Du willst auch im Winter deinem besten Hobby der Welt nachgehen? Schlammpackungen im Gesicht beschränkst du aber lieber auf das Wellnessstudio? Dann solltest du dir einen Mudguard für dein MTB zulegen. Wir haben die spannendsten Modelle für dich getestet, um zu sehen, worauf es bei einem Mudguard ankommt und ob die Parts halten, was sie versprechen.
Warum ein MTB Schutzblech?
Mountainbiker teilen sich im Winter oder bei schlechtem Wetter in zwei Gruppen: Gruppe eins kämpft im Wald gegen rutschige Wurzeln und Schlamm, während Gruppe zwei lieber mit einem Tee auf der Couch chillt oder lieber andere Sachen wie Schwimmen oder Bouldern ausprobiert. Obwohl auch wir unsere Zeit im Winter gerne in der Boulderhalle verbringen, sitzen wir bei jeder Möglichkeit auf dem Rad und empfehlen euch das auch. Aber warum sollte man sich der Kälte, dem Matsch und den rutschigen Trails stellen? Ganz einfach: Es macht einen Heidenspaß! Dazu stärkt man seine Fahrtechnik und auch einfache Hometrails sind auf einmal wieder anspruchsvoll. Bei regelmäßigen Ausfahrten kann man seine Fitness halten oder vielleicht sogar verbessern, was den Start in die Sommersaison vereinfacht. Des Weiteren könnt ihr euer inneres Kind wieder herauslassen und jede Pfütze mitnehmen, egal ob im Drift oder Manual.
Ein paar Sachen muss man im Winter aber natürlich beachten: Damit ihr nach der dritten Pfütze nicht bis auf die Unterwäsche durchnässt seid, empfehlen wir euch wasserdichte Klamotten und viele Baselayer gegen die Kälte. Neoprensocken sind günstiger als ein wasserdichtes Paar neuer Schuhe und helfen genauso gut gegen kalte Zehen. Aber das Wichtigste ist natürlich, dass ihr freie Sicht behaltet. Denn egal wie trocken und warm ihr seid, wenn ihr nach einer Kurve Dreck in den Augen habt oder eure Brille putzen müsst, hemmt das den Spaß erheblich. Abhilfe schaffen hier Mudguards. Doch die erhältlichen Mudguards unterscheiden sich stark. Wir haben uns daher die beliebtesten und vielversprechendsten Modelle genauer angeschaut, damit du den perfekten Mudguard für dein Rad und Einsatzgebiet findest. Übrigens: Über etwas Spritzschutz durch deinen Mudguard freut sich auch dein Hund, der dann bessere Sicht in seinem Hundeanhänger hat.
Anforderungen an ein gutes MTB Schutzblech
Welche Anforderungen haben wir an einen Mudguard? Die mit Abstand wichtigste Anforderung an einen Mudguard ist das Sauberhalten von Gesicht und Augen. Wer bleibt schon gerne stehen und pult Dreckpartikel aus dem Auge oder möchte seine Brille alle paar Meter putzen? Was fast genauso nervt, wie Matsch im Auge, ist ein lautes Rad. Darum sollten die Mudguards weder klappern noch irgendwelche anderen Geräusche von sich geben. Ein fester Sitz des Mudguards sollte aber nicht mit einer langen und aufwendigen Montage verbunden sein. Denn wir möchten die Mudguards an einem regnerischen Tag auf dem Parkplatz zügig an das Rad bauen, ohne erst den Werkzeugkoffer aus dem Auto kramen zu müssen.
Damit eure Federgabel trotz der schlammigen Bedingungen etwas geschützt wird, sollte der Mudguard zudem möglichst keinen Dreck an eure Dichtungen lassen. Auch das Material spielt eine große Rolle. Es sollte so flexibel sein, dass der Mudguard bei einem Crash nicht gleich bricht, aber steif genug, dass er sich bei einer Ausfahrt nicht verbiegt, dadurch den Mantel berührt und zu schlagen beginnt. Damit hören die Anforderungen an das Material aber nicht auf. Der Kunststoff kann bei so einem einfachen Teil ohne größere Mehraufwand aus recycelten Plastik sein.
