Nichts ist für Eltern wichtiger als der Schutz und die Sicherheit ihres Sprösslings. Beim Fahrradfahren gehört daher ein Helm auf den Kopf, denn so lassen sich mögliche Kopfverletzungen bei einem Sturz vorbeugen. Auch wenn Babys selbst noch kein Rad fahren, sollten sie Mitfahrhelme tragen. Denn oftmals transportieren Eltern ihre Babys auf einem Fahrradsitz für Kinder, in einem Fahrradanhänger oder aber einem Lastenrad. Der Schutz auf dem Kopf darf hierbei nicht fehlen.
Warum ein Fahrradhelm für Kinder wichtig ist
Sobald man sich im Straßenverkehr bewegt, besteht schließlich ein gewisses Gefahrenpotenzial. Unser Gesetzgeber spricht daher eine Empfehlung für das Tragen von Helmen aus. Dennoch: Wir würden eine gesetzliche Regelung zur Helmpflicht bis einschließlich 12 Jahren mehr als begrüßen. Unser Nachbarland Österreich hat das bereits getan, da die Zahl der verletzten Kinder im Straßenverkehr in den letzten zehn Jahren stark gestiegen ist.
Sicherheitsaspekte
Fahrradhelme für Babys sollen im Ernstfall vor Verletzungen schützen. Umgekehrt kann der Helm jedoch auch selbst zur Gefahrenquelle werden, etwa dann, wenn er beim Spielen getragen wird.
Die richtige Passform finden
Bevor es mit Pack und Baby zur ersten Fahrradtour geht, sollten sich Eltern Gedanken um einen passenden Fahrradhelm machen. Denn nicht jeder Fahrradhelm passt zu jeder Kopfform. Im ersten Schritt gilt es, den Kopfumfang des Babys mit einem Maßband zu messen. Wenn kein passendes Maßband zur Verfügung steht, hilft auch eine Schnur und ein Lineal. Im zweiten Schritt werden dann die wichtigsten Einstellungen vorgenommen, sodass der Helm korrekt sitzt und weder in den Nacken noch auf die Stirn rutscht.
Da die Helmgröße lediglich eine gewisse Spanne angibt, sollte die genaue Größe eigenständig angepasst werden. Die meisten Fahrradhelme für Babys verfügen hierfür über ein Drehknopfsystem hinten am Helm. Sobald das Rad betätigt wird, weitet oder schließt sich die Halterung des Kopfrings im Inneren des Helms. Wichtig ist hierbei, dass der Helm weder zu eng noch zu locker sitzt.
Auch die Gurtbänder sowie der Kinnriemen müssen passend eingestellt werden. Die Gurtbänder sollten möglichst einen Fingerbreit unterhalb der Ohren liegen und ein Dreieck bilden. Der Kinnriemen verläuft unter dem Kiefer und sollte keinesfalls zu eng anliegen, damit er nicht stört. Und schließlich will man vermeiden, dass der Nachwuchs sich weigert, den Helm aufzusetzen.
Wichtige Sicherheitsstandards
Nur ein sicherer Helm ist ein guter Helm. Und schließlich ist Sicherheit der Grund, weshalb man sich überhaupt einen Helm auf den Kopf schnallt. Eltern sollten beim Kauf eines Fahrradhelms daher auf besondere Sicherheitsstandards achten. Diese sind in der Regel mit einem Prüfzeichen versehen. Bei Fahrradhelmen sollte der Normhinweis EN 1078 vorhanden sein.
Damit der Helm richtig sitzt, sollte er über Einstellungsmöglichkeiten verfügen. Die Einstellung der richtigen Größe spielt hierbei eine zentrale Rolle, da der Helm keinesfalls vom Kopf rutschen darf. Aber auch ein gewisser Komfort sollte gegeben sein. Der Kinnriemen etwa sollte möglichst weich, breit und hautfreundlich sein. Da der Kopf von Babys sehr empfindlich ist und auch die Nackenmuskulatur noch nicht ausreichend ausgeprägt ist, sollte man auf ein möglichst geringes Gewicht achten. Je jünger das Baby, desto leichter sollte der Fahrradhelm sein.
