Viele Reparaturarbeiten oder auch der Austausch einzelner Komponenten am Fahrrad können mit ein wenig technischem Geschick von den meisten Radlern selbst durchgeführt werden. Auch bei den gelegentlich nötigen Säuberungsarbeiten kann von Zeit zu Zeit eine Demontage erforderlich sein.
Werkzeuge und Materialien
Zum Ausbauen deiner Kurbelgarnitur benötigst du: einen Innensechskantschlüssel, einen verstellbaren Gabelschlüssel, einen Kurbelabzieher, Rostlöser und Fett. Ein Gummihammer, Fett und Putzlappen sind auch hilfreich. Mit einem Montageständer erleichterst du dir die Arbeit!
Demontage der alten Kurbel
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Pedale entfernen: Baue zuerst die Pedale mithilfe eines Innensechskantschlüssels aus. Entferne die sich auf der Pedalinnenseite befindenden Schrauben: Je nach Fahrradmodell benötigst du hierzu einen Innensechskantschlüssel der Größe 6 oder 8.
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Kette entfernen: Ziehen Sie zuerst den Schaltkäfig des Schaltwerks nach vorne und nehmen Sie vorsichtig die Fahrradkette vom vorderen Kettenblatt ab. Nimm die Kette von deinem Kettenblatt.
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Staubkappen entfernen: Entferne nun die Staubschutzkappen der Kurbeln, falls dein Fahrrad damit ausgestattet ist. Als erstes mit dem Schraubendreher die Staubschutzklappe aus der Shimano-Kurbel hebeln.
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Kurbelschrauben lösen: Zunächst müssen Sie die zwei kleinen an der Kurbel befindlichen Schrauben lösen. An neueren Shimano-Kurbeln (Hollowtech II) ist der kettenblattlose Kurbelarm über zwei Schrauben an der Achse geklemmt. Lockern Sie diese mit einem 5er-Inbus - nicht komplett abschrauben.
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Kurbelklappe lösen (Shimano): Bei gelockerten Schrauben lässt sich die Kurbelkappe - meist aus Kunststoff - über ein spezielles Kurbelkappen-Werkzeug per Handkraft lösen. Original-Shimano-Bezeichnung: TL-FC 16 (erhältlich für etwa zwei Euro). Drehen Sie die Schraube komplett aus dem Gewinde.
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Fixierung lösen (Shimano): Eine zusätzliche Kunststoffplatte mit kleiner Nase im Klemmspalt verhindert, dass der Kurbelarm bei lockeren Schrauben einfach seitlich abfällt. Schwenken Sie das Plättchen via Schlitzschraubendreher etwas nach oben, danach lässt sich der linke Kurbelarm abziehen. Achten Sie auch auf das kleine schwarze Plasikplättchen, das sich in dem Spalt der Kurbel auf Höhe der Schrauben befindet.
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Kurbelarm abziehen: Entferne die Schrauben, mit denen die Kurbel befestigt ist, bevor du sie mithilfe des Kurbelabziehers abziehst: Schraube den Abzieher in die Kurbel und verwende anschließend einen verstellbaren Gabelschlüssel, um sie zu lösen. Zum Lösen der Kurbeln solltest du den Gabelschlüssel am äußeren Ende mit Kraft betätigen.
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Kurbelachse rausklopfen (Shimano): Legen Sie die Kette auf das kleinste Blatt. Lässt sich der rechte Kurbelarm inklusive Achse nicht rausziehen, helfen Sie mit einem Schonhammer etwas nach. Ist die Kurbel ein bis zwei Zentimeter rausgewandert, Kette zwischen kleines Blatt und Tretlagergehäuse legen.
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Sram-Kurbel demontieren (Sram): Kurbeln von Sram besitzen einen integrierten Abzieher. Lösen Sie die Schraube einfach an der linken Seite via 8er-Inbus - so lange drehen, bis die Kurbel abfällt. Die rechte Kurbelhälft e lässt sich wie bei Shimano mit Hilfe eines Schonhammers demontieren.
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Rechte Kurbel entfernen: Im Anschluss ziehen Sie die rechte Kurbel mit den Kettenblättern aus der Lagerung.
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Linke Kurbel demontieren: Als nächstes demontieren wir die linke Kurbel. Diese ist über zwei Innensechskantschrauben auf der Achse befestigt.
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Kurbelabzieher verwenden: Jetzt schrauben Sie fest im Uhrzeigersinn das Außengewinde des Kurbelabziehers in das Innengewinde der Kurbel. Mit dem passenden Schlüssel wird nun die Innensechskantschraube am Kurbelabzieher rechts rum in das Lager gedreht. Dabei stößt diese dann an der Innenlagerwelle an und Sie können die Shimano Kurbel herausdrücken und abnehmen.