Der Große Mudguard-Vergleichstest
In unserem großen Mudguard-Vergleichstest haben wir 8 verschiedene Modelle verglichen. Die Unterschiede in unserem Testfeld waren zum Teil sehr groß, beispielsweise bei der Länge. Mit gerade einmal 180 mm kommt der kürzeste Kandidat aus dem Hause RockShox. Mit 595 mm ist der Mudguard von Mucky Nutz ganze 415 mm länger. Dabei unterscheidet sich das Gewicht der beiden lediglich um 105 g. Wer nun vermutet, dass die meisten Mudguards und längsten Modelle von der verregneten Insel kommen, hat zumindest im zweiten Punkt recht. In unserem Test kommen jedoch genauso viele Mudguards von Herstellern aus dem nassen UK wie aus anderen Ländern.
Kommt es auf die Mudguard-Länge an?
Kurz gesagt, ja. Aber um bestmöglichen Schutz zu bieten, kommen noch weitere Faktoren hinzu, wie die Mudguard-Breite oder auch, wie gut der Mantel vom Mudguard umschlossen wird. Somit bieten längere Mudguards eindeutig besseren Schutz! Kurze Mudguards sieht man dennoch häufiger auf dem Trail als ihre längere Konkurrenz. Das liegt zum einen daran, dass niemand mit einem langen Mudguard im Sommer fahren möchte. Kleine Mudguards sind unauffällig, so läuft man nicht Gefahr, von der Style-Polizei angehalten zu werden. Auch im Bikepark kann ein Mudguard zum Problem werden. Bei vielen modernen Sesselliften wird das Vorderrad entspannt in eine Haltevorrichtung geschoben. Dabei brechen längere Mudguards gerne. Das wohl größte Argument für kürzere Mudguards, die einfach das ganze Jahr am Rad bleiben, ist, dass es auch im Sommer mal regnen kann. Die Schutzwirkung fällt zwar im Vergleich zu den großen Modellen sehr viel geringer aus, doch der Unterschied zum Biken ohne Mudguard ist ein gutes Stück größer.
Erstmal die gute Nachricht: Alle Mudguards sind kompatibel mit den drei Laufradgrößen 26, 27,5 und 29 Zoll. Die maximale Reifenbreite der Mudguards ist mit mindestens 3 Zoll zudem ausreichend für die meisten gängigen Mäntel, die eine Breite von 2,4 oder 2,6 Zoll aufweisen. Die schlechte Nachricht: Nicht jeder Mudguard passt zu jeder Gabel. Das betrifft besonders die geschraubten Modelle. Hier passen RockShox und FOX nur auf ihre eigenen Gabeln, und auch nur auf die neuen Modelle. Bei Mudhugger sieht es da schon sehr viel besser aus. Mit verschiedenen Adaptern passt er auf eine Vielzahl von Gabeln, nur mit der RockShox Lyrik gibt es hier noch Probleme. Die beste Kompatibilität habt ihr natürlich bei den Mudguards, die mit Klett oder Kabelbindern montiert werden. Durch eine große Anzahl an Befestigungslöchern passen die Mudguards an alle gängigen Federgabeln. Neben den Modellen der Marktführer FOX und RockShox können sie somit auch an Federgabeln von kleineren Herstellern wie BOS, DVO, EXT, Öhlins oder Formula angebracht werden.
Montage: Verzurrt oder Verschraubt?
