Pedro Acosta steigt zum KTM-Werksfahrer auf

Rookie Pedro Acosta wird für seinen starken Start in die MotoGP-Saison früh belohnt und steigt zur kommenden Saison zum KTM-Werksfahrer auf. Der Spanier kommt 2025 vom GasGas-Tech3-Team, das ebenfalls auf Maschinen des österreichischen Herstellers setzt. Das gab KTM am Rande des Großen Preises von Italien in Mugello bekannt.

Acosta, 2021 Moto3- und 2023 Moto2-Weltmeister, stand in der laufenden Saison schon zweimal in der Königsklasse auf dem Podium. Der erst 20-Jährige wurde beim Grand Prix in Austin/Texas und beim Sprintrennen in Jerez/Spanien jeweils Zweiter.

"Es sieht so aus, als würde dieser Junge viele neue Fans auf der ganzen Welt gewinnen", sagte KTM-Motorsportdirektor Pit Beirer: "Es ist supercool, dass wir noch ein paar Jahre zusammen sein werden. Er hat eine sehr große Zukunft in der MotoGP."

KTM machte keine Angaben zur Laufzeit des neuen Vertrags, die Vereinbarung laufe aber über "mehrere Jahre". Acosta ersetzt den Australier Jack Miller und wird an der Seite des Südafrikaners Brad Binder fahren.

Finanzielle Herausforderungen bei KTM

Auch wenn die Realität auf den ersten Blick eine andere zu sein scheint: Pedro Acosta bemühte sich, bei einer Veranstaltung eines seiner Sponsoren am Montag Zuversicht und Vertrauen zu vermitteln und versicherte, dass die derzeitige finanzielle Lage von KTM das sportliche Projekt nicht beeinträchtige.

KTM hatte Anfang Dezember Insolvenz angemeldet, da das österreichische Unternehmen Schulden in Höhe von fast drei Milliarden Euro angehäuft hat. Tausende Arbeitsplätze in den Produktionsstätten im Norden des Landes sind gefährdet.

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die wirtschaftlichen Behörden bestätigten, dass KTM die Gehälter für November und die Weihnachtszahlungen nicht ausgezahlt hat. Die Produktion in mehreren Werken wurde vorübergehend eingestellt.

Obwohl Acosta nicht zu genau auf die finanzielle Situation bei KTM eingehen wollte, äußerte sich der Spanier dennoch kurz dazu: "Die aktuelle Situation von KTM hat keinerlei Auswirkungen auf uns und ich bin sicher, dass sie weitermachen werden", so der Rookie des Jahres, der 2025 ins KTM-Werksteam aufsteigen wird. "Ich bin froh, diesen Schritt gemacht zu haben. Das war von Anfang an unser Ziel", sagte Acosta weiter.

"Der Fokus wird darauf liegen, einige Punkte am Motorrad zu verfeinern und Konstanz in den Rennen zu finden, um bessere Ergebnisse zu erzielen." In seiner ersten MotoGP-Saison habe sein Ehrgeiz, es besonders gut machen zu wollen, noch zu oft zu Fehlern geführt: "Oft wollte ich alles zu schnell machen, weshalb im Rennen gestürzt bin oder das Q2 verpasst habe."

Erst kürzlich hatte sich Acostas Manager Albert Valera im Podcast "Por Orejas" von Motorsport.com zur Lage bei KTM geäußert: "Man hat uns verkauft, dass sie ein wirtschaftlicher Riese sind, der mit Ducati konkurrieren kann, aber das ist nicht der Fall. Plötzlich hat sich innerhalb von sechs Monaten alles geändert."

"Wir fragen uns, was passiert ist. Es ist etwas, das uns beunruhigt, und es wäre absurd, das Offensichtliche zu leugnen. Ich denke, man muss ehrlich sein und es anerkennen. Natürlich machen sich sowohl Pedro als auch ich, seine Familie und sein Umfeld Sorgen um die aktuelle Lage bei KTM", so Valera damals.

KTM in der Krise: Ursachen und Auswirkungen

In Mattighofen sieht es düster aus. Das liegt nicht nur daran, dass im KTM-Werk seit dem 13. Dezember bis mindestens zum 2. März keine Motorräder mehr produziert werden. Immer noch bangen die übrig gebliebenen rund 3.600 Angestellten um ihre Jobs.

