Der ADAC hat 2024 insgesamt 14 Kinderfahrräder mit 16-Zoll-Reifen auf Handhabung, Fahreigenschaften, Eignung für das Kind, Sicherheit und Schadstoffe geprüft. Viele der getesteten Fahrräder haben einen stolzen Preis. Doch muss das sein? Die Ergebnisse im Überblick.
Testergebnisse im Detail
Mit acht der getesteten Kinderfahrräder für den Einstieg ins Radfahren erhält über die Hälfte das ADAC Urteil "gut". Vier Räder bekommen das Urteil "befriedigend", eines das Urteil "ausreichend" und eines fällt mit "mangelhaft" durch. Mit dem Testsieger Woom und dem zweitplatzierten Puky erzielen zwei namhafte Hersteller das beste Ergebnis. Wer ein qualitativ hochwertiges Kinderfahrrad sucht, muss mit einem Preis von 300 bis über 400 Euro rechnen. Doch Qualität zahlt sich in dem Fall aus: Die Eigenschaften eines guten Fahrrads erleichtern es den Kindern extrem, das Radfahren zu lernen.
Der positive Effekt eines möglichst geringen Gewichts hatte sich auch bereits im ADAC Test von Kinderfahrrädern mit 20 Zoll gezeigt. Generell ist es von Vorteil, wenn das erste Kinderfahrrad ein geringes Eigengewicht hat. Denn: Je leichter ein Kinderfahrrad ist, desto leichter ist das Üben für das Kind und desto besser auch das Fahrverhalten.
Schadstoffbelastung
Überraschend ist, dass nur die zwei preisgünstigsten Modelle im Test (Royal Baby Freestyle und B'Twin 500 Robot) frei von Schadstoffen sind. Bei allen anderen Kinderfahrrädern wurden Schadstoffe in den Griffen und auch im Sattel gefunden. Das Kinderrad MX 16 2023 von Orbea, das immerhin rund 360 Euro kostet, hatte mit dem Weichmacher DPHP Schadstoffe in den Griffen und musste dadurch auch abgewertet werden. Deshalb wurde das Kinderfahrrad 16 Zoll von Orbea im ADAC Test abgewertet und erhielt in der Kategorie Schadstoffe die Note "ausreichend".
Wichtige Aspekte beim Kauf
Auch das zulässige Gesamtgewicht (Eigengewicht Fahrrad und Gewicht des Kindes) für ein Kinderfahrrad ist wichtig und muss altersgerecht sein. Ein 16-Zoll-Kinderfahrrad sollte deshalb mindestes 30 Kilo Gesamtgewicht oder mehr zulassen. Positiv fallen dagegen die Hersteller Woom (Testgewinner) und Puky auf. Denn sie geben ein zulässiges Gesamtgewicht von 60 Kilo an, was sehr gut ist. Das Kinderfahrrad von Woom ist mit 5,9 Kilo Eigengewicht zudem das leichteste Fahrrad im ADAC Test.
Vor dem Kauf eines Kinderfahrrads ist es immer von Vorteil, die Kleinen beim Fachhändler Probe sitzen zu lassen und das Rad zuvor richtig einzustellen. Dabei sollten Sattelhöhe, Lenkerposition und die Erreichbarkeit der Bremshebel so eingestellt sein, dass diese vom Kind einfach bedient werden können. Radfahren bedeutet auch, den ein oder anderen Sturz zu erleben. Deshalb ist das Tragen eines gut sitzenden Fahrradhelms immer unerlässlich. Sollten Bedenken wegen möglicher Schadstoffe in den Lenkergriffen bestehen, können diese immer im Fachhandel getauscht werden.
Laufräder im Vergleich
Ideal für die ersten Abenteuer sind Laufräder. Damit können Kinder schon ab zwei Jahren munter losdüsen, ohne dass Mama oder Papa ständig hinterherlaufen müssen. Das Puky LR M ist äußerst robust, sehr gut verarbeitet und ein treuer Begleiter. Auch optisch überzeugt der Klassiker, der auf unnötige Spielereien am Rahmen oder beim Zubehör verzichtet. Das sportliche Puky LR Light ist schon allein optisch ein echter Hit. Die Rahmengeometrie, die Gabel, Luftreifen und Speichen: Das Laufrad kommt wie ein Mini-Mountainbike daher.
Im jüngsten Test der Stiftung Warentest sind von 13 getesteten Kinderlaufräder ganze zehn aufgrund zu hoher Schadstoffbelastung durchgefallen, darunter auch unser Testsieger Puky LR M (Test 12/2021). Allerdings ist die Nutzung von Laufrädern unserer Ansicht nach nicht Kleinkinderspielzeug-typisch - oder anders gesagt, kaum ein Kind wird auf die Idee kommen, einen Sattel oder einen Reifen in den Mund zunehmen und darauf herumzukauen.