Die Montage eines Mudguards kann man grundsätzlich in zwei verschiedene Methoden unterteilen: verzurrt oder verschraubt. Bei den verzurrten Mudguards unterscheiden wir zudem noch zwischen Kabelbinder und Klett. So wie alles im Leben hat auch hier jede Variante ihre eigenen Vor- und Nachteile. Der größte Nachteil der verschraubten Mudguards ist sicherlich die Kompatibilität. Man benötigt eine aktuelle Gabel mit Gewinden und den dazu passenden Mudguard. Hinzu kommt, dass immer ein Inbus für die kleinen Schrauben gebraucht wird, was meistens eine recht fummelige Angelegenheit ist. Dafür bekommt man eine saubere Optik und muss sich keine Gedanken um den Lack seiner Federgabel machen. Das ist das größte Problem der verzurrten Modelle. So ein Mudguard, egal wie fest ihr ihn zurrt, reibt immer leicht am Gabellack und beschädigt diesen über die Zeit. Abhilfe kann hier Schutzfolie auf den Lower Legs oder Moosgummi auf der Gabelbrücke schaffen.
Bei häufiger Montage und Demontage kommen bei Modellen mit Kabelbindern zudem noch eine ganze Menge an Resten dazu, die ihr wegschmeißen müsst. Im Gegenzug bekommt man eine einfache Montage und die Mudguards passen auf die meisten Federgabeln. Die Unterschiede zu den Klett-Straps sind, abgesehen von der Anbringung, gering. Denn die ist werkzeugfrei und schnell gemacht. So eignen sich Klett-Straps sehr gut, wenn der Mudguard nur für eine kurze Zeit ans Rad soll. Alle Mudguards mit Klett-Straps lassen sich auch mit Kabelbindern befestigen. Umgekehrt ist das leider nicht immer der Fall, da Kabelbinder nicht so breit und die Befestigungslöcher dementsprechend kleiner sind.
Der Test in der Praxis
Wir sind alle Mudguards über die letzten Monate bei jeder Gelegenheit auf unseren Hometrails gefahren. Das reichte von unseren Wochenendausfahrten bis hin zu speziellen Testfahrten. Um für euch möglichst viele Vergleichswerte zu sammeln, war der Boden bei der ersten Ausfahrt sogar noch so trocken, dass wir Probleme hatten, den staubigen Trail vor uns zu sehen. Aber keine Sorge, das Wetter schlug daraufhin um und die Mudguards wurden ein wichtiger Begleiter bei allen unseren Ausfahrten. Das Wetter blieb jedoch wechselhaft, die Trails wechselten zwischen nass und sehr nass und zur Abwechslung haben wir auf das Wetter geschaut und uns Regen erhofft - verkehrte Welt!
Um die Schutzwirkung der einzelnen Mudguards bestmöglich miteinander vergleichen zu können, sind wir jeden Mudguard hintereinander an einem Tag gefahren. Dafür haben wir uns den matschigsten Trail gesucht, den wir finden konnten, was bei unseren Stuttgarter Hometrails eine Herausforderung sein kann. Schließlich versuchen die Trails sich zu dieser Jahreszeit gegenseitig mit den dicksten Schlammschichten und größten Pfützen zu überbieten.
Einzeltests der Mudguards
- RockShox Fender: Der kleinste Fender im Vergleichstest. Somit hat er auch die schlechteste Schutzwirkung und spricht eher Minimalisten an, die das ganze Jahr mit ein und demselben Fender fahren wollen.
- Riesel Design kol:oss: Mit dem Riesel Design kol:oss setzt die kleine deutsche Marke auf das klassische Mudguard-Design. Die Schutzwirkung ist im Vergleich zu den größeren Mudguards schlechter, doch der Unterschied zum Biken ohne Mudguard ist größer.
- FOX Mudguard: Der FOX Mudguard wurde schön in die Federgabel integriert. Der Schutz liegt, genau wie die Länge, im oberen Mittelfeld unseres Tests. Nur bei der vergleichsweise langen und aufwändigen Montage bleibt FOX hinter der Konkurrenz zurück.
