungswidrigkeit und macht sich im Zweifel auch strafbar. Meist droht eine empfindliche Geldstrafe, in extremen Fällen aber auch bis zu einem Jahr Gefängnis. Solltest Du dann auch noch einen Unfall verursachen, musst Du die anfallenden Kosten samt Schadensersatzforderungen aus eigener Tasche zahlen. Und das kann schlimmstenfalls in die Millionen gehen.

Für folgende Fahrzeuge brauchst Du eine Versicherung und damit eine der Plaketten:

  • Klassisches Versicherungskennzeichen:
    • Mofas und Mopeds
    • Motorroller
    • Pedelecs, also Elektroräder mit Motorunterstützung und einer Geschwindigkeit von über 25 Kilometern pro Stunde
    • Quads und Trikes
    • Elektrorollstühle mit einer Höchstgeschwindigkeit über 6 Kilometern pro Stunde
    • Mini-Autos, sogenannte Leichtkraftfahrzeuge mit 45 Kilometern pro Stunde Höchstgeschwindigkeit
  • Kleineres Versicherungskennzeichen:
    • E-Scooter
    • Segways

Motorradversicherung für schnellere Maschinen

Motorroller mit einem Hubraum von 51 bis 125 Kubikzentimetern sind von der Kfz-Steuer befreit - genauso wie die etwas langsameren Modelle. Für die kleinen Motorräder reicht eine Roller-Haftpflicht allerdings nicht aus. Richtig versichert werden sie über die Motorradversicherung. Doch Achtung: Anders als die Mopedversicherung läuft die für Motorräder nicht jedes Jahr aus; der Versicherungsschutz besteht automatisch weiter. Wer wechseln will, muss rechtzeitig kündigen - und zwar mit einer einmonatigen Frist zur sogenannten Hauptfälligkeit.

Diebstahl von Rollern

Im Vergleich zu Autos und Motorrädern werden Mofas, aber auch Segways und E-Scooter, deutlich häufiger gestohlen. Laut Zahlen der Versicherungswirtschaft wurden im Jahr 2022 von 10.000 dieser Fahrzeuge 245 geklaut ‒ bei Pkw liegt die Diebstahlquote bei drei von 10.000 Fahrzeugen. In absoluten Zahlen waren das 6.900 kaskoversicherte Mofas, Segways und E-Roller, die geklaut wurden ‒ der Großteil davon E-Scooter.

Wie findet man die passende Versicherung?

Eine Rollerversicherung abzuschließen, ist nicht schwer. Die richtige zu finden, ist hingegen gar nicht so einfach. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter auf dem Markt, die mit günstigen Rollerversicherungen werben. Entscheidend ist aber nicht unbedingt der günstigste Preis. Vielmehr muss auch die Leistung stimmen. So bist Du auch bei schweren Unfällen ausreichend abgesichert.

Finanztip empfiehlt Dir einen Vertrag mit einer erhöhten Deckungssumme von 100 Millionen Euro je Schadensfall beziehungsweise 15 Millionen Euro je geschädigter Person. Deckt der Versicherer auch noch grobe Fahrlässigkeit ab oder bietet Dir einen verbesserten Schadenfreiheitsrabatt für Dein Auto an, ist das ein gutes Zusatzangebot.

Vergleich von Mopedversicherungen

Bevor Du eine Versicherung für Dein Moped oder Mofa abschließt, solltest Du die Angebote unbedingt miteinander vergleichen. Fündig wirst Du im Internet. Mit Vergleichsportalen wie Verbraucherforum-info, Nafi und Check24 kannst Du Dir einen ersten Überblick über die Anbieter am Markt verschaffen. Allerdings listen sie häufig nur einen Bruchteil der Unternehmen auf, die Versicherungen für Roller anbieten.

Kosten einer Rollerversicherung

Mopedversicherungen sind günstig. Mit einem Beitrag von 35 bis 70 Euro je Versicherungsjahr für die Haftpflicht solltest Du dennoch rechnen. Junge Fahrer zahlen häufig einen deutlich höheren Beitrag - einige Versicherer ziehen die Altersgrenze bei 23 Jahren, andere bei 25 Jahren. Je nach Anbieter kostet die Rollerversicherung dann zwischen 20 und 60 Euro mehr. Willst Du Dich zusätzlich gegen Diebstahl absichern und buchst eine Teilkasko dazu, wird die ebenfalls teurer.

