Komoot Routenplaner für Fahrräder: Eine umfassende Anleitung

Als begeisterter Radfahrer ist man immer auf der Suche nach neuen Strecken, die es zu erkunden und zu entdecken gilt. Manchmal ist es aber schwierig, die richtigen Routen und Wege zu finden, die den eigenen Fähigkeiten und Vorlieben entsprechen. Zum Glück gibt es den Komoot-Routenplaner, der speziell für Radfahrer entwickelt wurde. Egal, ob du eine gemütliche Fahrt auf heimischen Radwegen oder eine abenteuerliche Reise ins Ausland machen möchtest, Komoot macht es möglich. In diesem Artikel erfährst du, was der Komoot-Routenplaner ist, wie er funktioniert, was er kostet und wie er dein Raderlebnis verbessern kann.

Was ist der Komoot Routenplaner?

Der Komoot-Routenplaner ist eine App, die speziell für Radfahrer (und Wanderer) entwickelt wurde, um neue Routen zu entdecken, mit anderen zu teilen oder selbst zu erstellen. Mit der Komoot-App navigierst du ganz einfach über selbst oder von anderen erstellte Routen. Sie bietet eine große Auswahl an Fahrradrouten auf der ganzen Welt, die du ganz einfach auf deinem bevorzugten Fahrradcomputer oder auf deinem Handy nutzen kannst. Diese Routen wurden von einer Gemeinschaft von Radfahrern und Abenteurern zusammengestellt, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen, um anderen zu helfen, tolle Radtouren zu unternehmen. Für jeden Geschmack ist eine Route dabei, und wenn nicht, kannst du sie ganz einfach selbst mit dem Komoot-Routenplaner erstellen. Egal ob Gravelbike, Rennrad, Mountainbike oder E-Bike, Komoot hat Routen für alle.

Komoot eignet sich hervorragend zum Erstellen von Routen für deinen Fahrradcomputer.

Wie erstelle ich eine Route im Komoot-Routenplaner?

Fangen wir am Anfang an. Öffne den Komoot-Routenplaner und wähle zunächst deine bevorzugte (Rad-)Sportart: MTB (Singletrails und Trails, möglichst wenig Asphalt), Fahrrad (Radwege und ruhige Asphaltstraßen), Rennrad (schnelle Asphaltstraßen und Radwege). Den Startpunkt, Wegpunkt A, bestimmst du, indem du in die Karte klickst, eine Adresse eingibst oder einfach deinen aktuellen Standort auswählst. Wenn du von A nach B möchtest, wählst du den Endpunkt B auf der Karte auf die gleiche Weise wie den Startpunkt.

Pro-Tipp: Wenn du dich für eine Rundtour entscheidest, ist es sinnvoll, den am weitesten entfernten Punkt als Endpunkt zu wählen und die Route dorthin zunächst nach deinen Wünschen anzupassen. Erst wenn du mit dem Hinweg zufrieden bist, ändere den Routentyp auf Hin- und Rückweg und passe den vom Komoot-Routenplaner gewählten Rückweg nach deinen Wünschen an. Komoot wählt unter Berücksichtigung der gewählten Sportart die am besten geeignete Route zwischen den von dir angegebenen Wegpunkten aus. Wenn du also nur einen Start- und einen Zielpunkt angibst, schlägt der Komoot-Routenplaner für Hin- und Rückweg die gleiche Route vor.

Du kannst die Punkte einfach selbst auswählen, indem du sie auf der Karte anklickst.

Wie wähle ich die besten Wegpunkte aus?

Hier unterscheidet sich der Komoot-Routenplaner von anderen Routenplanern. Es gibt verschiedene Arten von Wegpunkten, die du verwenden kannst, um deine Route zu verbessern: Komoot Highlights, POIs und Trail View Fotos, die andere Komoot Nutzer während ihrer Tour gemacht haben. Du kannst auch die blaue Routenlinie nehmen und sie zu einem (Natur-)Gebiet ziehen, in dem du radeln möchtest, oder die Linie direkt von einem Ort wegziehen, an dem du nicht radeln möchtest (z. B. eine Stadt oder ein Dorf). Wenn du die Linie loslässt, wird an dieser Stelle ein neuer Wegpunkt angezeigt. Du kannst auch einfach auf die Karte klicken oder tippen, um Wegpunkte hinzuzufügen.

So verschiebst du eine Route.