- Zéfal Deflector FM30: Der Zéfal Deflector FM30 kann mit gutem Schutz bei fairem Preis überzeugen.
- Mucky Nutz MugGuard Long: Von der verregneten Insel kommt der Mucky Nutz MugGuard Long. Er liefert den besten Schutz und für die Montage sind Klettstreifen dabei.
- Mudhugger EVO Bolt-On: Der Mudhugger EVO Bolt-On ist der einzige verschraubbare Mudguard in unserem Vergleichstest, der an verschiedene Gabeln passt. Dazu kommt der zweitbeste Schutz im Test. Den Testsieg verpasst der Mudguard allerdings wegen leichtem Klappern und aufgrund des höchsten Preises im Testfeld.
- Slicy Enduro/DH Long Mudguard: Mit dem Enduro/DH Long Mudguard möchte Slicy hauptsächlich Individualisten ansprechen. So bietet der Hersteller neben verschiedenen Designs einen Konfigurator, mit dem ihr euren Mudguard nach eigenen Wünschen designen könnt.
- SKS MUDROCKER: Der MUDROCKER von SKS konnte - wortwörtlich - auf ganzer Länge überzeugen. Er liefert einen ausgezeichneten Schutz für das Gesicht und die Gabeldichtungen. Doch auch bei der Montage, die dank Klett ohne Werkzeug und in Rekordzeit klappt, kann ihm kein anderer Mudguard das Wasser reichen. So ist es kein Problem, den Mudguard nur für einen matschigen Tag schnell am Bike zu befestigen. Wenn die Tage kürzer werden, könnt ihr den Mudguard mit Kabelbindern oder Schrauben auch dauerhaft an euer Bike bauen. Mit den beiliegenden Schutzfolien verkratzt der MUDROCKER eure Gabel zudem nicht. Ein verdienter Testsieg!
Weitere getestete Produkte
Neben den ausführlich beschriebenen Modellen wurden auch folgende Produkte getestet:
- Crud XL Fender / Rear Fender
- Mucky Nutz MugGuard front/rear
- SKS Mudrocker Set
- Topeak Tetrafender Set
- Unleazhed MR02/M02 Set
Zusätzliche Informationen zu Fahrrad Schutzblechen
Als begeisterter Radfahrer lassen Sie sich von nichts aufhalten - und erst recht nicht von Wind, Wetter und Dreck! Gerade, wenn Sie mit Ihrem Fahrrad gerne auch mal im Winter oder auf unwegsamem Gelände „im Dreck“ unterwegs sind, lohnt sich also definitiv die Anschaffung eines guten Fahrrad-Schutzblechs. Denn stellen Sie sich mal nur diese eine Situation vor: Sie fahren mit Ihrem brandneuen Mountainbike eine richtig lässige Tour über Stock und Stein - und plötzlich fängt es an zu regnen. Doch dank Profirad können Sie solche Geschichten bald ins Reich der Fabeln verweisen. Denn wir haben genau das richtige Schutzblech für Ihr Fahrrad!
Das passende Fahrrad Schutzblech für Sie ist immer individuell auf einzelne Bikes angepasst und hat eine ganz einfache Funktion: Sie und Ihr Rad vor Dreck, Wind und Wetter zu schützen. Doch dabei kann man auch bei Schutzblechen auf dem Radmarkt gerne mal den Überblick verlieren. Unser Fahrrad Schutzblech Test sagt Ihnen alles über Material und die passende Größe Ihres Schutzblechs. Darüber hinaus erfahren Sie noch einiges über potenzielle Extras wie abnehmbare Schutzbleche und ähnliches.
Warum ein Schutzblech?
