Der König Ludwig Radweg bietet eine abwechslungsreiche Reise durch malerische Landschaften und zu historischen Stätten. Ob in Bayern oder im Ruhrgebiet, diese Route verbindet Naturerlebnisse mit kulturellen Highlights. Hier sind einige der bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten entlang des Weges.
Der König Ludwig Radweg in Bayern
Viele Mythen ranken sich um das Leben und vor allem um den Tod des bayerischen König Ludwig II., einem genialen Geist mit überbordendem Sinn für Kunst und Schönheit. War sein Tod wirklich ein Selbstmord oder doch Mord, diese Fragen werden wohl nie geklärt werden. Auf der Strecke von München bis Füssen treffen wir auf einige Stationen seines Lebens.
Sie radeln überwiegend auf gut beschilderten und asphaltierten Fernradwegen sowie auf ruhigen Nebenstraßen. Kurze Abschnitte der Radtouren verlaufen auf Hauptstraßen und teilweise auf unbefestigten, aber gut befahrbaren Wegstrecken. Hier sind einige Highlights der bayerischen Etappe:
Etappen und Sehenswürdigkeiten
- München und Umgebung: Individuelle Anreise nach München.
- Starnberger See: Ihre erste Radetappe führt Sie zuerst bis zum Ammersee. Über das Kloster Andechs geht's weiter bis nach Starnberg, dem Lieblingsort von König Ludwig II. Gemütliche Radler können auch direkt zum Starnberger See fahren. Den heutigen Tag können Sie dazu nutzen, den Starnberger See zu umrunden und die vielen alten Villen und kleinen Schlösser zu besichtigen. Radeln Sie zur Votivkapelle bei Berg am Starnberger See, die zum Gedenken an König Ludwig II. errichtet wurde, mit herrlichem Blick auf Wasser und Gebirge zur Stelle an der König Ludwig II am 13. Juni 1886 ertrunken ist. Entlang der Ostseite des Starnberger Sees radeln Sie bis nach Seeshaupt. Alternativ können Sie diesen Abschnitt auch per Schiff verkürzen.
- Oberammergau: Von Iffeldorf geht es nach Oberammergau, dem Passionsspielort, mit seiner Lüftlmalerei und der Holzschnitzkunst.
- Graswangtal und Schloss Linderhof: Einer der Höhepunkte der Radreise ist die beschauliche Fahrt durch das Graswangtal zum kleinsten Schloss des Märchenkönigs. Lieblingsschloss und ist das einzige, das noch zu seinen Lebzeiten vollendet wurde. Führung durch die Gemächer des Königs. Auf der Rückfahrt ist der Besuch der weltberühmten Benediktinerabtei Ettal sehr zu empfehlen.
- Füssen und Umgebung: Von Oberammergau nach Füssen. König Ludwig II. hat uns eines der schönsten und berühmtesten Schlösser der Welt hinterlassen. perfekte Postkartenmotiv auf Neuschwanstein erhält, ist ein schöner Abschluss der Tour.
- Schongau: Von Füssen nach Schongau, wo man eine Floßfahrt auf dem Lech buchen kann, und die zu einer verdienten Pause einlädt.
- Bernried am Starnberger See: Von Schongau nach Bernried am Starnberger See, von der Allgäuer Hügellandschaft geprägt. Die Fahrt führt über Peiting und Peissenberg durch den Pfaffenwinkel, verläuft entlang der Ammer direkt nach Weilheim. empfehlen wäre.
- Zurück nach München: Von Bernried zurück nach München.
Weitere Highlights in Bayern
- Der Forggensee: An Ihrem letzten Radtag starten Sie mit einer Rundtour um den Forggensee. Machen Sie an einem der vielen Badeplätze eine Pause und genießen Sie den Ausblick auf die Allgäuer Alpen.
- Murnauer Moos: Sie beginnen heute mit einer Radtour entlang dem größten Moorgebiet Mitteleuropas, dem Murnauer Moos. Vorbei am Moorheilbad in Bad Kohlgrub geht's in das schöne Allgäu.
- Garmisch-Partenkirchen: Die heutige Radetappe fahren Sie zum größten Teil entlang dem glasklaren Fluss Loisach nach Garmisch-Partenkirchen. Fahren Sie mit der Zugspitzbahn auf den höchsten Gipfel Deutschlands. Zurück zum Staffelsee geht's per Bahn.
Der König-Ludwig-Trasse im Ruhrgebiet
Wer sich als Paar für den Urlaub nicht auf das Meer oder die Berge einigen kann, der muss einfach ins Ruhrgebiet fahren. Auf einer relativ entspannten Radtour lässt sich beides nämlich sehr einfach kombinieren. Zumindest vom Namen her.
Streckenverlauf und Besonderheiten
Auf alten Schienenwegen verläuft die König-Ludwig-Trasse nämlich vom Herner Meer, einem breiten Abschnitt am Rhein-Herne-Kanal, nach Suderwich und passiert dort die gleichnamige Alm. Es ist eine relativ einfache, unspektakuläre Radtour vom Kanal durch die Vorstadt ins Grüne. Die König-Ludwig-Trasse ist durch das Radverkehrsnetz NRW ausgeschildert. Rostige Stahlschilder mit der Abkürzung KLT sind hier und dort zu finden.