Highlights

Highlights sind Orte oder Streckenabschnitte, die von anderen Komoot-Nutzern empfohlen wurden, also quasi Tipps von Experten! Oft findest du zusätzliche Informationen zu den Highlights durch Fotos und Tipps von mehreren Nutzern, sodass du entscheiden kannst, ob du sie zu deiner Route hinzufügen möchtest oder nicht.

POI

Die POIs sind in Kategorien unterteilt, wie z. B. Gastronomie, Parkplätze, Campingplätze und Trinkwasserstellen. Wenn du auf die weiße Suchleiste oben links im (Desktop-) Planer klickst, öffnet sich eine Liste mit POIs, die du anklicken kannst, um sie auf der Karte anzuzeigen. In der App klickst du auf die grüne Wegpunktleiste, um die POIs anzuzeigen und eine einzelne Kategorie auszuwählen, nicht mehrere auf einmal wie auf dem Desktop. Du kannst einen POI zu deiner Route hinzufügen, indem du auf das Symbol auf der Karte klickst.

Trail View

Trail View ist genau das: eine Wegansicht. Es ist ein bisschen wie Google Street View, aber für unbefestigte Wege! Die Quelle dieser Fotos sind die Komoot-Nutzer selbst. Fotos, die unterwegs aufgenommen und öffentlich hochgeladen werden, werden von Komoot nach Qualität gefiltert, sodass du nur scharfe Fotos des Trails siehst, die einen guten Eindruck von der Umgebung und der Oberfläche vermitteln. So kannst du herausfinden, ob ein Weg vielleicht zu sandig für dein Rennrad oder zu schmal für einen belebten Wochenendtag ist.

Hier siehst du eine kurze Demonstration des Trail View

In den folgenden Videos erfährst du, wie du deiner Route Wegpunkte hinzufügst und im zweiten Video, wie du aus deiner A-B-Route eine Rundfahrt machst.

  • Wegpunkte in der Routenplanung verwenden (Video)
  • Eine Rundfahrt aus deiner A-B-Route machen (Video)

In den Videos siehst du den Komoot-Routenplaner in Aktion auf dem Desktop, ein großer Bildschirm ist praktisch, aber du kannst eine Route genauso gut in der Komoot App auf deinem Handy planen. Der Routenplaner funktioniert fast genauso, außer dass du in der App keine Trail View Kartenebene hinzufügen kannst. Auch das Ziehen und Ablegen der blauen Routenlinie ist nur auf dem Desktop möglich. Das Verschieben (exklusiv für Android-Nutzer) oder das Löschen und Erstellen neuer Wegpunkte mit einem Klick ist auf dem Smartphone problemlos möglich. Damit haben wir die wichtigsten Routenplanungsfunktionen von Komoot kennengelernt und du kannst mit dem Erstellen deiner eigenen Route beginnen! Wenn du weitere Informationen benötigst, kannst du die Online Hilfe von Komoot nutzen. Wenn du eine spezielle Frage zu einem bestimmten Thema hast, besuche den Komoot Support und gib das Thema in die Suchleiste ein.

Was kostet der Komoot-Routenplaner?

Die Nutzung des Routenplaners von Komoot ist kostenlos. Nachdem du eine Route geplant hast, kannst du direkt in der App mit der Navigation beginnen. Möchtest du offline navigieren oder deine Route mit deinem Navigationsgerät synchronisieren? Dann brauchst du die Karten, auf denen der Startpunkt deiner Route liegt. Wenn du ein Komoot-Konto anlegst, bekommst du deine erste Region kostenlos. Weitere einzelne Regionen kosten 3,99 €, ein Regionenpaket kostet 8,99 € und für 29,99 € bekommst du das gesamte Komoot-Weltpaket. Diese Zahlungen sind einmalig! Weitere Informationen zu den Komoot-Karten und dem Komoot-Premium-Abo findest du hier.

Das Bild oben zeigt links den Wegtyp und unten das Höhenprofil

Ein paar abschließende Tipps!

Wegtypen und Wegbeschaffenheit

In der linken Menüleiste des Desktop-Routenplaners (in der App scrollst du im Planer nach unten) siehst du eine Übersicht über die Straßenart und die Wegbeschaffenheit deiner Route. So kannst du zum Beispiel Bundesstraßenabschnitte finden und bei Bedarf entfernen, indem du die blaue Linie auf eine andere Straße ziehst. Außerdem kannst du im Menü genau sehen, wie viele Kilometer Radwege, befestigte Feldwege und z. B. Singletrails in deiner Route enthalten sind. So kannst du deine Route entsprechend anpassen und böse Überraschungen unterwegs vermeiden.

