Die große, weite Welt entdecken - das wollen nicht nur Erwachsene, sondern auch schon die Kleinsten. Ideal für die ersten Abenteuer sind Laufräder. Damit können Kinder schon ab zwei Jahren munter losdüsen, ohne dass Mama oder Papa ständig hinterherlaufen müssen. Laufräder sind für Kleinkinder ein erster kleiner Schritt in die Eigen- und Selbstständigkeit. Denn die Kleinen sitzen nicht mehr im Kinderwagen oder laufen an der Hand von Mama und Papa, sondern begeben sich auf kleine Entdeckungsreisen - natürlich im Blickfeld der Eltern.
Sie erfahren damit eine ganz neue Art und Weise der Fortbewegung. Dabei lernen die Kids nicht nur Geschwindigkeiten einzuschätzen, sondern vor allem auch die Koordination von Armen und Beinen. Das ist auch der Grund, warum Kinderlaufräder so gut auf das Fahrradfahren vorbereiten. Genauso wie später beim Fahrradfahren, ist es auch beim Laufrad wichtig, dass Kinder - anders als auf unseren Testfotos - einen Helm tragen. Bitte lassen Sie Ihr Kind nur mit einem Laufrad fahren, wenn es einen Helm trägt.
Außerdem sollten Kinder laut Ärzten und Experten nicht zu früh auf ein Laufrad steigen. Zwei Jahre ist ein gutes Alter, je nach Entwicklungsstand des Kindes. Denn bevor die Kleinen auf zwei Rädern losrollen, sollten sie bereits gut eigenständig gehen können. Außerdem sollte das Laufrad nicht zu oft benutzt werden. Einige Laufräder sind eher für ganz junge und kleine Fahrer geeignet als andere.
Kokua Laufrad: Vom Erfinder des Kinderlaufrads
Nach Puky und Kettler ist Kokua ein weiterer bekannter Kinderlaufrad-Hersteller aus Deutschland. Bekannt ist das LIKEaBIKE Laufrad vor allem als Holzlaufrad aber Kokua hat auch schöne Lauflernräder und Kinderfahrräder aus Alu im Programm. So ganz stimmt die Bezeichnung Laufrad-Erfinder natürlich nicht, denn die Erfindung des Laufrades liegt schon 200 Jahre zurück. Da das damalige Modell von Karl Drais aber wohl kaum als Laufrad für Kinder gedacht war, kann Kokua als der Erfinder vom Laufrad für Kinder angesehen werden.
Denn vor 20 Jahren wurde das erste Laufrad für Kinder „erfunden“ und heute sind sie ein wichtiger Entwicklungsschritt für jedes Kind. Am Anfang war Kokua noch alleine auf dem Markt aber es fanden sich schnell auch Nachahmer die die verschiedensten Laufräder herstellten und zu dem heutigen unüberschaubar großen Angebot führten. Aber Kokua hat natürlich weiterhin einen großen Vorteil: die längste Erfahrung im Bau von Laufrädern für Kinder.
Ursprünglich gab es das Kokua Laufrad nur aus robustem Holz. Heute gibt es aber auch sehr gute Laufräder aus Alu.
Kokua Holzlaufräder im Detail
Damals waren die Holzlaufräder von Kokua die einzig verfügbaren und auch heute noch gibt es das erste Laufrad quasi unverändert: das LIKEaBIKE race. Im Laufe der Jahre sind aber weitere Modelle hinzugekommen so dass Kokua heute für jedes Kind, alle Ansprüche und Größen ein Laufrad im Angebot hat. Zuerst erscheint das Produktangebot von Kokua sehr unübersichtlich. Aber eigentlich ist es gar nicht so schwer und die Unterschiede sind leicht zu erklären.
Es gibt überwiegend zwei verschiedene Rahmengrößen und in beiden Größen 2-3 verschieden Ausstattungsvarianten die sich vor allem in den Felgen und Reifen unterscheiden. Das kleinste Laufrad von Kokua ist das LIKEaBIKE mini. Es ist komplett aus Birkenholz gefertigt und hat 12 Zoll Laufräder mit Luftreifen. Durch seinen s-förmige Rahmen kann der Sattel bis auf 28 cm abgesenkt werden. Kinder mit einer Schrittlänge von 30 cm sollten mit dem mini also sehr gut zurechtkommen.
