Das Öl im Motor ist eines der wichtigsten Schmierelemente für das einwandfreie Funktionieren von Zylindern, Kolbenringen und Ventilsystemen. Die wichtigste Aufgabe ist die Schmierung der sich drehenden Teile, um die auftretende Reibung zu vermindern. Außerdem kühlt das Öl hitzebelastete Bereiche. Deshalb ist es besonders von Bedeutung, dass Sie das Motoröl in regelmäßigen Abständen überprüfen und gegebenenfalls austauschen. Erfahren Sie hier, wie Sie das Öl wechseln oder wechseln lassen, welche Kosten auf Sie zukommen und was geschieht, wenn Sie den Ölwechsel vergessen.
Ist ein Ölwechsel wirklich nötig?
Ein hochwertiges Motoröl ist das A und O für ein gut funktionierendes Fahrzeug. Das Motoröl Deines Motorrades muss regelmäßig getauscht werden. Soweit nichts neues. Und was heißt überhaupt regelmäßig? Regelmäßige Ölwechsel schützen den Motor vor Verschleiß. Aber wie oft sollte man das Motoröl wechseln, und welches ist das richtige? Muss man in die Werkstatt, oder kann man es selbst machen? Wissenswertes zum Motoröl und häufig gestellte Fragen zum Wechseln.
Mit einem Ölwechsel vermeidet man teure Schäden. Da sich das Öl mit dem Betrieb des Autos abnutzt, muss es regelmäßig ausgetauscht werden. Wird dies versäumt und lediglich frisches Öl nachgefüllt, verschlechtert sich die Schmierfähigkeit, und es drohen der Abriss des Schmierfilms sowie teure Folgeschäden.
Motoröl erfüllt mehrere Aufgaben: Es bewahrt den Motor vor Verschleiß, indem es ihn von Ruß, Asche und Abrieb reinigt, die beweglichen Teile schmiert, heiß gelaufene kühlt und vor Korrosion schützt.
Ölwechsel selbst vornehmen
Um selbst einen Ölwechsel vorzunehmen, benötigen Sie eine Ölauffangwanne, idealerweise eine Inspektionsgrube, Hebebühne oder Autorampe, sowie einen Schraubenzieher, neues Motoröl, einen Ölfilter und einen Dichtring. Wärmen Sie Ihr Auto durch eine kurze Fahrt auf. Dann fahren Sie das Fahrzeug auf die Inspektionsgrube und warten 10 Minuten. Stellen Sie die Ölauffangwanne unter das Fahrzeug und schrauben den Öldeckel im Motorraum ab. Nun öffnen Sie die Ölablassschraube und lassen das Öl ab. Anschließend drehen Sie den Ölfilter heraus. Fetten Sie dann die Kontaktflächen des neuen Ölfilters ein und schrauben Sie diesen auf. Ziehen Sie die Ölablassschraube mit dem neuen Dichtungsring fest. Geben Sie dann neues Öl hinein und lassen Sie den Motor etwa 5 Minuten lang laufen. Nach 2 Minuten kontrollieren Sie den Ölstand.
Allerdings benötigen Sie hierzu bestimmtes Werkzeug und/oder den Zugang zu einer Hebebühne. Hierfür können Kosten von 5 bis 30 Euro anfallen. Es lohnt sich also nicht immer, selbst Hand anzulegen.
Wer den Ölwechsel in Eigenregie macht, zahlt für das Öl, den Ölfilter sowie den Dichtungsring etwa 50 bis 70 Euro. Alternativ können Sie sich in einer Selbsthilfewerkstatt entsprechendes Werkzeug leihen. Eine Arbeitsstunde schlägt hier in der Regel mit 10 bis 20 Euro zu Buche.
Welche Kosten kommen auf Sie zu?
Die Kosten eines Ölwechsels in der Fachwerkstatt bewegen sich zwischen 25 und 90 Euro. Wie hoch der Preis ist, richtet sich maßgeblich nach der Sorte des erforderlichen Öltyps. Der Literpreis variiert dabei zwischen 5 und 70 Euro. Häufig kommt man günstiger davon, wenn man sich das Öl vorab selbst beschafft. Sollten Sie zusätzlich den Ölfilter austauschen lassen, wird der gesamte Ölwechsel etwas teurer. Mit 15 bis 20 Euro ist der Ölfilter vergleichsweise günstig, die Gesamtkosten für den Wechsel betragen somit zwischen 30 und 110 Euro.
Für einen Komplettservice mit preiswertem Öl beginnen die Preise in der Filiale eines Kettenbetriebs bei 40 Euro. In der Vertrags- oder freien Werkstatt kommen meist zusätzlich die Arbeitsstunden dazu, sodass der Preis für einen Ölwechsel zwischen 50 und 150 Euro liegt. Etwa eine halbe Stunde dauert der Service beim Profi. Am Ende stellt er die Ölwechselintervall-Anzeige zurück.