Über 500 Mitarbeiter wurden 2024 bereits entlassen, im Raum stehen weitere 300 Kündigungen. KTM hatte im November und Dezember seinen Angestellten nicht, wie zunächst versprochen, ihr Gehalt ausgezahlt, stattdessen musste der österreichische Insolvenzentgelt-Fonds einspringen.

Mattighofen ist ein kleiner Ort mit 7.600 Einwohnern, fast jeder dort arbeitet für KTM oder hat Familienangehörige oder Freunde, die für den Konzern tätig sind. Wie es im März weitergehen wird, weiß niemand so genau. Ausschlaggebend wird der 25. Februar sein, wenn die Gläubiger entscheiden, ob der Sanierungsplan von KTM angenommen wird.

Zulieferer im Sog der Insolvenz

Inzwischen reißt KTMs Insolvenz in Eigenverwaltung auch immer mehr Zulieferer und Dienstleister mit in den Abgrund. Einige mittelständische Firmen, die sich mit ihrer Produktion eng an KTM gebunden haben, mussten bereits Leute entlassen oder sogar ihrerseits Insolvenz anmelden, dazu gehören auch zwei Töchterfirmen der Pierer Mobility AG, dem Mutterkonzern von KTM.

Das Software-Unternehmen Avocodo GmbH hat hauptsächlich für die KTM AG und die KTM Forschungs- & Entwicklungs GmbH gearbeitet, wegen deren Insolvenzen wurden die Rechnungen ab November aber nicht mehr bezahlt. Von der Avocodo-Insolvenz sind wiederum rund 75 Gläubiger und 125 Dienstnehmer betroffen, die nun ebenfalls in argen Finanznöten stecken.

Der zweite Pleitekandidat ist die Pierer E-Commerce GmbH, die bislang unter anderem für den Betrieb der Webseiten und Online-Verkäufe zuständig war. Insgesamt stehen durch die beiden Insolvenzen etwa 150 Arbeitnehmer auf der Straße.

Deutsche Zulieferer kämpfen ums Überleben

Doch es betrifft nicht nur Betriebe in Österreich, auch in Deutschland werden Zulieferer kalt erwischt, wie die auf Mechatronik spezialisierte Brehmergroup, die in Wiehl im Auftrag von KTM neue Lenkerschalter für das automatisierte Schaltgetriebe entwickelt hat.

Drei Jahre Forschung und Entwicklung, der Bau einer eigenen Produktionsstraße und entsprechend hohe Investitionen stecken in dem neuen Produkt. Für 2024 belief sich das vertraglich vereinbarte Auftragsvolumen auf 1,5 Millionen Euro, doch KTM hatte nur eine halbe Million überwiesen. Als KTM Insolvenz anmeldete, verlangte die beteiligte Bank (mit der KTM zusammenarbeitet) sogar die halbe Million Euro von der Brehmergroup zurück.

Für Firmeninhaber Thomas Brehmer geht es nun um das Überleben seiner Firma mit über 100 Mitarbeitern. Er versucht alles, um das Unternehmen mit neuen Aufträgen vor der Pleite zu bewahren.

Rückzug aus dem Motorsport

Hart traf es auch die Factory Racing-Abteilung mit den Marken KTM, Husqvarna und Gasgas. KTM definiert sich über sein Firmenmotto „Ready to Race“ und kann über 300 WM-Titel in allen möglichen Rennsportdisziplinen vorweisen.

Doch mit der Insolvenz in Eigenverwaltung erfolgte das sofortige Aus in der Moto3 und Moto2, auch beim Gasgas-Team in der MotoGP wurde der Stecker gezogen. Sinnvoll erschien das MotoGP-Engagement für Gasgas, die ausschließlich Geländemotorräder fabrizieren, ohnehin nicht.

Auch in allen anderen Disziplinen, vom Motocross über Enduro bis Rallyesport, werden Husqvarna und Gasgas werksseitig nicht mehr an Wettbewerben teilnehmen. KTM hat sich auch von der beliebten Hard-Enduro-WM zurückgezogen.

In der Motocross-WM besteht noch die Hoffnung, dass das KTM-Red-Bull-Factory-Team, für das unter anderem der sechsfache Weltmeister Jeffrey Herling fährt, auch 2025 teilnimmt, allerdings mit verkleinertem Budget.