Sie montieren ein Schutzblech vor allem aus einem Grund an Ihrem Fahrrad: Um sich selbst vor dem nervigen Schlamm und Dreck vom Waldboden oder der Straße unter Ihnen zu schützen. Denn diese kleinen Helferlein absorbieren Schmutz und Wasser und schützen den Fahrradfahrer somit effektiv vor Verschmutzungen. Doch damit nicht genug: Sie schützen obendrein auch Ihr Fahrrad gegen äußere Einflüsse von unten, wie etwa Steinschläge. Und natürlich bleibt so auch Ihr Bike stets sauber und gepflegt.
Die Funktionsweise ist dabei durchaus interessant: Denn bei Regen oder feuchtem Wetter auf unwegsamen Wegen wird der Schmutz und Dreck über das Reifenprofil aufgenommen und dank der Rotation der Räder und der Gravitationskraft wieder an den Boden abgegeben. Ihnen wird dabei schnell klar, dass das auf der Vorderseite direkt senkrecht zur Lauffläche ist, also direkt vor dem Fahrer in die Luft fliegt. Dabei sind Füße, Rahmen und unter Umständen sogar die Tretkurbel im direkten Beschuss. Unser Fahrrad Schutzblech Test zeigt außerdem, dass Schutzbleche kein Teil der StVZO sind, da diese nur sicherheitsrelevante Dinge wie Beleuchtung und ähnliches umfasst. Wenn Sie jetzt aber denken, dann brauchen Sie kein Schutzblech, haben Sie die oberen Absätze wohl komplett überlesen. Ein Schutzblech ist gerade für regelmäßige Biker ein absolutes Muss!
Schutzbleche für verschiedene Fahrradtypen
Je nach Fahrradtyp und Ausstattungsniveau gehört ein Fahrrad Schutzblech bereits zur Grundausstattung eines Bikes. Und das aus gutem Grund, überzeugt das Schutzblech doch gerade im Alttagseinsatz beim gemütlichen Fahren durch die Straßen Ihrer Stadt. Ein Radschutz zur Montage an Ihrem Mountainbike lohnt sich definitiv, da Sie mit Ihrem MTB vermutlich oft in schlammigen oder dreckigen Gefilden unterwegs sind. Neben Ihnen und Ihrer Kleidung bewahrt ein Fahrrad Schutzblech auch Teile der Technik wie Bremsanlage oder Gangschaltung vor Verschleiß und unnötiger Verschmutzung. Durch diesen kleinen Zusatz an Ihrem Mountainbike können Sie Ihr Rad auch auf dem Weg in die Arbeit, die Schule oder sonst wo hin mitnehmen, ohne sich Gedanken über Ihre Kleidung machen zu müssen. Die meisten Modelle in unserem Test lassen sich dabei ganz einfach montieren und abbauen, je nach Wetterbericht und Fahrort.
An den meisten Citybikes und Trekkingrädern sind bereits standardmäßig Schutzbleche beim Kauf mit dabei. Diese sollten Sie allerdings, natürlich abhängig vom Alter Ihres Bikes und der Bleche, regelmäßig austauschen und erneuern. So stellen Sie kein Sicherheitsrisiko beim Fahren für Sie oder Ihre Kinder dar. In den meisten Fällen sind leider keine einzelnen Ersatzteile für genau Ihr Rad mehr verfügbar, weswegen Sie den Weg in den Fahrradladen antreten müssen. Es sei denn, Sie wissen Ihre Radgröße und können dementsprechend ganz bequem im Internet bestellen. Ob 20, 24 oder ein Fahrrad Schutzblech 28 Zoll - Für jede Laufrad- und Rahmengröße ist der richtige Schmutzfänger dabei. Gerade an einem Kinderfahrrad macht die Verwendung eines speziellen Schmutzfängers Sinn. Denn gerade Ihre Kinder sind auf Ihrem Flitzer sehr dazu geneigt, in unwegsames Gelände wie Dreck und Schlamm abzukommen.
