Wer Kinder auf dem Fahrrad mitnehmen möchte, braucht dafür einen geeigneten Kindersitz. Doch welchen nehmen? Der ADAC hat 16 Fahrradsitze für Kinder getestet, wobei vor allem die günstigeren Fabrikate überzeugten. Neunmal wurde die Note "gut" vergeben, doch es gibt noch Raum für Verbesserungen. Alle Ergebnisse und Tipps rund um den Kauf.
Testergebnisse und Empfehlungen
Jeweils acht Kinderfahrradsitze für die Montage am Sattelrohr sowie acht Sitze derselben Hersteller mit der Montagemöglichkeit auf dem Gepäckträger wurden unter die Lupe genommen. Bei beiden Montagemöglichkeiten landete jeweils der Kinderfahrradsitz von OK Baby an der Spitze des Testfeldes. Der Sitz von OK Baby hat mit rund 70 Euro einen vernünftigen Anschaffungspreis und bietet auch eine Liegefunktion (allerdings nur beim Modell für die Sattelstange), einen Reflektor, gute Schutzeigenschaften im Kopfbereich sowie einen Wetterschutz für schlechte Witterung. Zudem ist der Sitz abschließbar und einfach in der Handhabung.
Die Hauptvorteile lagen in der einfacheren Montage, der direkten Verbindung zum Fahrrad und dem höheren Komfort für das Kind.
Montage am Sattelrohr
Hier eine Übersicht der Ergebnisse der am Sattelrohr montierten Sitze:
| Hersteller/Modell | Mittlerer Preis | ADAC Urteil | Montage | Handhabung und Fahren | Eignung für das Kind und Komfort | Sicherheit und Haltbarkeit | Schadstoffe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ok Baby 10+ | 74 Euro | 1,9 | 2,6 | 1,9 | 2,0 | 1,3 | 1,0 |
| Bellelli Mr Fox (Relax) | ab 50 Euro | 2,4 | 2,6 | 2,0 | 2,7 | 2,3 | 2,5 |
| Bobike Go Maxi Frame | 120 Euro | 2,5 | 2,5 | 1,9 | 3,1 | 2,7 | 1,0 |
| Urban Iki Mosu Green + Bincho Black | 110 Euro | 2,5 | 2,1 | 1,7 | 3,3 | 3,0 | 1,0 |
| Polisport Bubbly Maxi Plus FF | 60 Euro | 2,6 | 2,9 | 2,0 | 2,9 | 3,0 | 1,0 |
| Hamax Caress | 165 Euro | 2,8 | 2,2 | 1,6 | 3,0 | 3,8 | 2,5 |
| Thule Yepp Nexxt 2 Maxi | 170 Euro | 2,8 | 1,8 | 2,0 | 2,8 | 3,8 | 1,0 |
| Qibbel Air | 138 Euro | 5,0 | 2,7 | 2,0 | 3,2 | 4,1 | 5,0 |
Montage auf dem Gepäckträger
Hier eine Übersicht der Ergebnisse der auf dem Gepäckträger montierten Sitze:
| Hersteller/Modell | Mittlerer Preis | ADAC Urteil | Montage | Handhabung und Fahren | Eignung für das Kind und Komfort | Sicherheit und Haltbarkeit | Schadstoffe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ok Baby Shield | 68 Euro | 2,1 | 2,8 | 1,8 | 2,5 | 1,6 | 1,0 |
| Bellelli Mr Fox Clamp | 45 Euro | 2,2 | 2,6 | 1,6 | 2,6 | 2,4 | 2,5 |
| Bobike Go Maxi | 110 Euro | 2,2 | 2,6 | 1,5 | 2,5 | 2,7 | 1,0 |
| Urban iki Mosu Green + Bincho Black | 95 Euro | 2,3 | 1,9 | 1,6 | 2,8 | 3,0 | 1,0 |
| Polisport Bubbly Maxi Plus CFS | 50 Euro | 2,5 | 2,9 | 1,7 | 2,8 | 3,0 | 1,0 |
| Thule Yepp Nexxt 2 Maxi | 150 Euro | 2,8 | 2,0 | 1,8 | 2,6 | 3,8 | 1,0 |
| Hamax Caress | 165 Euro | 2,9 | 2,1 | 1,9 | 2,4 | 3,9 | 2,5 |
| Qibbel Air | 110 Euro | 5,0 | 2,4 | 1,6 | 2,8 | 4,0 | 5,0 |
Allerdings war bei beiden Modellen die Höhe der Rückenlehne minimal unterhalb der Norm-Anforderung für den Test - damit verpassten sie die Bestnoten in den Kategorien Sicherheit und Haltbarkeit. Der Sitz belegte in beiden Montagearten jeweils den zweiten Platz. Bei diesem Kinderfahrradsitz lässt sich der Schwerpunkt sehr einfach mit einem Hebel einstellen, und der Helm des Kindes passt gut in die Aussparung des Sitzes.