Unsichere Zukunft für KTMs MotoGP-Team

KTMs Motorsport-Direktor Pit Beirer hat bestätigt, dass das KTM-Red-Bull-Factory-Team noch bis Ende 2026 an der MotoGP-WM teilnehmen wird, dann läuft der Vertrag mit der Dorna aus und soll nicht verlängert werden.

Ein frühzeitiger Ausstieg würde hohe Strafzahlungen nach sich ziehen und zudem würde ihr Image, so fürchtet KTM, erheblichen Schaden nehmen. Das klingt zuversichtlich, ist aber davon abhängig, ob der KTM-Sanierungsplan von den Gläubigern akzeptiert wird.

Ist das nicht der Fall oder hat bis dahin Bajaj Auto bzw. CFMoto die Mehrheit an der KTM AG übernommen, könnte sehr wohl noch das Aus für das KTM-Red-Bull-Factory-Team kommen. Denn das MotoGP-Engagement kostete KTM jährlich geschätzt 46 Millionen Euro und die Gläubiger, die auf viel Geld verzichten müssen - KTM bietet ihnen im Sanierungsplan lediglich eine Quote von 30 Prozent - dürften die Ausgaben für die MotoGP gar nicht gerne sehen.

In der Tat ist die Auswirkung der MotoGP auf den Verkauf von KTMs fraglich, zumal sie kurioserweise gar keine Superbikes bauen. Vergangenes Jahr wurde lediglich die RC 8C mit einem 990-ccm-Zweizylinder in einer Kleinserie von 100 Stück für sagenhafte 42.000,-- Euro aufgelegt, doch der Motor hatte nichts mit der RC16 zu tun.

Kräftige Einschnitte im Budget

Erste Konsequenzen gab es für das KTM-MotoGP-Team bereits, der 600.000-Euro-Kontrakt mit Edel-Testfahrer Dani Pedrosa wurde gekündigt. Wie viel Geld in die weitere Entwicklung der RC16 fließen wird, ist noch mit einem Fragezeichen versehen.

Es kam das Gerücht auf, dass der siebenfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton Interesse hätte, als Sponsor beim KTM-MotoGP-Team einzusteigen, bislang gab es dafür aber keine Bestätigung.

Einfach wird die Situation für die KTM-Werksfahrer Brad Binder und Pedro Acosta jedenfalls nicht, wenn das Team unter enormem Kostendruck steht. Ab 2027 sind in der MotoGP neue Motoren mit 850 ccm Hubraum vorgeschrieben, dann wird KTM nicht mehr dabei sein.

Ein reduziertes Starterfeld wird der Dorna aber nicht gefallen, und manche spekulieren schon darüber, ob BMW in die MotoGP einsteigen wird. Nachdem die Münchner Marke 2024 zum ersten Mal Superbike-Weltmeister geworden ist, wäre der Aufstieg in die Königsklasse nicht gänzlich abwegig. Der Weg von BMW Motorrad deutete zuletzt jedoch auch eher in Richtung „Sparsamkeit“.

Überproduktion als Hauptursache

Bei all den Diskussionen, wie es für KTM weitergehen wird, gerät die Frage, wie es so weit kommen konnte, etwas ins Hintertreffen. Die Antwort ist komplex. Es wurden Fehler im Management begangen.

KTM fuhr seit der Corona-Pandemie eine irrwitzige Überproduktion. Im November 2024 gab die Geschäftsführung nach Zögern bekannt, dass 130.000 Motorräder bei KTM auf der Halde stehen würden. Rund zwei Wochen später verkündete der Sanierungsverwalter Peter Vogl, dass sich nochmals 135.000 Bikes dazu addieren, die bei den Händlern weltweit verzweifelt auf Käufer warten.

Es liegt nahe, dass in Mattighofen bereits frühzeitig auf die Risiken hingewiesen wurde, jedoch blieb die Geschäftsführung um CEO Stefan Pierer (68) offenbar bei ihrer Strategie.

Frühe Warnzeichen

Dabei gab es bereits 2023 alarmierende Zahlen. Die Pierer-Mobility-Gruppe hatte 2023 zwar mit 377.200 produzierten Motorrädern (280.206 KTM, 67.462 Husqvarna und 29.532 Gasgas) einen neuen Rekord erzielt, kam aber bei einem Umsatz von 2,6 Milliarden Euro auf lediglich 160 Millionen Euro Gewinn, im Jahr zuvor waren es noch 253 Millionen Euro Gewinn gewesen.

