Klickpedale sind ein wesentlicher Bestandteil der Ausrüstung für Rennradfahrer, da sie eine feste Verbindung zwischen deinen Rennradschuhen und den Pedalen herstellen. Das System besteht aus dem Pedal selbst und der sogenannten Schuhplatte (Cleat), die an der Sohle des Radschuhs befestigt wird.
Funktionsweise und Vorteile von Klickpedalen
Durch Aufsetzen des Fußes an der richtigen Stelle und leichten Druck nach vorne unten rastet die Pedalplatte an Deinem Schuh (auch Cleat genannt) spür- und hörbar im Pedal ein. Nach dem Einklicken stehen Deine Füße präzise in der Position auf dem Pedal, die Du bei der Montage des Cleats vorgegeben hast. Das Einrasten erzeugt ein deutliches Geräusch - z. B. Klick - ein Geräusch, das zum Rennradfahren dazugehört wie der Fahrtwind und der eigene Atem. Vor Pausen, an Ampeln und Kreuzungen - klick. Der Fuß wird aus dem Pedalsystem herausbewegt, er ist „frei“ - und beim Losfahren bewegt er sich wieder zurück in das System. Ausklicken ist ein seitliches Drehen der Ferse nach außen erforderlich, was anfangs etwas Übung erfordert.
Die feste Verbindung bringt Vorteile beim runden Tritt und bei der Kraftübertragung. Besonders im Sprint sind „Klickies“ hilfreich. In holprigen Passagen kannst Du Dich leicht machen oder weiter treten, ohne direkt vom Pedal gerüttelt zu werden. Um wieder auszuklicken, drehst Du einfach Deinen Fuß nach außen und kannst absteigen.
Die feste Verbindung ermöglicht nicht nur das Herunterdrücken des Pedals, sondern auch das Hochziehen des Pedals, was zu einer effizienteren Kraftübertragung führt. Nach dem Einklicken stehen Deine Füße präzise in der Position auf dem Pedal, die Du bei der Montage des Cleats vorgegeben hast und in der sie für dich optimalen Position verbleiben. Die feste Verbindung bringt Vorteile beim runden Tritt und bei der Kraftübertragung.
Die Auswahl an Rennrad-Pedalen ist groß - je nach Hersteller und jeweiligem System unterscheiden sie sich hinsichtlich ihrer Auflagefläche, ihrer Auslösehärte und dem „Float“, der Bewegungsfreiheit, die sie trotz einer festen Verbindung ermöglichen - dies kann etwa bei Knieproblemen dabei helfen, eine „natürlichere“ Bewegung zu ermöglichen. Auch wer an seinem Rennrad Gewicht einsparen möchte, kann dies unter anderem mit der richtigen Pedalwahl tun.
Besonderheiten von Rennrad-Pedalen
Beim Rennrad sind Klickpedale Standard und sorgen für eine effiziente Kraftübertragung und den runden Tritt. Die Cleats (Pedalplatten) fürs Rennrad haben eine große Kontaktfläche, die Deine Schuhe fest auf dem Pedal halten.
Die Pedale müssen zu den Schuhen passen. Um Klickpedale fahren zu können, brauchst Du spezielle Schuhe, an denen die Gegenstücke zu den Pedalen - die Cleats - fest verschraubt werden können. Dabei gibt es verschiedene Standards, die nicht miteinander kompatibel sind. Entscheidend ist, dass Deine Schuhe zu Deinen Pedalen passen. Die meisten Rennradschuhe haben drei Gewinde in der Sohle (3-Loch Pedalsystem).
Am Rennrad hat die Kraftübertragung höchste Priorität, weshalb Pedalplatten mit großer Kontaktfläche zum Pedal verwendet werden und die Bindung sehr straff ausfällt.