Mangelhafte Produkte
Infolgedessen konnten die beiden Modelle nur mit "mangelhaft" bewertet werden. Die Testverlierer sind die beiden Kindersitze von Qibbel, weil die Tester in den Gurtpolstern an der Brust Schadstoffe fanden. Zusätzlich zeigte der Sitz im Test eine weitere Schwäche: Bei einer genormten Belastungsprobe mit 22 Kilo (Gewicht eines Kindes) rutschte die Fußstütze bereits nach wenigen Sekunden nach unten weg. Das "Mangelhaft" in der Einzelwertung schlägt dabei aufs Gesamturteil durch, beide Modelle sind damit durchgefallen.
Probleme mit Gurtsystemen
Bei den Produkten von Thule und Hamax wurde der Prüfpunkt der Norm "Mikroschlupf und Festigkeit" des Gurtsystems nicht bestanden, da im Test eine "Längung" von 25 Millimetern überschritten wurde. Im Alltagsbetrieb könnte das dazu führen, dass sich der Gurt während der Fahrt lockert und von der Schulter des Kindes rutscht. Im schlimmsten Fall könnte das Kind unbemerkt im Sitz aufstehen oder bei einem Unfall aus dem Fahrradsitz fallen. Eltern, die diese Sitze nutzen, sollten darauf achten, den festen Sitz der Gurte während der Fahrt häufiger zu überprüfen.
Neue Testnorm und ihre Auswirkungen
Die bisherige Norm (Stand 2004) verlor am 30.06.2023 ihre Gültigkeit und wurde durch die neue Norm DIN EN 14344:2022 (Stand 2022) ersetzt. Der Hersteller Britax Römer stellte nach eigenen Aussagen die Produktion seines Kinderfahrradsitzes ein, der Sitz befindet sich allerdings noch im Verkauf. Als Grund nannte der Hersteller die Änderungen der geltenden Norm für Kinderfahrradsitze.
Sicherheitshinweise und Tipps
Leider denken nicht alle Hersteller daran, dass die Konstruktion des Sitzes auch genügend Platz für den Helm im Kopfbereich bietet. Es wäre zudem wünschenswert, dass der Kopf des Kindes nicht nur im Falle eines Unfalls optimal geschützt ist, sondern auch beim Schlafen besser stabilisiert wird. Dieses Manko zeigt sich am Beispiel der Crashversuche etwa beim Kinderfahrradsitz von Thule. Hier neigt sich der Kopf des Kindes bei einem Seitenaufprall unangenehm weit zur Seite. Zudem wäre ein besserer Schutz an den Seiten des Sitzes in Höhe des Kopfes und der Schultern wünschenswert, sollte während der Fahrt unbeabsichtigt ein Hindernis gestreift werden.
Besser machen das die Produkte von OK Baby und Bellelli. Die Kinderfahrradsitze waren jeweils mit einem Kinderdummy besetzt und schnitten unterschiedlich gut ab. Einige hielten dem simulierten Aufprall stand, bei anderen brach die Halterung am Fahrrad oder das Plastik der Sitzschale. Dabei wurden sowohl ein seitlicher als auch ein Frontalaufprall simuliert - typische Unfallszenarien im Alltag, wenn ein Auto seitlich mit einem Fahrrad kollidiert oder ein Rad auf einen Pkw auffährt.
Da eine sichere Montage bei zahlreichen Fahrrädern aufgrund von ungeeigneten Gabelschaftkonstruktionen schwierig ist, sind diese Fahrradsitze für Kinder nur bedingt zu empfehlen. Bis auf die der Qibbel-Modelle waren alle Gurtpolster im Test schadstofffrei. Gegebenenfalls können Sie das Gurtpolster auch einfach abschneiden.
Bei den Herstellern Thule und Hamax sollten Sie auch während einer Fahrt immer wieder den Blick auf das Gurtsystem richten. Wenn sich diese z.B. bei einer Rüttelstrecke etwas gelockert haben, einfach einmal mehr nachziehen. Auch das Verknoten der Gurtenden vor der Brust des Kindes kann helfen.