Etwa 9 Kilometer ist der Verlauf lang, der fachlich als Bahntrassenradweg bezeichnet wird. Wieder hergestellte oder restaurierte Brücken über Straßen und die Emscher sind im einheitlichen Farbschema blau gestaltet. Das betrifft auch einige Stelen oder Betonklötze, hin und wieder mit stilisierten Fördertürmen versehen.
Sehenswürdigkeiten entlang der Trasse
- Herner Meer: Wir beginnen mit unserer Tour am erwähnten Herner Meer, dem so bezeichneten breiten Hafen- und Schleusenbereich am Rhein-Herne-Kanal. Es ist einfach eine große Wasserfläche an der Stelle, wo einst von hier aus eine Wasserstraße bis fast in die Innenstadt Hernes in der Nähe des Schlosses Strünkede abzweigte.
- Kunstwerk "reemrenreh": Neben den Yachten, die hier im Wasser liegen, fällt dort vor allem der liebevoll sogenannte „Käsespieß“ auf - ein Projekt der Emscherkunst.2010. Der 23 Meter hohe knallgelbe Turm aus Aluminiumblech mit Löchern, geschaffen von Bogomir Ecker, trägt den offiziellen Titel reemrenreh (kaum Gesang). Was so exotisch, vielleicht asiatisch oder indianisch klingt, ist schlicht und einfach „hernermeer“ rückwärts gelesen.
- Emscherbrücke: Es folgt bald die Emscherbrücke, eine sehr schöne Stahlfachwerkbrücke - von der man das Fachwerk allerdings nur von unten sehen kann. Hier besteht Anschluss zum Emscherweg.
- Zeche König-Ludwig I / II: Am Wegesrand befindet sich nach wenigen hundert Metern auf der rechten Seite eine Grubenbahn als Denkmal und Ausstellungsstück. Das kleine Museum liegt direkt gegenüber dem ehemaligen Zechengelände. Rechts steht ein rostiger Gasometer, dahinter das Beton-Skelett der alten Pechhalle der Zeche König-Ludwig I / II.
- Suderwicher Alm: Wir erreichen nun das ehemalige Zechengelände König-Ludwig IV / V in Suderwich, das zu einem Gewerbegebiet geworden ist. Und hier befindet sich auch die in der Einleitung beschriebene Alm. Die Suderwicher Alm ist eine sanfte Anhöhe mitten im Gewerbegebiet. Sie trennt dieses auch von der benachbarten Wohnbebauung ab. Auf der Spitze des Hügels befindet sich ein Unterstand mit dem Namen „Utkiek“ (Ausblick).
- Bergehalde König Ludwig VII / VIII: In Höhe der alten Waggonfabrik erhebt sich links eine weitere Bergehalde der Zeche in Nachbarschaft zur Schachtanlage VII / VIII.
Die Suderwicher Alm
Die Suderwicher Alm ist eine sanfte Anhöhe mitten im Gewerbegebiet. Sie trennt dieses auch von der benachbarten Wohnbebauung ab. Auf der Spitze des Hügels befindet sich ein Unterstand mit dem Namen „Utkiek“ (Ausblick). War die Almauffahrt vor Jahren noch ganz nett mit guten Ausblicken in die Umgebung, ist die Vegetation inzwischen recht dicht geworden und das Plateau mit dem Unterstand wirkt etwas vernachlässigt. Ein ähnliches Landschaftsbauwerk - allerdings steiler, kleinflächiger und mit Terrassen am Hang - liegt auf der anderen Seite der König-Ludwig-Trasse.
Bergehalden entlang der Trasse
Wie so viele auf diesen Internetseiten vorgestellte andere Bergwerke musste die Zeche König-Ludwig in Recklinghausen unverkäufliches Nebengestein, das mit der Kohle aus der Tiefe gefördert wurde, übertage auf Halden aufschütten. In der Übersichtskarteganz oben in diesem Artikel sind bereits einige Haldenstandorte eingezeichnet. Richtig große Halden, wie sie so häufig im Ruhrgebiet in der Nähe von Zechen zu finden sind, gibt es hier leider nicht bzw.
Größter Hügel ist allerdings die Suderwicher Alm an der Schachtanlage IV / V. Sie erhebt sich über die Landschaft und bietet einen Ausblick auf Suderwich und das ehemalige Zechengelände, das heute Gewerbepark ist. Allerdings ist sie keine Bergehalde. Haben Radfahrende auf der König-Ludwig-Trasse vorhin noch das (Herner) Meer gesehen, so geht es innerhalb Recklinghausens in die „Alpen“ hinauf - und auf zwei Almen.
Anreise zur Suderwicher Alm
Mit dem Auto: Auf der A2 bis zur Ausfahrt 10 Recklinghausen-Ost. Aus Richtung Dortmund rechts, aus Richtung Oberhausen links abbiegen auf die Röllinghäuser Straße. An der Ampel geradeaus und die Bahn überqueren. Erst nach ca. 1 km rechts abbiegen in die Henrichenburger Straße. Links abbiegen in die Maria-May-Straße. Die neue Alm liegt bereits auf der rechten Seite. Im Kreisverkehr links abbiegen, um in der Nebenstraße am Rand zu parken.
Mit Bus und Bahn: Von Recklinghausen Hbf. mit dem Bus der Linien 213 oder 233 Richtung Henrichenburg oder Langobardenstraße bis Katharinenstraße (eine Haltestelle davor zum Bereitmachen: Suderwichstraße Nr. 100). Fast direkt neben der Haltestelle befindet sich die Alte Suderwicher Alm.
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