Es gibt das LIKEaBIKE mini in zwei verschiedenen Ausführungen. Als LIKEaBIKE mountain mini mit Holzscheibenrädern und als LIKEaBIKE spoky mini mit Speichenlaufrädern aus Alu. Bei beiden ist das Gewicht mit 3,5 kg für ein Laufrad der Kategorie 2 relativ hoch. Hier spielt der robuste Holzrahmen und die Luftreifen eine Rolle. Es ist aber mit Abstand das leichteste Holzlaufrad. Das woom 1 ist z.B. fast genau so groß - wiegt aber nur 3 Kilo. Dafür hat es einen Alu Rahmen und sogar eine Bremse.
Beim LIKEaBIKE mini kommt erschwerend kommt hinzu, dass die Überstandshöhe recht groß ist und es keinen abgesenkten Durchstieg hat. Der Sattel ist die tiefste Position. Die kleinen Kinder mit ihren kurzem Beinen könnten also Schwierigkeiten mit dem Auf- und Absteigen haben. Sobald die Kinder aber etwas größer sind ist das LIKEaBIKE mini eine tolles Laufrad. Die Kombination aus 12 Zoll Luftreifen an einem kleinen und leichten Holzlaufrad ist außergewöhnlich.
Neben den Mini-Modellen gibt es dann mehrere Modelle die einen etwas größeren Holzrahmen verwenden und damit ähnliche Abmessungen haben. Der Rahmen des LIKEaBIKE mountain, des LIKEaBIKE spoky und des LIKEaBIKE forest ist im Gegensatz zu LIKEaBIKE mini nicht s-förmig sondern gerade. Dadurch ergibt sich eine Einstellbarkeit der Sattelhöhe von 33-42 cm. Damit fallen diese Laufräder in unsere Kategorie 3 und decken auch fast die gesamten Bereich der Kategorie 4 ab. Es sind also Laufräder für Kinder mit einem Alter von 3 Jahren mit dem Vorteil einer geringen Sitzhöhe. Sie können also auch kleineren Kindern gut passen.
Das LIKEaBIKE mountain ist das Standardmodell mit Luftreifen und Holzscheibenrädern und wiegt 3,5 kg. Es ist schon recht lange auf dem Markt und ist im Laufrad Test der Stiftung Warentest in 2008 Testsieger geworden. Das LIKEaBIKE spoky hat hingegen Speichenräder und ist daher etwas leichter. Das LIKEaBIKE forest ist quasi ein Spezialmodell des mountain. Der Rahmen ist nicht aus dem normalem Birkensperrholz gefertigt, sondern wird aus sehr robustem Buchenholz gebaut.
Außerdem hat das forest ein etwas gröberes Profil an den 12 Zoll Luftreifen, das hintere Schutzblech ist grün lackiert. In dieser Aufmachung wird es angepriesen als das perfekte Laufrad fürs Grobe, also für unbefestigte Wege. Der Name forest ist hier Programm.
Kokua Laufräder aus Aluminium
Immer noch sind die Lauflernräder aus Holz das Hauptstandbein von Kokua und werden traditionell aus Birken- oder Buchenholz gefertigt. Aber in den vergangenen Jahre sind auch Modelle aus Alu dazugekommen. Dieses sind das LIKEaBIKE jumper und das LIKEaBIKE Rosalie und Hardy mit 12 Zoll Speichen-Luftreifen. Das jumper ist recht weit verbreitet und hat seinen Namen von der Federung am Hinterrad. Rosalie und Hardy sind recht ähnlich vom Aufbau her, verzichten aber auf die Dämpfung. Alle sind im mittleren Größen-Feld angesiedelt, die ungefederten Modelle sind aber etwas kleiner und erlauben eine niedrigere Sattelhöhe. Leider sind sind sie aber auch recht schwer.
Das LIKEaBIKE jumper ist eines der leichtesten Laufräder mit 12 Zoll Lufreifen auf dem Markt. Auch das jumper war 2008 im Laufrad Test der Stiftung Warentest vertreten. Es wurde zwar nicht Testsieger, es wurde ihm aber ein hoher Fahrspaß bescheinigt. Das neuste Modell ist das LIKEaBIKE jumper 14. Wie der Name sagt handelt es sich um ein jumper mit 14 Zoll Reifen. Als wichtigste es kaum Änderungen gegenüber dem bewährten Design des 12 Zoll Modells hat das 14 Zoll Jumper serienmäßig eine V-Bremse am Hinterrad.