Höhenprofil

Willst du in die Berge? Dann ist das Höhenprofil im Routenplaner sehr nützlich. Es zeigt dir, wo die steilen Anstiege auf deiner Route liegen und wie lang genau ein Anstieg ist und an welchem Punkt deiner Route du den Anstieg beginnst.

Karten

Bei der Planung kannst du verschiedene Kartenarten nutzen. Die Satellitenkarte zeigt deutlich Naturschutzgebiete, Sandebenen, bewohnte Gebiete und Berglandschaften, und in der Karte Open Cycle Map findest du alle Knotenpunkte, auf die offiziellen Radwege verteilt sind. Zuletzt aktualisiert am 31.

Komoot Tipps und Tricks für Fortgeschrittene

Wenn du noch ganz neu bei komoot bist, dann ist bestimmt unser Artikel „komoot Tipps und Tricks - die Basics“ interessant für dich. Um neue Wege zu entdecken, aber trotzdem nicht im Nirgendwo zu enden, genau dafür hält komoot viele nützliche Tools parat. Einige davon hast du vielleicht noch nicht entdeckt. Darum wollen wir sie in diesem „Beitrag komoot Tipps und Tricks“ vorstellen.

Start- und Zielpunkt tauschen

Uns passiert es in der Aufregung sehr oft, dass wir Start- und Zielpunkt vertauschen. Oder wir haben eigentlich nur die Hinfahrt geplant und wollen dann doch auch zurückfahren. Mit einem einzigen Klick lässt sich die Fahrtrichtung jedenfalls ändern, nämlich mit dem Doppelpfeil unter der Zieleingabe. Du möchtest die Richtung deiner Tour umkehren? Nichts leichter als das: Klicke einfach links im grünen Feld auf „Richtung umkehren“ - fertig.

Tauschen von Wegpunkten

Wenn du mehrere Wegpunkte hast, dann kann es vorkommen, dass du diese doch nochmal tauschen beziehungsweise die Reihenfolge ändern möchtest. Das geht ganz einfach, indem du neben der Liste der Wegpunkte das Symbol mit den drei Balken anklickst, gedrückt hältst und nach oben beziehungsweise unten ziehst. Alternativ kannst du Wegpunkte auch in der Karte verschieben. Richtiges Eins-zu-Eins-Tauschen geht aber nur mit der ersten Variante.

In der Standardansicht werden nur Wegpunkt A (Start) und Wegpunkt B (Ziel) angezeigt. Klickst du auf den dazwischen angeordneten Hinweis „Weitere Wegpunkte“, so klappen diese auf und du kannst sie verschieben, wie es dir gefällt, indem du das Symbol mit den drei Balken geklickt hältst.

Eine Änderung rückgängig machen

Aus versehen verklickt? Das kann schonmal größere Veränderungen mit sich bringen. Um den Zustand vor dem Fehlklick wiederherzustellen, kannst du einfach im Browser den „Zurück”-Button klicken und alles ist wie zuvor. Funktioniert übrigens auch über mehrere Schritte im Verlauf. Komoot Tipps und Tricks können so einfach sein…

Vielleicht hast du es noch nie probiert, weil du in Sorge warst, deine komplette Tour zu verlieren. Aber keine Angst: Wenn du im Browserfenster auf „zurück“ klickst, geht komoot in deiner Planung genau einen Schritt zurück. Sehr praktisch!

Spezielle Points of interest (POI) suchen

Manchmal bist du auf der Suche nach etwas ganz Bestimmten. Zum Beispiel nach Restaurants für unterwegs oder nach Campingplätzen für die Übernachtungen auf einem Bikepacking Trip. Genau dafür gibt es die Funktion, die es dir ermöglicht, ganz bestimmte „Points-of-Interest“ anzeigen zu lassen. Klick einfach in das Suchfeld, wo du auch eine Adresse eintippen kannst. Es erscheint eine ganze Menge von zusätzlichen Suchoptionen (zum Beispiel Einkaufsmöglichkeiten, Bahnhöfe und so weiter), die du nach Belieben anklicken kannst. Standardmäßig sind hier nur die komoot-Highlights aktiviert.

Eigentlich gar nicht versteckt diese Funktion, trotzdem oft unentdeckt: Wenn du das Suchfeld anklickst, öffnet sich eine größere Auswahl an POIs. Doch damit diese dir in der Karte angezeigt werden, musst du sie zunächst „aktivieren“, indem du sie anklickst. Standardmäßig werden dir nur die komoot Userhighlights gezeigt.