Du bist eher ein Schön-Wetter-Fahrer und fährst Deinen Roller vor allem in den Sommermonaten? Dann kannst Du mit einem Saisonkennzeichen zusätzlich ein paar Euro sparen. Schließt Du den Vertrag im laufenden Versicherungsjahr ab, also nach dem Stichtag am 1. Der Versicherungsbeitrag verringert sich dann dementsprechend.

Wie schließt man eine Rollerversicherung ab?

Willst Du eine Versicherung abschließen, musst Du in die Betriebserlaubnis vom Hersteller des Rollers oder Mofas schauen. Hier findest Du die Fahrgestellnummer und das Baujahr. Anhand dieser Informationen stellt Dir der Versicherer einen Versicherungsschein aus.

Wenn Du den Vertrag in der Filiale einer Versicherung vor Ort abschließt, kannst Du die Plakette gleich mit nach Hause nehmen. Hast Du die Rollerversicherung hingegen online beantragt, erhältst Du das Kennzeichen binnen weniger Tage per Post. Das funktioniert aber nur, wenn Du dem Versicherer ein Lastschriftmandat erteilt hast. Falls Du das Kennzeichen direkt abholst, kannst Du auch bar zahlen.

Im Übrigen sollten Bastler nicht allzu sehr an ihrem Flitzer rumschrauben. Die Rollerhaftpflicht für Mofas, Mopeds und Co. bis 50 Kubikzentimeter ist immer nur für ein Versicherungsjahr gültig. Das Jahr beginnt regelmäßig am 1. März und endet am 28. oder 29. Februar des Folgejahres. Danach erlischt die Versicherung automatisch - das Gleiche gilt für die Teilkasko. Extra kündigen musst Du also nicht. Das ist besonders praktisch, wenn Du zu einer günstigeren Rollerversicherung wechseln möchtest. Denke daran, rechtzeitig Deinen Schutz zu erneuern. Dann fährst Du auch weiterhin legal über die Straßen.

Verkaufst Du Dein Moped, bevor das Versicherungsjahr endet, solltest Du das Deiner Versicherung am besten unverzüglich mitteilen. Sie erstattet Dir nämlich den zu viel gezahlten Beitrag. Alternativ lässt sich die Versicherung auch auf den neuen Rollerbesitzer umschreiben.

Zusätzliche Informationen

  • ADAC Moped-Versicherung: Die ADAC Moped-Versicherung gibt es ab 52,- € für Mopeds & Roller.
  • Geltungsbereich: Sie haben Versicherungsschutz in Europa sowie in den außereuropäischen Gebieten, die zum Geltungsbereich der Europäischen Union gehören.
  • Bestellung des Kennzeichens: Die Mopedkennzeichen können ab 3. Februar 2025 bequem online bestellt und unkompliziert per PayPal oder per Kreditkarte bezahlt werden. Aufgrund der starken Nachfrage zum Saisonstart kann es derzeit zu Verzögerungen von 3-4 Tagen kommen. Die bestellten Kennzeichen werden schnellstmöglich verschickt.

Nach Abschluss oder Erneuerung Ihrer Kfz-Haftpflicht erhalten Sie dann ein aktuelles Moped-Kennzeichen von Ihrem Versicherer. Bei der HUK-COBURG geht das ganz unkompliziert per Post oder auch persönlich bei Ihrem Ansprechpartner vor Ort. Nehmen Sie Ihren Versicherungsschein als Nachweis für bestehenden Versicherungsschutz wie gewohnt in Papierform oder im digitalen Format auf dem Smartphone mit. Die digitale Versicherungsbescheinigung können Sie einfach unter „Meine HUK” herunterladen. Und auch die anderen Fahrer profitieren von dem digitalen Nachweis, der bei einem Fahrerwechsel nicht erst umständlich weitergereicht werden muss.

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