Wichtig ist ebenfalls eine ausreichende Beleuchtung, etwa durch Reflektoren oder LED-Lichtern, damit der Nachwuchs auch bei Dämmerung und im Dunkeln gut sichtbar ist. Zudem sollte der Kopfschutz über ein Belüftungssystem verfügen, damit das Baby bei hohen Temperaturen nicht ins Schwitzen gerät. Viele Fahrradhelme sind daher mit Lüftungsschlitzen versehen. Ein Nice-to-have, aber kein absolutes Muss, ist ein Insektenschutz.
Zu guter Letzt spielt auch das Design eine große Rolle. Je mehr es den Nachwuchs anspricht, desto eher wird der Helm auf dem Kopf akzeptiert. Übrigens raten wir vom Kauf eines gebrauchten Helms ab, selbst wenn dieser äußerlich keine sichtbaren Mängel aufweist.
Top-Modelle im Test
Hier werden einige getestete Modelle vorgestellt, die sich durch besondere Merkmale auszeichnen:
Abus Smiley 3.0 LED
Die sehr gute Verarbeitung, die unkomplizierte Handhabung und die besonderen Sicherheitsmerkmale machen den Abus Smiley 3.0 zum Testsieger. Der Abus Smiley 3.0 LED, erfüllt alle Voraussetzungen für einen sehr guten und sicheren Fahrradhelm für Babys. Wir sind nicht nur von dem - für unseren Geschmack - stilvollen Design sehr angetan, sondern vielmehr von der brillanten Handhabung und dem dank großer Lüftungsschlitze und weichen Innenpolsters hervorragenden Tragekomfort. Am Hinterkopf ist zudem ein dreistufig verstellbares Rücklicht integriert.
Besonders überzeugt der Abus Smiley 3.0 mit wertvollen Features: Die runde Helmform wurde mit seitlichem Schläfenschutz sowie einem heruntergezogenen Nackenbereich als Zusatzschutz erweitert. Und auch im Vorderbereich sorgt ein kurzes Visier für mehr Stirn- und Gesichtsschutz. Gut gefallen uns zudem die sehr großen Belüftungsöffnungen. Insgesamt zählen wir jeweils vier Luftein- und -auslässe. Übermäßiges Schwitzen wird mit diesem Helm garantiert verhindert. Ein weiterer Grund, weshalb sich der Abus Smiley 3.0 LED besonders gut als Mitfahrhelm für Babys oder Kleinkinder eignet, ist die flache Rückseite. Sie verhindert, dass der Helm beim Anlehnen als störend empfunden wird. Zudem verfügt der Helm über ein sehr wichtiges Ausstattungsmerkmal: eine Beleuchtung. Auf der Rückseite ist ein LED-Licht angebracht. Per Knopfdruck lässt sich hier zwischen rotem Dauerlicht und Blinklicht wählen. Wer möchte, kann das Rücklicht auch ganz unkompliziert abnehmen.
Uvex Oyo Style
Einzigartiges Design, kombiniert mit sehr guter Handhabung und cleveren Sicherheits-Features. Dieser Helm überzeugt auf voller Linie: Das fängt bereits beim überaus schönen Design an, wobei sich die runde Helmform des Uvex Oyo Style sehr gut auf den Kopf des Nachwuchses anpasst. Abgerundet wird der positive Gesamteindruck durch neun große Belüftungsöffnungen, eine zusätzliche Schutzerweiterung im Schläfenbereich sowie ein weiches Pad am Hinterkopf, das für zusätzlichen Schutz sorgt.
Das Design des von uns getesteten Modells ist ein regelrechter Hingucker: In saftig türkis-grüner Farbe mit gelb leuchtenden Monster-Motiven an beiden Seiten sowie gelben Halteriemen ist der Helm auch tagsüber im Straßenverkehr gut sichtbar. Außerdem merken wir schnell: Sicherheit steht für den Hersteller weit oben auf der Liste. Das zeigen die vielen zusätzlichen Sicherheitsmerkmale, wie etwa ein kleiner Schutzschild im Stirnbereich, seitliche Zusatzverlängerungen für mehr Schläfenschutz sowie ein weiches Pad am Hinterkopf, das ebenfalls für mehr Schutz sorgen soll.