Einige Hersteller haben auf den Test der Stiftung Warentest mit Verkaufsstopps reagiert und bieten teilweise Ersatz an. So erhalten Käufer des Puky LR M vom Hersteller auf Anfrage kostenlos einen neuen Sattel (auf dieser Seite können Sie einen Austauschsattel anfordern). Auch wenn das Puky LR M eigentlich ein Einsteigermodell für Jungen und Mädchen ist, kam der rote Flitzer bei unseren kleinen und großen Testpiloten durchweg bestens an. Warum? Der Klassiker von Puky sorgt für klare Verhältnisse.
Das Puky LR Light ist schon allein optisch ein echter Hit. Die sportliche Rahmengeometrie, die Gabel, Luftreifen und Speichen - das Laufrad kommt wie ein Mini-Mountainbike daher. Auch bei unseren kleinen Testpiloten kam das LR Light sehr gut an - optisch wie fahrtechnisch.
Kinderfahrrad Puky: Details und Vorteile
Das leichte Kinderrad von Puky erlaubt mit 60 Kilogramm ein sehr hohes zulässiges Gesamtgewicht. Die gute Ergonomie des Rades kommt auch bei den Testprobanden gut an. Verbesserungspotential bietet das vordere Kettenblatt, das nach DIN-Anforderung komplett geschlossen sein muss.
ADAC Testurteil für Puky
Das Puky ist durch seine sportliche Rahmengeometrie bereits ein Hingucker. Das LS-Pro 16 von Puky ist ebenfalls ein sehr gut verarbeitetes, leichtes und durchdachtes Kinderfahrrad.
Puky Kinderfahrräder: Zuverlässig und sicher unterwegs
Entdecke unsere PUKY Kinderfahrräder, ideal abgestimmt für Kinder ab 3 Jahren. Mit einem PUKY Fahrrad starten Kinder sicher und mit Freude in ihre mobile Unabhängigkeit. Ein Kinderfahrrad muss passen. Aber es gibt unterschiedliche Größenangaben. Aller Anfang ist leicht - wenn das Kinderfahrrad zu Deinem Kind passt.
Wichtige Hinweise bekommst Du - zum Beispiel bei einer Probefahrt - schon mit bloßem Auge: Ein zu großer Rahmen ist ein Sicherheitsrisiko - vor allem, wenn Dein Kind nicht schnell genug mit den Füßen auf den Boden kommt. Gleichzeitig sollte der kleine Radler auf beiden Füßen über dem Rahmen (also vor dem Sattel) stehen können, ohne dabei auf dem Oberrohr aufzusitzen. Auch das wäre ein Zeichen für einen zu großen bzw. hohen Rahmen.
Was Dir die Investition in ein passendes Kinderfahrrad zusätzlich erleichtern dürfte: PUKY-Bikes haben eine sehr lange Lebensdauer und einen hohen Wiederverkaufswert. Was aber tun, wenn Ihr keine Probefahrt machen könnt? Oder wenn Du Deinem Augenmaß nicht traust und lieber auf Nummer sicher gehst?
Fazit: Ob ein Kinderfahrrad passt, kann man mit einem fachkundigen Blick erkennen. Der wichtigste objektive Wert ist die Schritthöhe Deines Kindes. PUKY bietet passende Fahrräder für Kinder ab etwa 3 Jahren. Das YOUKE eignet sich ideal für Einsteiger, während das LS-PRO sportlichere Fahrer ab ca. 4 Jahren anspricht.
Das YOUKE ist ein klassisches Einsteigerfahrrad mit Rücktrittbremse - besonders sicher für Fahranfänger. Die Modelle CYKE und SKYRIDE sind StVZO-konform ausgestattet - mit fest installierter LED-Lichtanlage, Schutzblechen und teils Gepäckträger. Beide Modelle sind alltagstauglich und nach StVZO ausgestattet. Das CYKE ist sportlicher, in matten Farben gehalten und richtet sich eher an ältere Kinder.
Kinderfahrrad-Test: Puky, Woom und Early Rider im Vergleich
Beliebt sind sie alle. Und doch hat jedes Kinderfahrrad so seine eigenen Vorteile. Hier seht ihr die wichtigsten Infos auf einen Blick. Danach gehen wir bei jedem Rad nochmal ins Detail und sagen euch, für wen es sich gut eignet und berichten von unseren Erfahrungen.
| WOOM Original 2 | Early Rider Belter | Puky Steel 12 | |
|---|---|---|---|
| Vorteile |
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| Nachteile | Kein Rücktritt | Kein Rücktritt | Schwerer als andere Modelle |
| Gewicht | 5 kg / 14 Zoll Rad | 5.2 kg / 14 Zoll Rad | 8.2 kg / 12 Zoll Rad |
| Altersempfehlung | 3 bis 4.5 Jahre | 2.5 bis 5 Jahre | Ab 3 Jahren |
| Größe des Kindes | 95 bis 110 cm | 93 bis 110 cm | 95 bis 120 cm |
| Innenbeinlänge | Ab 38 cm | Ab 37 cm | Ab 42 cm |
Puky - der nicht ganz so leichte, aber gut ausgestattete Anfänger-Klassiker
Was auch an ihrer Robustheit und dem vergleichsweise günstigen Preis liegt: Das Pucky Steel 12 Zoll für Fahrradfahr-Anfänger*innen ab 3 Jahren (Schrittlänge 42 bis 51 cm, Körpergröße der Kinder 95 bis 120 cm) kostet um die 220 €. Damit ist es in unserem Kinderfahrrad-Test mit Abstand das günstigste Bike. Und keine Frage: So manches Kind hat damit schon sehr gut das Radeln gelernt.