Um eine mögliche und richtige Montage am eigenen Rad zu überprüfen und ein Probesitzen inklusive Probefahrt durchzuführen, sollten Sie ein Fachgeschäft aufsuchen. Wichtig: Dabei auch das Abstellen und die Schlafposition (sofern vorhanden) zusammen mit dem Kind ausprobieren. Ein sicherer Stand des Rades sollte ebenso gewährleistet sein.
- Vom Probesitzen über die Probefahrt bis hin zum täglichen Gebrauch sollte das Kind immer einen Fahrradhelm tragen.
- Zudem das Kind nie alleine im Fahrradsitz stehen lassen und bestenfalls für den sicheren Stand einen Doppelständer am Fahrrad verbauen (wenn möglich).
- Erste Fahrversuche auf sicherem Gelände durchführen, da das Fahrverhalten mit montiertem Fahrradsitz speziell auch in der Liegefunktion sehr ungewöhnlich ist.
Die Schwerpunkt-Verschiebung sorgt vorne am Fahrrad für eine geringe Bodenhaftung.
Der Einsatz eines Kinderfahrradsitzes vor dem oder der Erwachsenen ist nur bedingt empfehlenswert. Die Montage an dieser Stelle ist ein sensibles Thema, es fehlt an möglichem Lenkereinschlag, an ausreichend Kopffreiheit zwischen Kind und Fahrendem, und letztendlich kann der Fahrende bei einem möglichen Crash das Kind erdrücken.
Methodik und Hintergrund des ADAC-Tests
Zum Testkriterium Montage werden die Kinderfahrradsitze an unterschiedlichen Fahrrad- und e-Bike Modellen gemäß der Bedienungsanleitung montiert und bewertet. Neben Möglichkeit und Aufwand der Montage werden auch weitere Aspekte wie Schnellwechselmöglichkeiten zwischen zwei Rädern, Funktionalität gegen Diebstahl sowie das Verstauen bei Nichtgebrauch betrachtet.
Das Testkriterium Handhabung beginnt mit der Bewertung der Gebrauchsanleitung sowie der Einstellmöglichkeiten von Bein- und Rückenlehne. Nach der Montage und Einstellung werden die Kindersitze mit den unterschiedlichen Fahrradmodellen auf einem Rundkurs in unterschiedlichen Fahrsituationen untersucht:
- Auf- und Absteigen, verbunden mit einer leichten Schräglage des Rades, um die Kippneigung der unterschiedlichen Modelle zu vergleichen
- Ausweichmanöver, um ein Nachschwingen der Kindersitze zu provozieren
- Bremsen, um den möglichen Einfluss auf die Fahrstabilität zu erfahren
- Einfluss auf das Fahrverhalten bei Steigungen
Dabei ist zu beachten, dass ca. 10 % der Strecke verschiedene Steigungen und Gefälle beinhalten, so dass die Kinderfahrradsitze durch den veränderten Schwerpunkt ggf. das Fahrerhalten beeinflussen können. Dies soll auch bei Geschwindigkeiten über 25 km/h durchgeführt werden.
Neben den Einstellmöglichkeiten und Abmessungen in Bezug zur Körpergröße wie Fußlängen und Rückenlehne, werden die Verstellmöglichkeit des Gurtsystems sowie die Nutzbarkeit des Sitzes mit dem Fahrradhelm untersucht. Als Basis zu den Messungen wird der Hybrid 3 Dummy in der Größe Q3 eingesetzt.
Bei der Komfortmessung möchte man herausfinden, in welchem Kinderahrradsitz die Fahrbahnunebenheiten am wenigsten bei den Insassen ankommen. Dabei fährt ein auf einem Prüfstand aufgespanntes Fahrrad mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten über eine auf das Hinterrad einwirkende Leiste, hierzu wird eine computergestützte Messung durchgeführt.
In Anlehnung an die DIN 14344:2022 (Artikel für Säuglinge und Kleinkinder - Kindersitze für Fahrräder - Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren) werden Inhalte wie Nieder- und Hochtemperaturkonditionierung, Belastungsprüfung für Fußstützenfestigkeit, Befestigung des Rückhaltesystems am Sitz, Schlagprüfung, Fuß-Befestigung mit Rückhaltebändern, Anforderungen für den Sitzbereich und die Fußstützen, Mikroschlupf und Festigkeit überprüft.