Standardeinstellungen für den Routenplaner

In deinen Profileinstellungen kannst du deine Lieblingssportart(en) angeben. Sofern du nur eine angibst, übernimmt komoot diese Einstellung automatisch in den Tourenplaner. Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Wenn du hier mehrere angibst, gibt es keine „Standard-Sportart“. Wenn dich das stört, musst du dich auf die Angabe einer „Lieblingssportart“ beschränken. Im Tourenplaner selbst kannst du auch deinen Fitnessstand angeben. Der wird so lange immer wieder verwendet, bis du ihn änderst.

Wenn du, wie Martin, mehrere Lieblingssportarten angegeben hast, musst du beim Planen wohl oder übel darauf achten, ob du dich im richtigen „Modus“ befindest.

Offgrid Planung

Was, wenn du eine Tour planst und komoot will dich partout nicht über die gewünschte Route führen? Oder die Karte zeigt dir eine Sackgasse an, obwohl du genau weißt, dass man daher fahren kann? Solche Situationen können immer dann passieren, wenn das OpenStreetMaps Kartenmaterial nicht vollständig oder nicht aktuell ist. Dafür gibt es eine einfache Lösung und unseren nächsten komoot Trick: Du kannst Streckenabschnitte „offgrid“ planen.

Wie das? Es ist eigentlich sehr einfach: Wenn du auf den betreffenden Streckenabschnitt klickst, öffnet sich ein kleines Dialogfeld, in dem unter anderem der Punkt „Wegen folgen“ erscheint. Wenn du hier das Häckchen entfernst, erscheint eine gepunktete Linie, die du ungeachtet des vorliegenden Kartenmaterials frei formen und verschieben kannst. Beachte nur, dass du dir bei der Offgrid-Planung sicher sein solltest, dass deine Planung auch korrekt ist. Nicht, dass du auf einmal irgendwo in den Alpen stehst und es geht wirklich nicht weiter…

Komoot Trick: Per Offgridplanung kannst du zum Beispiel den geliebten Trampelpfad am Fluss einplanen, auch, wenn der nicht im OSM Kartenmaterial vorliegt. Funktioniert übrigens auch umgekehrt: Wenn du einen GPS Track mit Offgrid Passage importiert hast, kannst du dich über offizielle Wege leiten lassen, indem du bei „Wegen folgen“ wieder das Häckchen setzt.

komoot Shortcuts für schnelle Aktionen bei der Planung

Wenn du viel mit komoot arbeitest, kannst du deinen Workflow verbessern, indem du komoot Shortcuts, also spezielle Tastenkombinationen, verwendest, die bestimmte Aktionen bewirken. Diese komoot Shortcuts gehen irgendwann in Fleisch und Blut über - dann bist du ein echter komoot-Profi! Hier sind die Wichtigsten:

komoot Shortcut „C“: Die Karte wird neu zentriert
Mit einem Klick auf die Taste C richtet sich die Karte wieder mittig aus, sodass deine Route komplett sichtbar ist.

komoot Shortcut „H“: Seitliches Auswahl Menü ein-/ausblenden
Brauchst du mal etwas mehr Karte, um die Übersicht zu behalten? Mit einem Klick auf die Taste H verschwindet das seitliche Menü und die Karte füllt das ganze Browserfenster aus.

komoot Shortcut „P“: Höhenprofil ein-/ausblenden
Ein ähnlicher Trick, wie der mit dem Seitenmenü: Mit Klick auf P verschwindet das Höhenprofil, das unter der Karte angeordnet ist.

komoot Shortcut „M“: Streckenführungs-Linie ausblenden
Deine Route wird durch eine blaue Linie markiert. Manchmal kann diese Linie ein bisschen störend sein. Insbesondere dann, wenn du einen Eindruck bekommen möchtest, über welche Art Weg du fährst. Die Linie verdeckt nämlich den Weg, dessen Erscheinungsbild Auskunft über seine Qualität gibt. Ein Trail ist zum Beispiel nur eine gestrichelte Linie, während ein Gravelweg durch zwei gestrichelte Linien markiert wird. Klickst du auf M, verschwindet die blaue Linie und du siehst, was sich darunter „versteckt“.

komoot Shortcut „ESC“: Dialogfenster wird geschlossen
Wenn du auf die Karte Klickst, öffnet sich ein kleines Fenster mit Zusatzinfos. Mit der ESC Taste, schließt es sich wieder. Cooler Moove für Mouse-Muffel.