Material und Breite
Jetzt wissen Sie,für welche Fahrräder sie unbedingt einen Schmutzfänger brauchen. Aber was zeichnet den Testsieger im Fahrrad Schutzblech Test von Profirad noch aus? Wir werfen also noch einen Blick auf Material, optimale Breite und weitere Extras. Hier unterscheidet sich das Schutzblech nicht großartig von jedem anderen Fahrradzubehör oder der Fahrradbekleidung: Das Material entscheidet! Und so lassen sich auch vermeintlich einfache Zusatzteile wie Schmutzfänger in verschiedenen Materialien bekommen. Schutzbleche aus Kunststoff sind meistens etwas schneller und einfacher zu montieren und obendrein noch leichter als vergleichbare Modelle aus Metall (Aluminium mal etwas außen vor gelassen!). Hier reicht nicht selten eine einfache Aufschiebekonstruktion am Vorderrad aus, um das Schutzblech stabil zu fixieren.
Schutzbleche aus Metall oder Aluminium sind dafür etwas robuster, dafür auch schwerer und auch leicht komplizierter zu montieren. Sie fallen gerade im Punkt des Gewichts hinter die Kunststoff-Modelle zurück. Ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste, Punkt beim Kauf eines Fahrrad Schutzblechs ist, die richtige Breite zu wählen. Damit ein Schutzblech seinen vollen Schutz entfalten kann, muss es breiter als der Mantel bzw. als das Rad sein, über dem es montiert ist. Bei einem leichten U-Profil kann das Schutzblech dicht an der Lauffläche montiert werden, was einen optimalen Schutz verspricht. Der Sinn? Im Hinterradbereich wird außerdem noch mit einem zusätzlichen Kunststoffclip gearbeitet, da das Schutzblech dort länger ist. Dabei wird das Blech mit dem Clip oder einem Gummi an der Rahmenstange befestigt und zwar zum Rahmen zeigend. Wollen Sie noch mehr Stabilität bei Ihrem Schutzblech erreichen, zeigt unser Fahrrad Schutzblech Test, dass sich Schutzblechstreben lohnen. Diese geben dem ganzen einen stabilen Halt, gerade wenn Sie während der Fahrt merken, dass das Blech zu sehr wackelt. Sie finden vor allem Verwendung bei den Metall-Blechen, da diese durch ihr höheres Gewicht eine zusätzliche Stabilisierung benötigen. Auch abnehmbare Schutzbleche bieten einen gewissen Vorteil: Denn kennt man seine gefahrene Strecke sehr gut und der Wetterbericht ist positiv, können Sie die Bleche ganz einfach abnehmen.
Steckschutzbleche
Besonders sportliche Fahrräder werden oft ohne Schutzbleche verkauft. Aber schon nach dem ersten Regen stellt sich so mancher die Frage, ob das auf Dauer praktikabel ist. Steckschutzbleche haben den Vorteil, dass sie den sportlichen Charakter eines Rennrades, Mountainbikes oder Fitness-Rades nicht dauerhaft verändern, sondern nur bei Bedarf angebracht werden. Den Begriff »Steckschutzblech« haben wir in unserem Test nicht wörtlich genommen. Es sind auch Schützer dabei, die mit Klettbändern befestigt werden. Das Wort »Blech« sollte man ebenfalls nicht wörtlich nehmen. Alle Schutzbleche im Testfeld sind aus Kunststoff, das Material bietet den besten Kompromiss zwischen Stabilität, Gewicht und Kosten.
Klassische Steckschutzbleche bestehen meist aus zwei Komponenten: einem Adapter aus Metall, der fest mit dem Rahmen verbunden wird, und dem eigentlichen Schutzblech, das auf den Adapter geschoben wird. Vor dem Kauf sollten Sie prüfen, ob Ihr Fahrrad mit dem Produkt kompatibel ist: Die meisten Adapter benötigen eine Bohrung in der Gabel und eine weitere in der Brücke zwischen den Sitzstreben. Fehlen diese bei Ihrem Rad, müssen Sie nach einer anderen Lösung suchen, etwa eine mit Klettbändern. Wichtig ist auch der Abstand zwischen den Gabelrohren und den Sitzstreben. Er entscheidet, welche Maximalbreite das Schutzblech haben darf. Wenn möglich, sollte der Schutz etwa zehn Millimeter breiter sein als die Reifen.