Shimano Ultegra R8000 SPD-SL Carbon Pedale im Detail
Die Shimano Ultegra R8000 SPD-SL Carbon-Pedale zeichnen sich durch ihre beeindruckende Leichtbauweise und hochwertige Verarbeitung aus. Das Carbon-Design ist nicht nur optisch ansprechend, sondern reduziert auch das Gewicht spürbar. Die breite Auflagefläche sorgt für einen stabilen Stand und die präzise Einstellbarkeit der Auslösehärte ermöglicht eine individuelle Anpassung.
Die einseitige Bindung mit einstellbarer Auslösehärte sorgt zusammen mit großen Pedalplatten aus Kunststoff für Dreiloch-Sohlen für eine solide Kraftübertragung. Shimano bietet Dir die Wahl zwischen drei verschiedenen Cleats mit unterschiedlich viel Bewegungsfreiheit: 0°, 2° oder 6° "Float".
Viele Fahrer sind von der einfachen Bedienung und dem sicheren Gefühl beim Ein- und Ausklicken überzeugt. Das Einklicken ist präzise und sicher, mit einem klaren Eingriff, der Vertrauen erweckt.
Viele wechseln erst nach einer Eingewöhnungsphase zum klassischem Rennrad-Drei-Loch-Klicksystem, das in der Regel eine festere Verbindung, weniger Bewegungsspielraum, eine größere Auflagefläche und damit meist eine effizientere Kraftübertragung bietet.
Weitere Aspekte bei der Wahl von Klickpedalen
Der Q-Faktor
Der Q-Faktor beschreibt den Abstand zwischen den beiden Montagepunkten der Pedale. Weil die Hersteller unterschiedlich breite Tretlager und gekröpfte Kurbeln produzieren, gibt es unterschiedliche Abstände. Nicht alle Fahrer kommen mit allen Abständen gleich gut zurecht. Ist er zu groß, kann dies bei manchen zu Knieproblemen führen.
Daher ist der Q-Faktor auch bei den Pedalen relevant. Aber auch durch eine andere Montage der Pedalplatten, auch „Cleats“ genannt, lässt sich der Q-Faktor anpassen. Manche Pedalplatten wie etwa jene von Wahoo, Look oder Shimano kann man auch einfach seitlich verschieben.
Auflagefläche und Bauhöhe
Um genügend Druck auf das Pedal zu bringen, empfiehlt sich eine große Auflagefläche. Hier ist das Zusammenspiel von Pedal und Schuhplatte von Bedeutung. Generell gilt: Je mehr sich der Druckpunkt der Pedalachse annähert, desto besser, ergo effizienter ist die Kraftübertragung. Eine geringe Bauhöhe des Pedals gilt demnach als vorteilhaft, ebenso wie eine möglichst dünne Sohle.
Hier eine Übersicht über verschiedene Klickpedalsysteme:
| System | Hersteller | Besonderheiten |
|---|---|---|
| SPD-SL | Shimano | Große Pedalplatten, einstellbare Auslösehärte |
| Kéo | Look | Zuverlässig, hervorragende Kraftübertragung |
| Speedplay | Wahoo | Klickmechanismus am Schuh, viele Einstellmöglichkeiten |
| Iclic | Time | Carbon-Blattfeder, leicht |
Alternativen und Besonderheiten
Eine Ausnahme bilden hier die Pedale von Magped. Statt eines Feder-Haken-Systems fungieren hier ein Magnet im Pedal und eine Metallplatte im Cleat als verbindende Elemente.
Auch die deutschen Sportartikelhersteller Adidas und Puma entwickelten einst eigene Pedalsysteme.
Hinweise zur Nutzung
Die montierten Schuhplatten an deinen Schuhen erschweren, zu laufen. Mit Cleats empfehlen wir dir Schuhplatten-Abdeckungen. Mit denen du dein Klickpedal auch kurzfristig in ein Plattformpedal verwandeln kannst.
Viele Rennrad-Neulinge beginnen auch auf der Straße oftmals mit Offroad-„Klickies“. Denn gerade auf Einsteiger können die oftmals sehr starre Verbindung, die teils hohe Auslösehärte und der damit verbundene Kraft- und Technikaufwand beim Ausklicken aus Rennrad-Klicksystemen abschreckend wirken.
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