E-Mobile können helfen, die Mobilität von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen langfristig zu sichern. Mal eben zum Einkaufen, Kaffee trinken bei Freunden oder ein Ausflug in den nahegelegenen Park: Mobilität bedeutet Lebensqualität und ist ein wichtiger Faktor, um in der näheren Umgebung am sozialen Leben teilnehmen zu können. Für sie alle gibt es lokal emissionsfreie Elektromobile, die - nicht umfassend zutreffend - generell "E-Mobile für Senioren" genannt werden.
Doch beim Sichten des Marktangebots wird schnell klar: Es gibt jede Menge unterschiedliche E-Mobile zu kaufen, die sich an unterschiedlichen Bedürfnissen und Einsatzzwecken orientieren. Welches Elektromobil ist also für wen das richtige? Je nach Bauart sind hier jedoch unterschiedliche gesetzliche Vorschriften zu beachten.
Was Sie über Elektromobile wissen sollten
Der Lenker ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zum Rollstuhl, die Mehrspurigkeit bezieht sich entweder auf drei- oder vierrädrige Fahrzeuge. Geeignet sind diese E-Mobile für Personen, die - wenn auch eingeschränkt - selbständig gehen sowie ein- und aussteigen können. Die notwendige Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr wird vorausgesetzt.
Nach geltendem Recht muss ein motorisierter Krankenfahrstuhl, der ohne Führerschein und Zulassung gefahren werden darf, folgende Merkmale erfüllen (§ 4 Abs. 1 Nr. Für alle anderen Fahrzeuge, die die technischen Voraussetzungen bezüglich Sitz, Bauart, Gewicht oder Abmessungen nicht einhalten (dann ist auch die schwache Motorisierung von max. 15 km/h irrelevant!), ist je nach Fahrzeugart eine Prüfbescheinigung, wie man sie von Mofas kennt, oder sogar die Fahrerlaubnis AM nötig - also der gleiche Führerschein mit dem auch Microcars wie der Opel Rocks-e oder Renault Twizy & Co. gefahren werden dürfen. Wer noch den alten Führerschein der Klasse 3 oder später den Führerschein der Klasse B besitzt, darf ohnehin alle Seniorenmobile fahren.
Dreiräder sind oftmals kompakter als vierrädrige E-Mobile. Sie haben aufgrund ihrer Bauart einen engen Wendekreis und sind somit wendiger- allerdings auch kippempfindlicher und weniger für unwegsames Gelände geeignet als die vierrädrigen Fahrzeuge. Vierrädrige E-Mobile sind besser geeignet zum Zurücklegen von größeren Strecken, da diese meistens schneller als die dreirädrigen Varianten sind.
Sofern mehrere Personen in einem Haushalt auf ein Seniorenmobil angewiesen sind, können auch Zweisitzer in Betracht gezogen werden. Diese sind zwar aufgrund des zusätzlichen Sitzplatzes länger - was die Wendigkeit einschränkt - jedoch kann dadurch die Anschaffung eines zweiten E-Mobiles überflüssig sein. Gut für den Transport im Auto sind klappbare E-Mobile.
Bei den möglichen Höchstgeschwindigkeiten gibt es Modelle bis 6 km/h, 15 km/h, 20 km/h und 25 km/h. Mit steigender Geschwindigkeit haben die Fahrzeuge in der Regel auch höhere Leistungen, was der Steigfähigkeit zugutekommt. E-Mobile bis 6 km/h sind häufig auch für die Verwendung in ÖPNV geeignet. Beim Preis liegen die günstigen Modelle bei knapp 700 Euro. Nach oben können je nach möglicher Geschwindigkeit und entsprechender technischer Ausstattung schnell fünfstellige Beträge fällig werden.
Testsieger wurde beim TCS-Test das dreirädrige Elektromobil DX2 von Kyburz mit dem besten Antrieb und der größten Reichweite.