Mit einem Gewicht von 8,2 kg ist das Puky Steel deutlich schwerer als die Leichtgewichte von woom oder Early Rider, was es gerade zarten Persönchen anfangs oft nicht ganz so einfach macht, das Radeln zu lernen. Man muss der Fairness halber aber dazu sagen, dass das Puky Rad schon einige Extras wie eine Klingel, einen Gepäckträger, Schutzbleche sowie Front- und Rückstrahler mitbringt.
Durch den tiefen Rahmeneinstieg beim Puky Steel können die kleinen Radl-Fahrer*innen leicht auf- und absteigen. Außerdem sitzt das Kind hier aufrecht, damit es sich weniger auf's Fahren und mehr auf seine Umgebung konzentrieren kann. Beim Puky Steel ist zudem der Kettenkasten vollständig geschlossen - was vor Verletzungen, Hoseneinzwicken und Schmutz schützt. Die Pedalen sind rutschfest und mit extra Reflektoren ausgestattet.
Ein klarer Unterschied zu woom und Early Rider ist die Rücktrittbremse, die Expert*innen heute eher als Nachteil verbuchen. Zum einen ist die Bremskraft geringer und schwerer dosierbar, zum anderen gibt es das Problem mit der unflexiblen Pedalstellung. Dazu kommt: Das Kind muss sich später nochmal umgewöhnen, wenn es auf ein Modell ohne Rücktritt umsteigt.
Das Kinderrad von Puky ist leicht zu montieren. Nach der Lieferung bzw. dem Kauf gilt es nur noch den Lenker gerade zu stellen und die Pedalen zu befestigen.
Woom - das leichte Trend-Rad für Einsteiger und Fortgeschrittene
Das Anfänger-Kinderfahrrad von woom ist aktuell sehr beliebt, weil: bunt, leicht und optimal für den Einstieg. 5,4 kg) und speziell auf die kindlichen Proportionen abgestimmt.
Der größte Pluspunkt ist, dass schon 3-Jährige mit einem Fahrrad von woom easy Radeln lernen können. Das liegt am leichten, kindgerecht geformten Aluminium-Rahmen inklusive Sattel, der einen fast aufrechten Sitz ermöglicht. Kids mit (aber auch ohne) Laufrad-Erfahrung halten hier fast intuitiv das Gleichgewicht und können sich so aufs Treten der Pedale konzentrieren.
Ein Kauf-Argument ist für viele Eltern der Lenkeinschlagsbegrenzer. Hier spannt sich zwischen Gabel und Rahmen ein Gummiring, der die Lenkung stabilisiert und dafür sorgt, dass nichts überdrehen kann. Das gibt Sicherheit beim Geradeausfahren und schützt unsicher lenkende Anfänger genauso wie übermütige Kids vor Stürzen.
Auch die zwei gut unterscheidbaren Hebel der Felgenbremsen sind ideal für Kids. Vielleicht fragt ihr euch jetzt: Warum ist ein Rad ohne Rücktrittbremse besser? Expert*innen sagen: Im Ernstfall können die Kleinen so rascher reagieren. Bei Felgenbremsen ist die Bremskraft größer und Kinder können sie leicht bedienen. Durch den Freilauf gelingt außerdem sowohl das Anfahren als auch das Bremsen bei jeder Pedalstellung.
Early Rider - für Kinder, die von Anfang an "richtig biken" wollen
Das Rad von Early Rider sieht schon in der 14-Zoll-Variante richtig cool und sportlich aus. 430 € wiegt mit 5,5 kg vergleichsweise wenig und ist auffallend leichtgängig, wodurch schon kleine Fahranfänger schnell Erfolgserlebnisse haben. Außerdem sieht es dank Mountainbike-Look und breiten Reifen sehr cool aus. Allerdings muss dem Kind die Farbe gefallen - es gibt das Rad mit Aluminium-Rahmen nur in Silber.
Der englische Hersteller empfiehlt das Rad für Kids zwischen 2,5 und 5 Jahren (bzw. ab einer Innenbeinlänge von 37 cm). Es ist hochwertig, toll verarbeitet und hält im Praxistest einiges aus. Stichwort Sichtbarkeit: Das Early Rider Belter kommt inklusive Reflektoren an den Pedalen und für die Speichen und punktet mit Front- und Rückreflektoren sowie einer Klingel.
Wie beim woom gibt es beim Early Rider keine Rücktrittbremse, sondern zwei Felgenbremsen - und damit je einen kindgerecht konstruierten, leicht zu betätigenden Bremshebel für vorne und hinten. Die größte Besonderheit beim Early Rider: Statt einer Kette hat das Rad einen pflegeleichten Riemenantrieb. Dieser schützt kleine Radler vor Verletzungen, muss nicht geölt werden - und ist mit ein Grund für den gehobenen Preis.
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