Ebenfalls entscheidend für den Kauf ist die Art der Bremse Ihres Fahrrads. Felgenbremsen, vor allem an Rennrädern, haben oft eng sitzende Bremsbügel. Dort passt kein Schutzblech hindurch. Doch auch für dieses Problem gibt es Speziallösungen.
Beispiele für Steckschutzbleche
- Hebie Viper: Die Viper von Hebie ist eine Art Klassiker unter den Steckschutzblechen für Mountainbikes. Das Prinzip: Leicht gebogene Winkel aus Stahl werden vorn an die Bohrung der Gabelbrücke und hinten an die Brücke zwischen den Sattelstreben geschraubt. Beide Schutzbleche müssen nach der Montage nur auf die Adapter geschoben werden.
- Ass Savers: Die kleinen Schutzbleche mit dem schönen Namen gibt es für wenige Euro in mehreren Breiten und vielen Farben. Sie bestehen aus flachem Kunststoff mit vorgestanzten Faltlinien. Auf der Unterseite der Schützer ist die Faltanleitung aufgedruckt. Einzigartig ist die Anbringung der kleinen Schützer ohne Adapter oder Klettband: Sie werden unter den Sattel und zwischen das Sattelgestell geschoben.
- Topeak D-Flash: Topeak bietet mit der Serie »D-Flash« mehrere Schutzprodukte an. Alle drei Schutzbleche sind aus leichtem Polypropylen und kommen flach wie ein Stück Papier beim Kunden an. Sie erhalten ihre endgültige Form, wenn man sie an vorgestanzten Linien faltet, ähnlich wie die Ass Savers.
- SKS Speedrocker: Die Speedrocker sind ein kompletter Schutzblechsatz für Fahrräder mit Scheibenbremsen. An Räder mit klassischer Felgenbremse passen sie nicht wegen der fehlenden Aussparung.
- SKS Mudrocker: Die Mudrocker sind breite Plastikschutzbleche speziell für Mountainbikes. Als maximale Reifenbreite gibt Hersteller SKS 3 Zoll (7,62 Zentimeter) an. Das reicht für die meisten Mountainbikes aus.
- BBB Roadprotector: Vom Roadprotector gibt es kein Set, sondern je eine Variante für vorn und eine für hinten. Es gibt zwei Besonderheiten: Wie die Steckschutzbleche von Hebie wird das Halteblech an die Brücke zwischen den Sattelstreben (hinten) oder die Gabelbohrung geschraubt.
Tabelle: MTB Schutzblech Vergleich
| Produkt | Schutzwirkung | Montage | Kompatibilität | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| RockShox Fender | Gering | Einfach | RockShox Gabeln | Minimalistisch |
| Riesel Design kol:oss | Mittel | Einfach | Universell | Klassisches Design |
| FOX Mudguard | Mittel | Aufwändig | FOX Gabeln | Integrierte Optik |
| Mucky Nutz MugGuard Long | Hoch | Einfach (Klett) | Universell | Bester Schutz |
| SKS MUDROCKER | Hoch | Sehr Einfach (Klett) | Universell | Schnelle Montage, Gabel Schutzfolie |
Alle Mudguards in unserem Test schützen euch gut und halten den größten Teil des Dreckbeschusses ab. Durch ihre universelle Form passen sie zwar an alle Laufradgrößen, aber nicht an jede Gabel - also checkt das vor dem Kauf. Außerdem gibt es große Unterschiede bei Befestigung und Schutz. Gerade bei großen Mudguards ist eine schnelle Montage vor der Matsch-Session wichtig, allerdings neigen sie durch das höhere Gewicht eher zum Klappern.
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