Kyburz DX2: Das Elektromobil im Detail
Der Kyburz DX2 ist ein hochwertiges Elektromobil, das speziell für Menschen mit einer anspruchsvollen Mobilität entwickelt wurde. Das Elektromobil zeichnet sich durch seine herausragende Verarbeitung, Sicherheit, Langlebigkeit und Fahreigenschaften aus. Der dreirädrige Kyburz DX2 ist dank seiner großen Räder und robusten Federung auch ideal für unebene Straßen und Wege. Dies bietet Ihnen eine individuelle Mobilität mit hoher Flexibilität - unter anderem auch für Senioren, die keinen Führerschein besitzen. Dank seiner einfachen und sicheren Handhabung können Sie Besuche bei Freunden und Familie unternehmen, die täglichen Einkäufe transportieren, die Fahrten zur Post, Bank oder zum Arzt und Apotheke problemlos erledigen.
Löcher und Unebenheiten im Untergrund werden durch die Federung des Fahrzeugs und den gefederten, großzügig dimensionierten Sitz absorbiert. Dies sorgt unter anderem auch für eine rückenschonende Fahrt. Aufgrund der großen Reifen stellen auch Bordsteine oder Auffahrten zu Garagen für das Elektromobil keine Hürden dar.
Der Kyburz DX2 ist mit modernen Lithium-Batterien ausgestattet, die einen optimalen Fahrkomfort kombiniert mit einer sehr hohen Reichweite mit Entfernungen von bis zu 115 km für Ausfahrten innerhalb der eigenen Ortschaft oder der näheren Umgebung ermöglichen. Ausgestattet mit einem starken Asynchron-Elektromotor meistert das Kyburz Elektromobil auch die problemlose Fortbewegung bei starken Steigungen mit bis zu 30%. Zudem ermöglicht der starke Elektromotor auch Menschen mit kräftiger Statur eine zügige Fahrt ohne Leistungseinbußen. Je nach Fahrzeug-Variante erreich das Elektromobil eine Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h.
Mit seinen großen Rädern meistert der Kyburz DX2 mühelos unebene Straßen und Wege. Löcher im Untergrund werden von der Fahrzeugfederung und dem ebenfalls gefederten großzügig dimensionierten Sitz Rücken schonend absorbiert. Bordsteine stellen keine Hürden da. Garagenauffahrten oder sonstige Steigungen bis 30% nimmt der Kyburz DX2 souverän. Jedes Fahrzeug wird in der Schweiz unweit von Schaffhausen in einer technisch sich auf dem neuesten Stand befindlichen Manufaktur von Hand gefertigt. Verbaut werden ausschließlich Komponenten höchster Güte. Bevor ein Fahrzeug die Produktionshalle verlässt, wird es ausgiebig TÜV-ähnlichen Tests unterzogen. Somit werden bei den an sich schon fehlerfrei produzierten Fahrzeugen letzte Restrisiken ausgeräumt.
Das hat auch die Schweizer Post überzeugt. Sie verfügt mittlerweile über eine Flotte von weit über 4.000 Fahrzeugen des fast baugleichen Modells Kyburz DXP, dem Zustellfahrzeug für Profis. Der DXP - das P steht für Post - wird ganzjährig für die Briefzustellung eingesetzt.
Technische Daten des Kyburz DX2
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Verbrauch ab Batterie | 4 kWh / 100 km (entspricht Strom ca. für 91 Cent pro 100 km) |
| Motor | 3-Phasen-Asynchron, 15 V Nominal, bürstenlos |
| Spitzenleistung | 3.7 kW |
| Nennleistung | 0.96 kW |
| Batterien | LiFePO4 / 100 Ah (optional 200 Ah) |
| Ladezeit (Vollladung) | 7 - 10 Stunden / eingebautes Ladegerät |
| Steckdose | 230 V, max 5.5 A, normale Haushaltsteckdose |
| Bremsen | Motorbremse mit Energierückspeisung (Rekuperation), mechanische Trommelbremse (alle drei Räder) |
| Parkbremse | automatisch bei Stillstand |
| Fahrzeug LxBxH | 200 / 80 / 125 cm |
| Leergewicht | 200 kg inkl. Batterien |
Finanzierung und Zuschüsse
Doch unter Umständen übernimmt die Krankenkasse die Kosten oder zumindest einen Teil davon. Im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen sind alle bezuschussbaren Hilfsmittel in Deutschland gelistet. Im Abschnitt 18-51-05 sind Elektromobile und deren Voraussetzungen gelistet. Bevor ein E-Mobil beschafft wird, muss allerdings eine ärztliche Verordnung zur Notwendigkeit vorliegen. Auch empfiehlt sich vorab eine Klärung mit der Versicherung, ob und in welcher Höhe die Kosten übernommen werden. Zu beachten ist, dass nur E-Mobile bis 15 km/h bezuschusst werden.