Diese gibt es am 12 Zoll Modell nur als Zubehör. Das Jumper 14 ist also das einzige Kokua Laufrad mit Bremse! Natürlich passt das 14 Zoll jumper (wie alle 14 Zoll Laufräder) eher für größere Kinder. Die minimale Sattelhöhe ist 10 cm höher als beim 12 Zoll Modell. Wenn dein Kind aber schon über 3 Jahre ist und klar ist, dass es nicht so bald auf ein erstes Fahrrad umsteigt kann das große Jumper eine tolle Wahl sein.
Alle Modelle sind in vielen verschiedene Farben verfügbar sodass bestimmt für jedes Kind etwas passendes dabei ist.
Vergleich der Kokua Laufräder
Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick über alle Kokua Laufräder im Vergleich. Du kannst alle wichtigen Eigenschaften der verschiedenen Lauflernräder vergleichen und so das beste für dein Kind finden. Bei den Holzlaufrädern gibt es zwei verschieden Größen (mini und normal) und drei verschieden Varianten der Räder (mountain, spoky und forest). Darüber hinaus gibt es einige Spezial-Varianten (wing, midi, maxi) in Sondergrößen die aber nicht sehr verbreitet sind.
| Name | Preis | Größe | Alter | Gewicht | Material | Reifen | Bremse | Federung | Farben |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kokua LIKEaBIKE mini | ab Preis nicht verfügbar | Kategorie 2 | ab 18 Monaten | 3,5 kg | Holz | 12" LR | Nein | Nein | natur |
| Kokua LIKEaBIKE forest | ab Preis nicht verfügbar | Kategorie 3 | ab 3 Jahre | 3,7 kg | Holz | 12" LR | Nein | Nein | natur |
| Kokua LIKEaBIKE mountain | ab Preis nicht verfügbar | Kategorie 3 | ab 3 Jahre | 3,5 kg | Holz | 12" LR | Nein | Nein | natur |
| Kokua LIKEaBIKE jumper | ab Preis nicht verfügbar | Kategorie 3 | ab 3 Jahre | 3,4 kg | Alu | 12" LR | Optional (VB) | Ja (HR) | silber, weiss, schwarz, grün, blau, orange, rot, pink, rosa |
| Kokua LIKEaBIKE Hardy/Rosalie | ab Preis nicht verfügbar | Kategorie 3 | ab 3 Jahre | 3,8 kg | Alu | 12" LR | Nein | Nein | grün, rot, blau, rosa |
| Kokua LIKEaBIKE spoky | ab Preis nicht verfügbar | Kategorie 3 | ab 3 Jahre | 3,4 kg | Holz | 12" LR | Nein | Nein | natur |
| Kokua LIKEaBIKE wing | ab Preis nicht verfügbar | Kategorie 3 | ab 3 Jahre | 3,9 kg | Holz | 12" LR | Nein | Nein | natur |
| Kokua LIKEaBIKE midi | ab Preis nicht verfügbar | Kategorie 4 | ab 3 Jahre | 4,2 kg | Holz | 12" LR | Nein | Nein | natur |
| Kokua LIKEaBIKE maxi | ab Preis nicht verfügbar | Kategorie 5 | ab 3 Jahre | 6,2 kg | Holz | 16" LR | Nein | Nein | natur |
| Kokua LIKEaBIKE race | ab Preis nicht verfügbar | Kategorie 3 | 2-4 Jahre | 3,5 kg | Holz | 12" VG | Nein | Nein | natur |
| Kokua LIKEaBIKE jumper 14 | ab Preis nicht verfügbar | Kategorie 5 | 3-5 Jahre | 4,2 kg | Alu | 14" LR | Ja (VB) | Ja (HR) | blau, schwarz |
Holz oder Metall: Was ist besser für ein Kinderlaufrad?
Während es von Puky Laufräder ausschließlich aus Metall (klassisch Stahl, inzwischen auch aus Alu) zu kaufen gibt, gibt es von Kokua noch immer eine große Auswahl an Holzlaufrädern in verschiedenen Größen und Farben. Auch von andere Hersteller gibt es Laufräder aus Holz.