Vorbereitung des Tretlagergehäuses
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Reinigung: Es empfiehlt sich eine gründliche Reinigung der Komponenten vorzunehmen. Allein schon durch die Nähe zum Untergrund können sich am Innenlager, im Gewinde und an der Welle einige Schmutzpartikel ablagern und es kann zu Korrosion kommen. Reinigen Sie die Gewinde am Innenlager und im Tretlagergehäuse gründlich mit einem Lappen, es dürfen vor allem keine Metallspäne zurückbleiben. Überprüfen Sie alles gut und säubern Sie es.
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Gewinde prüfen: Achten Sie auf das Gewinde, damit es sauber ist.
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Lack prüfen: Ob sich noch Lack auf der Anlagefläche des Kurbelgehäuses befindet. fluchten. Hier muss dann nachgefräst werden (Fachhändler).
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Schmierung: Vor der Montage sollten das Gewinde des Innenlagers sowie die Lagerschalen mit Fett versehen werden, um einem Festwerden im Gewinde entgegen zu wirken. Gewinde des Innenlagers mit Fett einschmieren. mit Fett versehen. und verhindert ein FESTBACKEN der Lagerschalen im Gehäuse.
Montage des Shimano Lagers
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Lagerschalen identifizieren: Die Lagerschalen sind mit dem Hinweis „rechts“ beziehungsweise „links“ versehen. Die rechte Lagerschale ist aber auch an dem längeren Gewinde zu erkennen.
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Spacer hinzufügen: Die Anzahl der einzubauenden Spacer ist abhängig von der verwendeten Kurbel und der Gehäusebreite. Beachten Sie hierfür die Herstellerangaben Ihres jeweiligen Produktes. Für gewöhnlich befindet sich auf der rechten Seite ein Spacer mehr als auf der linken Seite. Bei einer Gehäusebreite von 68 mm werden zumeist 2 Spacer rechts und ein Spacer links verwendet, bei einer Breite von 73 mm oftmals 1 Spacer rechts und kein Spacer links.
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Kunstoffbuchse einsetzen: Als erstes muss nun die Kunstoffbuchse in die rechte Lagerschale eingesetzt werden.
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Lagerschalen einschrauben: Dann werden, falls erforderlich, die Spacer auf die Lagerschale geschoben und das Lager per Hand eingeschraubt (links: im Uhrzeigersinn, rechts: entgegen dem Uhrzeigensinn). Nehmen Sie die Shimano Lagerschalen und schieben Sie auf der rechten Rahmenseite hinein bis die Gewinde aufeinander stoßen. Schrauben Sie das Lager vorsichtig auf das Tretlagergewinde, ohne es zu verkanten.
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Lagerschalen festziehen: Sind beide Schalen eingesetzt, müssen diese mit dem Shimano Werkzeug festgezogen werden. Mit einem speziellen Werkzeug von Shimano, das Sie direkt auf den Ring aufsetzen, können Sie das Lager fest hinein drehen. Das Drehmoment richtet sich nach den jeweiligen Herstellerangaben, liegt aber zumeist bei ca. 35 bis 50 Nm.
Montage der Kurbel
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Welle montieren: Schieben Sie die Achse, auf die auch fix die rechte Kurbel montiert ist, durch das Tretlagergehäuse bis auf Anschlag hinein. Zum Einsetzen der Kurbel muss die Fahrradkette auf das Kurbelgehäuse aufgelegt und die Welle durch die Lagerschalen geschoben werden.
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Kunststoffblättchen aufsetzen: Stecken Sie als nächstes auf der linken Seite das schwarze Plastikblättchen auf den am Achsenende vorhandene Zapfen hinauf.
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Linke Kurbel befestigen: Befestigen Sie die Kurbel, indem Sie beide Innensechskantschrauben wieder hinein drehen. Am besten ist, wenn Sie beide etwas hinein drehen statt einer nach der anderen komplett hinein zu drehen. Nun kann die linke Kurbel auf die Welle gesteckt werden.
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Kurbelkappe montieren: Mit der Kurbelkappe wird das Lagerspiel eingestellt. Zunächst wird diese auf der linken Seite mit der Hand locker eingeschraubt und im Anschluss mit dem TL-FC 16 Werkzeug von Shimano leicht angezogen (ungefähr eine halbe Umdrehung). Während dieses Vorgangs „wandern“ die Kurbeln sich nun die verbleibenden Millimeter entgegen.
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Schrauben fixieren: Im letzten Schritt werden die beiden kleinen Schrauben, die zu Beginn der Demontage gelöst wurden, abwechselnd stückchenweise wieder festgezogen.
Zusätzliche Hinweise
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Hollowtech II: Ein weiterer Pluspunkt von Shimano Kurbel Modellen wie Hollowtech II ist, dass die rechte Kurbel mit der Achse eine Einheit bildet.
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Werkzeug: Damit Sie das Shimano Lager ausbauen können, benötigen Sie einen speziellen Schlüssel von Shimano.
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Rostlöser: Wenn dieser Schritt Probleme bereitet, könnte es sein, dass sich Schmutz und Rost mit der Zeit angelagert haben. In diesem Fall sprühen Sie das Lagergehäuse am besten mit einem Rostlöser, zum Beispiel WD40 ein und lassen diesen ca. 24 Stunden einwirken.
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