Die EBIT-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern) sank von 9,7 auf 6 Prozent, obwohl statistisch mehr Fahrzeuge verkauft wurden. Dennoch wurden riesige Summen investiert: So stiegen unter anderem die Ausgaben für Forschung & Entwicklung innerhalb eines Jahres von 161,4 auf 195,1 Millionen Euro. Der Bau einer neuen KTM-Zentrale in den USA verschlang weitere 55 Millionen Euro.

Absatz und Aktie brachen ein

2024 kam für die KTM AG eine alarmierende Neuverschuldung von rund 1,5 Milliarden Euro dazu. Der Absatz war allein im ersten Halbjahr 2024 um 21,2 Prozent eingebrochen. Alle Zeichen standen auf Sturm, woraufhin die Geschäftsführung die Produktion bis Mitte 2024 um 32,1 Prozent runterfuhr. Zu wenig, wie wir heute wissen.

Trotz dieser Probleme beschloss KTM noch im März 2024, die Mehrheit beim italienischen Sportmotorradhersteller MV Agusta zu übernehmen, was insgesamt rund 200 Millionen Euro kostete. Währenddessen befand sich die KTM-Aktie im freien Fall. War sie Ende 2023 noch mit einem Höchststand von 62,20 Euro notiert, sank sie bis Mitte November 2024 um über 86 % auf nur noch 8,61 Euro.

Einbruch der Verkaufszahlen und Händlerkrise

KTM-Händler gerieten 2024 allmählich in Panik, sie plagten Existenzängste und so wurde versucht, die unverkauften Modelle, die teilweise noch aus 2023 und sogar 2022 stammten, mit hohen Rabatten zu verkaufen. Die Finanzierungskredite bei den Banken kosteten viel Geld.

Dann kam noch der Einbruch des Fahrradgeschäfts von KTM hinzu (nicht zu verwechseln mit der KTM Fahrrad GmbH, die nichts mit dem Pierer-Konzern zu tun hat). Der Umsatz dieser Sparte war von 2022 auf 2023 um fast 100 Millionen Euro auf 76,4 Millionen Euro zurückgegangen.

Trotz des heftigen Verkaufseinbruchs fuhr die Pierer Mobility AG auch bei den Fahrrädern eine Überproduktion, was zu der Situation führte, dass rund 11.000 E-Bikes der Marken Husqvarna, Gasgas und Felt an Mitarbeiter verschenkt worden sein sollen, weil die Lager überquollen.

Qualitätsmängel und Kundenzufriedenheit

Einer der ausschlaggebenden Gründe für den Einbruch bei den Motorradverkaufszahlen waren zudem Qualitätsprobleme. Es gab selbst bei jungen Modellen viele Reklamationen wegen Defekten an Motoren, Getrieben und der Elektrik, was sich unter KTM-Fahrern herumsprach.

KTM begründete die Unzuverlässigkeit ihrer Modelle mit den Nachwehen der Corona-Pandemie, als viele Zulieferer nicht liefern konnten und die Motorräder nachträglich zusammengebaut wurden. Das tröstete die Kunden sicher nicht. Dennoch preiste KTM manche seiner Modelle sehr selbstbewusst ein.

Kontroverse Designs

Konnten sich viele schon mit dem „Split-Face“ nicht anfreunden, überspannte der Haus-Designer für viele Fans der Marke den Bogen mit der neuen „gesichtslosen“ Front. Selbst bislang treue Kunden wanderten zu Konkurrenzmodellen ab.

In Deutschland konnte KTM 2024 mit 15.559 Neuzulassungen zwar ein deutliches Wachstum von 34 Prozent verbuchen, aber zum einen befinden sich darunter auch viele Tageszulassungen der Händler, die aufgrund der ab 2025 geltenden Norm Euro 5+ ihre unverkauften Euro-5-Modelle noch im Dezember 2024 anmelden mussten.