Zusätzlich werden Auffälligkeiten bei der Verarbeitung protokolliert und bewertet.
Schadstoffuntersuchung
Im Vordergrund der Schadstoffuntersuchung stehen berührbare Bauteile und Bezugsstoffe, z.B. Sitzauflagen und Gurtenden. Dabei beziehen sich die Untersuchungen weitgehend auf PAKs (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) und Weichmacher (Phthalate), aber auch auf andere Schadstoffe in Anlehnung an die GS-Spezifikation AfPS GS 2019:01 PAK.
Des Weiteren werden Schadstoffüberprüfungen an Fuß- und Gurtschnallen, welche für die Transportsicherung des Kindes vorgesehen sind, durchgeführt. Nebst den PAKs und Phthalaten werden auch je nach verwendetem Material Azofarbstoffe, Cadmium und Blei überprüft.
Weitere Schadstoffuntersuchungen werden bei Bedarf, z. B. bei olfaktorischen Auffälligkeiten (starker Geruch) unternommen.
Crashversuche
Entsprechend einer Unfalldatenanalyse sollten verschiedene Crashszenarien abgeprüft werden, um einen hohen Anteil der relevanten, realen Verkehrsunfälle mit Radfahrenden abzudecken.
Im ersten Szenario kollidiert ein Pkw frontal auf die Seite des Fahrradfahrers. Bezüglich der Crashversuche wurde der etablierte Whiplash-Puls, welcher bei Tests von Autositzen im Falle eines Heckaufpralls entwickelt wurde, angewendet. Die Überprüfung der Crashsicherheit wurde auf der ADAC-Katapult-Testanlage durchgeführt.
Durch die kontrollierte Beschleunigung der Katapultanlage wird der Effekt einer Verzögerung bei einem Zusammenstoß simuliert.
Die Kinderfahrradsitze wurden dabei auf einer fest installierten Vorrichtung montiert, welche eine Gepäckträger- sowie Sattelrohrmontage ermöglicht.
Weitere Aspekte beim Fahrradfahren mit Kind
Damit die schwere Schultasche hinten im Fahrradkorb transportiert werden kann, muss der Fahrradkorb ausreichend groß und stabil sein. Die Taschen der Kinder wiegen nicht selten 5 kg bis 8 kg oder mehr und haben daher einen besonderen Anspruch an den Fahrradkorb für den Schulranzen. Die Funktion ist dabei unabhängig ob es ein Design für Jungen oder Mädchen ist. Das Fahrrad der Kinder ist in den ersten Schuljahren klein. Die Kombination Schultasche und Korb nimmt oft einen großen Anteil des Fahrrads ein.
Anders als bei den Körben zum Einkaufen, sollten die Fahrradkörbe für Schultaschen nicht abnehmbar sein. Ist der Korb fest am Gepäckträger verschraubt, kann dieser nicht hin und her rutschen. Dies haben wir im Test der Fahrradkörbe für Schultaschen deutlich gemerkt. Da der Schwerpunkt mit der Schultasche bereits höher liegt, entsteht durch eine starre und fixe Position weniger negativer Einfluss beim Fahrverhalten. Durch die feste Montage am Fahrrad, ist das Einladen der schweren Schultasche einfacher.
Die Befestigung mit Schrauben und Schienen ist der aktuelle Stand bei Kinder-Fahrradkörben. Dazu werden ein bis zwei Schienen aus Metall von unten an den Gepäckträger gelegt und durch den Korb werden Schrauben geführt. Auf diese Weise ist der Korb fester Bestandteil des Fahrrads und kann nur mit dem richtigen Werkzeug abgenommen werden. Die Befestigung mit Kabelbinder ist ebenfalls eine gängige Methode. Sie kann den Schultaschenkorb genauso sicher am Gepäckträger halten, bietet jedoch einen geringeren Diebstahlschutz, da die Kabelbinder schneller durchgeschnitten werden können.
Damit neben der großen und groben Schultasche auch kleinere Sachen wie Handschuhe, Schals oder Jacken in den Korb können, sollte dieser möglichst kleine Maschen haben. Damit der Fahrradkorb nicht beim Fahren an den Hintern kommt und unter den Sattel passt, sollte der Schultaschenkorb ausreichend weit hinten montiert werden. Dazu sollte man vorher die Schultasche ausmessen und mit den Angaben vom Fahrradkorb vergleichen.