Die pauschalen Arbeitssätze der Werkstätten sind für Ölwechsel bei Automatikgetrieben höher, als für Schaltgetriebe. Dies erklärt sich aus dem höheren Arbeitsaufwand und der speziellen Ausrüstung, welche zum Ölaustausch und vor allem zur Spülung des Getriebes notwendig ist.
Es kann sich aber lohnen, bei Ölwechsel die Kosten der verschiedenen Werkstätten zu vergleichen.
Kostenfaktoren beim Ölwechsel:
- Ölsorte: Je nachdem, welches Öl in Ihr Auto gehört, variiert der Preis je Liter extrem.
- Ölmenge: Je nach Motor wird mehr oder weniger Öl benötigt.
- Arbeitszeit: Ein einfacher Ölwechsel dauert in der Regel nicht lang. Viele Werkstätten bieten Pauschalpreise für den Vorgang an.
Durchschnittliche Ölwechsel-Kosten (Werkstatt):
| Position | Kosten (Auto) | Kosten (Motorrad) |
|---|---|---|
| Motoröl | 45 - 105 Euro | 15 - 45 Euro |
| Ölfilter (optional) | 8 - 15 Euro | 8 - 15 Euro |
| Arbeitskosten | 20 - 30 Euro | 20 - 30 Euro |
| Gesamtkosten | 65 - 135 Euro | 35 - 75 Euro (ggf. plus Ölfilter) |
Wie lange dauert ein Ölwechsel?
Das Wechseln des Öls in der Fachwerkstatt dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten. Falls Sie das Öl selbst austauschen, benötigen Sie womöglich mehr Zeit. Das ist abhängig von Ihren Kenntnissen. Außerdem ist die Zeit für das Be- und Entladen des Öls und der Vorbereitung der Werkzeuge zu berücksichtigen.
Wie oft muss man einen Ölwechsel machen?
Der jeweilige Autohersteller definiert einen festen Turnus. Grundlage dafür sind die zurückgelegten Kilometer und, bei sehr geringer Fahrleistung, gegebenenfalls auch Zeitabschnitte. Wenn Sie durchschnittlich viel fahren, das heißt zwischen 10.000 und 15.000 km pro Jahr, empfiehlt sich ein Ölwechsel rund alle 1,5 bis 2 Jahre. Diejenigen, die weniger fahren, sollten das Öl schon früher wechseln. Das liegt daran, dass viele kurze Fahrten den Motor stärker beanspruchen. Der Zeitpunkt des Ölwechsels wird bei vielen modernen Autos verbrauchsabhängig bestimmt. Messfühler im Bereich des Motors liefern Informationen über die Fahrzeugnutzung, die Sie dann im Cockpit Ihres Wagens ablesen können.
Grundsätzlich gilt, dass die Intervalle für den Ölwechsel verkürzt werden, je häufiger das Fahrzeug genutzt wird, aber auch, wenn das Fahrzeug besonders wenig genutzt wird.
Viele Hersteller geben hierzu ein Intervall von 15.000 Kilometern vor. Etliche Fahrzeuge sind aber auch für Longlife-Intervalle von 30.000 Kilometern freigegeben, wenn Sie ein entsprechendes Longlife-Motoröl verwenden. Falls Sie nur wenig fahren, sollten Sie spätestens nach zwei Jahren einen Ölwechsel durchführen (lassen). Nur so können Sie die optimale Schmierung des Motorblocks sicherstellen.
Ist das Auto überwiegend im Stadtverkehr unterwegs, kommt der Motor häufig nicht auf die optimale Betriebstemperatur, sodass das Öl schneller altert. In diesem Fall empfiehlt sich ein häufigerer, möglichst jährlicher Austausch.
Manche Bordcomputer zeigen die aktuelle Lebensdauer des Motoröls an und informieren, wenn der Ölwechsel fällig ist. Auf keinen Fall zu empfehlen: mit dem Ölwechsel warten, bis die Warnlampe aufleuchtet.
Was passiert, wenn man den Wechsel nicht macht?
Wenn Sie mit zu altem Öl oder mit niedrigem Ölstand unterwegs sind, belasten Sie den Motor unnötigerweise:
- Die Reibung im Inneren des Motors nimmt zu, wodurch die Bauteile rascher abgenutzt werden. Die Folge sind Leistungsminderung, erhöhter Spritverbrauch und höhere Abgaswerte.
- Bei mangelnder Ölversorgung schleift mit der Zeit Metall auf Metall. Das Resultat ist der berühmt-berüchtigte „Kolbenfresser“. Dadurch nimmt der Motor so starken Schaden, dass eine Reparatur oft nicht mehr möglich ist.
- Altöl weist eine verminderte Schmierfähigkeit auf. Dies steigert die Abnutzung aller Teile des Motors, die die Kanäle des Öls verkleben; es drohen Lagerschäden.
Falls die Öldruckkontrollleuchte Ihres Autos rot aufleuchtet, sollten Sie auch dringend Öl nachfüllen. Lassen Sie in diesem Fall am besten zusätzlich überprüfen, ob es im System zu einer Undichtigkeit gekommen ist.
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