Alpina Ximo Flash
Der Alpina Ximo Flash bietet mit einem tiefergezogenen Heck sowie einem flachen Hinterkopf mehr Schutz bei kleinen Köpfen. Der leichte Helm punktet außerdem mit einer unkomplizierten Größeneinstellung, wobei insbesondere das leicht greifbare Verstellrad hervorsticht, sowie einem integrierten Multi-Fit-Light auf der Rückseite.
Der Alpina Ximo Flash ist in mehreren einfarbigen Designs und auch solchen mit niedlichen Motiven erhältlich. Der farbenfrohe Helm hat allerdings auch einiges zu bieten: einen hervorragenden Komfort und wichtige Sicherheits-Features. Insgesamt elf Belüftungsöffnungen an der Außenschale sorgen für eine gute Luftzirkulation und beugen Hitzestau vor. Dank integrierter Insektennetze im vorderen Bereich kann sich auch keine lästige Biene in den Helm verirren.
Crivit (Lidl)
Bestens ausgestattet - trotz des kleinen Preises hat der Crivit einiges zu bieten. Der Crivit Kinder-Fahrradhelm von Lidl ist unsere Empfehlung für Eltern, die weniger Geld ausgeben möchten und bereit sind, auf die ein oder andere Funktion zu verzichten. Der Helm bietet fast alles, was auch hochpreisige Modelle versprechen: große Belüftungslöcher mit Insektenschutz, ein griffiges Verstellrad, Polsterung im Inneren und nicht zuletzt eine integrierte Beleuchtung.
Wir haben den Fahrradhelm im Haifisch-Motiv getestet. Mit knapp 17 Euro ist es der günstigste Fahrradhelm im Test. Der leichte Helm bietet insgesamt viele Ausstattungsmerkmale an, die bei dem ein oder anderen hochpreisigen Modell fehlen. Das fängt in allererster Linie bei der Beleuchtung an. Beim Crivit sorgt ein abnehmbares Rücklicht für mehr Sichtbarkeit bei Dunkelheit. Es gibt insgesamt drei Leuchtstufen: Dauerlicht, Blinkmodus, Lauflicht. Für noch mehr Sichtbarkeit wurden beim Helm zusätzliche Elemente angebracht: Reflektierende Fäden wurden in die Halteriemen eingearbeitet, und an der Vorder- und Rückseite finden sich reflektierende Aufkleber.
Smarthelme: Mehr als nur Schutz
Insbesondere für Stadtradler, E-Biker und Digital Natives werden Fahrradhelme heute auch mit Elektronik vollgepackt. Ein Smarthelm findet seine Zielgruppe, vor allem, wenn man damit beim Radeln telefonieren oder der Sprachnavigation folgen kann, ohne die Hände vom Lenker zu nehmen. Sicherheitsorientierte Radfahrer freuen sich über helle LED-Lichter, die zusätzlich eine Blink- und Bremslichtfunktion haben können. Allerdings lassen sich alle diese Funktionen nur anwenden, wenn die Akkus geladen sind. Und das muss je nach Nutzungsintensität täglich erfolgen.
Nachteile von Smarthelmen
Allerdings lassen sich alle diese Funktionen nur anwenden, wenn die Akkus geladen sind. Und das muss je nach Nutzungsintensität täglich erfolgen. Außerdem haben technische Innovationen nicht nur positive Aspekte. Die Überfrachtung mit Elektronik am Kopf kann gerade in puncto Sicherheit leider auch ins Gegenteil umschlagen. Nicht nur der ADFC befürchtet, dass insbesondere im Stadtverkehr das Telefonieren und eine Musikberieselung den Radfahrer zu sehr ablenken und dadurch die Unfallgefahr zunimmt. Außerdem würden sich viele Radfahrer zu sehr auf die Lichter am Helm verlassen, die jedoch keineswegs eine gute Beleuchtung am Fahrrad und die Handzeichen für Richtungswechsel ersetzen.