Was spricht für und was gegen Holz als Werkstoff für Kinderlaufräder? Holz oder Metall, beide Materialien haben Vor- und Nachteile und pauschal lässt es sich kaum sagen ob eines besser ist als das andere. Es kommt wiedereinmal auf die Ansprüche und Anforderungen an. Der offensichtlich Unterschied ist natürlich das Material selbst. Ein Lauflernrad aus Holz besteht zum überwiegenden Teil aus einem natürlichen und nachwachsenden Rohstoff.
Ein Puky Laufrad hingegen besteht hauptsächlich aus Stahl und Plastik. Sicher kann das jeder selbst entscheiden, aber Holz ist in seiner Natürlichkeit ein sehr viel schöneres Material ist und damit perfekt für kindgerechtes Spielzeug und Kinderlaufräder geeignet ist. Es spricht die Sinne besser an und kann von den Kindern besser erfahren werden, es fühlt sich schöner an, es riecht besser, die Herkunft und Entstehung ist für die Kinder leichter zu begreifen.
Im Allgemeinen finden wir, dass Holz der kindgerechtere Werkstoff ist. Aber ist es auch besser für Kinderlaufräder geeignet als Metall und Plastik? So schön Holz als Werkstoff im Allgemeinen auch ist, so hat es leider doch einige Nachteile als Material für Laufräder. Oft ist zu lesen, dass ein Holzlaufrad schwerer ist als eines aus Alu. Aber, wie du in unserem Vergleich leichter Laufräder sehen kannst, stimmt dies so pauschal nicht.
Der Einfachere Aufbau der Holzräder ist bei allen Herstellern zu beobachten. Bei Holz als Werkstoff ist es einfach sehr viel schwieriger solche Sachen wir Federung und Bremsen zu verwirklichen. Es gibt wohl kein Laufrad aus Holz mit Bremse. Das bedeutet, dass du mit einem Holzlaufrad ein schönes und einfaches Laufrad bekommst, ohne unnötiges Zubehör und aus einem natürlichen Rohstoff. Weil auf das Nötigste reduziert kann dein Kind sich ohne Ablenkung auf das Laufradfahren konzentrieren.
Die bewusste Entscheidung für ein Holzlaufrad befreit dein Kind also ganz automatisch von dem vielen Ballast der oft an Laufrädern aus Metall zu finden ist: Bremse, Schutzblech oder Lillifee Aufkleber gibt es bei einem Laufrad aus Holz nicht. Braucht dein Kind aber auch nicht und wird durch nichts abgelenkt.
Eingeschränkte Verstellbarkeit bei Holzlaufrädern?
Leider gibt es aber auch Einschränkungen bei der Einstellbarkeit der Holzlaufräder. Während Laufräder aus Metall meistens eine stufenloses Einstellung des Sattels und des Lenkers erlauben, ist dies beim Laufrad aus Holz meistens nur eingeschränkt möglich. Der Lenker kann oft gar nicht verstellt werden und die Sattelhöhe nur in wenigen festen Schritten. Auch ist die Verstellung der Sitzhöhe an sich aufwändiger da Schrauben gelöst und komplett herausgezogen werden, der Sattel verstellt, und dann die Schrauben durch ein anderes Loch wieder angezogen werden müssen.
Das geht beim Laufrad mit Schnellspanner deutlich eleganter und schneller. Bedenke auch das die richtige Sitzhöhe wichtig ist damit dein Kind sicher und kraftvoll auf seinem Laufrad fahren kann. Da dein Kind ja wächst ist es wünschenswert, dass die Sattelhöhe leicht verstellt werden kann.
Holzlaufrad selber bauen und warten
Der Vorteil des Werkstoffes Holz ist aber auch, dass er viel leichter zu verarbeiten ist. Es findet sich bestimmt ein netter Opa, der ein verblichenes Holzlaufrad mit etwas Schleifpapier und einer Dose Lack in der Lieblingsfarbe wieder auf Vordermann bringen kann. Dies ist bei den Puky Laufrädern aus Metall nicht so einfach möglich. Tatsächlich lassen sich auch Anleitungen zum selber bauen von Holzlaufrädern finden. Das ist bei Metalllaufrädern deutlich schwerer. Vielleicht gibt ja einen handwerklich begabten Opa der sich dieser Aufgabe annehmen möchte. Ein schöneres Geschenk als ein selbst gebautes Laufrad kann man sich kaum vorstellen.
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