Tipps und Infos rund ums Fahrzeug
Bei schnelleren E-Mobilen muss ein Helm getragen werden. Sofern ein Sicherheitsgurt vorgeschrieben ist, genügt das Anlegen des Gurts. Das Mindestalter zum Führen des motorisierten Krankenfahrstuhls beträgt 15 Jahre. Gehwege oder Fußgängerzonen dürfen nur mit Krankenfahrstühlen (Definition siehe oben) befahren werden. Hier gilt jedoch Schrittgeschwindigkeit.
Reichweite: In diesem Punkt unterscheiden sich die am Markt verfügbaren Modelle sehr stark. Bei einigen Modellen reicht die Energie im Akku nur für 30 Kilometer aus, wohingegen andere Fahrzeuge 120 Kilometer schaffen können. Dies hängt maßgeblich von der Kapazität der verbauten Batterie ab.
Sitz: Gerade bei längeren Strecken ist ein ausreichend bequemer Sitz sowie ein komfortables Fahrwerk ein wichtiger Aspekt. Hier ist auch auf eine auf die körperlichen Bedürfnisse wie Einstellbarkeit des Sitzes und des Lenkers zu achten.
Geschwindigkeit: Sollten regelmäßig längere Strecken zurückgelegt werden, ist die Anschaffung eines E-Mobils mit einem Höchsttempo über 20 km/h eine Überlegung wert. Jedoch sollte man sich im Klaren darüber sein, dass für diese E-Mobile meist ein Führerschein oder zumindest eine Prüfbescheinigung erforderlich ist.
Licht: Seniorenmobile sind Kraftfahrzeuge im Sinne der StVZO, unterliegen also der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung und müssen mit einer Beleuchtungsanlage ausgestattet sein.
Bremsen: Bei den Bremssystemen gibt es unterschiedlichste Ausführungen. Die einen verfügen nur über eine starke Motorbremse und die anderen haben ein separates Bremssystem an Bord. Gerade bei den separaten Bremssystemen ist darauf zu achten, dass diese nicht zu schwergängig und gut erreichbar sind. Eine automatische Geschwindigkeitsbegrenzung bei Bergabfahrten verhindert ein unkontrolliertes Erreichen von gefährlichen Geschwindigkeiten. Eine Feststellbremse verhindert beim Stillstand ein unkontrolliertes Losrollen.
Sicherheit: Manche E-Mobile sind mit einer automatischen Leistungsreduktion bei Kurvenfahrten ausgestattet. Diese Funktion stellt sicher, dass das Fahrzeug bei zu schnell gefahrenen Kurven nicht ins Kippen gerät.
Händler: Wer sein E-Mobil bei einem Händler kauft, wird es sicherlich zur regelmäßigen Wartung oder Reparatur dorthin bringen können. Beim Kauf im Internet kann dies schwierig werden und sollte bei der Kaufentscheidung mitberücksichtigt werden. Eine Probefahrt beziehungsweise eine Sichtung beim Händler vor Ort ist auf jeden Fall empfehlenswert.
Auf Rezept: Ein E-Mobil kann auch auf Rezept erhalten werden, jedoch muss hierzu eine vom Arzt attestierte medizinische Notwendigkeit erfüllt sein und das gewünschte E-Mobil muss eine Hilfsmittelnummer haben bzw. im Hilfsmittelverzeichnis gelistet sein, ansonsten erfolgt keine Kostenübernahme durch die Krankenversicherung.
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