komoot Shortcut „Alt + Klicken“: Wegpunkt wird direkt als „Neues Ziel“ in die Route eingearbeitet
Spart dir ebenfalls Mouseklicks.

komoot Shortcut „Alt + cmd + Klicken“: Der angeklickte Punkt in der Karte öffnet sich in einem neuen Fenster bei OpenStreetMap.
In der URL findest du die dazugehörigen Koordinaten. Das kann mal ganz praktisch sein, zum Beispiel, wenn du schauen möchtest, ob Google Maps zu diesen Koordinaten noch was Spezielleres ausspuckt oder wenn du bei OSM selber Änderungen eintragen möchtest.

komoot Shortcut „Shift + Aufziehen eines Rechtecks“ mit der Maus auf der Karte: Kartenzoom
Halte einfach die Shift-Taste gedrückt und zieh ein Rechteck genau über der Fläche auf, die du dir in Groß ansehen möchtest. Das erspart dir den ein oder anderen Klick auf das „Plus“-Zeichen. Um wieder heraus zu zoomen, siehe Shortcut 1: C (für neu zentrieren).

Wenn du oft mit komoot arbeitest, sind diese kleinen Shortcuts Gold wert: Mit einfachen Tastenkombinationen kannst du so Funktionen aufrufen, die sonst versteckt sind oder viel Herumgeklicke bedeuten würden.

Alternative Karte nutzen

Manchmal ist es hilfreich, sich etwas aus einer anderen Perspektive anzusehen. Das gilt auch für Karten. Die komoot Karten sind zwar für die Routenplanung optimiert, trotzdem kann es manchmal helfen, sich das Ganze zum Beispiel auf einer Google Maps Karte oder der OpenStreetMap Karte anzuschauen. Du könntest dir zum Beispiel mit der „OpenCycleMap“ alle Radwege anzeigen lassen. Falls du sie wegen deiner geplanten Route nicht erkennen kannst, kann es helfen, diese auszublenden (Siehe Shortcuts: „m“).

Ein Klick auf das „Ebenen“-Symbol unter „+/-“ zeigt dir an, welche alternativen Karten zur Verfügung stellen. Besonders cool - aber nur für Premium-Profile - sind die sportartspezifischen komoot-Karten.

Unter den Plus/Minus-Symbolen findest du ein Karten-Symbol. Wenn du das möchtest, klickst du einfach auf besagtes Kartensymbol und es öffnet sich eine Auswahl mit zur Verfügung stehenden Alternativen. Wenn du einen Premium-Account hast, kannst du zusätzlich aus drei sportartspezifischen Karten (Fahrrad, Wandern, Mountainbiken) wählen, was ein ziemlich cooles Feature ist. Noch relativ neu sind die 3-D-Ansicht und die Trail-View-Ansicht.

Fehler in Karten entdeckt

Natürlich standen auch wir schon mal mitten im Wald, weil Komoot uns gesagt hat, dass dort ein wunderschöner kleiner Trail langgeht. Allerdings war dieser dann nicht zu finden, endete an einem Zaun, am Eingang eines streng verbotenen Truppenübungsplatzes, oder war schlicht und einfach unbefahrbar. Das ärgert einen, auf jeden Fall. Wie entstehen solche Fehler? Dafür musst du wissen, dass komoot seine Wege-Daten von OpenStreetMap, einer Art Open-Source Karte, bezieht. Dieses Kartenmaterial ist sehr gut, aber auch nicht fehlerfrei.

Doch das Coole daran ist: Im Prinzip kann jede:r, der mag, sich daran beteiligen, es zu verbessern. Sobald du einen OSM-Account hast, kannst du dort Vorschläge machen und sogar selber eintragen. Auf diese Weise sorgt eine große Community dafür, dass die Karten stets aktuell und möglichst fehlerfrei sind. Das erklärt übrigens auch, warum diese Karten nicht überall gleicher Qualität sind, denn nicht überall gibt es so eine aktive Community, wie zum Beispiel in Deutschland.

So oder ähnlich sieht es aus, wenn du dich auf openstreetmaps.org eingelogged hast, um einen Fehler in der Karte zu beheben. Es ist schön, wenn du da mitmachen möchtest, aber denk dran, dass jede Anpassung eine große Verantwortung bedeutet.