Testergebnisse und Empfehlungen
Im Folgenden werden einige Fahrradhelme und ihre Testergebnisse aus verschiedenen Quellen zusammengefasst:
Fahrradhelm Test 2025 - Ergebnisse
Die Tabelle zeigt einige Fahrradhelme mit ihren Eigenschaften und Ergebnissen verschiedener Tests.
| Bild | Fahrradhelm | Eigenschaften | Ergebnis | Preis | Anbieter |
|---|---|---|---|---|---|
| Alpina Mythos 3 | Top Empfehlung - Sehr leichte Bauweise - Verstellbares Kopfband | 4,5 / 5 | 99,95 € | Amazon | |
| Cratoni Pacer Plus | Test Choice of the Month- Leichte Bauweise - Gepolsterter Kinnriemen | 4,5 / 5 | 48,31 € | Amazon | |
| Casco Active 2 | Gute Wahl- reflektierende Streifen - 26 Lüftungsöffnungen | 4,3 / 5 | 94,95 € | Amazon | |
| ABUS Urban-I 3.0 | Mit Rücklicht- Integriertes Rotlicht - guter Magnetverschluss | 4,1 / 5 | 64,95 € | Amazon | |
| Lazer Helm Beam | Leichte Bauweise - Verschiedene Farben | 4 / 5 | 28,82 € | Amazon |
Testsieger Kinderhelme Stiftung Warentest 2022
Die Tabelle zeigt einige Kinderhelme mit ihren Eigenschaften und Ergebnissen verschiedener Tests.
| Bild | Fahrradhelm | Ergebnis | Preis | Anbieter |
|---|---|---|---|---|
| Abus Youn-I 2.0 | 2,2 | 56,16 € | Amazon | |
| Alpina Pico Flash | 2,4 | 40,99 € | Amazon | |
| Casco Mini 2 | 2,4 | N/A | Amazon | |
| Bell Sidetrack II MIPS | 2,5 | 69,99 € | Amazon | |
| Nutcase Little Nutty MIPS | 2,6 | 29,99 € | Amazon | |
| Woom Kids Helmet | 2,6 | 54,98 € | Amazon |
Zusätzliche Sicherheit durch Reflektoren & Beleuchtung am Fahrradhelm
Mit zusätzlichen Reflektoren und einem Reflektorband am Helm kann man in der Dunkelheit für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Es gibt dabei Fahrradhelme, die neben den Reflektor-Aufklebern auch noch ein zusätzliches LED Licht am Hinterkopf befestigt haben. Im ADAC Fahrradhelm Test ’21 war dies ein Bewertungskriterium für die Sicherheit bei Dunkelheit.
Die richtige Fahrradhelm-Größe bestimmen
Helme gibt es nicht nur in verschiedenen Formen von verschiedenen Herstellern, sondern auch in verschiedenen Größen. Die Helmgröße ist für die Funktion bedeutend. Nur wenn der Helm richtig auf und an dem Kopf sitzt, kann dieser seine schützende Funktion erfüllen. Die richtige Helmgröße hängt dabei vom Kopfumfang ab, sie wird, wie z. B. auch bei Hüten, in S, M, L und XL eingeteilt.
Kopfumfang für die Helmgröße messen, so geht es
Auch die Frage, welche Helmgröße das eigene Kind braucht, kann über den Kopfumfang beantwortet werden. Hier unterscheidet sich die Methode nicht von der für Erwachsene: Einfach ein Maßband um den Kopf legen, dabei ca. eine Höhe von 10 mm (1 cm) Abstand über den Augenbrauen lassen, den Kopfumfang messen und einen Zentimeter addieren.
| Helmgröße in Buchstaben | Kopfumfang (ca. Werte) |
|---|---|
| XS | 51 bis 54 cm |
| S | 55 bis 56 cm |
| M | 57 bis 58 cm |
| L | 59 bis 60 cm |
| XL | 61 bis 62 cm |
| XXL | 62 bis 64 cm |
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