In Österreich ist es so geregelt, dass ein Fahrradkindersitz fest mit dem Fahrradrahmen verbunden sein muss und nur hinter dem Sattel montiert werden darf. Der Fahrradlenker darf durch den Sitz nicht in seiner Sicht, Aufmerksamkeit und Bewegungsfreiheit eingeschränkt bzw. Mehr als ein Kind in Sitzen zu transportieren, ist unzulässig.
Gegenüber einem Fahrradanhänger haben diese beiden Arten von Kindersitzen einen klaren Vorteil, nämlich die unmittelbare Nähe zwischen dir und deinem kleinen Mitfahrer. Die Hersteller von Fahrradsitzen für vorne empfehlen, dass dein kleiner Mitfahrer ca. 9 Monate alt sein soll. Jedem Frontkindersitz ist eine mehr oder weniger übersichtliche und verständliche Bedienungsanleitung beigelegt. Unsere kleinen Schätze mit dem Fahrrad mitzunehmen, ist toll. Wenn wir sie dann noch im Blick haben, ist es noch besser.
Stiftung Warentest
Stiftung Warentest hat Kinderfahrradsitze getestet. Gute Nachricht für alle Eltern, die gerne mit dem Rad unterwegs sind: Stiftung Warentest (Ausgabe 4/2025) stellt im Vergleich von Kindersitzen für Fahrräder fest, dass viele dieser Sitze empfehlenswert sind, auch wenn nicht jeder Sitz auf jedes Fahrrad passt. Für den Test haben die Experten 14 verschiedene Modelle in drei unterschiedlichen Kategorien ausführlich untersucht. Von den 14 getesteten Modellen erhalten acht die Wertung "gut", einschließlich günstiger Sitze im Preisbereich von 60 bis 70 Euro für jede der drei geprüften Montagekategorien - Frontsitze, Rücksitze für den Gepäckträger und Rücksitze zur Montage am Rahmen. Die restlichen Sitze werden als "befriedigend" bewertet.
Ein wichtiger Aspekt ist, dass der Sitz immer auf dem jeweiligen Fahrrad montiert werden kann, was jedoch nicht immer gegeben ist. Die im Test verwendeten Standard-Adapter für die Rahmenmontage passten nicht auf jedes Fahrrad, unabhängig davon, ob es einen Motor hat oder nicht. Einige Hersteller bieten jedoch Adapter als Zusatzprodukt an, die auch an einem zweiten Fahrrad montiert werden können.
In den Gebrauchsanleitungen der Sitzhersteller, teilweise auch online, sind allgemeine Informationen zu finden, erklärt der verantwortliche Testleiter Nico Langenbeck. "Hier gibt es aber Unterschiede hinsichtlich des Umfangs der Angaben und nicht alle Aspekte werden betrachtet. Insbesondere für Laien können die Angaben zum Teil auch verwirrend sein", sagt Langenbeck. "Daher ist es ratsam, mit dem eigenen Rad einen Fachhändler aufzusuchen."
Ein wesentlicher Punkt ist: "Alle Montageanleitungen der Anbieter zu den getesteten Sitzen verbieten die Befestigung an Carbonrahmen. Generell kann die Befestigung an Carbonrahmen zu schweren Beschädigungen führen", so der Testleiter.
Es ist grundsätzlich wichtig, dass der Fahrradhersteller den Transport von Kindern im Sitz erlaubt - siehe Gebrauchsanweisung. Laut Testbericht ist die Montage am Gepäckträger "recht vielseitig". Sie eignet sich für fast alle E-Bikes und Fahrräder, insbesondere da sich ein Gepäckträger bei vielen Rädern, sofern nicht vorhanden, nachrüsten lässt.
Frontsitze zur Montage am Steuerrohr oder Lenkerschaft sind besonders für traditionelle, ältere Fahrräder geeignet, deren Lenker weit nach hinten geschwungen sind. Generell nicht empfohlen wird diese Montageart für Räder mit sportlicher, nach vorne gebeugter Sitzhaltung. An Carbonrahmen kann der erforderliche Montageblock überhaupt nicht montiert werden.
Bei der Heckmontage am Sattelrohr profitieren Tiefeinsteiger und klassische Fahrradrahmen mit eher dünnen Rohren. Bei dicken Rohren oder E-Bikes mit Akkus auf dem Gepäckträger kann es Schwierigkeiten geben.
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