Bestimmte Wegtypen und Wegbeschaffenheiten vermeiden

Du möchtest eine „richtige“ Mountainbike Tour fahren und auf keinen Fall über eine Bundesstraße geleitet werden? Dann ist dieser komoot Tipp hier Gold wert. Links in der Tourenübersicht sind alle vorkommenden Weg-Typen aufgeführt. Wenn du hier zum Beispiel auf „Bundesstraße“ klickst, wird dir der erste Abschnitt über eine Bundesstraße angezeigt. Klickst du ein weiteres Mal darauf, zeigt komoot dir den zweiten und so weiter. Auf diese Weise kannst du nach und nach alle unerwünschten Bundesstraßen-Abschnitte aus deiner Tour entfernen.

Du kannst dir bestimmte Wegtypen oder die Beschaffenheit der Strecke Abschnitt für Abschnitt anzeigen lassen, um deine Tour bei Bedarf umzuplanen. Einfach links in der Zusammenfassung auf die entsprechende Eigenschaft klicken.

Touren aus verschiedenen Highlights zusammensetzen

Stell dir vor, du hast bestimmte Highlights vor Augen und möchtest daraus eine Tour zusammenbauen. Das ist mitunter gar nicht so einfach, zum Beispiel, weil du ein Highlight nicht wiederfindest oder komoot es dir - aus welchem Grund auch immer - nicht anzeigt. Oder du findest eine prima Highlight-Collection wie diese hier und möchtest dir daraus eine Tour zusammenstellen. Genau dafür gibt es eine tolle Funktion, die dir das Zusammenstellen einer neuen Tour aus den gewünschten Highlight sehr vereinfacht. Stell dir also vor, du möchtest dir eine Tour aus fünf deiner Lieblings-Büdchen im Ruhrpott zusammenbauen, die du in der oben genannten Highlight-Collection entdeckt hast. Im ersten Schritt öffnest du nun die einzelnen Highlights und klickst auf „merken“. Im Routenplaner kannst du nun in der Highlight- und POI-Suche hinter „Gemerkte Orte“ einen Haken setzen. komoot zeigt dir nun deine gemerkten Orte/Highlights an und markiert diese blau - im Gegensatz zu normalen roten Highlight. Du erkennst also deine „Gemerkten“ Highlights auf einen Blick und kannst sie in Sekundenschnelle zu einer Tour kombinieren.

Mit diesem komoot Trick kannst du ganz einfach Touren aus deinen Lieblings-Highlights kombinieren.

Die unterschiedlichen Komoot Profile

Sicherlich ist das hier nicht der große Geheimtipp, aber es kann sehr hilfreich sein, mit unterschiedlichen Aktivitätsprofilen zu arbeiten, um die schönste Strecke zu finden. Eigentlich sind die unterschiedlichen Sportarten ja selbsterklärend, unsere Erfahrung zeigt aber, dass nicht jedes Profil das optimale Ergebnis liefert. Welche der sieben Untergründe und sieben verschiedenen Wegetypen, die es bei Komoot gibt, für welches Profil verwendet wird, versuchen wir hier aufzuschlüsseln.

  • Fahrrad: Fahrrad allgemein bedeutet bei komoot, dass die schönste Route herausgesucht wird. Kleine verkehrsarme Wege werden bevorzugt und die Untergründe sind wechselhaft. Vor allem ist man auf Asphalt, Straßenbelag und festen Wegen unterwegs. In den allermeisten Fällen werden bei dieser „Sportart“ Fahrradwege und Radwanderwege benutzt, soweit diese vorhanden sind. Gelegentlich kann der Untergrund auch etwas rauer werden. Generell also genau das Richtige für genussvolle und entspannte Touren.
  • Gravel (ehemals „Fahrrad mit Schotter“): Hier können die Wege auch über längere Passagen schonmal etwas rauer werden. Abschnitte mit Schotter und Buckelpisten können dich erwarten. Daneben aber auch Straßen. Bei der Planung wird aber versucht mehr Off- als Onroad zu fahren. Diese Rubrik ist unser Tipp für Gravelbikes und Bikepacking Touren. Dabei geht es nicht darum, schnell von A nach B zu kommen, sondern durch die Natur zu radeln. Damit lassen sich auch bisher unbekannte Wege in bekannten Regionen finden. Bisher konnten wir übrigens keinen Unterschied in der Routenbeschaffenheit feststellen, seit „Fahrrad mit Schotter“ in „Gravel“ umbenannt wurde, was seit Sommer 2020 der Fall ist. Erwarte also nicht, dass eine „Gravel“-Route nur aus Gravel-Wegen besteht. Vielleicht ändert sich das ja mi...

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