Zum Anderen ist davon auszugehen, dass diverse KTMs vorwiegend wegen der hohen Preisnachlässe von Schnäppchenjägern gekauft wurden. Zudem sind in Anbetracht von 235.000 Motorrädern, die auf dem Hof stehen, selbst 15.559 verkaufte KTMs nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Gemischte Ergebnisse beim Grand Prix von Italien in Mugello 2025

Beim Grand Prix von Italien in Mugello 2025 blieb KTM einmal mehr hinter den eigenen Erwartungen zurück. Nach dem kollisionsbedingten Ausfall von Maverick Vinales konnten auch die Werkspiloten Pedro Acosta und Brad Binder keine Topplatzierung einfahren. Die Stimmung im Team war angesichts dessen eher verhalten. Acosta hatte sich nach starken Trainings Hoffnungen auf ein besseres Ergebnis gemacht.

Doch eine falsche Reifenwahl bremste ihn im Rennen spürbar aus. "Als die Sonne draußen war, war alles gut. Aber als dann Wolken kamen, fing ich an zu leiden. Besonders deutlich wurde der Unterschied im direkten Vergleich mit seinem Teamkollegen Binder: "Ich habe gesehen, dass Brad viel mehr Schräglage fahren konnte als ich, er konnte das Motorrad gut einlenken. Bei mir ging das kaum."

Acosta: "Bin seit Le Mans die erste KTM"Auch zur Diskussion über den richtigen Fahrstil auf der aktuellen KTM nahm Acosta Stellung. Vinales und Binder hatten zuvor betont, dass das Bike eher flüssig und ohne hartes Stop-and-Go gefahren werden müsse. Vinales habe zwar vor ihm gelegen und sei "super schnell gewesen", wurde aber durch einen Sturz ausgebremst.

Besonders lehrreich war für ihn das direkte Duell mit Binder: "Brad ist komplett anders gefahren: ich ganz rund, er super aggressiv. Ich dachte mir: Okay, zurück zu alten Zeiten. "Gott sei Dank hat KTM einen guten Motor. Zwischen unseren Bikes konnte ich ihn ein- oder zweimal überholen. Und er mich auch.

Binder kämpfte sich im Vergleich zu seiner Startposition 15 um zwar einige Plätze nach vorn. Sein Fazit fiel dennoch ernüchternd aus. "Sobald ich so fahre, wie ich es gewohnt bin, verliere ich das Vorderrad. Ich muss extrem vorsichtig bremsen, beim Einlenken sanft sein.

Binder: "Nicht hier, um Neunter zu werden"Zum Duell mit Acosta sagt er: "Als ich Pedro gefolgt bin, habe ich gesehen, dass er in Schräglage mehr zu kämpfen hatte. Aber ich konnte auch sehen, dass er viel ausprobiert hat. Mal später bremsen, mal mehr rollen lassen.

Zwar sei er froh, ins Ziel gekommen zu sein, doch Binder betont: "Ich bin nicht hier, um Neunter zu werden. Vor mir waren Fahrer, bei denen ich eigentlich mithalten müsste, aber ich hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Noch unglücklicher verlief das Rennen für Enea Bastianini im KTM-Satellitenteam Tech3. "Ich war in Biondetti mit Johann Zarco.

"Auch im Warm-up haben wir uns gesteigert. Der österreichische Hersteller KTM hat den Spanier Maverick Vinales und den Italiener Enea Bastianini unter Vertrag genommen, beide werden für das Tech-3-Team an den Start gehen. KTM-Werksfahrer sind im neuen Jahr Brad Binder (Südafrika) und Pedro Acosta (Spanien), alle vier Piloten werden aber laut Mitteilung mit dem gleichen Material versorgt.

Der frühere Moto3-Weltmeister Vinales (29) kommt von Aprilia und hat zehn MotoGP-Siege vorzuweisen. Bastianini, Moto2-Champion 2020 und derzeit im Ducati-Werkteam, hat in der größten der drei WM-Klassen bislang in fünf Rennen triumphiert.

"Wir sind sehr froh, dass wir ihnen volle Werksunterstützung geben konnten, damit sie ihre Ziele weiter verfolgen und ihre maximale Leistung erreichen können", sagte KTM-Motorsportdirektor Pit Beirer über Vinales und Bastianini. Es sei "Zeit, den Namen KTM wieder zu stärken".

Als bester KTM-Fahrer liegt Rookie Acosta (101 Punkte) derzeit im Klassement auf Rang fünf. Bastianini (114) ist Vierter, Vinales (101) Sechster.

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